Reise & Kultur

VON FLUGSAFARI BIS GORILLATRECKING

Elephant am Ufer mit Touristen im Boot
Bei einer Bootsfahrt auf dem Chobe kann man zahlreiche Elefanten beim Baden und Trinken aus nächster Nähe erleben.
Foto: djd/Abendsonne Afrika

Afrikas Traumziele lassen sich auf viele Reisearten entdecken

Atemberaubende Landschaften und spektakuläre Farben, brüllende Löwen und grasende Elefanten: Afrika fasziniert auf vielfältige Weise und eine Safari ist eine tolle Möglichkeit, den Kontinent zu entdecken. Verschiedene Safariangebote hat beispielsweise der Reiseveranstalter Abendsonne Afrika in seinem Programm – unter www.abendsonneafrika.de gibt es alle Informationen. Je nach Destination bieten sich dabei unterschiedliche Reisearten an.

Selbstfahrerreise in Namibia

Mit seiner guten Infrastruktur und dem angenehmen Klima ist etwa Namibia ein ideales Reiseland für eine Selbstfahrerreise im Mietwagen. Abenteuerlustige können auf eigene Faust die „unendliche Weiten des Landes“ erfahren. Die Tour kann sie zu den berühmten roten Dünen von Sossusvlei bringen, die vor allem bei Sonnenaufgang einen spektakulären Anblick bieten. Im Nationalpark Etosha wiederum können Urlaubende auf Pirschfahrten Elefanten, Löwen, Leoparden und die selten gewordenen Spitzmaulnashörner beobachten. Ein Besuch in der deutsch geprägten Stadt Swakopmund, eine Wanderung im Erongo-Gebirge oder ein Abstecher in das landschaftlich schöne Damaraland: Auch das kann auf dem Reiseprogramm stehen.

Gorillababy im Busch
Ein Gorillatracking in den Bergregenwäldern von Uganda ist ein unvergessliches Erlebnis.
Foto: djd/Abendsonne Afrika/Jürgen Ritterbach

Begegnungen mit Berggorillas in Uganda

In Uganda hingegen lockt ein Gorillatracking in den Bergregenwäldern. Mit einheimischen Führern macht man sich auf die Suche nach einer der Gorillagruppen im Bwindi-Nationalpark und kommt den Tieren dabei so nahe, dass man sie fast berühren kann. An menschliche Besucher sind die seltenen Berggorillas gewohnt, sodass sie sich bei ihren täglichen Aktivitäten zusehen lassen. Wer sich dagegen auf die Spuren von Schimpansen begeben möchte, kann im Kibale-Forest-Nationalpark ein Schimpansentracking buchen. Der Park verfügt weltweit über die größte Primatendichte.

Tierwanderung über einen Fluss
Die größte Tierwanderung der Erde in der Serengeti hautnah erleben – das ist der Traum vieler Afrikaliebhaber. Foto: djd/Abendsonne Afrika/Jürgen Ritterbach



Botswana und Tansania aus der Luft erleben

Eine Flugsafari hat zu guter Letzt ebenso viele Vorteile – alleine schon die traumhaften Perspektiven aus der Luft. In Botswana können Reisende beispielsweise das Okavangodelta mit seinen riesigen Büffel- und Elefantenherden vom Buschflieger aus entdecken, in Tansania bei der spektakulären Wanderung der Gnus in der legendären Serengeti dabei sein und anschließend im benachbarten Sambia das Naturschauspiel der Victoriafälle bestaunen. Da man durch die Flugtransfers erheblich Zeit einspart, bleibt mehr Gelegenheit für weitere Wildbeobachtungsaktivitäten wie Buschwanderungen oder Kanufahrten – im elefantenreichen Chobe-Nationalpark in Botswana erlebt man dabei Dickhäuter beim Baden und Trinken.(djd)

UNGESTÖRT DAS MEER GENIESSEN

Ostesee-Dünenlandschaft mit Meerblick
Im Winter können Erholungssuchende die herrliche Natur der Ostseeküste genießen.
Foto: djd/www.ostseeferien.de/VMO/Alexander Rudolph

Ein Winterurlaub an der Ostseeküste hat viele Vorzüge

Ungestört am Strand entlang spazieren, die klare Luft einatmen und das Rauschen der Wellen genießen. Anschließend im Wellnessbereich des Hotels oder in der Ferienwohnung am knisternden Kaminfeuer relaxen: Eine Auszeit an der Mecklenburgischen Ostseeküste hat im Winter ihren ganz besonderen Reiz und ist ein echter Geheimtipp für alle, die Küste und Meer mögen, aber dem Trubel der Hochsaison entgehen wollen. Mit der passenden Kleidung kann man auf Spaziergängen und Wanderungen in der Natur schwelgen und die abwechslungsreiche Gegend kennenlernen. Angebote für den Urlaub gibt es unter www.ostseeferien.de/winter.

Was macht der Rettungsschwimmer im Winter?

Auch am wunderschönen fünf Kilometer langen Ostseestrand von Graal-Müritz scheint alles stiller zu sein. An der Seebrücke, wo sich im Sommer das Leben abspielt, ist es leer geworden. Gemeinsam mit seinen Kolleginnen und Kollegen von der DLRG-Ortsgruppe sorgt dort André Rieckhoff während der Saison für die Sicherheit der Urlauber. Er hat Leben gerettet, Schürfwunden und Insektenstiche verarztet, Kinder gesucht, Schwimmtiere geborgen und vieles mehr. „Die Rettungsschwimmer hier habe ich schon als kleiner Junge bewundert“, erzählt der hauptberufliche Notfallsanitäter. Im Alter von zwölf Jahren fing er selbst an und „liebt es bis heute“. Im Winter wird es Rieckhoff nicht langweilig. Schließlich muss er sich fit halten, um auf die neue Saison vorbereitet zu sein. Neben Schwimmen geht er daher regelmäßig laufen. Strandspaziergänger können ihn aber auch beim Herumwerkeln am Rettungsturm antreffen, der in den Wintermonaten gewartet werden muss.

Die Strandkörbe werden aufgehübscht

Vielleicht begegnet man an der Seebrücke auch Christian Witt, der dort regelmäßig seine Angel auswirft. Nach einer anstrengenden Saison freut sich der Strandkorbvermieter auf „mehr Zeit“ für sein Hobby. Neben der Seebrücke betreibt Witt im Sommer die erste Strandbar von Graal-Müritz. Der überdimensionale Strandkorb, in dem er Eis und kühle Getränke verkauft, ist ein echter Hingucker. In der kalten Jahreszeit heißt es für ihn: Strandkörbe reparieren und wieder schick machen für die nächste Sommersaison. Der Winter an der Ostsee hat für Witt eine besondere Faszination: „Wenn der Schnee am Strand liegt oder Frost und Wind bizarre Eisformationen entstehen lassen, ist das ein herrliches Naturschauspiel.“ Urlaubern empfiehlt er eine romantische Fackelwanderung am Strand. Daneben warten auf Gäste zahlreiche andere Veranstaltungen und abwechslungsreiche Freizeitmöglichkeiten. Denn trotz der angenehmen Ruhe verfallen die Ostseebäder nicht in einen Winterschlaf.(djd).

HERBSTLICHES WANDERN IM NATURKINO

Blick über den herbstlichen Chiemgau
Vom Aussichtsturm auf der Ratzinger Höhe lassen sich weite Ausblicke auf das Chiemsee-Alpenland genießen. Foto: djd/Chiemsee-Alpenland Tourismus/Rainer Nitzsche

Auf aussichtsreichen Wegen zur Entspannung im

Chiemsee-Alpenland

Den Stress hinter sich lassen und den Druck des Alltags rausnehmen: Das gelingt vielen Menschen am besten beim Wandern. Weitläufige Berg- und Seenlandschaften wie das Chiemsee-Alpenland stehen bei Erholungssuchenden hoch im Kurs, und gerade im Spätsommer und Herbst zeigt sich die bilderbuchreife Voralpenlandschaft im südöstlichen Bayern von ihrer besonders entspannten und farbenprächtigen Seite. Zwischen sanften Hügeln liegen schmucke Orte, rund 30 Seen und artenreiche Moorgebiete, aber auch wilde Flüsse und spektakuläre Schluchten. Die Region zwischen Mangfalltal, Wasserburg am Inn, Chiemsee und der im Süden liegenden Alpenkette, ihre vielseitige Natur und die typisch oberbayerische Lebensart lassen sich auf stillen und zugleich spannenden (Themen-) Wegen entdecken.

Naturdenkmäler und kulturelle Kleinode

So kommen Wanderer auf einer der zwei Etappen des Schiffleutwanderwegs rund um Neubeuern unter anderem durch den Felssturz in der Wolfsschlucht und vorbei an einem „weit gereisten“ Findling zu schroffen Felswänden, die von kreisförmigen Mustern überzogen sind. Der von Menschenhand geschaffene Mühlsteinbruch in Hinterhör gehört zu den schönsten Geotopen Bayerns. Wer sich nicht nur fürs große Naturkino, sondern auch für kulturelle Kleinode interessiert, kann sich „Auf Leibls Spuren“ begeben. Die rund sieben Kilometer lange Genusswanderung startet in Bad Aibling und führt nach Berbling, wo in der Pfarrkirche Heilig Kreuz eine Kopie des berühmten Gemäldes „Drei Frauen in der Kirche“ von Wilhelm Leibl zu sehen ist. Unter www.chiemsee-alpenland.de/wandern finden Interessierte einen Tourenplaner mit mehr als 400 Vorschlägen, eine kostenlose Touren-App sowie eine Wanderbroschüre mit 54 Touren und hilfreichen Informationen zu Bergbahnen und wanderfreundlichen Gastgebern zum Download.

Blick auf Seenlandschaft


Großes Naturkino: Berg- und Seenlandschaften, wie hier im Inntal, sind bei Aktivurlaubern und Erholungssuchenden gleichermaßen beliebt.

Foto: djd/Chiemsee-Alpenland Tourismus/J. Hoffrichter


Zwei-Seen-Blick auf die sanfte Art

Gerade in der klaren Herbstluft sind im Chiemsee-Alpenland weite Ausblicke möglich – und das nicht nur bei Gipfeltouren im Mangfallgebirge oder in den Chiemgauer Alpen, sondern auch von den zahlreichen Aussichtspunkten der Region. Die Ratzinger Höhe zum Beispiel erreichen kleine und große Wanderer über einen informativ und abwechslungsreich gestalteten Erlebnisweg. Er beginnt an der Rimstinger Kirche und endet am 20 Meter hohen Aussichtsturm. Von dort oben lässt sich ein 360-Grad-Panorama vom Rosenheimer Land und dem Simssee über den Chiemsee mit seinen Inseln inklusive Königsschloss bis hin zur Alpenkette genießen. Rund um die Ratzinger Höhe führt auch die nördliche Schleife des Obst- und Kulturwegs, auf dem Kirchen, Kapellen und Feldkreuze von bäuerlicher Lebensart und traditionellem Brauchtum erzählen.(djd).

Päärchen auf Wiese mit Blick indie Berge

Den Stress hinter sich lassen, die Natur genießen – das gelingt im Chiemsee-Alpenland auf spannenden Themenwegen im Tal ebenso wie bei Gipfeltouren.

