Eine ausgewogene Ernährung, die Gemüse, Obst sowie Lebensmittel tierischer Herkunft enthält, sollte den Körper mit allen lebenswichtigen Vitaminen und Mineralstoffen versorgen. Doch das ist nicht immer der Fall: Denn die Aufnahme von Nährstoffen kann durch Krankheiten, Veränderungen im Verdauungstrakt, bestimmte Medikamente oder Genussmittel gestört sein. Foto: djd/Wörwag Pharma/colourbox.de
Gesunder Speiseplan: Was es dabei zu beachten gilt
Wer sich gesund und vielseitig ernähren möchte, findet dazu widersprüchliche Angaben – es ist nicht leicht, den richtigen Speiseplan zusammenzustellen. Dafür gilt es, mit drei Mythen zu vitaminreicher Ernährung aufzuräumen. Mythos 1: Fleischlos = gesund?
Wenn man seinen Fleischkonsum reduziert, tut man der Umwelt und seiner Gesundheit etwas Gutes: Eine pflanzenbetonte Kost kann das Risiko für Diabetes oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen senken. Hochverarbeitete Lebensmittel wie Weißbrot, Pizza und Süßspeisen sind allerdings keine gesunde Alternative. Und selbst bei denjenigen, die viel frisches Obst, Gemüse und Vollkorn zu sich nehmen, können Nährstoffe zu kurz kommen. Insbesondere die Vitamin-B12-Versorgung ist gefährdet, da das Vitamin nur in Lebensmitteln tierischer Herkunft enthalten ist. Bei veganer Ernährung kann sich daher leicht ein Vitamin-B12-Mangel entwickeln, wenn man nicht gegensteuert. Darauf weist auch die Deutsche Gesellschaft für Ernährung hin. Mythos 2: Wer sich ausgewogen ernährt, ist immer mit allen Nährstoffen versorgt
Nur mit Einschränkungen gilt eine ausgewogene Ernährung, die sowohl Obst und Gemüse als auch Lebensmittel tierischer Herkunft enthält, als ausreichend. Denn die Aufnahme von Nährstoffen kann durch Krankheiten, Veränderungen im Verdauungstrakt, bestimmte Medikamente oder Genussmittel gestört sein. Dann spricht man von Resorptionsstörungen. Diese treten insbesondere bei Vitamin B12 häufig auf, da die Aufnahme des Vitamins im Darm besonders komplex ist. Ein Mangel kann zu Blutbildungsstörungen und Nervenschäden führen, die sich beispielsweise durch Müdigkeit, Erschöpfung, Konzentrationsstörungen, depressive Verstimmung oder einen unsicheren Gang bemerkbar machen können. Daher gilt es, einen Mangel möglichst rasch auszugleichen. Dazu sind vor allem bei Resorptionsstörungen ausreichend hochdosierte Tabletten mit 1.000 Mikrogramm Vitamin B12 erforderlich. Entsprechende B12-Präparate wie B12 Ankermann sind rezeptfrei in der Apotheke erhältlich, weitere Informationen gibt es unter www.b12ankermann.de.
Mythos 3: Im Alter sinkt der Vitaminbedarf
Tatsächlich sinkt der Energiebedarf, je älter man wird, während der Körper unverändert Vitamine und Mineralstoffe benötigt. Oftmals werden sogar mehr Vitamine gebraucht, weil sie im Darm schlechter aufgenommen werden. Wer gut versorgt sein möchte, ohne an Gewicht zuzulegen, sollte bevorzugt Nahrungsmittel mit einer hohen Nährstoffdichte und geringem Kaloriengehalt auswählen, etwa Gemüse, Vollkornprodukte, Fisch und fettarme Milchprodukte. (djd).
