KANN MAN SICH ÜBER LEBENSMITTEL ODER ANDERE GEGENSTÄNDE MIT CORONA ANSTECKEN?

Früchte und Gemüse
©-Gleb-Semenjuk-Fotolia.com

Es gibt derzeit keine Fälle, bei denen nachgewiesen ist, dass sich Menschen über den Verzehr kontaminierter Lebensmittel mit dem neuartigen Coronavirus infiziert haben. Auch für eine Übertragung des Virus durch Kontakt zu kontaminierten Gegenständen oder über kontaminierte Oberflächen, wodurch nachfolgend Infektionen beim Menschen aufgetreten wären, gibt es derzeit keine belastbaren Belege. Allerdings können Schmierinfektionen über Oberflächen nicht ausgeschlossen werden, die zuvor mit Viren kontaminiert wurden.
Quelle: Bundesinstitut für Risikobewertung

AKTIV IM ALTER: REGELMÄßIGE BEWEGUNG ERHÄLT DIE KÖRPERLICHE UND GEISTIGE FITNESS

E-Bike Fahrer cor einer Stadt
©-lettas-fotolia.de

Die Deutsche Gesellschaft für Sportmedizin und Prävention (DGSP) informiert:

Die Lebenserwartung steigt immens, laut aktueller Zahlen wird jedes dritte neugeborene Mädchen die 100 erreichen! Somit ist es keine Frage, noch älter zu werden, sondern so gut wie möglich zu altern. Dazu kann körperliche Aktivität entscheidend beitragen. Bewegung verbessert die Funktionalität und Leistungsfähigkeit im täglichen Leben, erhält die Selbstbestimmung und ermöglicht ein besseres Leben durch eine höhere Lebensqualität.

Die effektivste Anti-Aging-Methode: Regelmäßige körperliche Aktivität auf Platz eins

Leistungseinbußen im mittleren Lebensalter sind primär auf eine inaktive Lebensweise, nicht aber auf die biologische Alterung zurückzuführen. Zunehmendes Alter stellt keinen Grund dar, auf regelmäßige Bewegung zu verzichten. Nur wer regelmäßig körperlich aktiv ist, kann auch im Alter weiterhin seinen Interessen, Aufgaben und sozialen Kontakten nachgehen.

Voraussetzung für ein altersgerechtes Training ist eine kompetente sportärztliche Beratung vor Beginn und die Erstellung eines individuellen, altersangepassten Trainingsprogramms

Selbst wenn man spät mit der regelmäßigen Bewegung beginnt, zahlen sich schon kurze Trainingseinheiten mit moderater Intensität, die langsam gesteigert werden sollten, aus. Wer mit 50 Jahren nach langem Nichtstun mit regelmäßigem Ausdauer- und Kraftsport beginnt, kann dennoch gute Ergebnisse erzielen. Denn der menschliche Körper ist in der Lage, sich an eine erhöhte Belastung und muskuläre Anforderung in jedem Alter anzupassen. Wird das Training abgebrochen, verschlechtert sich die Prognose, doch bei Wiederaufnahme ist jederzeit eine Verbesserung möglich.

Mit moderatem Trainingsumfang werden präventiv wirksame Effekte erzielt

Die Mindestanforderung der WHO für Erwachsene umfasst einen Trainingsumfang von 150 Minuten pro Woche mit einer Trainingsintensität von etwa 50 bis 70 Prozent der maximalen Leistungsfähigkeit. Wünschenswert wäre, analog der Empfehlungen für Heranwachsende, körperliche Bewegung von einer Stunde pro Tag.

Als besonders wirkungsvoll gelten Ausdauersportarten wie Joggen und Schwimmen, aber auch das Radfahren mit dem e-Bike erfreut sich zunehmender Beliebtheit. Zusätzlich wird zweimal pro Woche ein Krafttraining, zum Beispiel mit dem Thera-Band, empfohlen.

Belastung ist nicht gleich Überlastung – also keine Angst vor Bewegung!

Grundlagen für alle sportlichen Aktivitäten ist ein ausreichend kräftiger Bewegungsapparat. Jedoch nur die Kombination von Krafttraining, der Verbesserung der Ausdauer, der Beweglichkeit und der Koordination führt zum Ziel. Jede regelmäßige Aktivität macht fit, auch kleinere Übungseinheiten während des Tages summieren sich. Diese aktive Haltung ist dem „passiven Pillenschlucken“ deutlich überlegen. Aus diesem Grund sollte Bewegung weniger als Last, sondern als Anreiz zum „Fitbleiben“ gesehen werden – und sie sollte vor allem richtig viel Spaß machen!

