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Der Vorgeschichte auf den Grund gehen

Frauen, die eine Hormonersatztherapie in Betracht ziehen, sollten ihre Frauenärztin über Vorerkrankungen und familiäre Belastungen informieren. Foto: djd/Hormontherapie Wechseljahre/Getty

Eine Checkliste hilft: Was Frauenärzte von ihren Patientinnen erfahren sollten
(djd). Eine Hormonersatztherapie (HRT) ist das wirksamste Mittel gegen Wechseljahresbeschwerden. Die Zeiten, in denen es eine Standardtherapie gab, sind allerdings vorbei. Heute stehen die gesundheitliche Vorgeschichte und die persönlichen Bedürfnisse der Patientin bei der Wahl der Therapie im Vordergrund, wie Experten beim Fortbildungskongress der Frauenärztlichen BundesAkademie (FOKO) 2018 betonten.

Vorerkrankungen berücksichtigen

Frauen, die eine HRT in Betracht ziehen, sollten gut vorbereitet ins Gespräch mit dem Arzt gehen. So sind Vorerkrankungen wie Endometriose, Myome, Zysten, Brusterkrankungen, Operationen oder Fehlgeburten wichtig für die Therapieentscheidung. Und auch die Ergebnisse früherer Vorsorgeuntersuchungen wie Mammografie, Ultraschall, Darmspiegelung oder Knochendichtemessung sollten mitgebracht werden. Direkt um die Wechseljahre drehen sich Fragen wie: Tritt die Periode noch auf und wie regelmäßig ist sie? Wann war die letzte Regelblutung? Welche Beschwerden liegen vor und wie stark sind diese ausgeprägt? Risikofaktoren wie Rauchen, Alkoholkonsum, Medikamenteneinnahme, Übergewicht oder Knochenbrüche sowie in der Familie vorkommende Krankheiten wie zum Beispiel Leberprobleme, Krebs, Depressionen oder Allergien sind ebenfalls zu berücksichtigen. Zusätzlich zu individuellen Überlegungen spielen aber auch grundsätzliche Faktoren eine Rolle bei der Verordnung: Neben einem möglichst frühzeitigen Therapiebeginn (innerhalb von 10 Jahren nach der letzten Regelblutung) sind die Applikationsform und Dosierung sowie die Wahl der Wirkstoffkombination von entscheidender Bedeutung. Die kombinierte Behandlung mit über die Haut verabreichtem Östradiol (wie Gynokadin Dosiergel) und oralem, natürlichem Progesteron (wie Utrogest) gilt für viele Patientinnen als sicherste Lösung.

Vorteilhaftes Risikoprofil

Bei den Östrogenen hat sich die Anwendung über die Haut gegenüber einer oralen Einnahme als vorteilhaft erwiesen, da der Wirkstoff so nicht die Leber passieren muss. Eine transdermale HRT gilt daher als besser verträglich, erhöht nicht das Thromboserisiko und soll auch hinsichtlich des Schlaganfallrisikos Vorteile mit sich bringen - mehr dazu auch unter www.hormontherapie-wechseljahre.de. Zudem ist natürliches Progesteron, das bei Frauen mit intakter Gebärmutter zusätzlich zum Schutz der Gebärmutterschleimhaut oral eingenommen wird, weitgehend stoffwechselneutral und hat keinen negativen Einfluss auf die Blutfettwerte. Beobachtungsstudien haben darüber hinaus gezeigt, dass die Einnahme von Progesteron das Brustkrebsrisiko nicht oder nur geringfügig erhöht. Außerdem wirkt es beruhigend und kann Schlafstörungen in den Wechseljahren mindern.

Punkt für Punkt: Vorbereitung auf das Arztgespräch
(djd). Um vor einer Hormonersatztherapie alle Fragen des Arztes beantworten zu können, sollten Frauen sich gut vorbereiten. Hier einige Tipps:

- Notizen machen - zum Beispiel zur Länge, Häufigkeit und Stärke der Regelblutung, zu auftretenden Beschwerden und Vorerkrankungen.

- Eigene Fragen an den Arzt notieren: Dabei hilft es, sich vorab zu informieren, etwa unter www.hormontherapie-wechseljahre.de.

- Erkundigungen über Erkrankungen in der Familie einholen und auflisten.

- Eigene Wünsche überdenken, beispielsweise: Will ich völlige Blutungsfreiheit, brauche ich noch Empfängnisverhütung?
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