Home | Impressum | Datenschutz/DSGVO | Sitemap

Allergisches Asthma - erkennen und behandeln

Dr. med. André Althoff MBA, Chefarzt der neuen Klinik für Pneumologie am Sana Klinikum Offenbach

Der Frühling ist da - und mit ihm der Heuschnupfen.
Ein Beitrag von Dr. André Althoff, Chefarzt für Pneumologie am Sana Klinikum Offenbach, über Atembeschwerden und das Risiko übertriebener Reinlichkeit.


Rund jeder Dritte in Deutschland hat irgendeine Allergie. Der Anteil der Erwachsenen, die unter Heuschnupfen leiden, beträgt dabei rund 14 Prozent. Der Heuschnupfen kommt oft in Gesellschaft mit weiteren allergischen Erkrankungen. Sechs bis neun Prozent der Heuschnupfen-Allergiker entwickeln ein Asthma bronchiale. Und das kann nicht nur sehr unangenehm, sondern auch gefährlich werden. Bei einem Asthma bronchiale entwickelt der Patient allergische Reaktionen in den tieferen Atemwegen, den Bronchien. Das Verkrampfen der Bronchien ruft ein Gefühl der Luftnot hervor, insbesondere beim Ausatmen. Viele beschreiben auch, dass sie ein Pfeifen der eigenen Atmung hören. Je nach Schweregrad kann Asthma zu dauerhaften, erheblichen Schäden der Lunge, zu Atemnot und in besonders schweren Fällen auch zum Tod führen. Deshalb sollte bei entsprechenden Symptomen immer eine weiterführende Diagnostik stattfinden, um den Patienten im Falle einer asthmatischen Erkrankung richtig einzustellen und ihn auch auf einen möglichen Asthmaanfall vorzubereiten.

Am Anfang steht dabei zunächst die gewissenhafte Erhebung der Krankengeschichte, die Anamnese. Dabei fragt der Arzt beispielsweise nach Situationen, in denen es zu allergischen Reaktionen kommt, nach jahreszeitlichen Abhängigkeiten oder einer möglichen familiären Häufung. Aufbauend auf dieser Basisdiagnostik wird der Patient von einem Lungenfacharzt untersucht, um unter anderem die Lungenfunktion zu prüfen. Ein ausführlicher Allergietest schließlich gibt Aufschluss darüber, ob das Asthma eine allergische Ursache hat oder ob es beispielsweise durch Stress oder sportliche Überbelastung ausgelöst wird. Patienten mit einem allergischen Asthma können medikamentös behandelt werden, häufig mit einem inhalativen Cortison. Manche Patienten erhalten zusätzlich ein Medikament, das zur Erschlaffung der Muskulatur führt, die die Atemwege umgibt, sodass sie besser Luft bekommen.

Es gibt kein Patentrezept, wie man sich vor Allergien schützen kann, zumal eine Veranlagung dazu auch erblich weitergegeben werden kann. Allerdings ist bekannt, dass Menschen, die in einer sehr reinlichen Umgebung aufwachsen und von jeglichen Keimen abgeschirmt werden, häufiger dazu neigen, eine Allergie zu entwickeln. Menschen, die in der frühen Kindheit häufig Infekte hatten, etwa weil sie sich bei Geschwistern oder im Kindergarten angesteckt hatten, bilden hingegen seltener Allergien aus. Aber das heißt selbstverständlich nicht, dass man seine Kinder prophylaktisch verstärkt Krankheitserregern aussetzen sollte. Sie um jeden Preis davon fernzuhalten, ist aber unnötig und nicht sinnvoll.

Informationen zu den medizinischen Arbeitsschwerpunkten und den Möglichkeiten einer Lungenfunktionsuntersuchung sind im Sekretariat der Klinik für Pneumologie unter Telefonnummer 069 8405-5750 erhältlich. Eine allgemeine pneumologische Sprechstunde findet im Medizinischen Versorgungszentrum montags bis freitags statt. Termine nach Vereinbarung unter der Telefonnummer 069 8405-4135.



HOME

  2017 by Creare+ | Hans Kremer | 63500 Seligenstadt