DREI NATÜRLICHE KRAFTQUELLEN, DIE DAS IMMUNSYSTEM STÄRKEN

Frau in Sauna und inhaliert salzhaltige Luft
Das Salzinhalationsgerät SaltProX im handlichen Format verteilt Salznebel in der Saunakabine. Die Größe der Salzpartikel ist entscheidend für die Verteilung im Körper. Je kleiner die Salzaerosole, desto tiefer kann die mit Salz angereicherte Luft in die Lunge eindringen und dort entzündungshemmend und desinfizierend wirken. © Klafs GmbH & Co.KG

Warum es sich lohnt, bereits an warmen Sommertagen für die Erkältungszeit vorzubeugen

Die Sonne lacht, die Luft ist angenehm warm und die Erkältungen aus dem Frühjahr sind längst vergessen. Mitten im Sommer möchte man selten an den grauen und kalten Winter denken. Es kann sich allerdings trotzdem lohnen die warmen Sommertage zu nutzen, um den Körper für die strapazierende Winterzeit zu stärken. Vor allem im Hinblick auf eine, von vielen vermutete, zweite Erkrankungswelle mit dem Coronavirus im Herbst, ist der frühe Aufbau von Immunkräften sinnvoll. Wir stellen drei natürliche Kraftquellen vor, die Körper und Geist erfrischen und zugleich kräftigen.  

WÄRME

Auch wenn uns der Sommer mit warmen Tagen und lauen Nächten verwöhnt, zahlen sich Saunabesuche für die Gesundheit aus. Die intensive Wärme der Sauna im Wechsel mit der erfrischenden Abkühlung in einem Tauchbad oder unter einer kühlen Dusche sind ein wirkungsvolles Training für das Immunsystem und machen den Körper fit für die kräfteraubende Winterzeit. Wer regelmäßig die Sauna besucht, gönnt sich nicht nur eine willkommene Auszeit, sondern hilft dem eigenen Körper sich gut gegen potentielle Krankheitserreger zu wappnen. Während einem heißen Schwitzbad in der Sauna steigt die Körpertemperatur um circa 0,5 Grad Celsius an. Der Körper reguliert die Hitze auf der Haut mit Abkühlmechanismen und schwitzt stark. Nun beginnt das Gefäßtraining: Das Herz pumpt kräftiger. Vor allem unter der Haut werden viele zusätzliche Kapillaren „eingeschaltet“ und dadurch die Haut besser durchblutet. 

Besonders wichtig ist die Abkühlung nach dem Saunagang. Der zweite Teil des Gefäßtrainings sorgt dafür, dass die Durchblutung in Schwung kommt und der Stoffwechsel aktiviert wird. Durch das wechselwarme Einwirken von Hitze und Kälte auf den Körper und das Herz-Kreislaufsystem wird das Immunsystem gestärkt und weitere Abwehrkräfte werden aufgebaut. Eine kalte, erfrischende Dusche oder ein Sprung ins kühle Nass sind nicht nur Kür nach einem heißen Schwitzbad, sondern Pflicht.  

„In den letzten Jahrzehnten ist durch Studien deutlich geworden, dass regelmäßiges Saunieren nach etwa zwei bis drei Monaten zu einem deutlichen Rückgang der Anfälligkeit gegenüber diversen Erregern von Erkältungskrankheiten führt, nach etwa sechs Monaten sogar um bis zu 50 %.“, erklärt Prof. Dr. med. Resch vom Deutschen Institut für Gesundheitsforschung. „Auch wenn es dazu noch keine Studien gibt, ist es recht plausibel, dass ein gut trainiertes Immunsystem, das dem Angriff anderer Atemwegsviren so effektiv Paroli bietet, auch gegenüber dem neuen Coronavirus wehrhafter ist als ein Immunsystem ohne den Sparringspartner Sauna.“ 

Somit sind die Sommermonate August und September genau die richtige Zeit um die eigene Sauna-Routine wieder aufzunehmen.  

WASSER

Im Sommer steht beim Element Wasser die kühle Erfrischung, die das Baden bietet, im Mittelpunkt. Auch nach dem Saunieren tut es gut ein paar Bahnen zu schwimmen. Doch das nasse Abkühlen nach der Sauna ist nur einer der gesundheitsfördernden Vorteile, die ein Schwimmbad bieten kann. Wer regelmäßig schwimmt, unterstützt das eigene Immunsystem, regt den Kreislauf an, fördert die Lungenfunktion und stärkt den Herzmuskel. „Schwimmen wirkt wie eine Lymphdrainage. Es unterstützt die Reinigung des Gewebes und aktiviert die Durchblutung, welche wiederum das Gewebe mit frischen Nährstoffen versorgen kann.“, erklärt Prof. Dr. Resch.

