Reise & Kultur

Watt wolln se?

Mutter mit kleiner Tochter im Watt
Nordsee und Watt halten so manche Geheimnisse parat. Intensive Einblicke ermöglicht das Erlebniszentrum Naturgewalten. Foto: djd/Kurverwaltung List auf Sylt

DIE GEHEIMNISSE DES WATTS ENTDECKEN

Im Erlebniszentrum wird Kindern viel Wissenswertes zur Nordsee vermittelt

Wer wird bei sonnigem Wetter, beim Sandburgenbauen und beim Spielen am Strand schon an Orkane und meterhohe Wellen denken? Und doch kann die Nordsee Kräfte entwickeln, die sich Sommerurlauber kaum vorstellen können. Viele Binnenländer, die etwa auf Deutschlands nördlichste Insel Sylt reisen, staunen bei einer Wattwanderung über die vielfältige Fauna und Flora auf dem Meeresgrund. Intensive Einblicke in die Kräfte der Nordsee, in Natur, Wetter und Klimaforschung ermöglicht das Erlebniszentrum Naturgewalten in der nördlichsten Inselgemeinde List auf Sylt. Insbesondere Kinder lernen dort auf spielerische Weise so manches Geheimnis der beliebten Urlaubsinsel und des vorgelagerten Naturparks Wattenmeer kennen.

Kraft von Wind und Wellen

Nur ein paar Schritte vom gemütlichen Lister Hafen entfernt, befindet sich das ganzjährig geöffnete Erlebniszentrum Naturgewalten Sylt. Ein Besuch bildet die passende Ergänzung zu eigenen Naturbeobachtungen, die Urlauber etwa bei einer Wanderung über die Dünen oder im Watt sammeln können. Zur Entstehung und Geschichte der Insel Sylt erfahren die Besucher ebensoviel wie zum Küstenschutz, der für die Insulaner bis heute eine lebenswichtige Bedeutung hat. Viele Exponate lassen sich anfassen und ausprobieren, sodass die Zeit wie im Flug vergeht. So mancher staunt etwa über die beachtlichen Kräfte der Nordsee und die Auswirkungen des Windes, der die Wanderdünen jedes Jahr um einige Meter nach Osten schiebt. Überall im Erlebniszentrum ist an die jüngsten Besucher gedacht, mit einem großen Abenteuerspielplatz im Freien, kindgerechten Wissensshows und einem eigenen Audiokanal an den einzelnen Stationen.

Selbst zum Klimaforscher werden

Auch Wetter und Klima spielen eine wichtige Rolle für die Nordseeküste. In Zusammenarbeit mit der benachbarten Wattenmeerstation des Alfred-Wegener-Instituts ist im Erlebniszentrum ein eigener Ausstellungsbereich dazu entstanden. Aus der Perspektive eines Astronauten können die jungen Besucher das Klimageschehen rund um den Globus verfolgen und in der Polarstation selbst zum Klima forschen. Mehr Details und Tipps für einen abwechslungsreichen Inselurlaub gibt es unter www.list-sylt.de und www.naturgewalten-sylt.de. Nicht verpassen sollten Gäste den Bereich „Leben mit Naturgewalten“. Dort erfahren sie, wie Tiere und Pflanzen mit den Gezeiten, Sturm und Salz zurechtkommen. Fantastische Tier- und Naturaufnahmen, die exklusiv für das Erlebniszentrum gedreht wurden, sind zu bestaunen. Und den dunklen Augen der beliebten Seehunde ist man ebenfalls ganz nah. Per Webcam, die auf einer vorgelagerten Sandbank montiert ist, lässt sich eine Kolonie der typischen Nordseebewohner ungestört beobachten.(djd).


FACHWERKROMANTIK UND NATURERLEBNIS

Paar fährt auf Fahrrad durch Fachwerkhaüser
Romantische Fachwerkhäuser prägen die kleinen Ortschaften im Schmallenberger Sauerland.
Foto: djd/Schmallenberger Sauerland Tourismus/sabrinity.com

Aussichtsreiche Radtouren im Schmallenberger Sauerland

(djd). Lust, sich aufs Rad zu schwingen und eine neue Gegend zu erkunden? Freude daran, durch urige Dörfer und tiefe Wälder zu aussichtsreichen Höhen zu fahren? Nicht weit von den Ballungszentren Rhein, Main und Ruhr gelegen, bieten das Schmallenberger Sauerland und die Ferienregion Eslohe viel Freiraum für individuelles Erleben, traumhafte Aussichten und echte Begegnungen mit herzlichen, gastfreundlichen Menschen.

