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Nach dem Tod ein Diamant?

AUS DER ASCHE KANN SOGAR EIN DIAMANT WERDEN

Bestattungskultur: Der Trend geht zum ganz individuellen Abschied
(djd). Die klassische Erdbestattung im Sarg wird in Deutschland immer seltener, an die Stelle der traditionellen Beerdigung mit ihrem religiösen Hintergrund treten sehr individuelle Formen des Abschieds. Inzwischen ist die Einäscherung die verbreitetste Form der Bestattung - sie bietet den Angehörigen auch viel mehr Möglichkeiten. Der sogenannte Friedhofszwang gilt beispielsweise nicht, wenn die Asche auf hoher See bestattet wird oder an einem Baum in einem Friedwald. Eine einzigartige Option und eine besondere Form der Reminiszenz an einen lieben Verstorbenen ist etwa der Erinnerungsdiamant. Diese Variante des Abschieds ist mit deutschem Recht vereinbar, denn der Edelstein wird im Ausland hergestellt.

Asche wird zu synthetischem Diamanten transformiert

Vor über dreizehn Jahren wurde das Verfahren zur Umwandlung der Kremationsasche in einen synthetischen Diamanten in der Schweiz entwickelt. Die Firma Algordanza transformiert seither an ihrem Standort in der Schweiz die Kremationsasche von Verstorbenen in Edelstein-Unikate. "Die synthetischen Diamanten entstehen ausschließlich aus dem Kohlenstoff der Kremationsasche", so Firmengründer Rinaldo Willy. Der Edelstein sei also kein Imitat, kein Zirkonia oder anderes Material.

Zu Lebzeiten besteht der menschliche Körper zu etwa 20 Prozent aus Kohlenstoff. Bei der Kremation entweicht ein Großteil davon als Kohlenstoffdioxid. Bei der gängigen Kremation jedoch verbleiben erfahrungsgemäß etwa ein bis fünf Prozent Kohlenstoff in der Kremationsasche. Im Labor wird dieser Kohlenstoff isoliert und gereinigt und bildet nun die Grundlage für das Diamantwachstum nach dem Vorbild der Natur. Mehr Informationen zum Verfahren gibt es unter www.algordanza.com

Mit allen deutschen Gesetzen vereinbar

Mit Hilfe von acht sogenannten HPHT-Pressen wird bei dem Schweizer Unternehmen die natürliche Umgebung simuliert: Unter hohem Druck und hohen Temperaturen wird der isolierte Kohlenstoff dabei in einen Diamanten transformiert. So wächst über mehrere Tage ein Rohdiamant heran. Dieser wird anschließend auf Wunsch des Kunden durch Experten in Handarbeit geschliffen. Die prozessbedingte Umwandlung der Asche führt dazu, dass keine nach deutschem Recht bestattungspflichtige Asche mehr vorliegt. "Der Herstellungsprozess selbst unterliegt schweizerischem Recht und ist mit allen deutschen Bestattungsgesetzen vereinbar", betont Rinaldo Willy. Die Diamantbestattung kann in Deutschland im Übrigen grundsätzlich über jeden Bestatter bezogen werden. Der Schweizer Anbieter arbeitet mit mehr als 3.000 Bestattern direkt zusammen. Gleichzeitig können interessierte Angehörige wie auch Bestatter die Manufaktur in der Schweiz besuchen.

Notariell beglaubigt

Mit einem von Algordanza erstellten Zertifikat wird die Echtheit und Herkunft des Kohlenstoffs ausschließlich aus der Asche garantiert. Ein Notar wurde mit der Begleitung des gesamten Prozesses beauftragt und hat alle Schritte umfänglich beim Anbieter geprüft. Er war in diesem Zusammenhang bei jedem erforderlichen Prozessschritt dabei - vom Empfang der Kremationsasche bis hin zur Überprüfung der Diamanteigenschaft durch einen diplomierten Gemmologen. Alle Informationen finden Sie auch unter www.algordanza.de.


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