SALZ

Natürlich und reinigend – seit Jahrhunderten ist Salz als natürliches und kostbares Heil- und Lebensmittel bekannt und beliebt. Auch Prof. Dr. Resch zeigt sich begeistert von diesem Therapeutikum: „Das natürliche Heilmittel Salz und dessen Anwendung im Bereich der Lunge begeistern mich seit vielen Jahren.“ Auch dieses aus der Natur gewonnene Mittel hat die besten Eigenschaften um – bei regelmäßiger Anwendung – bereits im Sommer die Weichen für eine möglichst krankheitsfreie und unbeschwerte Winterzeit zu stellen. Hier ist beispielsweise die Reinigung von Nase, Rachen und Lunge durch Salzinhalation zu empfehlen. Prof. Dr. Resch erklärt, wie das Einatmen von Trockensalznebel auf den Körper wirkt: „Salz-Aerosol wirkt hygroskopisch. Damit bezeichnet man in der Chemie und Physik die Eigenschaft von Stoffen, Feuchtigkeit aus der Umgebung zu binden. In der Lunge funktioniert das so: Lagert sich Salz ab, zieht es Wasser durch die Schleimhaut in das Lumen der Lunge. Dadurch wird der – in den Bronchien wie Lungenbläschen liegende Schleim – verflüssigt. Feinstaubteilchen, Bakterien und Viren werden gelöst und damit im wahrsten Sinne des Wortes die Lunge gereinigt.“ Ein solcher „Hausputz“ tut der Lunge gut. Die reinigende und desinfizierende Wirkung stärkt sie gegenüber Krankheitserregern.  

VORBEUGEN LOHNT SICH – GEWAPPNET IN DIE ERKÄLTUNGSZEIT

Bei sommerlichen warmen Temperaturen fällt es zwar schwer sich mit der bevorstehenden kalten Herbstzeit zu befassen, aber das Vorbeugen und Stärken des Körpers zahlt sich aus. Mithilfe der drei vorgestellten Kraftquellen kann man das Immunsystem bereits im Sommer verbessern.

VORHOFFLIMMERN: ALKOHOL KANN HERZRYTHMUSSTÖRUNG AUSLÖSEN

Bereits geringe Mengen steigern das Risiko. Herzstiftung informiert über Auswirkungen des Alkoholkonsums auf das Herz

Regelmäßiger Alkoholkonsum erhöht das Risiko für Vorhofflimmern, und zwar auch bei gesunden Menschen ohne Vorerkrankungen. Das zeigt eine aktuelle Studie des Universitären Herz- und Gefäßzentrums am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) (1). „Dass übermäßiger Alkoholkonsum dem Herzen schadet, ist zwar längst bekannt“, betont der Kardiologe Prof. Dr. med. Andreas Götte vom Wissenschaftlichen Beirat der Deutschen Herzstiftung und Chefarzt der Medizinischen Klinik II: Kardiologie und internistische Intensivmedizin am St. Vincenz-Krankenhaus Paderborn. Doch diese neue Studie zeige, so Götte, dass das Organ schon bei einem kleinen Glas Wein oder Bier am Tag aus dem Takt kommen könne. „Mit der neuen Studie müssen wir erkennen, dass auch schon kleine Mengen Alkohol das Flimmern auslösen können“, so der Spezialist für Herzrhythmusstörungen. Ausführliche Informationen zu der UKE-Studie sowie Hintergründe zu Vorhofflimmern bietet die Herzstiftung unter http://www.herzstiftung.de/vorhofflimmern-durch-alkohol.

Schon ein kleines Glas Wein täglich kann Folgen haben
Für die Studie werteten die Wissenschaftler um die Studienleiterin Dr. Dora Csengeri vom UKE die Daten von mehr als 100.000 Menschen aus, die nie zuvor unter Vorhofflimmern gelitten hatten. Über 5.800 der Teilnehmenden entwickelten im Studienzeitraum von 14 Jahren erstmalig Vorhofflimmern. Dabei war das Risiko, die Herzrhythmusstörung zu bekommen, umso höher, je mehr Alkohol die Probanden regelmäßig konsumierten: So steigerten 12 Gramm Alkohol am Tag – entsprechend einem kleinen Glas Wein oder Bier – die Wahrscheinlichkeit um 16 Prozent im Vergleich zu den abstinenten Teilnehmern. Bei bis zu zwei Drinks täglich lag das Risiko, Vorhofflimmern zu entwickeln, bereits um 28 Prozent höher. „Es gibt einen signifikanten Zusammenhang zwischen bereits geringem Alkoholkonsum und einem erhöhten Risiko für Vorhofflimmern“, fasst Csengeri die Ergebnisse zusammen. Das Fazit der Ärztin und Wissenschaftlerin: „In Bezug auf Vorhofflimmern muss man vom regelmäßigen Konsum selbst kleiner Mengen abraten.“

Alkoholkonsum: lieber mäßig als regelmäßig
Weit verbreitet ist die Auffassung, ein regelmäßiger Konsum kleiner Mengen Alkohol schade nicht oder könne sogar das Herz schützen. Dies gelte aber keinesfalls für Vorhofflimmern, betont die Herzspezialistin Dr. Csengeri. Betroffene, die bereits unter Vorhofflimmern leiden, sollten daher Alkohol meiden oder den Konsum stark reduzieren. Für alle anderen gilt: Gegen ein gelegentlich konsumiertes Gläschen Wein oder Bier ist nichts einzuwenden. Aber: „Wer regelmäßig trinkt – und sei es auch nur ein Gläschen – erhöht sein Risiko, Vorhofflimmern zu entwickeln, deutlich”, warnt Prof. Götte. Das gelte auch für Menschen, die noch nie unter Vorhofflimmern gelitten haben.

