Die richtige Dosis zur richtigen Zeit

Was bei der Akutbehandlung von Migräne entscheidend sein kann
Junge Frau mit Tabletten und Wassereglas in der Hns
Nicht zu lange warten: Bei Migräne und Kopfschmerzen wirken Medikamente oft schlechter, wenn sie erst spät eingesetzt werden. Foto: djd/Thomapyrin/Getty Images/AsiaVision

(djd). Viele Migränepatienten behandeln ihre Beschwerden zu spät oder zu vorsichtig. Wer erst ein Medikament nimmt, wenn es kaum noch auszuhalten ist, oder aus Sorge vor Nebenwirkungen zu niedrig dosiert, riskiert, dass die Akuttherapie schlechter wirkt. Fachleute raten deshalb, möglichst früh in eine Attacke einzugreifen und die Dosierung nicht zu gering anzusetzen. Hier können Kombinationspräparate mit Koffein wie Thomapyrin sinnvoll sein, da sie sowohl schnell als auch stark wirken.

Auch im Alltag lässt sich vorbeugen: Ein regelmäßiger Schlafrhythmus, ausreichend Flüssigkeit, weniger Stress und ein bewusster Umgang mit persönlichen Auslösern können helfen.

Unter www.kopfschmerzen.de gibt es mehr Tipps sowie Übungsanleitungen zur Stressreduktion. So lassen sich Beschwerden oft abmildern.

„Mir geht es trotz Parkinson wirklich gut“

Moderne Folgetherapien können die Lebensqualität langfristig erhalten
Frau auf Schaukel
Melanie bekam mit 38 Jahren ihre Diagnose. Heute sagt sie: „Ich habe keine Angst vor Parkinson.“ Foto: djd/AbbVie

(djd). Parkinson betrifft nicht nur ältere Menschen. Melanie erhielt ihre Diagnose bereits mit 38 Jahren. Fünf Jahre später musste sie achtmal täglich Tabletten einnehmen. Denn deren Wirkung lässt bei fortschreitender Krankheit immer weiter nach. Wenn fünf oder mehr Einnahmen am Tag nötig werden oder Betroffene täglich zwei Stunden schlecht beweglich oder eine Stunde überbeweglich sind, sollte ein Therapiewechsel erwogen werden, so der Neurologe Dr. med. Andreas Becker.

Einen Selbsttest gibt es unter www.parkinson-check.de. Als Folgetherapien kämen dann die tiefe Hirnstimulation sowie Pumpentherapien infrage, bei denen das Medikament in den Darm oder unter die Haut gegeben wird. Melanie wählte eine Pumpentherapie und kann heute sagen, dass es ihr mit Parkinson wirklich gut geht.

Was wäre, wenn …?

Wie Mama und Papa schon vor Babys Geburt für dessen Gesundheit vorsorgen könnenKindergesundheit
Mutter und Papa mit Sohn am Esstisch
Natürlich hoffen alle Eltern, dass ihr Kind gesund aufwächst – aber viele möchten sich auch für den Notfall vorbereiten.
Foto: djd/Vita 34/Getty Images/Aleksandar Nakic

(djd). Die Kliniktasche ist gepackt, das Kinderzimmer bereit – und mit der Vorfreude wächst auch die Verantwortung. Viele werdende Eltern kennen dieses Gefühl: nichts übersehen und gut für die Zukunft vorsorgen zu wollen. In dieser Phase rückt oft auch Nabelschnurblut und -gewebe in den Blick. Beides enthält Stammzellen, die später medizinisch genutzt werden können, in bestimmten Fällen sogar lebensrettend. Da die Entnahme nur bei der Geburt möglich ist, braucht es eine bewusste Entscheidung im Vorfeld. Anbieter wie Vita 34 bieten hierfür Lösungen an. Tipp: frühzeitig informieren und entsprechende Quellen nutzen.

Unter www.vita34.de beispielsweise gibt es Hintergrundwissen und Einblicke in aktuelle Entwicklungen – auch als Grundlage, um für sich eine stimmige Entscheidung zu treffen.

Longevity-Infusionen – mögliche Risiken!

Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) warnt
Frau erhält Blutransfusion
Bild Gustavo Frings pegels.de

(hk) Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) warnt Verbraucherinnen und Verbraucher vor möglichen gesundheitlichen Risiken sogenannter „Drip-Spa“ oder auch „Longevity-Infusionen“. Dabei werden Infusionslösungen mit hochdosierten Vitaminen, Mineralstoffen und weiteren Substanzen intravenös verabreicht. Mit der Anwendung von Infusionen sind jedoch immer Risiken verbunden. Arzneimittel zur Infusion unterliegen in Deutschland einem strengen behördlichen Zulassungsverfahren. Nur wenn Wirksamkeit, Unbedenklichkeit und die Qualität nachgewiesen und ein positives Nutzen-Risiko-Verhältnis bestätigt wird, dürfen sie in den Verkehr gebracht werden. Dieser behördliche Nachweis ist bei Drip-Spas nicht erbracht. Diese Infusionslösungen sind in Deutschland nicht als Arzneimittel zugelassen. Drip-Spas werden u.a. mit der Stärkung des Immunsystems, der Verbesserung des Aussehens, der Leistungsfähigkeit und des Wohlbefindens sowie der Unterstützung der Leberfunktion beworben.

