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Wechseljahre - bioidentische Hormone

Eine Behandlung mit naturidentischen Hormonen bei Wechseljahresbeschwerden berücksichtigt die Natur der Frau. Foto: djd/Hormontherapie Wechseljahre/Getty

DIE NATUR DER FRAU IM BLICK

Viele Experten setzen in den Wechseljahren auf bioidentische Hormone

(djd). Zwei Drittel aller Frauen spüren in den Wechseljahren deutliche Beschwerden. Bei einem Drittel beeinträchtigen Hitzewallungen, Schweißausbrüche, Schlafstörungen und Co. die Lebensqualität sogar so massiv, dass eine Behandlung erwogen werden sollte. Denn sinnlos leiden muss heute keine Frau mehr. Mit modernen Therapien lassen sich die Beschwerden meist effektiv lindern. Diese werden heute auf die individuellen Bedürfnisse zugeschnitten und berücksichtigen die Natur der Frau.

An den Körper angepasst

So ist eine häufig bevorzugte Option die kombinierte Hormonersatztherapie (HRT) mit Östradiol und Progesteron, die als einzige echte bioidentische HRT gilt. Bioidentisch bedeutet dabei, dass die eingesetzten Wirkstoffe chemisch genau mit den vom Körper selbst produzierten Hormonen übereinstimmen. Hergestellt werden sie aus pflanzlichen Vorstufen, etwa aus der Yamswurzel.
Das Östrogen Östradiol wird heute vermehrt über die Haut - also transdermal - verabreicht, zum Beispiel mit einem Dosiergel. Die äußerliche Anwendung hat sich in Studien als sicherer erwiesen. Da bei einer Anwendung über die Haut der Wirkstoff nicht wie bei einer Tabletteneinnahme erst die Leber passieren muss, wird das Thromboserisiko nicht erhöht. Zudem lässt sich ein Gel individuell dosieren und den Bedürfnissen der jeweiligen Patientin anpassen. Hat die Frau noch eine Gebärmutter, muss diese während der Östrogenanwendung vor Schleimhautwucherungen geschützt werden. Dazu wird zusätzlich ein Gestagen verordnet, zum Beispiel natürliches Progesteron in Form von Weichkapseln. Es ist im Gegensatz zu synthetischen Gestagenen stoffwechselneutral, beeinflusst also nicht die Blutfettwerte.

Beratung beim Frauenarzt

Frauen ab etwa Mitte 40, die Veränderungen oder Symptome spüren, die auf die Wechseljahre hindeuten, sollten sich von ihrem Gynäkologen beraten lassen. Bei der Vorbereitung auf den Arztbesuch kann ein Fragebogen wie der Meno-Check unter www.wechseljahre-verstehen.de helfen. Für eine mögliche Behandlung stellt der Arzt viele Fragen, über die man sich schon vorher Gedanken machen sollte. Denn nur mit genauer Kenntnis aller Beschwerden und der möglichen Risikofaktoren kann die individuell beste Therapie gefunden werden.

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