Schatzkiste an Radtouren

Die idyllische Region präsentiert sich für Radfahrer äußerst vielseitig und hält eine ganze Schatzkiste an unterschiedlichen Touren bereit. Wer am liebsten ganz entspannt und gemütlich radelt, kann zum Beispiel rund um den beliebten SauerlandRadring aus vier Rundtouren auswählen. Die Golddorf-Radroute beschert auf 49 Kilometern ein landschaftliches Genusserlebnis durch die „goldigsten Ecken“ der Region. Die Bauernland-Radroute wiederum führt auf 53 Kilometern durch kleine Fachwerkdörfer und zu panoramareichen Aussichten auf Felder, Wiesen und Berge. Und wer es etwas sportlicher mag, sollte die Rothaar-Radroute testen, die auf 52 Kilometern gleich zweimal die Höhen des Rothaargebirges überquert. Neu ist zudem die Henne-Radroute, die in zwei Etappen auf insgesamt 72 Kilometern über Berge und durch Täler zum Hennesee führt. Details zu den Radtouren gibt es unter www.schmallenberger-sauerland.de. Wer die Touren über Berg und Tal lieber mit motorisierter Unterstützung in Angriff nehmen möchte, kann sich E-Bikes und E-Mountainbikes mieten.

Seelenorte spenden Kraft

Die sogenannten Seelenorte in der Region laden zudem dazu ein, die Stille zu erleben, die Landschaft auf sich wirken zu lassen und neue Vitalität zu spüren. Es sind insgesamt 43 Stätten, die als besonders wohltuend empfunden werden. Dazu gehören Quellen, Waldlichtungen, Felsen, Gipfel oder auch Kirchen. Sie alle erzählen eine Geschichte und haben für die Menschen, die hier leben, seit jeher eine besondere Bedeutung. Ein Beispiel ist das Hollenhaus, ein moosbewachsener Felsen inmitten eines Laubwaldes, um den sich eine geheimnisvolle Sage von mystischen Waldwesen, den Hollen, rankt. An einem nebligen Tag kann man die urwüchsige Kraft, die von den Felsen ausgeht, besonders gut spüren.


RAPUNZELS TURM UND BURGRUINE

Der Rapunzelturm auf der Außenmauer von Schloss Amönau wurde mit Grimms Märchen weltbekannt. Gut ausgebaute Wander- und Radwege führen daran vorbei.
Foto: djd/Stadt Wetter (Hessen)/MSLT/Dominik Ketz

Märchenhafte Entdeckungen mitten in Hessen

(djd). Auf der meterdicken Ringmauer von Schloss Amönau thront ein Fachwerkturm, immerhin acht Meter hoch. „Dieses Erkerhäuschen ist als Rapunzelturm in der ganzen Welt bekannt“, berichtet Andrea Stark vom Stadtmarketing Wetter im Landkreis Marburg-Biedenkopf. „Denn es diente als Vorlage für eine der bekanntesten Illustrationen des Malers Otto Ubbelohde zum weltberühmten Märchen der Gebrüder Grimm.“ Trotzdem haben Wander- und Fahrradurlauber den Rapunzelturm meistens für sich. Er liegt in einer dicht bewaldeten Region mitten in Hessen, die als Reiseziel noch wenig bekannt und nie überlaufen ist. Das Dorf Amönau mit seinen geschichtsträchtigen Gebäuden ist ein Stadtteil von Wetter, das rund 15 Kilometer nördlich von Marburg liegt. Auf dem ausgeschilderten „Fußweg rund um Amönau“ können die Besucher den über 1.000 Jahre alten Rittersitz kennenlernen. Im sogenannten „Dorf der Brücken“ sind eine 350-jährige Gerichtslinde, ein historisches Backhaus und ein alter Steinbruch zu entdecken.