Während bei Arzneimitteln zur Infusion die Hersteller nachweisbare Qualitätsstandards erfüllen müssen, sind bei Infusionslösungen, die nicht als Arzneimittel zugelassen sind, die Qualität und Sicherheit der Produkte im Sinne des Arzneimittelgesetzes nicht belegt.

Aufgrund der Zusammensetzung besteht insbesondere bei vulnerablen Personengruppen das Risiko von Hypervitaminosen (Überdosierung von Vitaminen), Hyperhydration (Volumenüberladung) und Störungen im Elektrolyt- und Säure-Basen-Haushalt. Zusätzlich besteht das Risiko allergischer Reaktionen auf die nicht immer deklarierten verabreichten Substanzen, die in schweren Fällen auch zu einem anaphylaktischen Schock führen können. Wie bei allen Infusionen kann eine unsachgemäße Handhabung der Drip-Infusionen zu einem Austritt der Infusionslösung ins Gewebe (Paravasaten), Luftembolien und Kreislaufproblemen durch zu schnelle Flüssigkeitszufuhr führen.

Der Wald als Lernort

Mit Kindern und Jugendlichen die Vielfalt des Waldes entdecken
Kinder spielen vor einer Waldlichtung
Für Kinder und Jugendliche ist der Wald gleichermaßen ein großer Abenteuerspielplatz wie ein Ort zum Entdecken und Lernen. Foto: djd/Kollaxo Markt und Medien/PEFC Deutschland

djd). Für Kinder und Jugendliche ist der Wald ein Freizeitparadies. Er beheimatet aber auch Tiere und Pflanzen und stellt Holz bereit, daher ist bei einem Ausflug in den Wald einiges zu beachten. Die Waldschutzorganisation PEFC etwa stellt gemeinsam mit Waldbesitzern sicher, dass die Natur intakt bleibt und der Wald durch seine Vielfalt Entdeckungspotenzial für Kinder und Jugendliche bietet. Auch dem Waldpädagogen Bernd Schindler von der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) ist es wichtig, speziell Heranwachsende für den Wald und die aktuellen Herausforderungen zu sensibilisieren: „Viele Zusammenhänge aus dem Wald können auf das Alltagsleben der Kinder und Jugendlichen übertragen werden, deshalb ist der Wald auch ein guter Lernort fürs Leben.“

Infos: www.pefc.de

Mehr Lebensqualität trotz Herzschwäche: Erster erfolgreicher Eingriff mit Carillon-Verfahren am Klinikum Hanau

Quelle: Das Team. Klinikum Hanau.

Hanau, 29. April 2026. Kurzatmigkeit, schnelle Erschöpfung, Wassereinlagerungen und Herzrhythmusstörungen sind mögliche Anzeichen dafür, dass die Mitralklappe nicht mehr richtig schließt. In diesem Fall fließt bei jedem Herzschlag Blut in den linken Vorhof zurück. Die Folge: Das Herz wird zunehmend belastet, die körperliche Leistungsfähigkeit nimmt ab, und Krankenhausaufenthalte werden häufiger.

Am Klinikum Hanau steht mit der Carillon-Therapie nun erstmals ein innovatives, kathetergestütztes Verfahren zur Verfügung, das neue Behandlungsmöglichkeiten für diese Patientengruppe eröffnet. Ziel der Methode ist es, die Funktion der Mitralklappe zu verbessern und Beschwerden nachhaltig zu lindern.

Über einen dünnen Katheter, der über eine Vene am Hals eingeführt wird, setzen die Ärztinnen und Ärzte ein kleines Implantat in eine Herzvene, die den Herzklappenring umläuft – bei schlagendem Herzen und ohne offene Operation. Das Implantat zieht den erweiterten Bereich um die Mitralklappe etwas zusammen. So kann die Klappe besser schließen, und der Blutrückfluss wird verringert.
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Bauchkrämpfe verstehen und zielgenau bekämpfen

Neue Daten: Warum Schmerzmittel oftmals nicht ausreichen
Junge Frau mit Bauchschmerzen
Bauchschmerzen gehören zu den häufigsten gesundheitlichen Beschwerden und schränken die Lebensqualität der Betroffenen oft stark ein. Foto: djd/Buscopan/fizkes

