
Hanau, 29. April 2026. Kurzatmigkeit, schnelle Erschöpfung, Wassereinlagerungen und Herzrhythmusstörungen sind mögliche Anzeichen dafür, dass die Mitralklappe nicht mehr richtig schließt. In diesem Fall fließt bei jedem Herzschlag Blut in den linken Vorhof zurück. Die Folge: Das Herz wird zunehmend belastet, die körperliche Leistungsfähigkeit nimmt ab, und Krankenhausaufenthalte werden häufiger.
Am Klinikum Hanau steht mit der Carillon-Therapie nun erstmals ein innovatives, kathetergestütztes Verfahren zur Verfügung, das neue Behandlungsmöglichkeiten für diese Patientengruppe eröffnet. Ziel der Methode ist es, die Funktion der Mitralklappe zu verbessern und Beschwerden nachhaltig zu lindern.
Über einen dünnen Katheter, der über eine Vene am Hals eingeführt wird, setzen die Ärztinnen und Ärzte ein kleines Implantat in eine Herzvene, die den Herzklappenring umläuft – bei schlagendem Herzen und ohne offene Operation. Das Implantat zieht den erweiterten Bereich um die Mitralklappe etwas zusammen. So kann die Klappe besser schließen, und der Blutrückfluss wird verringert.
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