Das Team der Klinik für Rhythmologie unter der Leitung von Dr. med. Guido Groschup zusammen mit Vertretenden der Firma Medtronic nach dem ersten erfolgreichen Einsatz der Pulsed-Field-Ablation im November
Hanau. Mit der Pulsed-Field-Ablation setzt das Team der Klinik für Rhythmologie auf ein innovatives und effizientes Verfahren mit geringerer Komplikationsrate und kürzerer Behandlungszeit
Vorhofflimmern ist die häufigste Herzrhythmusstörung weltweit und betrifft inzwischen über 60 Millionen Menschen, allein in Deutschland etwa 1,6 Millionen. Dann können sich die Vorhöfe des Herzens nicht mehr richtig zusammenziehen und lösen unregelmäßige Herzaktionen aus. Meistens liegt der Auslöser der Rhythmusstörung im Bereich der Einmündung der Lungenvenen (Pulmonalvenen) in den linken Herzvorhof. Unerkannt, und vor allen Dingen unbehandelt, kann Vorhofflimmern das Risiko eines Schlaganfalls oder weiterer Herzbeschwerden deutlich steigern. Die Behandlungsmöglichkeiten müssen daher kontinuierlich verbessert werden, um den steigenden Anforderungen gerecht zu werden. Deshalb hat das Team der Klinik für Rhythmologie am Klinikum Hanau unter der Leitung von Chefarzt Dr. med. Guido Groschup, jetzt ein neues, hochmodernes Verfahren zur Behandlung von Vorhofflimmern (AF) in sein Repertoire aufgenommen: die Pulsed-Field-Ablation (PFA). Diese innovative Technologie setzt auf kurze, hochintensive elektrische Impulse, um Herzmuskelzellen möglichst selektiv zu behandeln, und markiert einen Paradigmenwechsel in der Behandlung von Vorhofflimmer-Patienten.
Mit diesem Verfahren setzt ein Paradigmenwechsel in der Behandlung von Vorhofflimmern ein
„Mit der Einführung der Pulsed-Field-Ablation erweitern wir unsere Möglichkeiten zur Behandlung von Vorhofflimmern durch eine völlig neue Energieform. Unsere Patientinnen und Patienten profitieren von einer noch sichereren und schnelleren Therapie bei vergleichbarer Effektivität“, so Dr. med. Guido Groschup, Chefarzt der Klinik für Rhythmologie im Klinikum Hanau. Bisher kamen vor allem Radiofrequenzablation und Kryoablation zum Einsatz, um die Herzzellen gezielt entweder durch Hitze oder Kälte zu veröden. Das neu eingeführte Verfahren geht einen völlig neuen Weg: Durch präzise elektrische Impulse wird die Zellmembran der Herzmuskelzellen durchlässig gemacht. Dieser Prozess führt zum Zelltod, ohne dass umliegendes Gewebe, wie die Speiseröhre oder Nerven, beeinträchtigt werden. „Wir setzen die Pulsed-Field-Ablation parallel zu unseren bisherigen Ablationsverfahren ein, um die klinische Entwicklung dieser Technologie aktiv zu begleiten und kontinuierlich zu evaluieren“, erklärt Groschup.
„Das Besondere an der PFA-Technologie ist die selektive Wirkung auf die Herzmuskelzellen, die das Verfahren deutlich sicherer macht. Dank dieser hohen Spezifität sind die Komplikationen, die bei herkömmlichen Methoden auftreten können, wie Verletzungen der Speiseröhre oder nervlicher Strukturen, deutlich seltener oder gar nicht vorhanden“, so Groschup weiter. Die Ergebnisse des Systems sprechen für sich: Aktuelle Studien belegen eine vergleichbare Wirksamkeit im Vergleich zu bestehenden Verfahren bei gleichzeitig besserem Sicherheitsprofil und deutlich kürzeren Untersuchungszeiten.
„Unsere Patientinnen und Patienten haben nun die Möglichkeit, eine innovative und besonders schonende Therapie zu erhalten, die ihre Lebensqualität verbessern kann. Das ist ein entscheidender Schritt in der Behandlung von Vorhofflimmern“, betont der Geschäftsführer des Klinikums, Volkmar Bölke. Durch die Einführung der Pulsed-Field-Ablation stellt das Klinikum Hanau nicht nur seine Expertise in der modernen Rhythmologie unter Beweis, sondern setzt auch Standards in der sicheren und effektiven Behandlung von Vorhofflimmern. In der internen Qualitätssicherung werden kontinuierlich die Ergebnisse und Komplikationsraten erfasst, um den Behandlungserfolg langfristig zu garantieren und die Therapie stetig zu optimieren.