Vorhofflimmern steigert das Schlaganfallrisiko
Bis zu zwei Millionen Menschen in Deutschland leiden an Vorhofflimmern – viele davon, ohne es zu wissen. Herzstolpern und ein schneller Herzschlag sind erste Hinweise auf die Herzrhythmusstörung. Das Risiko für die Herzerkrankung steigt mit zunehmendem Alter. Zwar ist das Flimmern der Vorhöfe nicht unmittelbar lebensbedrohlich, es kann aber je nach Schwere der Symptome mit einem hohen Leidensdruck verbunden sein. Dennoch gilt die Herzrhythmusstörung nicht als harmlos, denn unentdeckt und unbehandelt erhöht das Flimmern der Vorhöfe die Bildung von Blutgerinnseln, die über die Blutbahn das Risiko für Thromboembolien und Schlaganfall erhöhen. Weitere Infos zu Ursachen, Symptomen sowie Risiken von Vorhofflimmern bietet die Herzstiftung unter http://www.herzstiftung.de/vorhofflimmern

DAS LEBEN LEBEN

Opa freut sich mit enkel
Spaß mit dem Enkelkind: Mit den passenden Hilfsprodukten können Menschen, die unter einer Inkontinenz leiden, den Alltag stressfrei genießen. Foto: djd/Ontex Healthcare Deutschland/luckybusiness – stock.adobe.com

Von Inkontinenz Betroffene möchten gelegentlich aus ihrem Alltag ausbrechen

Viele Menschen agieren sehr bewusst nach dem Motto „Das Leben ist zu kurz für irgendwann.“ Das bedeutet, möglichst jeden Tag zu genießen und häufiger mal etwas Neues auszuprobieren. Wer allerdings unter einer Blasenschwäche leidet, hat oftmals das Gefühl, dass diese Einstellung für ihn oder sie für immer ein schöner Traum bleiben wird.

Kostenlose Beratung zu Hygieneprodukten

Dabei gibt es längst Hilfsprodukte, die es nicht nur ermöglichen, stressfrei den Alltag zu meistern. Sie helfen auch dabei, aus diesem ohne Angst vor peinlichen Momenten auszubrechen. Doch wie findet man das richtige Hygieneprodukt für sich und seine Aktivitäten? Ontex etwa bietet eine kostenlose, diskrete und unverbindliche Telefonberatung an. Auf der Webseite www.inkontinenz.de finden Betroffene die Servicenummer und viele weitere Informationen. Mit einem Drachen fliegen, einen Marathon laufen oder eine Bühne betreten: Ist erst mal das passende Hygieneprodukt gefunden, steht auch Menschen mit Blasenschwäche die Welt wieder offen.

Heutige Inkontinenzprodukte fallen optisch nicht mehr auf

Moderne Produkte wie die Inkontinenz-Pants der Marke iD – die es sowohl für Frauen als auch speziell für Männer gibt – fühlen sich wie ganz normale Unterwäsche an und tragen unter der Kleidung nicht auf. Das bedeutet: Aufatmen, denn gerade optische Kriterien setzen viele Menschen besonders unter Druck. Doch nur wer sich wohlfühlt in seiner Haut, kann frei von Zweifeln das Leben genießen. Egal, ob es darum geht, mit einem Freund einen Kaffee zu trinken, mit der besten Freundin Yoga zu machen oder eine Rede im Sportverein zu halten: Blasenschwäche muss heute niemanden mehr daran hindern, sein Leben aktiv zu gestalten. Auch Menschen mit Inkontinenz können alte Hobbys wieder aufleben lassen oder ganz neue entdecken – und dabei für ein paar Stunden dem Alltag entfliehen.(djd).

AKTIV GEGEN KRIBBELNDE FÜSSE VORGEHEN

Barfußlauf auf kleinen Glassplittern
Diabetiker spüren Verletzungen an den Füßen häufig nicht, weil ihre Nerven geschädigt sind. Die verminderte Sensibilität in den Füßen führt auch zur Unsicherheit beim Gehen und Stehen. Foto: djd/Wörwag Pharma/Colourbox

Studien zeigen: Bewegung verbessert Beschwerden und Stabilität

„Das Leben besteht in der Bewegung“, soll schon Aristoteles gesagt haben. Ein Zitat, das sich heute besonders auf das Wohlbefinden von Menschen mit Diabetes beziehen könnte. Denn körperliche Aktivität kann Folgeerkrankungen des Diabetes ausbremsen. Das gilt insbesondere auch für Diabetiker, deren Nerven bereits durch den erhöhten Blutzucker geschädigt sind: Ein geeignetes Bewegungsprogramm kann helfen, die Symptome der Nervenschädigung (Neuropathie) wie Kribbeln, Brennen oder Taubheitsgefühle in den Füßen zu lindern sowie die Sicherheit beim Gehen und Stehen zu verbessern.