Foto: djd/Chiemsee-Alpenland Tourismus/Thomas Kujat


AKTIV- UND FITURLAUB AM MAIN

Gruppe Radfahrer
Das gut ausgebaute Radwegenetz rund um Karlstadt hat von einfachen Touren wie hier direkt am Main bis hin zu anspruchsvollen Strecken alles zu bieten. Foto: djd/Stadt Karlstadt/Andreas Hub-TVF Franken-Fränkisches Weinland

Karlstadt: Wandern und Radeln im Fränkischen Weinland

(djd). Warum in die Ferne schweifen? Die schönste und bequemste Abwechslung vom Alltag kann ein Kurzurlaub im eigenen Land sein. Mitten in Deutschland und damit von überall gut erreichbar findet man das Fränkische Weinland mit seiner sanften, romantischen Hügellandschaft. Ein attraktiver Ausgangspunkt für Aktivurlauber ist etwa Karlstadt, gut 25 Kilometer nördlich von Würzburg am Main gelegen. Der idyllische Ort besitzt eine der schönsten Silhouetten der Region. Zu den Highlights zählen die romanisch-gotische Stadtpfarrkirche, das historische Rathaus, die Tore und Türme der Stadtbefestigung sowie die Bürgerhäuser mit ihren Fachwerkfassaden. Nach einem Tagesausflug kann man die fränkische Küche und dazu einen guten Frankenwein genießen. Alle Infos gibt es unter www.karlstadt.de. Hier sind die besten Tipps für Wanderer und Radfahrer:

Paar steht neben Steele mit Blick auf Main

Die Stele in der Mitte weist darauf hin, dass der Aussichtspunkt „terroir f“ in Stetten 2020 die Auszeichnung „Schönste Weinsicht Franken“ erhielt

Foto: djd/Stadt Karlstadt/Jürgen Müller



Wandern: terroir f als „ausgezeichneter“ Höhepunkt

Ein vernetztes und beliebig kombinierbares Streckensystem mit insgesamt über 100 Kilometern Wanderwegen verbindet die neun Ortsteile Karlstadts miteinander. Eine detaillierte Wanderkarte ist bei der Tourist-Information unter Telefon 09353-906688 erhältlich. Einige besonders reizvolle Routen haben den Aussichtspunkt „terroir f“ in der Weinlage Stettener Stein zum Ziel. Der Panoramablick von der stählernen Aussichtsplattform 130 Meter über dem Main reicht bis nach Würzburg und weit in den Spessart hinein. 2020 wurde der Aussichtspunkt als „Schönste Weinsicht Franken“ vom Deutschen Weininstitut ausgezeichnet. Eine Stele des Mainzer Künstlers Ulrich Schreiber macht die Auszeichnung sichtbar. Die Umgebung von Karlstadt ist zudem geprägt von vielen Naturschutzgebieten mit seltenen Pflanzen und den ersten Ausläufern des Spessarts. Auch der Main-Wanderweg führt durch die Region, von der Ruine der Karlsburg aus hat man eine schöne Aussicht auf Karlstadt und Umgebung.

Blick von der Karlsburg auf der anderen Seite des Mains auf die idyllische Altstadt von Karlstadt.

Blick von der Karlsburg auf der anderen Seite des Mains auf die idyllische Altstadt von Karlstadt.

Foto: djd/Stadt Karlstadt

  • Radfahren: Die große Vielfalt
  • Das gut ausgebaute Radwegenetz rund um Karlstadt hat von einfachen Familientouren bis hin zu anspruchsvollen Strecken alles zu bieten. Drei ausgewählte Strecken beginnen und enden jeweils am Karlstadter Marktplatz.
  • Tipp 1: Mit dem Mountainbike von Karlstadt nach Wiesenfeld. Die sportliche Strecke mit einigen Höhenmetern hat eine Länge von etwa 20 Kilometern. Sehenswert ist das Naturschutzgebiet Mäusberg-Rammersberg-Ständelberg.
  • Tipp 2: Karlstadt, Stetten und Heßlar auf dem Wern-Radweg, der auf 78 Kilometern von der Quelle der Wern bis zur Mündung in den Main führt.
  • Tipp 3: Mainradweg von Karlstadt über Retzbach und Thüngen. Auf der 33 Kilometer langen Strecke finden sich im zweiten Teil einige kleinere Berganstiege.
Wandergruppe in den Weinbergen


Das Fränkische Weinland mit seinen vielen Facetten lässt sich am besten bei einer Wanderung entdecken.

Foto: djd/Stadt Karlstadt/TVF Franken-Fränkisches Weinland/Andreas Hub


DER GROSSE WASSERSPASS AM EDERSEE

Kinder in der  Segelschule
In der Segelschule am Edersee macht das Lernen Spaß. Foto: djd/Edersee Marketing/Katharina Jaeger

Entspannte Familienferien am Edersee

Morgens in die Segelschule und mittags eine Runde schwimmen, nachmittags durch kühle Wälder radeln und abends mit Blick auf die bunt beleuchtete Staumauer am Ufer entspannen: Das alles – und noch viel mehr – wartet auf Aktivurlauber am Edersee. Besonders für Familien hat der lang gestreckte Stausee in Nordhessen im Sommer viel zu bieten. Er liegt keine 50 Kilometer von Kassel entfernt mitten im Naturpark Kellerwald-Edersee. Rundherum erstreckt sich ein weitläufiges Freizeitgebiet mit Wanderwegen durch den urwüchsigen Nationalpark Kellerwald-Edersee, ausgewiesenen Fahrradrouten in den Tälern der Zuflüsse und spannenden Ausflugszielen vom Baumkronenpfad über den Wildtierpark bis zur Sommerrodelbahn. Durch kreuzende Personenschiffe und zwei Fährverbindungen sind auch die gegenüberliegenden Orte leicht zu erreichen.


Junge Familie im Sportbooz


Freizeitkapitäne können mit gemieteten Booten in See stechen.

Foto: djd/Edersee Marketing/Katharina Jaeger



Surfen, segeln und schwimmen

„In diesem Jahr ist der Edersee sehr voll“, berichtet Claus Günther von der Edersee Marketing GmbH, welche in Affoldern, im NationalparkZentrum Kellerwald und oben auf der Sperrmauer Anlaufstellen hat. „Wir haben sehr gute Bedingungen für alle Arten des Wassersports.“ An den Ufern kann man Windsurfen oder Stand-Up-Paddling üben. Mit dem eigenen oder einem gecharterten Segelboot lassen sich Freizeitkapitäne vom Wind übers Wasser treiben. Und vielerorts kann man Kanus und Kajaks, Tret- oder Elektroboote mieten. Wer mag, springt unterwegs von Bord direkt ins kühle Nass. Zum Baden sind auch alle Uferbereiche und Strandbäder frei zugänglich, die Wasserqualität gilt als hervorragend. Für Familien mit Kindern sind das Erlebnisbad in Vöhl, das Strandbad Waldeck West und der flache Badestrand in Rehbach zu empfehlen. Unter www.edersee.com sind Prospekte und Unterkünfte vom Campingplatz bis zum Wellnesshotel, Informationen wie Fährzeiten und der aktuelle Wasserstand zu finden.

Einer der größten Stauseen Europas

Eine besondere Attraktion für alle Abenteurer ist ein Tauchgang unter Wasser: Neben der reichen Tier- und Pflanzenwelt sind in der Tiefe die versunkenen Reste eines Dorfes, einer Klostermauer und einer Brücke im ehemaligen Edertal zu entdecken. Vor über hundert Jahren wurde es überflutet, als die imposante Talsperre errichtet wurde. Sie ist 48 Meter hoch und ganze 400 Meter lang, der so entstandene Edersee ist mit seinen 27 Kilometern Länge einer der größten Stauseen Europas. Bei einer gemütlichen einstündigen Führung an der Sperrmauer können die Gäste erfahren, wie sie vor über hundert Jahren gebaut wurde, wie an der Eder seitdem eine ganze Seenlandschaft entstanden ist und der Nationalpark Kellerwald-Edersee zur Unesco-Weltnaturerbestätte wurde.(djd).

Junge Familie im Sportboot auf Edersee


Ein Ausflug zum Waldkronenpfad ist eine willkommene Abwechslung.

Foto: djd/Edersee Marketing/Klaus-Peter Kappest


MAL FLUSS, MAL SEE – DIE VIELSEITIGEN GESICHTER
DER HAVEL

Familie im Paddelboot

Zwischen Potsdam und Brandenburg an der Havel sind Wasserfans in ihrem Element

Kleine Segelboote kreuzen im Wind, Kanuten und SUPs paddeln um die Wette und schnittige Motorboote schicken Wellen übers Wasser. Zwischen Potsdam und Brandenburg an der Havel kennt der Wassersport viele Facetten, und das erfrischende Nass ist jederzeit zum Greifen nah. Die malerische Landschaft ist geprägt durch den rund 50 Kilometer langen Abschnitt der Havel, die sich ihren Weg mal als Fluss, mal als Seenkette sucht. Im abwechslungsreichen Revier finden sich sowohl pulsierende Orte als auch idyllische Naturräume. Einen ersten Eindruck gibt es unter www.diehavelseen.de. Zu den beliebten Aktivitäten gehört zum Beispiel:

Abendstimmung über demSee


Der Templiner See: Ergreifend schön, die stillen Seiten der Havel

Foto: djd/H. Harms



Segeln auf den Seen

Der Templiner See ist das Hausrevier für alle, die von Potsdam aus starten möchten. Die weite Wasserfläche zwischen Potsdam und Caputh eignet sich auch gut zum Windsurfen. Gleich hinter Caputh schließt sich der acht Quadratkilometer große Schwielowsee an, der für viele als einer der schönsten Seen in der Gegend gilt. Wer auf dem Großen Zernsee unterwegs ist, kann die berühmte Inselstadt Werder (Havel) mit vielen Marinas und der markanten Bockwindmühle umrunden. Zahlreiche Badebuchten laden zum Ankern ein. Zwischen Werder (Havel) und Brandenburg an der Havel ist die Havel so breit, dass man die gesamten 30 Kilometer ohne Brücken und Schleusen segeln kann.

Luftaufnahme der Havel und Altstadt Werder


Blick über den Weinberg auf die auf einer Insel gelegene Altstadt von Werder (Havel)

Foto: djd/Stadt Werder (Havel)/Tom Klement


Kanuwandern

Weite Flächen und die Verbindung aller Wasserwege schaffen schier unerschöpfliche Möglichkeiten für Kanuten. Sogar Touren flussaufwärts sind möglich, weil die Havel hier nur eine sehr geringe Strömung hat. Attraktiv ist der windungsreiche Abschnitt flussabwärts von Ketzin/Havel über Groß Kreutz nach Kloster Lehnin mit dem Emster-Havel-Kanal. Zudem eröffnen sich immer wieder Altarme, die nur für Kanuten oder kleine Boote befahrbar sind. Wer nur mal für ein paar Stunden ins Kanu steigen mag, dem empfiehlt sich die Rundtour mitten durch die historische Innenstadt von Brandenburg an der Havel.

Paar im Kanu auf Havel

Eine Kanutour durch Brandenburg an der Havel ist ein besonderes Erlebnis.

Foto: djd/Michael Handelmann



Mit dem Fahrgastschiff auf Panoramatour

Beste Sicht auf alle Sehenswürdigkeiten entlang der Strecke, leckere Verpflegung und interessante Hintergrundinformationen dürfen Passagiere auf einer Schifffahrt von Potsdam nach Brandenburg an der Havel erwarten. Kaum hat man die Silhouette der imposanten Nikolaikirche und des Palais Barberini hinter sich gelassen, grüßen schon von weitem Schloss Babelsberg und Schloss Caputh. Ab Phoeben übernimmt die Natur das Zepter. Graugänse, Schwäne und Reiher tummeln sich auf der Havel, Seerosen blühen im Schilf. Kurz vor Brandenburg an der Havel sind schon die Türme der drei dominierenden Kirchen zu erkennen: des Doms auf der Dominsel, der St.-Gotthardt-Kirche in der Altstadt und der Katharinenkirche in der Neustadt.(djd).