Über die Klinik für Rhythmologie
Die spezielle Rhythmologie ist ein Teilbereich der Kardiologie und befasst sich mit der Diagnose und Behandlung von Herzrhythmusstörungen. Neben der medikamentösen Therapie kann eine Herzrhythmusstörung mit einer elektrophysiologischen Untersuchung und einer damit einhergehenden interventionellen Verödungstherapie (Ablation) dauerhaft behandelt bzw. geheilt werden. Eine solche Therapie wird bei zahlreichen schnellen (tachykarden) Herzrhythmusstörungen angewandt – dabei werden die krankhaften und zu einer Herzrhythmusstörung führenden Bereiche verödet.
Die Klinik für Rhythmologie stellt eine ideale Ergänzung zur Klinik für Kardiologie, Angiologie, Pneumologie, Nephrologie und internistische Intensivmedizin dar und arbeitet mit deren Team Hand in Hand. Die Klinik hält das gesamte Spektrum der interventionellen Elektrophysiologie vor und ist von der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie als Zentrum zur Behandlung von Vorhofflimmern zertifiziert. Neben der konventionellen Ablation, z.B. bei AV-Knoten-Reentrytachykardien, steht eine 3D-Mappingtechnologie der neuesten Generation zur Behandlung komplexer Rhythmusstörungen zur Verfügung. Dadurch können die Herzkammern originalgetreu abgebildet werden. Zudem können Informationen zur Erregungsausbreitung ebenso wie narbige Veränderungen graphisch dargestellt werden. Dies ermöglicht eine exakte Analyse und Behandlung der vorliegenden Rhythmusstörung unter Berücksichtigung der individuellen Veränderungen des Herzens. Neben der Behandlung von Vorhofflimmern bzw. Vorhofflattern in der linken Vorkammer können damit auch Kammerrhythmusstörungen, z.B. nach einem Herzinfarkt, behandelt werden.
Risiko für Herzinfarkt und plötzlichen Herztod steigt – besonders bei zusätzlicher Anstrengung wie Schneeschippen. Herzstiftung gibt Tipps für Herzpatienten
Prof. Dr. med. Axel Schmermund, Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats der Deutschen Herzstiftung und Kardiologe am Cardioangiologischen Centrum Bethanien (CCB), Frankfurt am Main.
Große Kälte im Minusbereich hat Auswirkungen auf den ganzen Organismus: Die Blutgefäße der Haut und anderer Körperregionen ziehen sich zusammen. Der Blutdruck steigt an, denn das Herz muss das Blut gegen einen größeren Widerstand durch die Adern pumpen. „Der höhere Widerstand in den Blutgefäßen kann eine hohe Belastung für den Herzmuskel darstellen und auch andere Organe belasten“, betont der Kardiologe Prof. Dr. Axel Schmermund, Mitglied im Wissenschaftlichen Beirat der Deutschen Herzstiftung und Kardiologe am Cardioangiologischen Centrum Bethanien (CCB) Frankfurt am Main. Eine gefährliche Überlastung des Herzmuskels droht – im Extremfall kann es zum Herzinfarkt mit schwerwiegenden Folgen oder sogar dem Tod kommen. „Patienten mit Bluthochdruck, Herzschwäche, Koronarer Herzkrankheit oder Vorhofflimmern sowie bei tiefer Beinvenenthrombose sollten daher bei Kälte besonders wachsam sein und große Belastungen, insbesondere im Freien, vermeiden“, betont der Kardiologe. Auch gibt es statistische Hinweise auf Zusammenhänge zwischen Kälte und dem häufigeren Auftreten von Schlaganfällen und Lungenembolien. Kardiologe Prof. Schmermund rät Patienten dazu, große Anstrengungen wie das Schneeschippen besser gesunden Menschen oder professionellen Räumdiensten zu überlassen. Was Herzpatienten im Winter beachten sollten und bei welchen Herzinfarkt-Warnsignalen sie unbedingt den Notruf 112 wählen sollten, erläutert die Herzstiftung unter https://www.herzstiftung.de/herzprobleme-bei-kaelte beziehungsweise unter https://www.herzstiftung.de/herzinfarkt-anzeichen