Mehr Kraft und Stabilität

Eine Neuropathie betrifft mehr als jeden dritten Diabetiker. Die Nervenschädigung kann sich durch unangenehme Missempfindungen, aber auch durch eine nachlassende Sensibilität in den Füßen äußern. Dadurch fühlen sich Betroffene unsicher auf den Beinen. Wie der Sportmediziner Prof. Dr. Klaus Völker in einer Untersuchung festgestellt hat, bewegen sich Patienten mit einer Nervenschädigung in den Füßen oft sehr wenig, obwohl gerade sie aktiv sein sollten. Denn laut neuerer wissenschaftlicher Forschung schütten aktive Muskeln Botenstoffe aus, die unter anderem Entzündungen hemmen. Dies kann sowohl der Entwicklung des Diabetes als auch der Nervenschädigung entgegenwirken. Durch geeignete Übungen kann außerdem die Fuß- und Beinmuskulatur gestärkt werden. Prof. Völker empfiehlt, Bewegung ganz selbstverständlich in den Alltag einzubeziehen, also öfter spazieren zu gehen und die Treppe statt des Aufzugs zu nehmen. Fünf Tipps für ein geeignetes Training bei Neuropathie finden sich etwa unter www.rgz24.de/Diabetes-Bewegung. Auch fußschonende Sportarten wie Schwimmen, Walken, moderates Krafttraining oder Radfahren sind aus Sicht von Experten geeignet, um eine Neuropathie positiv zu beeinflussen. „Es kommt nicht auf Höchstleistungen an, sondern auf eine regelmäßige, leichte körperliche Betätigung“, sagt Prof. Völker.

Vitamin-B1-Mangel ausgleichen

Neuropathien in den Füßen können durch einen Diabetes und durch einen Vitamin-B1-Mangel verursacht werden. Gerade Menschen mit Diabetes sind häufig von einem Mangel an dem wichtigen Nervenvitamin betroffen, da sie es vermehrt über die Nieren ausscheiden. Um diesen Mangel auszugleichen und dadurch verursachte Empfindungsstörungen in den Füßen zu lindern, eignet sich eine Vorstufe des Vitamins B1, das Benfotiamin. Es ist etwa in milgamma protekt enthalten, das es rezeptfrei in der Apotheke gibt. Diabetiker sollten zudem versuchen, ihren Blutzuckerspiegel zu senken, da dieser eine große Rolle bei der Nervenschädigung spielt. Dabei helfen eine bewusste Ernährung und wiederum regelmäßige Bewegung. (djd).

SICHER REISEN ÜBER DEN FLUGHAFEN FRANKFURT

Startendes Flugzeug
Startbahn West Foto: Fraport AG

Reisen während der Pandemie –  sorgfältige Vorbereitung ist unerlässlich

Trotz anhaltender Corona-Pandemie sind Flugreisen grundsätzlich möglich. Flughafenbetreiber Fraport bereitet sich aufgrund der Osterferien auf einen spürbaren Anstieg der Passagierzahlen in der ersten Aprilhälfte vor. Je nachdem, wie sich die Corona-Gesamtsituation in den nächsten Tagen konkret entwickelt, könnten an aufkommensstarken Tagen bis zu 50.000 Passagiere den Airport nutzen. In Zeiten der Pandemie ist eine sorgfältige Reisevorbereitung für jeden einzelnen Gast unerlässlich. Eine Grafik gibt Aufschluss über die wichtigsten Regeln, Tipps und Hinweise.

Abbildung vergrößern mit Strg und +

Infografik sicher reisen
Bild: Fraport

RUHE UND GELASSENHEIT FINDEN

Frau im Stress stützt Arme in Hände
Informationsflut, Stress und Sorgen machen vielen Menschen im Alltag zu schaffen. Foto: djd/Padma/freepik-photo

Hohe Belastungen schlagen auf die Stimmung und behindern den Schlaf

Viele Menschen werden zurzeit von finanziellen und gesundheitlichen Sorgen geplagt. Sie begleiten durch den Tag und lassen sich leider auch abends häufig nicht einfach ablegen. Hinzu kommt die ständige Flut neuer Informationen, die verarbeitet und eingeordnet werden muss. Gelingt dies nicht, macht sich Gereiztheit breit. Man fühlt sich buchstäblich durch den Wind. Bei solchen psychischen Belastungen fällt es schwer, am Abend abzuschalten. Besonders im Bett dreht sich das Gedankenkarussell weiter und die ersehnte Nachtruhe will sich nicht einstellen.

