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BUTTER BEI DIE FISCHE

  • Eine historische Hanseatin lädt zur Zeitreise durch Uelzens reiche Geschichte ein. Foto: djd/Hansestadt Uelzen/Jochen Quast
  • An der Stadtmauer erhebt sich der mächtige Backsteingiebel der Propstei. Foto: djd/Hansestadt Uelzen/Jochen Quast
  • Lauschige Gassen wie die Hannemann'sche Twiete liegen versteckt in der Uelzener Altstadt. Foto: djd/Hansestadt Uelzen/Jochen Quast
  • Es lohnt sich, die Balkeninschriften im Fachwerk der alten Ratsweinhandlung zu lesen. Foto: djd/Hansestadt Uelzen/Jochen Quast
  • Der Ratsteich wurde im 17. Jahrhundert an einem Arm der Ilmenau aufgestaut. Foto: djd/Hansestadt Uelzen/Jochen Quast

BUTTER BEI DIE FISCHE

Ein Tag in der Hansestadt Uelzen mit Zeitreise und Stadtrundgang

(djd). Am Herzogenplatz vorm Uelzener Rathaus werden die Gäste von einer ehrbaren Händlerin in dunkelroter Tracht in Empfang genommen. Und die stolze Gastgeberin nimmt sie mit auf eine Zeitreise in ihr "Uelzen in der Hansezeit". Unter dem Motto "Butter bei die Fische" erfahren die Besucher mit allen Sinnen, wie die Menschen hier vor rund 500 Jahren gelebt haben, als Uelzen ein Handelsplatz für ganz Nordeuropa war. Zwischen historischen Fachwerkhäusern und prächtigen Backsteinfassaden, der gotischen St.-Marien-Kirche und Resten der alten Stadtmauer bekommen sie nicht nur eine Vorstellung davon, wie die Stadt damals aussah. Sie schnuppern auch typische Düfte, von Schafwolle über Stockfisch bis Wachs, hören die damalige Sprache und kehren zum Abschluss im Gildehaus aus dem 15. Jahrhundert ein, um beim deftigen "Hansehappen"-Mahl festzustellen, was noch heute dem Gaumen mundet.

Hundertwasser-Bahnhof und Glücksbringer

Die kulinarische Hanseführung ist ab Mitte Juli auch als Filmtrailer auf www.hansestadt-uelzen.de zu sehen - als eine von vielen Ideen für einen erlebnisreichen Tag in Uelzen. "Wer in der Lüneburger Heide Urlaub macht, sollte auf einen Stadtbummel vorbeikommen", empfiehlt Anke Steffen von der Stadt- und Touristinformation. Die Stadt im Osten der Lüneburger Heide ist aber auch aus der Ferne gut zu erreichen, am besten ganz entspannt mit der Bahn, die im märchenhaften Hundertwasser-Bahnhof Halt macht. Ein Muss ist der Besuch der bronzenen Uhlenköper-Statue neben der St.-Marien-Kirche, um an der Goldmünze des "Eulenkäufers" zu reiben. Laut einer schelmischen Stadtsage sorgt das nämlich dafür, dass man immer genug Geld in der Tasche hat.

Quirlige Marktstraßen, Twieten und romantische Auen

Jahrhundertelang wurden in Uelzen durch Brände oder Kriege zerstörte Gebäude schnell wieder aufgebaut und so prägen historische Marktstraßen, Fachwerk, Twieten und Kapellen noch heute die Innenstadt. Die Hannemann'sche Twiete ist beispielsweise eine lauschige Gasse im Hof einer ehemaligen Brauerei, die an die frühere Bedeutung des Brauwesens erinnert. Zur kulturellen und kulinarischen Einkehr lädt die Ratsweinhandlung ein: Hinter der reich verzierten Fachwerkfassade hütete der Stadtrat einst seinen Wein- und Bierkeller, heute kann man dort edle Tropfen erwerben oder Lesungen im Gewölbekeller lauschen. Neben der alten Stadtmauer erhebt sich der Backsteingiebel der Propstei, erbaut in der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts. Gegenüber in der St.-Marien-Kirche steht - gut gesichert - Uelzens Wahrzeichen, das "Goldene Schiff". Nach dem Stadtbummel sind es nur wenige Schritte zum Ratsteich und in die Ilmenau-Auen, die zur Erholung an ihre grünen Ufer einladen.

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