Bewegung: Im Freien moderat, drinnen mit Anstrengung Zwar ist regelmäßige Bewegung auch im Winter empfehlenswert. Statt zu hoher Belastung rät die Deutsche Herzstiftung Herzpatienten allerdings zu weniger anstrengender Bewegung wie Spaziergängen oder Walkingrunden. Bei Minusgraden legen sich Herzpatienten zum Schutz am besten einen Schal über Mund und Nase, so gelangt die Luft bereits vorgewärmt in die Atemwege. Wer auf seine sportlichen Aktivitäten nicht verzichten möchte, kann diese mit dem Laufband oder dem Fahrradergometer zu Hause fortsetzen. Experten-Tipps bietet die Herzstiftung unter https://www.herzstiftung.de/sport-zu-hause
Schneeschippen: Warum so gefährlich bei vorbelastetem Herz? Die Belastung beim Schneeräumen mit Schaufel und Besen ist anstrengender, als viele denken: Schon bei kurzem Schneeschippen steigen Puls und Blutdruck stark an. Bereits nach zwei Minuten steigt die Herzfrequenz auf durchschnittlich 154 Schläge pro Minute an, nach zehn Minuten Schneeschippen noch weiter. Bei vielen Patienten ist damit die maximale Herzfrequenz erreicht. Ein vorbelastetes Herz gerät bei einer solch starken Belastung schnell in Gefahr. Einer weltweiten Beobachtungsstudie in 27 Ländern zufolge ist das Risiko, an einem Herzinfarkt zu sterben, an extremen Kältetagen um 33 Prozent erhöht (1). „Bei Kälte verengen sich die Blutgefäße und der Blutdruck steigt. Kommt dann noch eine ungewohnt starke Anstrengung dazu, kann das für Herzpatienten gefährlich werden“, warnt Herzspezialist Prof. Schmermund.
Was Herzpatienten im Winter beachten sollten Grundsätzlich sollten Menschen mit Herzerkrankungen im Winter regelmäßig ihren Blutdruck messen und besonders sorgfältig ihre Medikamente nehmen. Ist der Blutdruck zu hoch, muss die Dosis der Arzneien gegebenenfalls in Absprache mit dem Arzt angepasst werden. Wichtig ist auch der Zeitpunkt der Medikamenteneinnahme: Da der Blutdruck bei den meisten Patienten nach dem Aufstehen ansteigt, sollten sie ihre Tabletten in der Regel morgens nehmen – und zwar bevor sie hinaus in die Kälte gehen. Bei Bluthochdruck kann ausreichendes Heizen der Wohnung hilfreich sein. Studien deuten darauf hin, dass in manchen Fällen eine zu kalte Wohnung für winterliche Blutdruckanstiege mitverantwortlich sein könnte. In einer japanischen Untersuchung an Gesunden zeigten sich z. B. messbar niedrigere Blutdrücke bei einer Raumluft von 24 Grad Celsius gegenüber 14 Grad Celsius. Diese Warnzeichen für Herzprobleme ernst nehmen! Sowohl Herzpatienten als auch bisher Gesunde sollten zudem Anzeichen von Herzproblemen ernst nehmen und nicht auf die Kälte schieben. Brustschmerzen, Atemnot sowie ein Druck oder Brennen im Brustkorb sind Warnzeichen, die Betroffene nicht ignorieren dürfen. Auch ein Angstgefühl, kalter Schweiß und Übelkeit sind Symptome, die auf einen Herzinfarkt hinweisen können. Verschwinden die Beschwerden nicht nach kurzer Zeit, sollten Betroffene oder Angehörige nicht zögern und die Notrufnummer 112 wählen. Für Herzpatienten sind die folgenden Wintertipps der Herzstiftung wichtig:
Orthopäden und Unfallchirurgen haben bei Glatteis-Stürzen alle Hände voll zu tun.
Pinguin Gang Copyright DGOU
„An Glatteis-Tagen operieren wir rund um die Uhr. Bei Brüchen an Armen und Beinen können wir schnell und gut helfen. Bei Stürzen auf Kopf, Becken und Hüfte können Verletzungen auch lebensbedrohlich werden“, sagt Prof. Dr. Ulrich Stöckle, stellvertretender Präsident der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU). Daher rät die DGOU mit der richtigen Sturztechnik kritische Körperteile wie den Kopf zu schützen. Dabei soll die Sturzenergie teilweise auf Körperteile wie die Hände umgeleitet werden.