Das Wissen der alten Tibeter

Um besser in den Schlaf zu finden, ist zunächst eine gleichmäßige Tagesstruktur wichtig – besonders im Homeoffice. Die Zeiten für Mittagspause und Feierabend sollten möglichst eingehalten werden. Und Arbeitsmaterial gehört aus dem Schlafzimmer verbannt. Auch ein letzter Blick auf Handy, Tablet oder negative Zeitungsnews vorm Zubettgehen ist tabu. Das verstärkt die Sorgen nur. Aus Sicht der Tibetischen Konstitutionslehre führen Überbelastung und Ängste zu einer Zunahme der Windenergie im Körper. Diese ist verantwortlich für die Informationsverarbeitung und alles, was den Geist bewegt. Zu viel davon stört das Gleichgewicht zwischen Anspannung und Entspannung. Um Körper und Geist zu erden sowie die Nerven zu stärken, setzten die alten Tibeter schon vor 1.000 Jahren auf Kräuter, Gewürze und Mineralien. Die Muskatnuss ist ein bewährter Bestandteil von Kräuterrezepturen, welche die Windenergie harmonisieren. Man findet sie in der traditionellen Rezeptur Dza Ti 10, die etwa als Padma NervoTib in der Apotheke erhältlich ist. Die Kräuterkapsel enthält neben Muskatnuss auch erdende Süßholzwurzel, wohltuende balsamische Harze und das Mineral Magnesium. Letzteres trägt zu einer normalen Funktion des Nervensystems bei und kann die mentale Gelassenheit fördern.

Speisen fürs Gemüt

Auch die Ernährung hat den Tibetern zufolge Einfluss aufs Gemüt. Demnach beruhigen süß schmeckende Speisen die Windenergie. Damit sind nicht Zucker oder Schokolade gemeint, sondern beispielsweise Bananen, Datteln, Kürbis, Maroni, Kartoffeln, Karotten oder Reis. Zusätzlich tun wärmende Kräuter und Gewürze wie Zimt, Kardamom, Thymian, Muskatnuss oder Fenchel der inneren Balance gut. Weitere Tipps sind unter www.padma.de zu finden. Und zu guter Letzt reduzieren Ausflüge ins Grüne – am besten in den Wald – das Empfinden von Lärm oder Stress und stärken Seele sowie Immunsystem.(djd).


Aufgerieben zwischen Job und Kindern: Gerade im Homeoffice ist die Nervenbelastung oft hoch.

Foto: djd/Padma/freepik-photo

HILFE RICHTIG ANNEHMEN – UND GEKONNT ABLEHNEN

Menschen mit MS brauchen Unterstützung, wollen aber auch selbstständig bleiben

Paar in der Küche
Alltagsdinge selbst zu erledigen, ist Menschen mit MS meist wichtig. Die Kunst ist dann oft, ein nettes Hilfsangebot genauso nett zurückzuweisen. Foto: djd/Sanofi/Getty Images/Morsa Images

Hilfe kann stark machen, unterstützen, ja sogar aus großer Not retten. Doch zu viel davon kann auch in Bevormundung und Überbehütung münden. In diesem Spannungsfeld finden sich gerade Menschen mit Multipler Sklerose (MS) häufig wieder. Denn einerseits können die Symptome der Krankheit wie Fatigue, Sehstörungen sowie kognitive und motorische Einschränkungen die Bewältigung des Alltags erschweren und Unterstützung notwendig machen. Andererseits möchten sich Erkrankte ihre Selbstständigkeit bewahren und von ihren Angehörigen auf Augenhöhe wahrgenommen werden. Es gilt also, das richtige Maß zu finden und auch zu kommunizieren.

Grenzen kennen und kommunizieren

Das ist nicht immer einfach. Vielen Betroffenen fällt es sehr schwer, Hilfe anzunehmen, auch wenn sie eigentlich erforderlich wäre. Angehörige fühlen sich dann oft schroff zurückgewiesen und reagieren mit Unverständnis und Ärger. Die eigenen Grenzen anzuerkennen und sich nicht zu schämen, manchmal auf andere angewiesen zu sein, ist deshalb für Menschen mit MS sehr wichtig. Umgekehrt ist es völlig in Ordnung, unerwünschte Hilfe oder Überbehütung zurückzuweisen. Damit das ohne Kränkungen und Missverständnisse funktioniert, rät die als Coach tätige Diplom-Sprechwissenschaftlerin Cäcilie Skorupinski auf dem Internetportal ms-begleiter.de, zunächst auf den anderen einzugehen und dann die eigene Sicht zu schildern, etwa: „Vielen Dank, es ist lieb, dass du mir helfen willst, aber ich möchte das lieber selber machen, um in Übung zu bleiben.“ Der nächste Schritt ist dann, generelle Absprachen zu treffen: „Es wäre nett, wenn du mir nur dann hilfst, wenn ich gezielt darum bitte.“

Fachleute ins Boot holen

Gestaltet sich die Kommunikation rund um die Erkrankung zwischen Betroffenen und Angehörigen schwierig, kann es auch sinnvoll sein, Dritte mit ins Boot zu holen. Eine Möglichkeit ist etwa, dass Menschen mit MS ihre Lieben gelegentlich zu Terminen beim Arzt oder der MS-Nurse mitnehmen, wo Probleme offen angesprochen und oft mithilfe der Fachleute besser eingeordnet werden können. Partner, Eltern und Freunde von Betroffenen sollten sich außerdem immer wieder klarmachen, dass Mitleid und Überbetreuung nicht helfen. Stattdessen gilt: Zuhören, auf Augenhöhe bleiben und nur bei Bedarf gezielt unterstützen.