EIN WOCHENENDE FÜR GENIESSER

Vesperbrett im Graßufer
Am Wochenende für Genießer stehen in Graal-Müritz regionale Köstlichkeiten auf dem Programm. Foto: djd/www.graal-müritz

Graal-Müritz lädt zum Entschleunigen ein – mit drei besonderen Erlebnistouren

Wenn das Laub der riesigen Buchenwälder rund um Graal-Müritz leuchtend rot verfärbt, die Oktobersonne aber noch Kraft hat, beginnt für Naturliebhaber die schönste Jahreszeit am Meer. Das traditionsreiche Ostseeheilbad an der Küste Mecklenburg-Vorpommerns bietet im Herbst besonders gute Gründe für einen Kurzurlaub. Gerade mit ihrem abwechslungsreichen Programm am 9. und 10. Oktober lädt die Gemeinde ausdrücklich zum Entschleunigen ein.

Joggerin im Rhododentron_Park


Endspurt im Rhododendronpark – er verwandelt sich am Genießerwochenende in einen regionalen Wochenmarkt.

Foto: djd/www.graal-müritz.de



Mit allen Sinnen unterwegs

Besucher dürfen es sich dann so richtig gutgehen lassen, zum Beispiel bei der geführten Genusswanderung, die sich an regionalen Köstlichkeiten entlanghangelt – vom Brunch im Rhododendronpark über einen Natur-Lunch in der Rostocker Heide bis zum süßen Kaffeeklatsch zum Abschluss der malerischen Erkundungstour. Damit neben dem Appetit auch der Wissenshunger gestillt wird, sind fachkundige Führer mit dabei. So wird die Wanderung mit viel Wissenswertem zu Region und Natur gespickt.


Die bewegte Geschichte von Graal-Müritz kann man im Oktober laufend entdecken – zum Beispiel auf den Spuren vom Schriftsteller Kurt Tucholsky

Foto: djd/www.graal-müritz.de



Fahrradfans wiederum kommen beim zweiten Highlight, der geführten Fahrt auf die Halbinsel Fischland-Darß-Zingst, auf ihre Kosten. Auch hier sind Einheimische mit an Bord und machen die Ausfahrt zu einer spannenden Entdeckungsreise. Gerastet wird zur Mittagszeit ganz in Boddennähe – mit bestem Blick auf die historischen Zeesboote. Je nach Witterung kann auch ein Abstecher zu verschiedenen Darßer Türen auf dem Programm stehen. Diese kunstvoll geschnitzten Haustüren sind das Wahrzeichen der Halbinsel. Häufig zeigen sie Motive der bewegten Seefahrergeschichte der Region.


Kunstvoll geschnitzte Haustüren sind das Wahrzeichen der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst

Foto: djd/www.graal-müritz.de


Sportlich durch Graal-Müritz

Wer zwar gerne zu Fuß, aber lieber etwas zügiger unterwegs ist, sollte sich den geschichtlichen Ortslauf vormerken. Begleitet von einem gut trainierten Sportler geht es dabei durch das Seeheilbad, das historisch viel zu bieten hat. Die Villen im Stil klassischer Bäderarchitektur beherbergten in der Vergangenheit zahlreiche Künstler und Schriftsteller, darunter Erich Kästner und Kurt Tucholsky. Treffpunkt ist das Café Witt, das am Entstehungsort von Graal-Müritz liegt. An jeder Station des Ortslaufs gibt es außerdem Fitnesstipps vom Experten.

Die geführten Touren haben eine begrenzte Teilnehmerzahl, die Anmeldung ist über www.graal-mueritz.de möglich. Hier stehen auch alle Details zu den unterschiedlichen Angeboten. Und für alle Gourmets, die lieber auf eigene Faust unterwegs sind: Der Rhododendronpark von Graal-Müritz wird am Genusswochenende zum kulinarischen Treffpunkt des Wochenendes. Regionale Anbieter präsentieren hier ihr reichhaltiges Angebot.(djd).


MOSELERLEBNISSE FÜR GROSS UND KLEIN

Junge Familie mit Fahrrad am Moselufer
Entlang des Moselufers können Familien entspannt radeln. Foto: djd/Wein- und Ferienregion Bernkastel-Kues/Christopher Arnoldi

Ein Familienurlaub im Ferienland Bernkastel-Kues hält viele Highlights bereit

Familie mit Fahhrad vor Mosellandschaft


Die herrlichen Landschaften der Moselregion laden zu aktiven Entdeckungen ein.

Foto: djd/Wein- und Ferienregion Bernkastel-Kues/Klaus Herzmann

(djd). Abwechslung ist Trumpf – das gilt insbesondere für den Familienurlaub. Der Nachwuchs würde gerne jeden Tag etwas anderes unternehmen. Im Ferienland Bernkastel-Kues ist dies kein Problem. Die Region im Herzen von Rheinland-Pfalz beeindruckt mit herrlichen Landschaften, tollen Freizeitmöglichkeiten und familienfreundlichen Gastgebern.

Fachwerkhäuser von Bernkastel-Kues

Die malerische Altstadt von Bernkastel-Kues ist immer einen Besuch wert.

Foto: djd/Ferienland Bernkastel-Kues



Radeln, Wandern und Klettern

24 Ortschaften an Mosel und Hunsrück sowie die schmucke Stadt Bernkastel-Kues gehören zum Ferienland – und sind perfekte Ausgangspunkte, um die Moselregion kennenzulernen. Zum Beispiel bei entspannten Radausflügen auf dem Moselradweg, der sich behutsam am Fluss entlang schlängelt – oder während sportlichen Touren in den Höhenlagen von Eifel und Hunsrück. Jede Menge Radlspaß versprechen auch die neuen Rundwege des Moselhöhenradwegs. Hoch über dem Fluss führen sie in Schleifen durch Weinberge und Wälder – spektakuläre Aussichten sind dabei inklusive. Wer die Region lieber zu Fuß erkunden möchte, findet ebenso viele Möglichkeiten: Es gibt kinderfreundliche Wanderwege wie den Sonneninselrundweg im Weinort Minheim. Tolle Einblicke in die Natur und die Geschichte der Mosel bietet der Rundweg „Vom Urstrom zum Strom“ in Liesers sowie anspruchsvolle Klettersteige für etwa größere Kinder, zum Beispiel den Erdener Klettersteig. Oder wie wäre es mit einer Wanderetappe auf dem bekannten Moselsteig?


Besuch beim „Bonbon Willi“

Wer gern Spaß auf dem Wasser hat, den locken die Schwimm- und Freizeitbäder und Wasserspielplätze. Aus einer anderen Perspektive erleben Urlauber die Region – und den Fluss – zudem bei Kanutouren, immer nah am Moselufer. Oder auf einer Mosel-Schifffahrt, entweder bei einer knackigen Rundtour oder gerne etwas länger – etwa von Bernkastel-Kues nach Traben-Trarbach, vorbei an beeindruckenden Riesling-Steillagen, historischen Gemäuern und pittoresken Ortschaften. Zuvor aber lockt ein Stadtspaziergang in Bernkastel-Kues mit seinen jahrhundertalten Fachwerkhäusern und der hoch über der Altstadt thronenden Burg Landshut. Schleckermäuler wiederum sollten eine Stippvisite in der historischen Bonbonmacherei einlegen. Dort kann man sehen, wie die Süßigkeiten gemacht werden – und sie kosten. Oder ein Besuch bei einem Winzer, Kellerführung inklusive. Oder wie wäre es mit dem Weinmuseum und einem Ausflug in die Wein-Vergangenheit? Und auch das kann auf dem Urlaubsprogramm stehen: ein Besuch im Zylinderhaus, einem Erlebnismuseum für die ganze Familie.


WIR SIND DANN MAL WEG

Seniorin im Caprio vor Abfahrt
Impfschutz, digitaler Impfpass und sinkende Inzidenzen machen Reisen – auch ins Ausland – wieder möglich. Foto: djd/Deutsche Leibrenten/Sonja Brüggemann

Die meisten Senioren haben den vollen Impfschutz und wollen wieder verreisen

Im vergangenen Jahr haben viele Senioren wegen der Pandemie auf eine Urlaubsreise verzichtet. Das Risiko einer Ansteckung mit Covid-19 war ihnen schlicht zu hoch. 2021 stehen die Sterne jedoch günstiger: Die über 70-Jährigen sind die Altersgruppe mit der höchsten Impfquote in Deutschland. Impfschutz, digitaler Impfpass und sinkende Inzidenzen machen Reisen – auch ins Ausland – wieder möglich. Darauf müssen Senioren achten:

Wo kann ich mich über aktuelle Reisebestimmungen informieren?

Die unterschiedlichen Bestimmungen der Länder sind auf der Seite „Coronavirus-Regeln in den Bundesländern“ unter www.bundesregierung.de aufgeführt. Bei Auslandsreisen unterscheidet die Bundesregierung derweil zwischen Zielen in sogenannte Risikogebiete, Hochinzidenzgebiete oder Virusvarianten-Gebiete. Je nach Einstufung gelten unterschiedliche Reisewarnungen, Test-, Nachweis- und Quarantäneregelungen, die sich zudem schnell ändern können. Das Auswärtige Amt informiert auf der Internetseite „Reise- und Sicherheitshinweise“ über die aktuell geltenden Bestimmungen.

Macht der digitale Impfpass das Reisen leichter?

Ja. Reisen innerhalb der EU werden seit 1. Juli mit dem digitalen Covid-Zertifikat erleichtert. Es soll vollständig Geimpften, Genesenen und Negativ-Getesteten das grenzüberschreitende Reisen einfacher machen. Deutschland hat die EU-Richtlinie mit dem digitalen Impfpass bereits umgesetzt. Bundesbürger benötigen die App Cov-Pass oder die Corona-Warn-App für ihr Smartphone, um darin das digitale Impfzertifikat, einen fälschungssicheren QR-Code, zu speichern. Für alle, die kein Smartphone besitzen, gibt es den QR-Code auch ausgedruckt. Arztpraxen, Impfzentren oder Apotheken stellen das Zertifikat aus.

Werden Reisen teurer?

Ja. Vergleichsportale melden, dass die Preise für Flugtickets und Mietwagen im Ausland seit dem Frühjahr drastisch nach oben schnellen. Ein Grund, warum Auslandsreisen das Budget von Senioren sprengen können.

Müssen Senioren deshalb aufs Reisen verzichten?

Nein. Wer Fernweh hat, muss dennoch nicht aufs Reisen verzichten. Mit einer Immobilienrente der Deutsche Leibrenten Grundbesitz AG etwa können Immobilienbesitzer ab 70 Jahren gebundenes Kapital flüssig machen, mehr Infos gibt es unter www.deutsche-leibrenten.de. Die Senioren verkaufen ihr Eigenheim an das Frankfurter Unternehmen und erhalten im Gegenzug ein notariell beurkundetes lebenslanges Wohnrecht sowie eine Leibrente. Diese wird monatlich, auf einmal oder in Kombination ausgezahlt.(djd).