Wandern und Radfahren

Rund um die gastfreundliche Kleinstadt Wetter ziehen sich zwölf Premiumwanderwege durch den märchenhaften Burgwald, die Wetschaft-Senke und das östliche Rothaargebirge – ob kurz oder lang, leicht oder mit steilen Anstiegen auf die aussichtsreichen Höhen. Der 50 Kilometer lange Burgwaldpfad lässt sich beispielsweise besonders gut in familienfreundliche Tagesetappen einteilen, denn er ist mit allen Haltepunkten der Kurhessenbahn verbunden. Auch gut ausgeschilderte Radwege führen durch die unberührte Natur, zum Beispiel entlang der Lahn und der Eder. Tatsächlich erstreckt sich hier zwischen Lahn und Eder eines der größten unzerschnittenen Waldgebiete Deutschlands: der Burgwald. Fernab von städtischer Hektik und lauten Touristenströmen finden Wanderer, Radler und Naturfreunde viel Ruhe und Entspannung. Unter www.wetter-hessen.de sind die Wander- und Fahrradrouten sowie Unterkünfte gelistet.

Burgen und Ruinen

Ein Muss für alle Wanderurlauber ist der Premiumweg Gisonenpfad, der auch Schloss Amönau mit dem Rapunzelturm streift. Auf den Spuren der Grafen von Giso führt die knapp 14 Kilometer lange Runde durch uralte Buchenwälder und über Orchideenwiesen zu weiten Aussichten über Burgwald und Wollenberg, am plätschernden Aubach entlang und zu den Resten der Burg Hollende. Diese mittelalterliche Höhenburg hat sich die Natur inzwischen fast zurückerobert. Dagegen ist von der weithin sichtbaren Burg Mellnau mehr geblieben: die ovale Ringmauer mit einem Tor, die Ruine des Palas und der runde Turm aus dem 14. Jahrhundert. Der Bergfried dient heute als Aussichtsturm, nicht zuletzt deshalb ist Burg Mellnau ein beliebtes Ausflugsziel.


Weinberge an der Mosel
Eine Wanderung durch die terrassierten Weinberge an der Untermosel ist ein beeindruckendes Erlebnis. Foto: djd/Tourist-Information Sonnige Untermosel/Marco Rothbrust

Idyllische Touren durch die Terrassenmosel

(djd). Bei Steigungen wie im Hochgebirge ist die Weinerzeugung Knochenarbeit. Da kann man den Kelten und Römern nur Tribut zollen, die mit einfachstem Handwerkszeug die Weinbergslagen an der Untermosel bewirtschafteten. Steilhänge mit 60 bis 70 Prozent Steigung sind hier keine Seltenheit. Heute arbeitet eine junge Generation von Winzern in den sonnenverwöhnten Lagen. Die „Terrassenmosel“ erstreckt sich geografisch von Zell bis zur Flussmündung in Koblenz. Besonders beeindruckend ist der Teilabschnitt der Urlaubsregion Sonnige Untermosel zwischen Winningen und Burgen. Dabei bietet sich nicht nur vom Fluss aus ein toller Blick auf die dichten Rebenhänge. Verschiedene Erlebnisangebote lassen Interessierte mitten in das Traubenparadies eintauchen. Tipps für Besucher gibt es etwa unter www.sonnige-untermosel.de.

Beeindruckende Artenvielfalt

Wanderungen durch die Weinberge gehören bei einem Besuch an der Untermosel fast schon zum Pflichtprogramm. Auf dem Domgartenrundwanderweg beispielsweise erläutern zahlreiche Informationstafeln Interessantes über den Weinbau in den steilen Hanglagen. Eine kleine Schutzhütte sowie verschiedene Ruhebänke laden zum Verweilen ein. Dabei bietet sich ein schöner Ausblick auf das Moseltal. Doch nicht nur der Weinbau lässt sich so hautnah erleben, die terrassierten Weinberge halten auch für Naturfreunde interessante Entdeckungen bereit. Denn im warmen Mikroklima der Felsen und Trockenmauern fühlen sich seltene Tiere wohl, etwa der Apollofalter, die Smaragdeidechse oder die Zippammer. Bei einer geführten Wanderung mit ortskundigen Natur- und Erlebnisbegleitern erfährt man mehr über die spezielle Fauna und Flora in der Region.