Einer der Tipps heißt daher: Bei Glatteis, Hände aus den Taschen.
Worauf es ankommt, um Stürze zu verhindern, erklärt DGOU-Präventionsexperte Dr. Christopher Spering:
„Wir vermeiden den Aufprall auf den Hinterkopf, wenn wir bei Glatteis langsam gehen und den Körperschwerpunkt leicht nach vorn verschieben – rutschen wir aus und kommt es zum Sturz, fallen wir eher nach vorne. Hier können wir uns entweder mit den Händen abfangen oder seitlich abrollen. Beim Sturz auf Glatteis ist es entscheidend, den Körper bewusst zu entspannen, die Energie des Aufpralls über eine größere Fläche zu verteilen und kritische Bereiche wie den Kopf zu schützen. Das muss eigentlich von Kindheit an trainiert werden, damit im Notfall die Reflexe richtig einsetzen. Daher rate ich Eltern, schon mit ihren Kindern über Sturzrisiken zu sprechen und die Technik zu trainieren. Man muss sich das vorstellen wie bei einem Fußballspieler: Sie lernen, wie sie sich seitlich oder über die Schulter abrollen können, um die Aufprallenergie zu verteilen. Kinder und Erwachsene können das beispielsweise auf einem Trampolin üben. Es geht darum, ein Bewusstsein dafür zu schaffen.“
Ein Sturz auf den Kopf oder die Hüfte kann gerade für ältere Menschen oder bei Einnahme von Blutverdünnern sehr gefährlich werden – es drohen schwere Verletzungen wie Blutungen im Gehirn, ein Schädel-Hirn-Trauma oder ein Oberschenkelbruch. Daten aus dem TraumaRegister DGU® zeigen, dass die Zahl der Schwerverletzten durch Stürze bei den über 70-Jährigen in den Wintermonaten stark steigt. Experten sehen hierbei einen unmittelbaren Zusammenhang zu den jährlichen Glatteisunfällen. Dr. Christopher Spering, Leiter der DGOU-Sektion Prävention, erklärt: „Ältere Menschen sind aufgrund ihrer geschwächten Knochensubstanz viel gefährdeter. Bei einem Sturz kommt es daher schnell zu einem Bruch von großen und sonst stabilen Knochen wie der Hüfte. Eine Hüftprothese ist dann nötig, um die Mobilität zu erhalten. Durch die Operation werden die älteren Menschen jedoch in erheblichem Umfang belastet.“
Bei einem Massenanfall von Verletzungen durch Glatteis hilft das TraumaNetzwerk DGU®
Beim Auftreten von Glatteis in der Fläche kann es innerhalb weniger Stunden zu einem erhöhten Aufkommen von Patienten mit operationspflichtigen Knochen- und Gelenkverletzungen kommen. In der Regel können die Versorgungskapazitäten einzelner Krankenhäuser diese Fälle bewältigen, jedoch ist eine Überlastung nicht ausgeschlossen. Das TraumaNetzwerk der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU) ist so organisiert, dass es auch bei außergewöhnlichen Belastungen, wie einem möglichen Massenanfall von Verletzten (MANV), effizient funktioniert. „Hier greift unsere Netzwerkstruktur mit einer etablierten und eingeübten Triagierung der Verletzten“, sagt DGOU-Generalsekretär Prof. Dr. Dietmar Pennig. Schwerverletzte werden in hochspezialisierten Traumazentren behandelt, die auf komplexe Fälle vorbereitet sind. Patienten mit leichteren Verletzungen können in Traumazentren mit freier Kapazität verlegt werden. Diese strukturierte Verteilung gewährleistet, dass alle Patienten zeitnah und angemessen versorgt werden können. „So können wir flexibel auf die punktuelle Masseneinlieferung in die Krankenhäuser reagieren. Die Zusammenarbeit im TraumaNetzwerk DGU® funktioniert in der Regelsituation und beim Massenanfall“, erklärt Pennig. Aktuell sind über 650 zertifizierte TraumaZentren in 52 regionalen TraumaNetzwerken bundesweit zusammengeschlossen.