BORRELIOSE NICHT UNTERSCHÄTZEN

txn. Die wichtigste Maßnahme nach einem Zeckenbiss ist das schnelle und vorsichtige Entfernen des Tiers. Die sogenannte Wanderröte gilt als zuverlässiger Hinweis auf eine Infektion mit Borrelien.
Foto: smileus/123rf/Barmenia

Wanderröte nach Zeckenbiss?

txn. Zecken sind auf dem Vormarsch. Begünstigt durch den Klimawandel, dringen die kleinen Spinnentiere in immer mehr Regionen vor und bleiben dort oft ganzjährig aktiv. Problematisch sind nicht die Zeckenbisse selbst, sondern die Krankheiten, die sie übertragen können. Besonders gefährlich: eine Infektion mit Borrelien. In einigen Gegenden ist fast jede dritte Zecke mit den Erregern infiziert. Die Bakterien gelangen beim Biss einer Zecke ins Blut des Menschen. Typisches Anzeichen ist die sogenannte Wanderröte – ein roter Fleck, der sich um die Einstichstelle bildet und mit der Zeit immer größer und innen blasser wird. Auch Fieber, Muskel- und Kopfschmerzen sowie Müdigkeit können im frühen Stadium einer Borreliose auftreten. Die Symptome sollten nicht unterschätzt werden: Unbehandelt kann es Jahre später zu Entzündungen des Gehirns und des gesamten Nervensystems kommen. „Nach einem Biss dauert es ein bis zwei Tage, bis Borrelien übertragen werden“, weiß Dr. Thomas Wöhler, Gesellschaftsarzt der Barmenia Versicherungen. „Je schneller die Zecke entfernt wird, desto geringer ist das Risiko einer Infektion.“ Empfohlen wird, die Zecke nah an der Haut zu greifen und vorsichtig herauszuziehen. Besonders wichtig: „Das Tier möglichst nicht am Körper quetschen, weil dies die Gefahr einer Infektion erhöht“, so Wöhler. Im Zweifelsfall und bei Beschwerden empfiehlt es sich, einen Arzt aufzusuchen. Wer in der freien Natur war, sollte sich selbst nach Zecken absuchen. Die kleinen Schädlinge finden sich meist unter der Kleidung aber auch unter dem Armband der Uhr, in Hautfalten, im Schambereich, unter den Achseln, im Bauchnabel oder am Kopf unter den Haaren. Bei Kindern sind vor allem Hinterkopf und Nacken zu prüfen.

GUT VERSORGT IN SCHWANGERSCHAFT UND STILLZEIT

Mutter mit Baby auf Arm
Jungen Müttern liegt die gesunde Entwicklung ihres Kindes besonders am Herzen. Foto: djd/Magnesium-Diasporal/Joana Lopes – stock.adobe.com

Ergänzende Mineralstoffzufuhr deckt Bedarf von Mutter und Kind

(djd). Schwangerschaft und Stillzeit sind ebenso spannende wie herausfordernde Phasen im Leben einer Frau. Doch das Bewusstsein, nicht mehr nur für sich selbst, sondern zusätzlich für ein weiteres Menschlein verantwortlich zu sein, sorgt für Verunsicherung. Schließlich wollen werdende Mütter ihren Nachwuchs von Anfang an bestmöglich versorgen. Wie muss ich mich ernähren, um meinem Kind ideale Voraussetzungen für eine gesunde Entwicklung zu bieten? Wie kann ich den Bedarf an Mineralstoffen in dieser körperlich wie mental anstrengenden Zeit optimal decken? Wie gehe ich mit Schlafmangel und innerer Anspannung während der Stillzeit um? Das sind Fragen, die jede werdende Mutter beschäftigen.

Gesteigerter Magnesiumverbrauch

Gynäkologen weisen darauf hin, dass einige Vitamine und Mineralstoffe für die Entwicklung des Babys essenziell sind. Um Mangelerscheinungen vorzubeugen, sollten Frauen während der Schwangerschaft und Stillzeit auf eine ausgewogene Ernährung mit Milchprodukten, Blattgemüse, Obst, Vollkornprodukten, dunklem Fleisch, Geflügel und Fisch umstellen. Weitere Tipps für eine gesunde Schwangerschaft sind unter www.diasporal.de zu finden. Nicht immer reicht die Nährstoffzufuhr über die Nahrungsaufnahme aus. Zum einen geht das Wachstum des Kindes mit einem steigenden Bedarf an Mineralstoffen wie Magnesium einher. Zum anderen sorgen Veränderungen im Stoffwechsel der werdenden Mutter für eine erhöhte Mineralstoffausscheidung über die Nieren. Nächtliche Wadenkrämpfe und Verspannungen können die Folgen sein. Diese Versorgungslücke kann eine ergänzende Einnahme während der Schwangerschaft und Stillzeit schließen.