Individuell oder virtuell: Weinproben für jeden Geschmack

Wem der Fußmarsch durch die Hanglagen zu anstrengend ist, kann die traditionsreiche Kulturlandschaft auch ganz bequem bei einer Traktor-Planwagenfahrt kennenlernen. Unterwegs wird jede Menge unterhaltsames Weinwissen vermittelt. Mit allen Sinnen genießen – dazu gehört natürlich auch eine Verkostung des süffigen Rebensaftes. Die eleganten Weine und spritzige Sekte können vielerorts individuell direkt beim Winzer probiert werden. Zum Ausschank in den sogenannten Straußwirtschaften oder Winzerschenken werden kleine regionaltypische Gaumenfreuden gereicht. Virtuelle Moselwinzer machen jetzt sogar die Verkostung vom heimischen Sofa aus möglich. Bei diesen Online-Veranstaltungen können Weinliebhaber vorab Probierpakete bestellen, mit denen sie dann zu einem festgelegten Termin per Livestream die Weinprobe zusammen mit dem Winzer und anderen Weinfreunden starten.

Erholung pur


ERHOLUNG ZWISCHEN TRAIL UND BIKE-PARK

Spezialisten erleichtern die Planung des MTB-Urlaubs mit der ganzen Familie

Papa mit Sohn imBike-Park
Besonders familienfreundlich sind Regionen, die über Bike-Parks verfügen, in denen kleine und große MBT-Fahrer ihre Technik verbessern können. Foto: djd/©moppetfoto.de

(djd). Action, Freiheit und jede Menge Natur: Wer mit der Familie einen Mountainbike-Urlaub unternimmt, verbindet alles gleich auf einmal. Denn abseits des Trubels in den Bergen jeden Tag neue Bike-Abenteuer zu erleben, schweißt Groß und Klein zusammen. Damit vor allem der Spaß im Fokus steht, ist es ratsam, schon bei der Planung die Interessen aller Familienmitglieder zu berücksichtigen. Die wohl wichtigste Voraussetzung für die familiäre Zufriedenheit ist eine Region, deren Trails auch von Nachwuchs-MTB-Fahrern gut bewältigt werden können. Ein weiteres Plus vor Ort sind Bike-Parks, in denen alle Generationen neue Fahrtechniken erlernen, üben und verbessern können. Nicht zuletzt sollte auch die Unterkunft nicht nur auf die Bedürfnisse von erwachsenen Bikern zugeschnitten sein.

Planungsunterstützung vom Spezialisten

Einen familiengerechten Urlaub auf zwei Rädern zu planen, kann einen intensiven Rechercheaufwand bedeuten. Unterstützung erhalten Familien von erfahrenen Spezialisten für Mountainbike-Reisen, die kinderfreundliche Radregionen aus eigener Erfahrung kennen. Die Experten können auch Hotels empfehlen, die den Ansprüchen von Eltern und Kindern gleichermaßen gerecht werden. Unter www.bike-holidays.com beispielsweise finden Einsteiger, Genussradler, Bergfreunde und Abenteurer aller Altersstufen Anregungen für die Buchung abwechslungsreicher MTB-Urlaube. Die Rubrik „Easy & Family“ führt ausgewählte Regionen in Österreich, Italien oder Slowenien auf, die inmitten idyllischer Almlandschaften mit Seen und Bergen der ganzen Familie eine erholsame MTB-Zeit garantieren.

Empfehlungen von Mountainbike-Guides im Hotel

Ob Classic, Elite oder Pro in jeder Kategorie der „Mountain Bike Holidays Hotels“ gehört geballte Kompetenz zum Standard. Das beginnt bei der Hotelausstattung rund um das Fahrrad – vom Reparaturservice bis zur Werkzeugecke – und reicht bis zu Leihservices für Kinder-Bikes, Bikes mit Kinderanhänger und E-Bikes. Empfehlungen für MTB-Touren von leicht bis schwer für jeden Erfahrungsgrad gehören ebenso zum Service wie Tipps für Familienradwege mit Rast- und Spielplätzen, Kids-Bike-Parks und Einkehrmöglichkeiten. Sofern die Familien nicht auf eigene Faust losradeln möchten, können sie sich von den erfahrenen Fahrradprofis durch die Natur begleiten lassen. Um Eltern auch Touren ohne ihre Sprösslinge zu ermöglichen, werden in ausgewählten Kinderhotels eine altersgerechte Betreuung sowie Aktivitäten wie Reiten, Klettern, Segeln oder Spielen auf dem Bauernhof angeboten. In allen Hotels sorgt eine hochwertige regionale Küche dafür, dass ein erlebnisreicher Tag am Abend genussvoll ausklingen kann.