Damit Fußgänger auf spiegelglattem Untergrund sicherer unterwegs sind, geben Orthopäden und Unfallchirurgen weitere Tipps:
Vorbeugend langsam zu gehen: Der Pinguin macht es vor. Beim Pinguin-Gang wird der Körperschwerpunkt über dem vorderen, also dem auftretenden Bein ausgerichtet. Man bewegt sich äußerst langsam und schiebt sich mit kleinen Schritten auf ganzer Sohle über den Boden. Die leicht nach vorn geneigte Körperhaltung sorgt so für mehr Stabilität. Damit sinkt die Gefahr, auf spiegelglattem Untergrund das Gleichgewicht zu verlieren und zu stürzen. Sollte es doch zu einem Sturz kommen, kann durch die leicht nach vorn gebeugte Haltung reflexartiger nach vorne gefallen und abgerollt werden.
Halt suchen: Mit einer Person eingehakt gehen oder sich an der Häuserwand oder einem Geländer entlang tasten.
Im Winter nur Schuhe mit Profil tragen: Wer im Arbeitsleben elegante Schuhe tragen muss, sollte auf diese erst im Büro wechseln.
Schuh-Spikes tragen: Durch die Nutzung von Spikes lässt sich auch normales Schuhwerk wintertauglich machen. Die Spikes, auch Anti-Rutsch-Sohle bezeichnet, lassen sich schnell und unkompliziert am Schuh befestigen und schützen so vor dem Ausrutschen.• Eis-Pickel für Krücken und Gehstöcke: Sie sind leicht montierbar und können bei Nichtgebrauch hochgeklappt werden.
Fahrrad stehen lassen: Das Fahrrad sollte im Winter keine Saison haben. Da das Rad keine Winterreifen besitzt, rutschen die Räder beim Bremsen auf Schnee und bei Glätte schnell zur Seite weg – eine hohe Unfallgefahr.
Für gangunsichere ältere Menschen: Keine unnötigen Gefahren eingehen und bei Glätte möglichst zu Hause bleiben.
Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie e. V.
Mittels MRT-Analyse macht Frederick H. Epstein laut der University of Virginia (UVA) das Risiko einer schweren Herzerkrankung sichtbar. Konkret soll es dabei um Fettansammlungen im Bereich des Herzens – vor allem bei Patienten mit einem hohen Risiko für potenziell tödliche Probleme wie Koronarerkrankungen, Vorhofflimmern und Herzversagen gehen.
Auch für Therapiekontrolle
Zudem lässt sich die Technik nutzen, um zu überprüfen, wie gut diese Patienten auf Therapien ansprechen. Als Früherkennungssystem dient das Verfahren allerdings nur eingeschränkt, da es schon jetzt wegen des Mangels an Geräten und deren zu geringer Auslastung aufgrund fehlendem Fachpersonal lange Wartezeiten gibt.
„Mit dieser neuen MRT-Technik sind wir nun zum ersten Mal in der Lage, die Zusammensetzung des Fetts zu bestimmen, das sich um das Herz herum ansammelt. Das ist wichtig, denn je nach Zusammensetzung kann das Fett, das das Herz umgibt, schädliche Substanzen direkt in den Herzmuskel abgeben, was zu ernsthaften Problemen führen kann“, so Kardiologe Amit R. Patel.
Das Verfahren werde Ärzten dabei helfen zu kontrollieren, ob es gelingt, das ungesunde Fett, das das Herz umgibt, durch Diät und Bewegung oder durch den Einsatz von Medikamenten in eine gesündere Art von Fett umzuwandeln. „Wir glauben, dass wir auf diese Weise einige der mit Herzkrankheiten verbundenen Komplikationen verringern können“, meint Patel.
„Gutes“ und „schlechtes“ Fett
Das Herz ist von Natur aus von einer Fettschicht umgeben. Bei gesunden Menschen hat es eine schützende und ist wichtig für die Herzfunktion. Doch insbesondere bei Menschen mit Übergewicht und Risikofaktoren für Herzkrankheiten wie Diabetes, Bluthochdruck, Rauchen und schlechter Ernährung kann sich dieses Fett übermäßig ansammeln, entzünden und in seiner Zusammensetzung schädlich verändern.