NATURSCHÄTZE VOR DER HAUSTÜR ENTDECKEN

Umgestürzter Baum im Wald
Im Thüringer Wald können Naturbegeisterte sich wandelnde Wälder am Iberg entdecken. Foto: djd/www.wwf.de/Thomas Stephan

Naturschutzorganisation lädt zu Erlebnistouren in ganz Deutschland ein

Klettersteiggehen im Kaisergebirge, die Natur fotografieren im Nationalpark Sächsische Schweiz oder Wandern in der wilden Uckermark: Auch in diesem Jahr lädt der WWF Deutschland dazu ein, die Natur vor der eigenen Haustür zu erkunden. Die Naturschutzorganisation bietet bundesweit 16 Erlebnistouren an.

Wanderer auf Berggrad
Im bayerischen Spitzinggebiet lockt eine dreitägige Hüttenwanderung an der Seite geschulter Guides. 2147 KB Foto: djd/www.wwf.de/Bernd Ritschel/DAV Summit Club



Unterwegs mit geschulten Guides

„Jede Erlebnistour ist einzigartig, eines haben sie aber alle gemein: Auf ihrer Expedition entdecken die Teilnehmenden die großen und kleinen Schätze unserer Natur und erfahren am eigenen Leib, warum sie so schützenswert sind”, sagt Julia Baer, Programmleiterin beim WWF Deutschland. Die Touren richten sich an Erwachsene und Jugendliche ab 12 Jahren, an Wanderexpert:innen wie auch Einsteiger:innen. „Für jeden ist etwas dabei“, verspricht Baer. Unter www.wwf.de/erlebnis können sich Interessierte für die geführten Touren anmelden. Die Expeditionen finden zwischen Juni und November statt und dauern zwischen zwei Stunden und vier Tagen.

Flussbiegung mit Bergen im Hintergrund
Bei einer dreitägigen Wanderung können Bergsteiger:innen den letzten Wildfluss Deutschlands sowie einen Teil des Karwendelgebirges entdecken. 2637 KB Foto: djd/www.wwf.de/Sigrun Lange



In die Natur eintauchen

Bei einer Wanderung durch die artenreiche Landschaft des Thüringer Ibergs etwa erkunden Teilnehmende sich wandelnde Wälder, während man sich am Güterfelder Haussee bei Berlin auf die Spurensuche von Fuchs, Wildschwein und anderen Wildtieren begibt. Im Schwarzwald können Naturbegeisterte beobachten, wie Wildnis entsteht. Sie tauchen bei St. Peter tief in den Wald ein, lernen die Zweribachwasserfälle kennen und üben sich in der Zubereitung von Wildnis-Kräuter-Tee. Für Wanderfans gibt es auch mehrtägige Angebote. So können geübte Bergsteiger:innen im Kaisergebirge vier Tage lang steile Bergspitzen erklimmen oder an der Oberen Isar am Karwendelgebirge bei einer dreitägigen Wanderung den letzten Wildfluss Deutschlands entdecken. Auch Wattwanderungen und Kanufahrten werden angeboten. Müssen einzelne Touren wegen der Corona-Lage abgesagt werden, werden die bereits entrichteten Teilnahmegebühren vollständig erstattet.

Auswahl von Erlebnistouren mit Terminen

– Artenvielfalt Berlin – Fuchs, Wildschwein & Co. auf der Spur: halbtägige Spurenwanderung: 19.6. | 07.8. | 18.9. | 23.10.2021

– Wälder im Wandel – Wildnis von morgen: halbtägige Wanderung, Thüringer Wald: 31.7. | 23.10.2021


– Naturfotografie in der Sächsischen Schweiz: halbtägige Foto-Wanderung: 27.6. | 12.9. | 26.9.2021


– Wilde Uckermark: halbtägige Wanderung: 18.7. | 26.9.2021


– Alpine Wildflüsse – 3-tägige Wanderung, Obere Isar/Karwendelgebirge: 13.–15.8. | 27.–29.8. | 10.-12.9. | 24.–26.9.2021


– Urwälder der Zukunft: halbtägige Wanderung, St. Peter/Schwarzwald: 10.9. | 22.10.2021

(djd).

Nähere Inormationen unter: www.wwf.de/erlebnis

WIE FJORDE VOR DEN TAUERNGIPFELN

Auf 2040 Metern Seehöhe wirken die Kaprun Hochgebirgsstauseen fast wie Fjorde eingebettet zwischen den Dreitausender Gipfeln, direkt an der Grenze zum Nationalpark Hohe Tauern. Foto: djd/VERBUND Tourismus

Die Erlebniswelt der Kaprun Hochgebirgsstauseen punktet mit ihrer Vielseitigkeit

(djd). Kurve um Kurve bringt der Bus die Besucher hinein in die Wunderwelt der Technik und Natur, die seit Jahrzehnten die Menschen begeistert. Mit einem kostenlosen Multimedia Guide wandelt man bereits bei der Auffahrt auf den Spuren der Wasserkraft und des Mythos von Kaprun. Die beiden smaragdgrünen Hochgebirgsstauseen liegen wie Fjorde eingebettet zwischen den Dreitausender Gipfeln der Hohen Tauern. Willkommen im hinteren Kapruner Tal.

Der Wasserkraft auf der Spur

Die Schneeschmelze sowie stetige Niederschläge lassen die beiden Seen Wasserfall- und Mooserboden den Sommer über immer voller werden. Als sogenannte „Grüne Batterie“ werden diese Energiespeicher zur Stromerzeugung eingesetzt, um Spitzenzeiten abzudecken. Besonders nahe kommen die Besucher diesem beeindruckenden Zusammenspiel von Natur und Technik bei einer Staumauerführung, die in den Sommermonaten mehrmals täglich stattfindet und rund eine Stunde dauert. Dabei lernt man das Innenleben des Betongiganten kennen, der sich hoch über dem Kapruner Tal zwischen den Felsen biegt und die Wassermassen in ihren Seen hält. Das spannende Zusammenspiel von Alpengletscher, Kraftwerksbau und Stromgewinnung wird auch in der „Erlebniswelt Strom“ am Speichersee Mooserboden deutlich. Dabei können die Besucher nicht nur in die Welt des ewigen Eises eintauchen und das Thema Wasserkraft an Mitmachstationen erleben. Sie reisen auch zurück in die Nachkriegszeit, als das gewaltige Kraftwerksprojekt verwirklicht wurde. Für Familien lohnt sich ein Spaziergang auf dem neuen kinderwagengerechten Kinderlehrpfad mit sechs interaktiven Stationen entlang des Mooserbodenstausees. Die Sonnenterrasse des Bergrestaurants lädt ein, das beeindruckende Bergpanorama bei regionalen Köstlichkeiten zu genießen, während die Kinder am Spielplatz nebenan spielen.

Fürthermoar Alm mit Bergen im Hintergrund


Die Fürthermoar Alm, die man über den Kräuterlehrpfad oder auch mit dem Bus erreicht, verwöhnt die Gäste mit Köstlichkeiten aus eigener Herstellung
Foto: djd/VERBUND Tourismus



Wander- und Kletterspaß


Kletterfreunde kommen in der Klettersteigarena im massiven Fels der Höhenburg auf ihre Kosten. Anfänger und Fortgeschrittene genießen auf drei unterschiedlichen Steigen atemberaubende Ausblicke auf die Stauseen. Ein weiterer Klettersteig direkt an der Flanke der Staumauer lässt die Herzen von Adrenalinfans höherschlagen, zählt er doch zu den weltweit höchstgelegenen Klettersteigen an einer Staumauer. Alpinisten finden am Grießkogel, am Hocheiser oder dem Großen Wiesbachhorn ihr Gipfelglück. Weitere Infos gibt es unter www.verbund.com/kaprun. Für Familien bietet sich der 15-minütige Aufstieg zum Aussichtspunkt Höhenburg oder eine 45-minütige Wanderung bergab zur Fürthermoaralm über den Kräuterlehrpfad an. Auf der Alm wird man mit regionalen Schmankerln und Produkten aus eigenem Anbau verwöhnt. Für Kinder gibt es einen Spielplatz sowie einen kleinen Streichelzoo.

URLAUB IN DER UCKERMARK MIT GUTEM GEWISSEN

Sonnenuntergan am See
Bereits seit 2012 ist die Uckermark eine zertifizierte nachhaltige Tourismusregion. Mehr als 30 Partner im Netzwerk „Ferien fürs Klima“ sorgen für gemütliche Ferienunterkünfte, leckere regionale Gastronomie und Aktivurlaub mitten in der Natur. Foto: djd/Tourismus Marketing Uckermark/Anja Warning

Nachhaltig unterwegs sein in einer der schönsten Reiseregionen

Urlaub im Einklang mit der Natur – und das nachhaltig – dafür steht die Uckermark inzwischen seit 10 Jahren. Egal ob Wochenende, Kurztrip oder die kompletten Sommerferien: Nur eine Stunde entfernt von Berlin ist man umgeben von Klarwasserseen, Waldmooren, unberührten Flussauen sowie seltenen Tier- und Pflanzenarten. Inspirationen und passende Unterkünfte zur Planung finden sich unter www.tourismus-uckermark.de.

Nachhaltigkeit mit Tradition und Konzept

Bereits 2012 ging die Uckermark als Sieger im Bundeswettbewerb „Nachhaltige Tourismusregionen“ hervor. Seit Februar 2018 ist die Region auch vom unabhängigen Label „TourCert“ als nachhaltiges Reiseziel zertifiziert. Die Natur- und Landschaftsschutzgebiete nehmen mehr als die Hälfte der Fläche ein. Unter dem Netzwerk „Ferien fürs Klima“ wird hier nachhaltiger Urlaub angeboten. Zur Auswahl stehen beispielsweise geführte Kanutouren auf den Spuren des Bibers im unteren Odertal. Im Juni, Juli und August gibt es einmal in der Woche das „Musikfloß“ – ein Konzertgenuss der ganz besonderen Art. Die Flöße sind mit einem Elektroantrieb versehen. Neben Kultur gibt es Kesselgulasch, ein Grillbüffet, Kuchen oder ein Flößerimbiss von lokalen Partnern. Oder wie wäre es mit einer Wanderung im Buchenwald Grumsin, der Teil der Unesco-Weltnaturerbestätten ist. Hier befinden sich über 25 Prozent aller Buchenwälder Europas. Kleiner Tipp: Mit einem erfahrenen Tourenführer an der Seite lassen sich die Naturlandschaften besonders intensiv und spannend erkunden. Alle Details sowie individuelle Angebote dazu gibt es unter www.tourismus-uckermark.de zu entdecken.


Blick auf Schwedt von den Polderwiesen: Hier wurden Deiche mit einer Gesamtlänge von 177 km errichtet
4 Schiffsschleusen
21 Kahnschleusen
30 Deichlücken sowie
28 Brückenbauten ebenfalls. Eine durch Menschen veränderte, beeindruckende Landschaft entstand.

Foto: djd/Tourismus Marketing Uckermark/Anja Warning



Klimafreundlicher Urlaub beginnt mit der Anreise

Alle reden über den Klimafußabdruck. Um sich selbst einmal vor dem Urlaub ganz konkret auszurechnen, wie sich die Aktivitäten auf den eigenen CO2 -Ausstoß auswirken, steht auf der Website der Uckermark-Touristiker ein CO2-Rechner bereit: Bereits mit der Wahl des Transportmittels, der gebuchten Unterkunft oder der Freizeitaktivitäten kann man, wenn man möchte, seinen CO2 Ausstoß deutlich senken. Einige Praxisbeispiel inklusive Zahlen zeigen auf, wieviel Kilogramm CO2 erzeugt wird. Natürlich ist der Rechner nicht dazu da, sich den Urlaub verderben zu lassen, aber man kann seine eigenen Gewohnheiten im Hinblick auf die Auswirkungen gegenüber der Umwelt auf spielerische Art hinterfragen und im besten Fall sogar optimieren. Mit gutem Gewissen den Urlaub verbringen, hilft nicht nur der Natur und den nächsten Generationen, es schmeichelt auch unserer Seele. Und ganz nebenbei kehrt man aktiv und erholt in seinen Alltag zurück. (djd).

