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Leukämie- & Stammzellentransplantationszentrum

Bei der Gründung des „Leukämie- & Stammzelltransplantationszentrum Mainz/Wiesbaden“ dabei: Prof. Dr. Norbert Frickhofen, Sandra Henek, Univ.-Prof. Dr. Matthias Theobald, Univ.-Prof. Dr. Norbert Pfeiffer, Dr. Eva Wagner-Drouet und PD Dr. Arne Brecht. Foto Peter Pulkowski (Universitätsmedizin Mainz)

UCT Mainz und Helios Dr. Horst Schmidt Kliniken Wiesbaden gründen Leukämie- & Stammzelltransplantationszentrum Mainz/Wiesbaden

Enge Zusammenarbeit bei der Behandlung von Patienten mit Leukämie und anderen Formen von Blutkrebs

(Mainz, 27. November 2018, rdr) Mit der Gründung des gemeinsamen „Leukämie- & Stammzelltransplantationszentrum Mainz/Wiesbaden“ erweitern und vertiefen das Universitäre Centrum für Tumorerkrankungen (UCT Mainz) / die III. Medizinische Klinik und Poliklinik der Universitätsmedizin Mainz und die Helios Dr. Horst Schmidt Kliniken (Helios HSK) ihre bereits bestehende Kooperation im Bereich der Versorgung onkologisch erkrankter Patienten. Schwerpunkt der Zusammenarbeit innerhalb des neuen Zentrums mit den Standorten Mainz und Wiesbaden ist die qualitativ hochwertige Versorgung von Patienten, die eine Stammzelltransplantation benötigen. Heute wurde das neue Zentrum offiziell vorgestellt.

Im neuen Leukämie- & Stammzelltransplantationszentrum Mainz/Wiesbaden werden beispielsweise Patienten mit akuten Leukämien, aggressiven Lymphomen und bösartigen Plasmazellerkrankungen betreut und behandelt. Für viele dieser Patienten ist eine autologe oder allogene Stammzelltransplantation der einzige Weg für eine dauerhafte Heilung – wobei eine lebenslange Nachsorge nötig ist. Bei der autologen Transplantation ist der Patient selbst der Spender der Stammzellen, bei einer allogenen Transplantation werden Zellen eines gesunden Familien- oder Fremd-Spenders übertragen. Innerhalb des neuen Zentrums werden autologe Stammzell-Transplantationen an den Standorten Mainz und Wiesbaden durchgeführt, allogene Stammzelltransplantationen am Standort Mainz. Eine strukturierte Transplantations-Langzeitnachsorge und verschiedene Spezialsprechstunden wiederum werden an beiden Standorten angeboten. Ein gemeinsames Tumorboard mit Beteiligung beider Kooperationspartner, in dem gemeinsam betreute Patienten besprochen werden, ist Kernelement des neuen Zentrums. Neu ist auch die Therapie fortgeschrittener aggressiver Lymphknotenkrebs-Erkrankungen mit sogenannten CAR T-Zellen, d.h. genetisch modifizierten Immun-„Killer“-Lymphozyten. Sie wird ab Ende diesen Jahres im gemeinsamen Zentrum (Standort Mainz) angeboten – als einem der ersten für diese neuartige und effektive Behandlung zugelassenen Standorte in Deutschland.

„Die Verbindung zwischen der Universitätsmedizin Mainz und der Helios HSK Wiesbaden hat eine lange Tradition, sowohl bei der gemeinsamen Ausbildung von Ärzten als auch in der fachlichen Zusammenarbeit der Mediziner beider Einrichtungen. Im neu geschaffenen übergreifenden Zentrum fließt die Erfahrung und das Wissen unserer Experten in der Stammzelltransplantation zum großen Nutzen der Patienten zusammen. Angesichts der Komplexität insbesondere der Transplantation fremder Spenderzellen ist diese Kooperation von entscheidender Bedeutung“, erklärt Sandra Henek, Geschäftsführerin der Helios HSK Wiesbaden.

„Netzwerke verhelfen den Patienten zu besseren Ergebnissen“, betont Univ.-Prof. Dr. Norbert Pfeiffer, Medizinischer Vorstand und Vorstandsvorsitzender der Universitätsmedizin Mainz bei. „Das UCT Mainz als eines von bundesweit 13 Onkologischen Spitzenzentren arbeitet daher eng mit Partner-Kliniken, Onkologischen Zentren, Organzentren, niedergelassenen Ärzten sowie weiteren Einrichtungen in ganz Rheinland-Pfalz und darüber hinaus zusammen.“ „Die Helios HSK gehören bereits seit mehr als zwei Jahren zu diesem Partner-Netzwerk und wir freuen uns sehr, dass wir die Kooperation nun mit unserem neuen Zentrum im Bereich der Stammzelltransplantation und CAR-Therapie vertiefen und ausbauen können“, ergänzt Univ.-Prof. Dr. Matthias Theobald, Direktor der III. Medizinischen Klinik und Poliklinik der Universitätsmedizin Mainz.

„Die enge Zusammenarbeit beider Kliniken gewährleistet, dass Patienten mit Leukämien und anderen Formen von Blutkrebs sicher sein können, dass sie unabhängig von ihrem Wohnort nach dem aktuellsten Stand der Wissenschaft behandelt werden“, so Prof. Dr. Norbert Frickhofen, Direktor der Klinik für Hämatologie, Onkologie und Palliativmedizin der Helios HSK Wiesbaden. „Derzeit werden Behandlungen entwickelt, die man nur als revolutionär bezeichnen kann. Durch Bündelung der Expertise beider Kliniken können diese Fortschritte zeitnah zum Wohl der Patienten umgesetzt werden.“

Auch eine Zusammenarbeit im wissenschaftlichen Bereich haben die Partner verabredet, denn: Fortschritte in der Diagnostik und Therapie hämatologisch-onkologischer Erkrankungen beruhen wesentlich auf klinischen Studien. „Wir streben daher an, allen Patienten die Behandlung im Rahmen klinischer Studien anzubieten“, sagt Dr. Eva Wagner-Drouet, Leiterin der Stammzelltransplantation an der III. Medizinischen Klinik und Poliklinik der Universitätsmedizin Mainz. „Einen besonderen Stellenwert haben dabei innovative Immuntherapien – eine Spezialität des Mainzer Standorts.“

„Uns geht es auch um eine wohnortnahe Therapie und Nachsorge der Patienten auf höchstem Niveau“, erläutert PD Dr. Arne Brecht, Leiter des Bereichs Stammzelltransplantation an der Helios HSK Wiesbaden. „Die meisten Behandlungen können in der Helios HSK angeboten werden. Dies gilt auch für die Nachsorge nach autologer und allogener Transplantation. Damit dies nach einheitlichen Konzepten erfolgt, wird die Therapie aller Patienten in einem gemeinsamen, bereits seit einem Jahr praktizierten Transplantationsboard besprochen.“



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