„Um diese Messungen durchzuführen, war der Einsatz fortschrittlicher Berechnungsmethoden erforderlich, mit denen die einzigartige Signatur gesättigter Fettsäuren aus einem verrauschten Gesamtsignal extrahiert werden kann“, erklärt Epstein. Das UVA-Team hat seine Technologie im Labor und an einer begrenzten Anzahl menschlicher Patienten erfolgreich getestet. Quelle: (Pressetext)
Deutsche Leberstiftung gibt Tipps für kleine Änderungen mit großer Wirkung
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Hannover PM/HK– Der Jahreswechsel bietet die perfekte Gelegenheit, gesündere Lebensgewohnheiten zu etablieren. Die Deutsche Leberstiftung rät, im neuen Jahr einem wichtigen Organ, das oftmals unbeachtet bleibt, besondere Aufmerksamkeit zu schenken: der Leber, dem zentralen Stoffwechselorgan des Körpers. Die Leber spielt eine entscheidende Rolle für das Wohlbefinden, ist jedoch immer öfter von einer typischen „Wohlstandskrankheit“ betroffen, der Fettleber. In vielen Fällen ist eine Fettlebererkrankung unter anderem die Folge von falscher Ernährung, Stoffwechselstörungen und Übergewicht. Zum Jahreswechsel gibt die Deutsche Leberstiftung Tipps, wie das neue Jahr lebergesünder gestaltet werden kann.
Offensichtlich ist vielen Menschen bewusst, wie entscheidend der Lebensstil für ihre Gesundheit ist. Warum es auch speziell für die Lebergesundheit so wichtig ist, sich mehr zu bewegen und gesünder zu ernähren, erklärt Prof. Dr. Michael P. Manns, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Leberstiftung: „Die (Fettlebererkrankung), zählt zu den am meisten unterschätzten Gesundheitsrisiken. Sie kann verschiedene Ursachen haben. Immer öfter tritt sie im Zusammenhang einer erworbenen Fehlregulation des Stoffwechsels auf.
Eigentlich ist die Ausgangslage für den Start in ein lebergesünderes Leben gar nicht so schlecht: Eine Lebensstil-Änderung mit gesünderer Ernährung und mehr Bewegung wollen viele Menschen umsetzen. Bereits durch kleine, aber wirkungsvolle Veränderungen in der Ernährung und im Alltag können Menschen dazu beitragen, ihre Leber zu schützen.
Die Deutsche Leberstiftung empfiehlt:
Reduzierung von Zucker, gesättigten Fettsäuren und Fertigprodukten
kann die Leber entlasten und zur Gesundheit beitragen. Verzichten sollte man auf Fertigprodukte und fettes Fleisch.
Mehr Obst und Gemüse
Eine Ernährung, die reich an frischem, zuckerarmem Obst, Gemüse und Vollkornprodukten ist, versorgt den Körper mit wichtigen Nährstoffen und unterstützt die Leberfunktion. Obst sollte immer gegessen, nicht „getrunken“ werden: Smoothies aus Früchten beinhalten deutlich mehr Fructose als man über den Verzehr von rohem Obst zu sich nehmen würde.
Ausreichend Flüssigkeitszufuhr
Ausreichend Wasser oder ungesüßten Tee zu trinken hilft, den Körper zu entgiften und die Leber bei ihren Funktionen zu unterstützen. Vermeiden sollte man Softdrinks, da diese hoch konzentrierte Fructose enthalten. Neue Forschungsergebnisse belegen, dass auch Kaffee die Gesundheit der Leber unterstützen kann.
Maßvoller Alkoholkonsum
Regelmäßig alkoholfreie Tage einzulegen. Am besten ist es, gar keinen Alkohol zu trinken. Alkohol ist ein starkes Zell- und Nervengift.
Sport und mehr Bewegung im Alltag
Für eine Joggingrunde oder den Spaziergang kann man sich verabreden. Anstatt des Fahrstuhls die Treppe nehmen, mit dem Rad zur Arbeit fahren oder zu Fuß gehen sind eine gute Idee. Und im Büro kann man – wenn möglich – beim Telefonieren herumgehen und anstatt den Kollegen anzurufen, bringt ein persönlicher Besuch im Büro eine Etage tiefer zusätzliche Bewegungseinheiten.