STILLE BUCHENWÄLDER, HOHE BURGRUINEN

Blick von Burg Mellnau
Der Blick von Burg Mellnau belohnt den Aufstieg. Foto: djd/Stadt Wetter (Hessen)/MSLT/Georg Kronenberg

Wanderungen durchs mittelhessische Bergland

Die Aussicht von Burg Mellnau belohnt alle Wanderer und Ausflügler für den Aufstieg. Schon aus dem Tor der Ruine reicht der Blick weit übers mittelhessische Bergland. Und wer im runden Bergfried mit seinen drei Meter dicken Mauern emporsteigt, kann ein Rundumpanorama über den dichten Burgwald genießen, eines der größten unzerschnittenen Waldgebiete in Deutschland. Die Reste der Burganlage zeugen von einstiger Stärke: Die Erzbischöfe von Mainz ließen die Verteidigungsanlage im 13. Jahrhundert bauen, in ihrem Schutz entwickelte sich das beschauliche Bauerndorf Mellnau, das heute zur Kleinstadt Wetter im Landkreis Marburg-Biedenkopf gehört. Hier verläuft der Premiumwanderweg Burgwaldpfad, der in drei Etappen Marburg und Frankenberg verbindet. Zwischen Lahn und Eder sind auf dem Weg stille Buchenwälder und weite Wiesen, geheimnisvolle Moore und sprudelnde Quellen, hübsche Fachwerkdörfer und geschichtsträchtige Burgen zu entdecken.

Naturerlebnisse und Dorfgeschichten

Wer lieber Rundwanderungen und Tagesausflüge macht, findet im Burgwald auch reizvolle Thementouren: So führt die Franzosenwiesentour durch sumpfige Feuchtwiesen und stille Auenwälder, vorbei an klaren Bächen und idyllischen Teichen. Im 17. Jahrhundert siedelten sich hier Hugenotten aus Frankreich an, heute steht die Moorlandschaft unter Naturschutz. Die Stirnhelletour wurde nach einem der Aussichtspunkte am Weg benannt, sie verbindet das Naturerlebnis mit alten Rittergeschichten und lebendiger Dorfkultur. Start- und Zielort ist Oberrosphe, wo im Alten Forsthof ein sehenswertes Dorfmuseum über Handwerk und Handel, Landwirtschaft und Waldarbeit eingerichtet wurde. Als „Museum zum Anfassen“ ist es für Familien ein spannendes Ausflugsziel. In Oberrosphe gibt es auch zwei Wohnmobilstellplätze, von denen die Wanderer aus direkt losgehen können. Weitere Unterkünfte, Wanderwege und Ausflugstipps sind unter www.wetter-hessen.de zu finden.

Ein Waldreservat für Baum-Veteranen

Der Burgwald zwischen Eder und Lahn gilt als besonders schützenswertes Juwel, in dem viele seltene Tiere wie Raufußkauz und Schwarzstorch leben. Die Europäische Union hat große Flächen unter Schutz gestellt, es gibt zehn Naturschutzgebiete, zwei Waldreservate und viele Naturdenkmäler wie uralte Baum-Veteranen zu entdecken. Dass der Burgwald heute Hessens größtes zusammenhängendes Waldgebiet ist, ist einheimischen Naturfreunden zu verdanken. Denn sie haben in den 1970er-Jahren verhindert, dass eine Autobahn mitten hindurch gebaut wurde. Die Aktionsgemeinschaft „Rettet den Burgwald“ hat sich inzwischen zu einem bedeutenden Naturschutzverein entwickelt, der wertvolle Biotope renaturiert und geführte Wanderungen anbietet.(djd).

UNBERÜHRTE NATUR UND VIEL FREIRAUM

Elternpaar mir Kind beim Wandern
Die Hohen Tauern laden Familien zu gemütlichen Spazier- und Thementouren ein. Foto: djd/Tourismusverband Bruck Fusch/LakePromotion

Bruck und Fusch: österreichische Wandertouren mit genügend Abstand

Warum in die Ferne schweifen? Viele Bundesbürger werden den Sommerurlaub im eigenen Land oder im benachbarten Ausland verbringen. Wer gerne in unberührter Natur und mit viel Platz fernab vom Massentourismus unterwegs ist, kann seine Wanderschuhe etwa in der Ferienregion Nationalpark Hohen Tauern in Österreich schnüren. Kristallklare und türkisblaue Bergseen, üppige und dichte Wälder sowie steile Felsenhänge laden Familien zu gemütlichen Spazier- und Thementouren und ambitionierte Alpinisten zu herausfordernden Routen ein. Eingebettet in die prächtige Landschaft liegen die beiden Dörfer Bruck und Fusch, mittendrin im SalzburgerLand. Sie sind ideale Ausgangspunkte für Wanderungen. Alle Infos gibt es unter www.bruck-fusch.at sowie bei Facebook und Instagram unter #bruckfusch. Ein „Muss“ für alle Besucher der Region ist der Großglockner, der höchste Berg Österreichs. Was einst nur geübten Bergsteigern vorbehalten war, ist seit der Errichtung der Großglockner Hochalpenstraße ein Erlebnis für Groß und Klein. Die 48 Kilometer lange Hochgebirgsstraße fügt sich harmonisch in die imposante Landschaft ein.

Herzliche Gastgeber in Bruck und Fusch

In Bruck und Fusch warten herzliche Gastgeber auf Besucher, es stehen viele unterschiedliche Unterkunftsarten zur Verfügung. Von der urigen Almhütte über traditionelle Pensionen bis hin zum Vier-Sterne-Hotel. Nach einem anstrengenden Wandertag kann man die heimische Kulinarik genießen. Sie ist traditionell, geschmackvoll und vor allem regional.

Bei Familien beliebt: der Naturerlebnisweg Käfertal

Eines der schönsten und imposantesten Täler der Alpen wird vom Naturerlebnisweg Käfertal erschlossen, er ist besonders bei Familien beliebt. Auf über 1.100 Metern leben über 300 Käfersorten, fast 200 Großschmetterlingsarten und viele Wildtiere. Der von „Käfer Lucky“ begleitete Weg beginnt beim Tauernhaus Ferleiten, von wo aus es vier Kilometer lang nur leicht ansteigend Richtung Talschluss geht. An verschiedenen Stationen und auf Schautafeln werden den Besuchern die Besonderheiten des Tals nahegebracht. Höhepunkt ist der Wasserspielplatz mit Seilfähre und Kneippbecken. Eine Kneippanlage wartet im mystischen Bad Fusch, wo es viel zu entdecken gibt.

Faszinierend: der Ameisenweg Moosalm

Mutte mit Kind vor Plakat
Der Erlebnissweg rund um die faszinierende Welt der Ameisen befindet sich auf der Moosalm in Bruck/Gries auf 1.530 Metern Höhe. Foto: djd/Tourismusverband Bruck Fusch/LakePromotion

Dieser Erlebnisweg rund um die faszinierende Welt der Ameisen befindet sich auf der Moosalm in Bruck/Gries auf 1.530 Metern Höhe. Auf spielerische Art, aber auch durch wissenschaftlich fundierte Daten wird das Leben von „Wilma, der Ameise“ aufbereitet. Ein Abstecher führt zu den Adam- und Evaseen auf der Moosalmhöhe mit ihren gemütlichen Loungebänken. Hier findet man unberührte Natur, der Blick geht auf die 3.000er Gipfel der Hohen Tauern. (djd).

5 TIPPS FÜR EINEN ERHOLSAMEN URLAUB IM BÄDERLAND BAYERISCHE RHÖN

Der Schlosspark
Der Schlosspark im Staatsbad Bad Brückenau ist nur ein Beispiel für die großzügigen Park- und Kuranlagen, die in den fünf Kurorten des Bäderlands Bayerische Rhön entspanntes Flanieren und Verweilen ermöglichen. Foto: djd/Bäderland Bayerische Rhön/Burwitz & Pocha

Natürliche Heilmittel haben fünf Kurorte im Naturpark Bayerische Rhön bekannt gemacht. Wo sich einst Könige erfolgreich behandeln ließen, suchen Urlauber bis heute Gesundheit und Wohlbefinden im Rahmen eines Rhön Urlaubs. Nähere Informationen gibt es unter baederland-bayerische-rhoen.de. Badegäste, Wellnessurlauber, Kulturinteressierte und Wohnmobilisten können in Bad Bocklet, Bad Kissingen, Bad Brückenau, Bad Königshofen und Bad Neustadt a. d. Saale Erholung und Entspannung fern der Massen finden.

1. Ganzheitlich gesund bleiben

Wer die Gesundheit von Körper, Geist und Seele bewahren möchte, sollte einen Aufenthalt in Bad Bocklet in Erwägung ziehen. In dem bayerischen Staatsbad spielen Wasser, Moor und das wohltuende Klima Schlüsselrollen bei den Anwendungen. Informationen zu den regionalen Heilmitteln gibt es unter badbocklet.de. In jüngster Zeit hat sich das Heilbad auf ganzheitliche Behandlungen spezialisiert. Modern interpretierte Kneipp-Therapien gehören ebenso dazu wie spirituelle Kontemplation und authentisches therapeutisches Ayurveda.

Ansicht Die Salzburg

Die Burg Salzburg oberhalb von Bad Neustadt an der Saale gehört zu den Ganerbenburgen, die von mehreren Adelsfamilien gleichzeitig bewohnt wurden.
Foto: djd/Bäderland Bayerische Rhön/Bilderschmiede/Steffen Schneider


2. Besuch in mittelalterliche Mauern

Seit über 150 Jahren wird in Bad Neustadt an der Saale eine Kur- und Badetradition gepflegt. Mit prickelnden Solebädern werden hier die Herz- und Kreislaufdurchblutung gefördert und rheumatische Beschwerden gelindert. Die Wurzeln des Traditionskurorts reichen weiter zurück. Bei einem Spaziergang um die komplett erhaltene Stadtmauer können sich Urlauber auf eine Zeitreise ins Mittelalter begeben. Unter bad-neustadt-erleben.de sind Tipps für Stadtführungen verfügbar. Oberhalb der Stadt lohnt sich der Besuch einer der größten Ganerbenburgen Deutschlands.

3. Abtauchen im Heilwassersee

Inmitten der sanften Hügellandschaft des Naturparks Haßberge liegt Bad Königshofen. Zwei Heilquellen und Moor kommen in der unterfränkischen Kurstadt zur Anwendung. Urlauber, die den Alltag hinter sich lassen möchten, können in der Frankentherme in einem Natur-Heilwassersee abtauchen. Wer mit dem Wohnmobil angereist ist, kann den kurzen Weg vom Reisemobilstellplatz bis zur Thermenlandschaft bequem im Bademantel zurücklegen. Unter frankentherme.de stehen Informationen zu Präventionsangeboten und Pauschalen speziell für Wohnmobilisten bereit.