(djd). Ein plötzliches Ziehen oder Stechen: Bauchschmerzen gehören zu den häufigsten Alltagsbeschwerden. Oft stecken Auslöser wie Stress, Zeitdruck oder Ernährung dahinter. Gerät dadurch die Darm-Hirn-Achse aus dem Gleichgewicht, kann die Darmmuskulatur verkrampfen. Viele Betroffene greifen dann zu Schmerzmitteln. Sinnvoller können jedoch krampflösende Mittel sein, die direkt an der Muskelspannung ansetzen – wie der Wirkstoff Butylscopolamin, zum Beispiel in Buscopan. Er blockiert bestimmte Rezeptoren der Darmmuskulatur und kann dadurch übermäßige Kontraktionen reduzieren. Ergänzend können Wärme, bewusste Pausen und ein achtsamer Blick auf die eigene Ernährung helfen.
Weitere Informationen gibt es unter www.buscopan.com. Anhaltende oder starke Beschwerden sollten ärztlich abgeklärt werden.

Heute Ohrenweh, morgen Sprachprobleme

Wie Mittelohrentzündungen die kindliche Sprachentwicklung behindern können
Kind sitzt mit Ohrenscmerzen auf Sofa
Kinder neigen schneller zu Mittelohrentzündungen – das kann langfristig Folgen für die Entwicklung haben.
Foto: djd/Homöopathisches Laboratorium/Getty Images/ozgurcankaya

(djd). Viele Eltern kennen das: Ohrenschmerzen bei Kindern kommen und gehen. Was jedoch bleibt, wird häufig unterschätzt. Denn wiederkehrende Mittelohrentzündungen können das Hören so beeinträchtigen, dass sich Sprachprobleme entwickeln. Besonders kleine Kinder sind anfällig, da ihre Ohrtrompete kürzer ist und Erreger leichter ins Mittelohr gelangen. Ein Paukenerguss dämpft das Gehör, Sprache klingt wie durch Watte. Studien zeigen, dass dies die Lautunterscheidung erschweren kann. Darum sollte bei typischen Warnzeichen wie Ohrenschmerzen, Unruhe oder Fieber ärztlicher Rat eingeholt werden. Ergänzend kann etwa der Einsatz homöopathischer Präparate wie Otofren die Heilung unterstützen.

Unter www.pflueger.de finden sich mehr Informationen und Tipps, was Eltern noch tun können.

Wach um drei Uhr nachts

Warum die Wechseljahre den Schlaf rauben und was Frauen tun können
Schlaflose Frau mit Gesicht auf dem Kissen
Drei Uhr nachts und der Schlummer will sich nicht einstellen: Etwa jede zweite Frau kämpft in den Wechseljahren mit Schlafstörungen.
Foto: djd/Homöopathisches Laboratorium/Getty Images/Katarzyna Bialasiewicz

(djd). Nachts stundenlang wach liegen – für etwa jede zweite Frau in den Wechseljahren wird das zur belastenden Realität. Hitzewallungen, Grübelgedanken und innere Unruhe stören den Schlaf, weil sinkende Spiegel von Progesteron und Östrogen die Tiefschlafphasen, den Schlaf-Wach-Rhythmus sowie die Melatoninbildung beeinflussen. Betroffene fühlen sich dadurch tagsüber oft erschöpft, gereizt und weniger belastbar. Neben festen Schlafzeiten und abendlichen Entspannungsritualen kann ein pflanzliches Arzneimittel wie Nervoregin Tropfen unterstützen: Hafer und Phosphorsäure werden bei geistiger und körperlicher Belastung eingesetzt, Passionsblume und Hopfen können beruhigen und das Ein- und Durchschlafen fördern. Unter www.nervoregin.de finden sich weitere Hinweise und Alltagstipps.

Sauer schützt die Leber – neue Erkenntnisse

Limonen hängen an einem Ast
Foto Rajesh Balouria . Pixabay

Säurehaltige Reize, wie sie durch saure Lebensmittel ausgelöst werden, können vor leberschädigenden Entzündungen schützen. Das zeigt eine im Journal of Hepatology veröffentlichte Studie: Bei Leberverletzungen aktiviert das Nervensystem bestimmte Signalwege und setzt den Botenstoff TAFA2 frei, der Immunzellen anzieht und Entzündungen verstärkt. Saure Reize dämpfen diese neuronale TAFA2-Ausschüttung – und verringern so die Entzündungsreaktion. Sowohl bei Mäusen als auch bei Patient*innen führte der saure Reiz zu einer geringeren Leberschädigung nach operativem Stress. Die Studie liefert erstmals direkte Hinweise auf die Rolle der Geschmacksnerven im Entzündungsgeschehen der Leber – und öffnet Türen für neue neuroimmunologische Therapien. Mehr zu diesem Thema finden Sie auch in der Podcastfolge

„Sauer, tierisch und wirksam: Highlights aus der Lebermedizin“.