Vorsicht vor Falschinformationen zum Thema Ernährung
Speziell beim Thema gesunde Ernährung kursieren viele Fake News und Mythen: „Eine Studie belegt, dass besonders junge Menschen, die viel Zeit in den sozialen Medien verbringen, Falschinformationen zum Thema Ernährung glauben. Beispielsweise wird dort häufig das Thema geringes Körpergewicht mit Gesundheit gleichgesetzt und es werden Modediäten propagiert, die nur eine radikale Gewichtsabnahme ohne gesundheitliche Aspekte in den Vordergrund stellen. Gerade bei dem wichtigen Thema Ernährung sind verlässliche und evidenzbasierte Informationen von großer Bedeutung.“
Deutsche Leberstiftung
Die Deutsche Leberstiftung befasst sich mit der Leber, Lebererkrankungen und ihren Behandlungen. Sie hat das Ziel, die Patientenversorgung durch Forschungsförderung, Forschungsvernetzung und wissenschaftliche Projekte zu verbessern. Mit intensiver Öffentlichkeitsarbeit steigert die Stiftung die öffentliche Wahrnehmung für Lebererkrankungen, damit diese früher erkannt und geheilt werden können. Die Deutsche Leberstiftung bietet außerdem Information und Beratung in medizinischen Fragen. Auf der Website finden Sie umfangreiche Informationen sowie Bildmaterial für Betroffene, Interessierte, Angehörige der Fachkreise und Medienvertreter: https://www.deutsche-leberstiftung.de.
UNSERE BUCHEMPFEHLUNG
„Das große Kochbuch für die Leber“ – 122 Rezepte mit allen wichtigen Nährwertangaben; Küchentipps und Regeln für eine lebergesunde Ernährung, September 2022. Das Buch ist im Buchhandel erhältlich: ISBN 978-3-8426-3100-7 € 28,00 [D].
HK/PM Barbara Bitzer, Sprecherin der Deutschen Allianz Nichtübertragbare Krankheiten (DANK) und Geschäftsführerin der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG), äußert sich anlässlich einer am 09.12.2024 veröffentlichten Studie im wissenschaftlichen Fachjournal „Frontiers in Public Health“, die den Zusammenhang zwischen diversen zuckerhaltigen Lebensmitteln und Herz-Kreislauf-Erkrankungen untersuchte:
„Die Studie bestätigt den wissenschaftlichen Konsens: Zuckerhaltige Getränke erhöhen signifikant das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) identifiziert sie als Haupttreiber für die Entstehung von Übergewicht und Typ-2-Diabetes. Es ist daher dringend erforderlich, durch Maßnahmen, wie eine Herstellerabgabe auf zuckerhaltige Getränke und strikte Beschränkungen für Werbung für ungesunde Lebensmittel, die sich an Kinder richtet, den Konsum dieser gesundheitsschädlichen Produkte zu reduzieren bzw. die Hersteller zu animieren, die Rezepturen gesünder zu gestalten. Die Gesundheit der Bevölkerung muss oberste Priorität haben.
Dass Medienberichte die Studie dahingehend interpretieren, bestimmte Süßigkeiten könnten das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen senken, sieht das Wissenschaftsbündnis äußerst kritisch. Beobachtungsstudien wie diese können keine kausalen Zusammenhänge nachweisen und sind anfällig für Verzerrungen. Es könnten hier Faktoren wie ein insgesamt gesünderer Lebensstil, bereits vorhandene Erkrankungen oder Verhaltensmuster eine Rolle spielen.
In diesem Zusammenhang begrüßen wir zwar prinzipiell den Vorschlag von Bundeskanzler Olaf Scholz, die Mehrwertsteuer auf Grundnahrungsmittel von 7 Prozent auf 5 Prozent zu senken. Idealerweise sollten allerdings gesunde Lebensmittel wir Obst, Gemüse oder Hülsenfrüchte komplett von der Mehrwertsteuer befreit und die besonders gesundheitsschädlichen stark gesüßten Getränke im Gegenzug mit einer Herstellerabgabe belegt werden. Das ist ein wichtiger Schritt, gesunde Ernährung für alle erschwinglicher zu machen und den Zugang zu gesunden Lebensmitteln zu erleichtern.“