Der Schlosspark im Staatsbad Bad Brückenau ist nur ein Beispiel für die großzügigen Park- und Kuranlagen, die in den fünf Kurorten des Bäderlands Bayerische Rhön entspanntes Flanieren und Verweilen ermöglichen.
Foto: djd/Bäderland Bayerische Rhön/Burwitz & Pocha


4. Wohnmobilurlaub mit Ausblick

Das Wasser seiner Heilquellen hat Bad Brückenau als Reiseziel für Gesundheits- und Wellnessurlauber bekannt gemacht. Schon der ehemalige Bayernkönig Ludwig I. wusste das Staatsbad zu schätzen. Prachtbauten, wie das Kursaalgebäude und das Bellevue wurden während seiner Besuche errichtet und prägen bis heute das Gesicht des Kurortes. Wohnmobilurlauber können vom König-Ludwig-I-Stellplatz den Blick über das Schlosspark-Ensemble schweifen lassen. Unter staatsbad.de stehen weitere Gesundheits- und Urlaubsdetails bereit. Liebhaber des stationären Urlaubs können dort auch passende Hotels und Ferienwohnungen finden.

Der Arkadenbau gehört zu den beeindruckenden Baudenkmälern des Bad Kissinger Kurgartens.
Foto: djd/Bäderland Bayerische Rhön/Bayer. Staatsbad Bad Kissingen/PRO/STYLE/Dominik Marx


5. Entschleunigung leicht gemacht

In Bad Kissingen trifft Tradition auf Innovation. Viele sehenswerte Bauten zeugen von der bewegten Geschichte des weltweit bekannten Staatsbades. Besonders eindrucksvoll sind der Arkadenbau im Kurgarten, die Wandelhalle und der Regentenbau, das denkmalgeschützte Wahrzeichen der Stadt. Wo einst Kaiser und Kanzler kurten, findet sich heute ein beliebter Urlaubsort, der Erholung und Kultur garantiert. Mentale Gesundheit und Entschleunigung stehen im Fokus. Unter badkissingen.de gibt es viele Ausflugstipps, wie den duftenden Rosengarten oder die KissSalis Therme.(djd).

DER BERG RUFT

Päärchen am Berg beim Wandern
Nach den Belastungen der letzten Monate kann man mit Bewegung, etwa beim Wandern, den Kopf wieder freibekommen. Foto: djd/www.urlaubsbox.com/Getty Images/Tom Merton

Bei einem Wanderurlaub Energie tanken und den Kopf freibekommen

Monatelanger Lockdown, Homeoffice und Homeschooling sowie sehr eingeschränkte Reisemöglichkeiten: Die Pandemie hat den Alltag fast aller Menschen in Deutschland einschneidend verändert. Höchste Zeit, wieder nach vorn zu schauen und die schönen Dinge des Lebens ins Visier zu nehmen. Wer seinem oder seiner Liebsten beispielsweise einen Urlaubsgutschein schenkt, kann bereits Vorfreude wecken und sich den konkreten Termin für die Reise offenhalten.

Beim Wandern den Kopf freibekommen und danach genussvoll entspannen

Nach den Belastungen der letzten Monate kann man mit Bewegung, etwa beim Wandern, den Kopf wieder freibekommen und neue Energie tanken. Vielfalt und Abwechslung finden Wanderer in Deutschland und den Nachbarländern reichlich. Die Anreise ist kurz und komfortabel, über Abstände zu anderen Urlaubern muss man sich kaum Gedanken machen. Viele Menschen verbinden mit dem Wandern das Erklimmen eines Gipfels in den Alpen inklusive Übernachtung in einer Hütte und Stärkung mit einer riesigen Portion Käsespätzle. Das allerdings ist nicht jedermanns Sache – gerade Paare wünschen sich oftmals auch am Abend Erlebnis und Entspannung, etwa bei einem leckeren Abendessen oder im Wellnessbereich eines Hotels. Auf www.urlaubsbox.com beispielsweise steht eine große Auswahl an Gutscheinen für einen aktiven Kurzurlaub für zwei Personen bereit. Die Unterkünfte befinden sich in den schönsten Gebieten Deutschlands, aber auch im benachbarten europäischen Ausland wie in Österreich, der Schweiz und der Tschechischen Republik. Mit vielfältigen Aktivitäten, Freizeit- und Wohlfühlangeboten sorgen die Hotels für eine gründliche Erholung. Die Kurzurlaubsgutscheine sind über 3 Jahre gültig, somit völlig flexibel buchbar, und werden bereits ab 99,90 Euro angeboten.

Beim gemeinsamen Wanderurlaub die Beziehung stärken

Die Pandemie hat so manche Beziehung auf eine harte Probe gestellt. Viele Paare verbrachten deutlich mehr Zeit miteinander als gewohnt – andere konnten sich wegen der Einschränkungen oft wochenlang nicht sehen. Bei einem Kurzurlaub können Paare ihre Beziehung beflügeln, eine gemeinsame Auszeit fern des Alltags tut gut. Die Leidenschaft füreinander kann dabei wieder entfacht oder gestärkt werden, Erlebnisse können junge und „alte“ Paare zusammenschweißen. Wer in einem solchen Kurzurlaub die Liebe zum Partner oder der Partnerin pflegt oder neu entdeckt, wird auch danach im Alltag viel achtsamer mit dem oder der anderen umgehen.(djd)

MÄRCHENWÄLDER MIT EUROPÄISCHER GESCHICHTE

Die Ginsburg ist Schauplatz europäischer Geschichte und Ziel von Wander- und Radtouren. Foto: djd/Touristikverband Siegerland-Wittgenstein/Tourismus NRW

Die Region Siegen-Wittgenstein bietet spannende Zeitreisen und viel Natur

Frische Luft plus kulturelle Inspiration – dieses Duo spielt bei der Urlaubsgestaltung stets eine große Rolle. Das geht aus dem Rückblick des Deutschen Tourismusverbands (DTV) auf das Jahr 2019 hervor. Nach ihrer beliebtesten Urlaubsaktivität gefragt, nannten 58 Prozent den Besuch von historischen Sehenswürdigkeiten und fast ebenso viele den Aufenthalt in der Natur. Gegenden wie die Region Siegen-Wittgenstein mit ihren märchenhaften Wäldern und schmucken Fachwerkstädtchen bieten beides: ein Netz an abwechslungsreichen Wander- und Radwegen zum entspannten Krafttanken sowie historisch bedeutende Plätze, die zu spannenden Zeitreisen einladen.

Fachwerkhäuserfront


Fachwerkstädtchen wie Freudenberg prägen das Gesicht der Region Siegen-Wittgenstein.

Foto: djd/Touristikverband Siegerland-Wittgenstein/Peter Kappest



Rothaarsteig und Oranier-Route

Der Rothaarsteig, ein insgesamt 154 Kilometer langer und als „Top Trail of Germany“ geadelter Fernwanderweg, führt von Brilon im Sauerland durchs Wittgensteiner Bergland und das Siegerland bis ins hessische Dillenburg. Neben vielen Naturschönheiten warten am Wegesrand zahlreiche geschichtsträchtige Plätze wie die Ginsburg. Wo die Wanderer von heute Ausblicke vom Burgturm genießen, plante Wilhelm I. von Oranien-Nassau, genannt „Der Schweiger“, im Jahr 1568 die Befreiung der Niederlande von der spanischen Herrschaft. Hier sammelte er vier Jahre später seine Truppen und begann den Achtzigjährigen Krieg und damit einen richtungsweisenden Unabhängigkeitskampf. Noch tiefer in die europäische Geschichte eintauchen können Radfahrer auf der deutsch-niederländischen Oranier-Route. Unter www.siegen-wittgenstein.info finden Aktivurlauber und Geschichtsinteressierte detaillierte Tourenbeschreibungen mit interaktiven Karten sowie alles Wissenswerte zu Land und Leuten.

Das siegerlandmuseum


Das Siegerlandmuseum im Oberen Schloss von Siegen beherbergt unter anderem hochkarätige Werke von Peter Paul Rubens.

Foto: djd/Touristikverband Siegerland-Wittgenstein/Sauerland Radwelt/Dennis Stratmann


Einblicke in Vergangenheit und Gegenwart

Die Zeit der nassauischen Landesherren hat auch das Stadtbild von Siegen, dem urbanen Zentrum der Region, geprägt. Besonders gut lässt sich seine bewegte Geschichte am Unteren Schloss mit seinem „Dicken Turm“ ablesen. Das imposante, mehrflügelige Gebäude war zunächst Kloster, dann Residenz des Hauses Nassau-Siegen, später Gefängnis und beherbergt heute einen Campus der Universität sowie das hochkarätig ausgestattete Museum für Gegenwartskunst. In der Fürstengruft des Unteren Schlosses befindet sich außerdem die letzte Ruhestätte eines der schillerndsten Oranier, des Fürsten Johann Moritz, genannt „Der Brasilianer“. Dem Landesfürsten und Feldherrn, der im 17. Jahrhundert unter anderem Generalgouverneur in der neuen Welt war, begegnet man auch in der Porträtgalerie des Siegerlandmuseums im Oberen Schloss. Zudem lassen sich dort Werke des 1577 in Siegen geborenen Peter Paul Rubens, eines der bekanntesten Barockmaler weltweit, bewundern.(djd).

DAS GUTE LIEGT AUCH IM EIGENEN LAND

Gruppe sitzt auf Bank und schaut ins Rheintal
Rastplatz mit Aussicht auf das Weltkulturerbe Oberes Mittelrheintal. Foto: djd/Tourist-Information Erlebnis Rheinbog

Der Tipp „Urlaub in Deutschland“

Das eigene Land wird auch in diesem Jahr bevorzugtes Urlaubsziel der meisten Menschen in Deutschland sein. Unser Special stellt vier reizvolle heimische Ziele vor. Wir starten im Weltkulturerbe Oberes Mittelrheintal und fahren danach in die Region Bergstraße-Odenwald. Nächstes Ziel ist die charmante baden-württembergische Stadt Ellwangen an der Jagst, die Reise endet in der bayerischen Kneipp-Heimat Ottobeuren.

Weltkulturerbe Oberes Mittelrheintal: Wandertour mit Rheinromantik

Wegen seiner herausragenden Bedeutung für die Menschheits- und Naturgeschichte gehört das Obere Mittelrheintal zum Unesco-Weltkulturerbe. Besonders beeindruckend ist die Region am „Erlebnis Rheinbogen“. Hier treffen die bewaldeten Höhen des Hunsrücks auf den größten Rheinbogen im Mittelrheintal. Bei einer Wanderung durch Wälder und Weinberge und zu kulturhistorischen Sehenswürdigkeiten kann man das romantische Landschaftsbild intensiv in sich aufnehmen. Neben den Traumpfaden wie „Wolfsdelle“ oder „Rheingoldbogen“ führen auch die Fernwanderwege Rheinsteig und Rheinburgenweg durch die Region. Tourenvorschläge gibt es unter anderem auf www.erlebnis-rheinbogen.de oder in der Touren-App „Rheinland-Pfalz erleben“ – kostenlos im App Store und bei Google play erhältlich.

Region Bergstraße-Odenwald: Wanderspaß hoch vier

Bilderbuchpanoramen, sagenumwobene Naturlandschaften, romantische Burgen und Schlösser: All das verspricht die Wanderregion Bergstraße-Odenwald. Mit dem Alemannenweg, dem Burgensteig Bergstraße, Nibelungensteig und Neckarsteig können sich Aktivurlauber dort auf gleich vier zertifizierte Qualitätswege freuen, die das Wandern zu einem besonderen Erlebnis machen. Allen gemeinsam ist eine abwechslungsreiche Wegeführung, eine zuverlässige Markierung und eine gute Infrastruktur am Wanderweg. Oft sind etliche Höhenmeter zu bewältigen, doch die herrlichen Aussichten und vielen kulturhistorischen sowie landschaftlichen Highlights entschädigen für die Anstrengung. Zum Wanderfeierabend locken zahlreiche Einkehrmöglichkeiten mit regionalen Spezialitäten. Mehr Infos gibt es unter www.wandernhoch4.de.

Ellwangen an der Jagst: charmante Stadt mit viel Geschichte

Ellwangen an der Jagst ist eine schmucke Kleinstadt mit 1.250-jähriger Geschichte, in der es viel zu entdecken gibt. Von Touristen überlaufen ist das schwäbische Kleinod aber dennoch nicht, und die umliegenden wald- und seenreichen Landschaften laden zu Ausflügen mit Abstand ein. Beim Bummel durch die malerischen Altstadtgassen treffen Besucher auf stolze Bürgerhäuser, prächtige Barockbauten wie das Palais Adelmann und sehenswerte Kirchen wie die spätromanische Basilika St. Vitus auf dem Marktplatz. Das weithin sichtbare Wahrzeichen Ellwangens ist das majestätisch über der Stadt thronende fürstpröpstliche Schloss, welches das Schlossmuseum mit wertvollen Fayencen aus Schrezheim beherbergt. Die Stadt bietet zahlreiche Stadtführungen an – Infos gibt es unter www.ellwangen.de.

Ottobeuren: die Heimat von Sebastian Kneipp

Eine ausgewogene Ernährung, Achtsamkeit gegenüber sich selbst, regelmäßige Bewegung: Ohne Weiteres passen diese Maßnahmen zu einem modernen, gesundheitsbewussten Lebensstil. Dabei wurde dieser ganzheitliche Naturheilansatz bereits von Sebastian Kneipp propagiert. Im Mai 2021 jährt sich sein Geburtstag zum 200. Mal. Ein guter Anlass, um einmal seine Heimat in Ottobeuren im Unterallgäu zu besuchen. In dem Urlaubsort ist Kneipp allgegenwärtig. Zum Beispiel in der prächtigen barocken Basilika, in der er seine Primiz feierte, oder im Kneipp-Aktiv-Park, der an sieben Stationen die Kneipp’sche Gesundheitslehre erlebbar macht. Aktivurlauber können auf der Glücksheimat-Runde durch das idyllische Günztal zum Geburtsort des Wasserdoktors wandern. Mehr Infos gibt es unter www.ottobeuren.de. (djd).

IM HIER UND JETZT IN DER NATUR

Waldbaden und Wandern in Osterode am Harz

Aussichttempelchen auf Harzer  Höhe
Auf den Harzer Höhen bieten zahlreiche Schutzhütten gute Rastplätze mit schöner Aussicht. Foto: djd/Tourist Information Osterode/Daniel Li

Im kühlen Schatten unter alten Buchen gehen, die würzige Waldluft tief einatmen und dem munteren Plätschern eines Bergbachs lauschen: Im Harz ist all das möglich. Wer dort seine Sinne für die eindrucksvolle Natur öffnet, gewinnt Abstand vom Alltag, findet zur Ruhe und zu sich selbst. „Dass der Aufenthalt im Wald eine regenerierende Wirkung auf den menschlichen Körper hat, ist wissenschaftlich erwiesen“, weiß Monika Wendt von der Touristinformation der Stadt Osterode am Harz. In Japan ist das sogenannte Waldbaden schon lange beliebt, um Stress abzubauen. Doch deutschen Großstädtern fällt es selbst auf den schönsten Wanderungen manchmal gar nicht so leicht, sich darauf einzulassen. Deshalb gibt es in Osterode jetzt angeleitete Achtsamkeitsübungen mit einer zertifizierten Trainerin für Waldgesundheit. Die Fachwerkstadt im Südosten von Niedersachsen ist ein guter Ausgangspunkt für Naturerlebnisse und Wanderungen im Nationalpark Harz.

Das Immunsystem stärken und die Sinne schärfen

„Waldbaden ist grundsätzlich für jeden geeignet“, heißt es in der Ankündigung der Waldwohl-Akademie in Kooperation mit den Niedersächsischen Landesforsten, „und es ist viel mehr als ein Waldspaziergang.“ Das Zusammenspiel von ausgewählten Bewegungsübungen, angeleiteten Achtsamkeitsmethoden und der speziellen Wirkung der Waldluft stärkt das Immunsystem und bringt Körper und Geist in eine gesunde Harmonie. Das Eintauchen in die Natur der niedersächsischen Harzwälder eignet sich besonders, wenn man Ruhe und Ausgeglichenheit sucht, die Widerstandskraft festigen und die Sinne schärfen will. Anschließend wird man auf den Wanderwegen durch die Harzer Wälder, über duftende Bergwiesen und sagenumwobene Felsklippen viel aufmerksamer das Hier und Jetzt genießen können. Informationen zum Waldbaden gibt es bei der Touristinformation der Stadt Osterode und unter www.osterode.de, wo auch zahlreiche Rund- und Fernwanderwege sowie Tourenplaner zu finden sind.

Wandern auf dem Harzer-Hexen-Stieg und Baudensteig

In Osterode startet mit dem Harzer-Hexen-Stieg einer der „10 Top-Trails“ unter Deutschlands Fernwanderwegen: Spannend und anspruchsvoll führt der Qualitätswanderweg über den Brocken bis nach Thale in Sachsen-Anhalt. Er macht die Harzer Bergbaugeschichte, die urwüchsige Natur sowie die alten Mythen erlebbar. Oberhalb von Osterode verläuft außerdem der Harzer-Baudensteig über die schönsten Höhenzüge des Harzes. Auf der sonnigen Südseite führt dieser Fernwanderweg von einer Harz-Baude zur nächsten und damit zu reizvollen Aussichtspunkten. Für Tagesausflüge schließen sich sechs reizvolle Rundwege am Harzer Baudensteig an.(djd).

Watt wolln se?

Mutter mit kleiner Tochter im Watt
Nordsee und Watt halten so manche Geheimnisse parat. Intensive Einblicke ermöglicht das Erlebniszentrum Naturgewalten. Foto: djd/Kurverwaltung List auf Sylt

DIE GEHEIMNISSE DES WATTS ENTDECKEN

Im Erlebniszentrum wird Kindern viel Wissenswertes zur Nordsee vermittelt

Wer wird bei sonnigem Wetter, beim Sandburgenbauen und beim Spielen am Strand schon an Orkane und meterhohe Wellen denken? Und doch kann die Nordsee Kräfte entwickeln, die sich Sommerurlauber kaum vorstellen können. Viele Binnenländer, die etwa auf Deutschlands nördlichste Insel Sylt reisen, staunen bei einer Wattwanderung über die vielfältige Fauna und Flora auf dem Meeresgrund. Intensive Einblicke in die Kräfte der Nordsee, in Natur, Wetter und Klimaforschung ermöglicht das Erlebniszentrum Naturgewalten in der nördlichsten Inselgemeinde List auf Sylt. Insbesondere Kinder lernen dort auf spielerische Weise so manches Geheimnis der beliebten Urlaubsinsel und des vorgelagerten Naturparks Wattenmeer kennen.

Kraft von Wind und Wellen

Nur ein paar Schritte vom gemütlichen Lister Hafen entfernt, befindet sich das ganzjährig geöffnete Erlebniszentrum Naturgewalten Sylt. Ein Besuch bildet die passende Ergänzung zu eigenen Naturbeobachtungen, die Urlauber etwa bei einer Wanderung über die Dünen oder im Watt sammeln können. Zur Entstehung und Geschichte der Insel Sylt erfahren die Besucher ebensoviel wie zum Küstenschutz, der für die Insulaner bis heute eine lebenswichtige Bedeutung hat. Viele Exponate lassen sich anfassen und ausprobieren, sodass die Zeit wie im Flug vergeht. So mancher staunt etwa über die beachtlichen Kräfte der Nordsee und die Auswirkungen des Windes, der die Wanderdünen jedes Jahr um einige Meter nach Osten schiebt. Überall im Erlebniszentrum ist an die jüngsten Besucher gedacht, mit einem großen Abenteuerspielplatz im Freien, kindgerechten Wissensshows und einem eigenen Audiokanal an den einzelnen Stationen.

Selbst zum Klimaforscher werden

Auch Wetter und Klima spielen eine wichtige Rolle für die Nordseeküste. In Zusammenarbeit mit der benachbarten Wattenmeerstation des Alfred-Wegener-Instituts ist im Erlebniszentrum ein eigener Ausstellungsbereich dazu entstanden. Aus der Perspektive eines Astronauten können die jungen Besucher das Klimageschehen rund um den Globus verfolgen und in der Polarstation selbst zum Klima forschen. Mehr Details und Tipps für einen abwechslungsreichen Inselurlaub gibt es unter www.list-sylt.de und www.naturgewalten-sylt.de. Nicht verpassen sollten Gäste den Bereich „Leben mit Naturgewalten“. Dort erfahren sie, wie Tiere und Pflanzen mit den Gezeiten, Sturm und Salz zurechtkommen. Fantastische Tier- und Naturaufnahmen, die exklusiv für das Erlebniszentrum gedreht wurden, sind zu bestaunen. Und den dunklen Augen der beliebten Seehunde ist man ebenfalls ganz nah. Per Webcam, die auf einer vorgelagerten Sandbank montiert ist, lässt sich eine Kolonie der typischen Nordseebewohner ungestört beobachten.(djd).


FACHWERKROMANTIK UND NATURERLEBNIS

Paar fährt auf Fahrrad durch Fachwerkhaüser
Romantische Fachwerkhäuser prägen die kleinen Ortschaften im Schmallenberger Sauerland.
Foto: djd/Schmallenberger Sauerland Tourismus/sabrinity.com

Aussichtsreiche Radtouren im Schmallenberger Sauerland

Lust, sich aufs Rad zu schwingen und eine neue Gegend zu erkunden? Freude daran, durch urige Dörfer und tiefe Wälder zu aussichtsreichen Höhen zu fahren? Nicht weit von den Ballungszentren Rhein, Main und Ruhr gelegen, bieten das Schmallenberger Sauerland und die Ferienregion Eslohe viel Freiraum für individuelles Erleben, traumhafte Aussichten und echte Begegnungen mit herzlichen, gastfreundlichen Menschen.

Schatzkiste an Radtouren

Die idyllische Region präsentiert sich für Radfahrer äußerst vielseitig und hält eine ganze Schatzkiste an unterschiedlichen Touren bereit. Wer am liebsten ganz entspannt und gemütlich radelt, kann zum Beispiel rund um den beliebten SauerlandRadring aus vier Rundtouren auswählen. Die Golddorf-Radroute beschert auf 49 Kilometern ein landschaftliches Genusserlebnis durch die „goldigsten Ecken“ der Region. Die Bauernland-Radroute wiederum führt auf 53 Kilometern durch kleine Fachwerkdörfer und zu panoramareichen Aussichten auf Felder, Wiesen und Berge. Und wer es etwas sportlicher mag, sollte die Rothaar-Radroute testen, die auf 52 Kilometern gleich zweimal die Höhen des Rothaargebirges überquert. Neu ist zudem die Henne-Radroute, die in zwei Etappen auf insgesamt 72 Kilometern über Berge und durch Täler zum Hennesee führt. Details zu den Radtouren gibt es unter www.schmallenberger-sauerland.de. Wer die Touren über Berg und Tal lieber mit motorisierter Unterstützung in Angriff nehmen möchte, kann sich E-Bikes und E-Mountainbikes mieten.

Seelenorte spenden Kraft

Die sogenannten Seelenorte in der Region laden zudem dazu ein, die Stille zu erleben, die Landschaft auf sich wirken zu lassen und neue Vitalität zu spüren. Es sind insgesamt 43 Stätten, die als besonders wohltuend empfunden werden. Dazu gehören Quellen, Waldlichtungen, Felsen, Gipfel oder auch Kirchen. Sie alle erzählen eine Geschichte und haben für die Menschen, die hier leben, seit jeher eine besondere Bedeutung. Ein Beispiel ist das Hollenhaus, ein moosbewachsener Felsen inmitten eines Laubwaldes, um den sich eine geheimnisvolle Sage von mystischen Waldwesen, den Hollen, rankt. An einem nebligen Tag kann man die urwüchsige Kraft, die von den Felsen ausgeht, besonders gut spüren. (djd)


RAPUNZELS TURM UND BURGRUINE

Der Rapunzelturm auf der Außenmauer von Schloss Amönau wurde mit Grimms Märchen weltbekannt. Gut ausgebaute Wander- und Radwege führen daran vorbei.
Foto: djd/Stadt Wetter (Hessen)/MSLT/Dominik Ketz

Märchenhafte Entdeckungen mitten in Hessen

Auf der meterdicken Ringmauer von Schloss Amönau thront ein Fachwerkturm, immerhin acht Meter hoch. „Dieses Erkerhäuschen ist als Rapunzelturm in der ganzen Welt bekannt“, berichtet Andrea Stark vom Stadtmarketing Wetter im Landkreis Marburg-Biedenkopf. „Denn es diente als Vorlage für eine der bekanntesten Illustrationen des Malers Otto Ubbelohde zum weltberühmten Märchen der Gebrüder Grimm.“ Trotzdem haben Wander- und Fahrradurlauber den Rapunzelturm meistens für sich. Er liegt in einer dicht bewaldeten Region mitten in Hessen, die als Reiseziel noch wenig bekannt und nie überlaufen ist. Das Dorf Amönau mit seinen geschichtsträchtigen Gebäuden ist ein Stadtteil von Wetter, das rund 15 Kilometer nördlich von Marburg liegt. Auf dem ausgeschilderten „Fußweg rund um Amönau“ können die Besucher den über 1.000 Jahre alten Rittersitz kennenlernen. Im sogenannten „Dorf der Brücken“ sind eine 350-jährige Gerichtslinde, ein historisches Backhaus und ein alter Steinbruch zu entdecken.

Wandern und Radfahren

Rund um die gastfreundliche Kleinstadt Wetter ziehen sich zwölf Premiumwanderwege durch den märchenhaften Burgwald, die Wetschaft-Senke und das östliche Rothaargebirge – ob kurz oder lang, leicht oder mit steilen Anstiegen auf die aussichtsreichen Höhen. Der 50 Kilometer lange Burgwaldpfad lässt sich beispielsweise besonders gut in familienfreundliche Tagesetappen einteilen, denn er ist mit allen Haltepunkten der Kurhessenbahn verbunden. Auch gut ausgeschilderte Radwege führen durch die unberührte Natur, zum Beispiel entlang der Lahn und der Eder. Tatsächlich erstreckt sich hier zwischen Lahn und Eder eines der größten unzerschnittenen Waldgebiete Deutschlands: der Burgwald. Fernab von städtischer Hektik und lauten Touristenströmen finden Wanderer, Radler und Naturfreunde viel Ruhe und Entspannung. Unter www.wetter-hessen.de sind die Wander- und Fahrradrouten sowie Unterkünfte gelistet.

Burgen und Ruinen

Ein Muss für alle Wanderurlauber ist der Premiumweg Gisonenpfad, der auch Schloss Amönau mit dem Rapunzelturm streift. Auf den Spuren der Grafen von Giso führt die knapp 14 Kilometer lange Runde durch uralte Buchenwälder und über Orchideenwiesen zu weiten Aussichten über Burgwald und Wollenberg, am plätschernden Aubach entlang und zu den Resten der Burg Hollende. Diese mittelalterliche Höhenburg hat sich die Natur inzwischen fast zurückerobert. Dagegen ist von der weithin sichtbaren Burg Mellnau mehr geblieben: die ovale Ringmauer mit einem Tor, die Ruine des Palas und der runde Turm aus dem 14. Jahrhundert. Der Bergfried dient heute als Aussichtsturm, nicht zuletzt deshalb ist Burg Mellnau ein beliebtes Ausflugsziel. (djd).


Weinberge an der Mosel
Eine Wanderung durch die terrassierten Weinberge an der Untermosel ist ein beeindruckendes Erlebnis. Foto: djd/Tourist-Information Sonnige Untermosel/Marco Rothbrust

Idyllische Touren durch die Terrassenmosel

Bei Steigungen wie im Hochgebirge ist die Weinerzeugung Knochenarbeit. Da kann man den Kelten und Römern nur Tribut zollen, die mit einfachstem Handwerkszeug die Weinbergslagen an der Untermosel bewirtschafteten. Steilhänge mit 60 bis 70 Prozent Steigung sind hier keine Seltenheit. Heute arbeitet eine junge Generation von Winzern in den sonnenverwöhnten Lagen. Die „Terrassenmosel“ erstreckt sich geografisch von Zell bis zur Flussmündung in Koblenz. Besonders beeindruckend ist der Teilabschnitt der Urlaubsregion Sonnige Untermosel zwischen Winningen und Burgen. Dabei bietet sich nicht nur vom Fluss aus ein toller Blick auf die dichten Rebenhänge. Verschiedene Erlebnisangebote lassen Interessierte mitten in das Traubenparadies eintauchen. Tipps für Besucher gibt es etwa unter www.sonnige-untermosel.de.

Beeindruckende Artenvielfalt

Wanderungen durch die Weinberge gehören bei einem Besuch an der Untermosel fast schon zum Pflichtprogramm. Auf dem Domgartenrundwanderweg beispielsweise erläutern zahlreiche Informationstafeln Interessantes über den Weinbau in den steilen Hanglagen. Eine kleine Schutzhütte sowie verschiedene Ruhebänke laden zum Verweilen ein. Dabei bietet sich ein schöner Ausblick auf das Moseltal. Doch nicht nur der Weinbau lässt sich so hautnah erleben, die terrassierten Weinberge halten auch für Naturfreunde interessante Entdeckungen bereit. Denn im warmen Mikroklima der Felsen und Trockenmauern fühlen sich seltene Tiere wohl, etwa der Apollofalter, die Smaragdeidechse oder die Zippammer. Bei einer geführten Wanderung mit ortskundigen Natur- und Erlebnisbegleitern erfährt man mehr über die spezielle Fauna und Flora in der Region.

Individuell oder virtuell: Weinproben für jeden Geschmack

Wem der Fußmarsch durch die Hanglagen zu anstrengend ist, kann die traditionsreiche Kulturlandschaft auch ganz bequem bei einer Traktor-Planwagenfahrt kennenlernen. Unterwegs wird jede Menge unterhaltsames Weinwissen vermittelt. Mit allen Sinnen genießen – dazu gehört natürlich auch eine Verkostung des süffigen Rebensaftes. Die eleganten Weine und spritzige Sekte können vielerorts individuell direkt beim Winzer probiert werden. Zum Ausschank in den sogenannten Straußwirtschaften oder Winzerschenken werden kleine regionaltypische Gaumenfreuden gereicht. Virtuelle Moselwinzer machen jetzt sogar die Verkostung vom heimischen Sofa aus möglich. Bei diesen Online-Veranstaltungen können Weinliebhaber vorab Probierpakete bestellen, mit denen sie dann zu einem festgelegten Termin per Livestream die Weinprobe zusammen mit dem Winzer und anderen Weinfreunden starten (djd).

Erholung pur


ERHOLUNG ZWISCHEN TRAIL UND BIKE-PARK

Spezialisten erleichtern die Planung des MTB-Urlaubs mit der ganzen Familie

Papa mit Sohn imBike-Park
Besonders familienfreundlich sind Regionen, die über Bike-Parks verfügen, in denen kleine und große MBT-Fahrer ihre Technik verbessern können. Foto: djd/©moppetfoto.de

Action, Freiheit und jede Menge Natur: Wer mit der Familie einen Mountainbike-Urlaub unternimmt, verbindet alles gleich auf einmal. Denn abseits des Trubels in den Bergen jeden Tag neue Bike-Abenteuer zu erleben, schweißt Groß und Klein zusammen. Damit vor allem der Spaß im Fokus steht, ist es ratsam, schon bei der Planung die Interessen aller Familienmitglieder zu berücksichtigen. Die wohl wichtigste Voraussetzung für die familiäre Zufriedenheit ist eine Region, deren Trails auch von Nachwuchs-MTB-Fahrern gut bewältigt werden können. Ein weiteres Plus vor Ort sind Bike-Parks, in denen alle Generationen neue Fahrtechniken erlernen, üben und verbessern können. Nicht zuletzt sollte auch die Unterkunft nicht nur auf die Bedürfnisse von erwachsenen Bikern zugeschnitten sein.

Planungsunterstützung vom Spezialisten

Einen familiengerechten Urlaub auf zwei Rädern zu planen, kann einen intensiven Rechercheaufwand bedeuten. Unterstützung erhalten Familien von erfahrenen Spezialisten für Mountainbike-Reisen, die kinderfreundliche Radregionen aus eigener Erfahrung kennen. Die Experten können auch Hotels empfehlen, die den Ansprüchen von Eltern und Kindern gleichermaßen gerecht werden. Unter www.bike-holidays.com beispielsweise finden Einsteiger, Genussradler, Bergfreunde und Abenteurer aller Altersstufen Anregungen für die Buchung abwechslungsreicher MTB-Urlaube. Die Rubrik „Easy & Family“ führt ausgewählte Regionen in Österreich, Italien oder Slowenien auf, die inmitten idyllischer Almlandschaften mit Seen und Bergen der ganzen Familie eine erholsame MTB-Zeit garantieren.

Empfehlungen von Mountainbike-Guides im Hotel

Ob Classic, Elite oder Pro in jeder Kategorie der „Mountain Bike Holidays Hotels“ gehört geballte Kompetenz zum Standard. Das beginnt bei der Hotelausstattung rund um das Fahrrad – vom Reparaturservice bis zur Werkzeugecke – und reicht bis zu Leihservices für Kinder-Bikes, Bikes mit Kinderanhänger und E-Bikes. Empfehlungen für MTB-Touren von leicht bis schwer für jeden Erfahrungsgrad gehören ebenso zum Service wie Tipps für Familienradwege mit Rast- und Spielplätzen, Kids-Bike-Parks und Einkehrmöglichkeiten. Sofern die Familien nicht auf eigene Faust losradeln möchten, können sie sich von den erfahrenen Fahrradprofis durch die Natur begleiten lassen. Um Eltern auch Touren ohne ihre Sprösslinge zu ermöglichen, werden in ausgewählten Kinderhotels eine altersgerechte Betreuung sowie Aktivitäten wie Reiten, Klettern, Segeln oder Spielen auf dem Bauernhof angeboten. In allen Hotels sorgt eine hochwertige regionale Küche dafür, dass ein erlebnisreicher Tag am Abend genussvoll ausklingen kann (djd).