Lebenswichtiger Baustein für Mutter und Kind

Magnesium ist an vielen Prozessen im Stoffwechsel, im Nervensystem und bei der Zellteilung beteiligt. Daraus resultiert, dass es für das Wachstum des Babys und die Ausbildung von Knochen, Nervenbahnen und Gehirn unverzichtbar ist. Eine ausreichende Versorgung entspannt Muskeln sowie Nerven und kann zu einem beschwerdefreieren Schwangerschaftsverlauf beitragen. Werdenden Müttern wird geraten, mit der Einnahme so früh wie möglich zu beginnen und diese bis zum Ende der Stillzeit fortzusetzen. Empfehlenswert sind Präparate mit rein organischem Magnesiumcitrat wie das Trinkgranulat Magnesium-Diasporal 400 Extra (Apotheke). Der Wirkstoff wird vom Körper gut aufgenommen und ist schnell aktiv. Eine entsprechende Mineralstoffversorgung kann auch den gesunden Schlaf in der Stillzeit unterstützen. Denn die veränderte Lebenssituation geht häufig mit Schlafmangel, Stress und innerer Anspannung einher.

ERHÖHTE TROMBOSENEIGUNG DURCH COVID-19 PRÄVENTION NICHT AUßER ACHT LASSEN

schmerzende beine
©-SENTELLO-Fotolia.jpg
15. Februar 2021 – Dr. Uwe Schwichtenberg

Eine Covid-19-Erkrankung zieht neben den Atemwege auch das Blutgefäßsystem stark in Mitleidenschaft. Covid-19-Patienten zeigen eine verstärkte Blutgerinnung und häufiger auch Entzündungen der Blutgefäße. So kann es zu schwerwiegenden Komplikationen mit potenziell tödlichem Ausgang wie Thrombosen, Lungenembolien, Schlaganfällen oder Durchblutungsstörungen in den Armen oder Beinen kommen. Von einer prophylaktischen Therapie mit Aspirin, wie sie nach einer US-amerikanischen Studie diskutiert wurde, raten Experten der Deutschen Gesellschaft für Gefäßchirurgie und Gefäßmedizin e.V. (DGG) allerdings ab.

Die wichtigsten Risikofaktoren für einen schweren oder gar tödlichen Verlauf einer SARS-CoV-2-Infektion wurden bereits sehr früh im Verlauf der Pandemie identifiziert: Ein fortgeschrittenes Alter, männliches Geschlecht, Tabakkonsum, Bluthochdruck, Diabetes und starkes Übergewicht. „Dieselben Risikofaktoren gelten auch für Gefäßerkrankungen“, sagt Professor Dr. med. Markus Steinbauer, Chefarzt der Klinik für Gefäßchirurgie am Krankenhaus Barmherzige Brüder Regensburg und Präsident der DGG 2021. Weil stationär aufgenommene oder gar intensivmedizinisch betreute Covid-19-Patienten in ihrer Bewegung eingeschränkt sind und damit einen weiteren Risikofaktor für thromboembolische Ereignisse aufweisen, profitieren sie besonders von Maßnahmen der Thromboseprophylaxe oder antithrombotischen Therapie.

Eine im Oktober in der Zeitschrift „Anaesthesia & Analgesia“ publizierte Studie, nach der niedrigdosiertes Aspirin den Covid-Verlauf bei Herz-Kreislauf-Patienten positiv beeinflussen könne, sei jedoch vorsichtig zu interpretieren: „Bei Patienten mit Gefäßerkrankungen erscheint ein Schutz durch die gerinnungshemmende Wirkung von Aspirin plausibel“, so Steinbauer. Gefäßgesunde Covid-19-Patienten vorbeugend mit Aspirin zu behandeln, lasse sich mit der Studie allerdings nicht rechtfertigen und berge aufgrund der erhöhten Blutungsgefahr sogar Risiken. Hierzu müssten weitere randomisierte, kontrollierte und prospektiv angelegte Studien aufgelegt werden.

In der gegenwärtigen Situation sieht die DGG außerdem die Gefahr, dass über der – notwendigen – Diskussion um Corona-Schutzmaßnahmen und -therapiemöglichkeiten andere Gesundheitsprobleme aus dem Blick geraten. „Die Einschränkung der Mobilität und des sozialen Lebens schützt zwar vor Infektionen, der Bewegungsmangel kann jedoch zugleich das Thromboserisiko steigern“, mahnt Professor Dr. med. Dittmar Böckler, DGG-Präsident 2020 und Ärztlicher Direktor der Klinik für Gefäßchirurgie und Endovaskuläre Chirurgie am Universitätsklinikum Heidelberg. Sofern die infektiologische Lage es zulasse, müsse daher auch über eine Verkürzung der bislang 14-tägigen Quarantäne für Infizierte und Kontaktpersonen nachgedacht werden.

Auch andere Lebensstilfaktoren, die für das Herz-Kreislauf-Risiko entscheidend sind, werden durch die Lockdown- und Quarantänebedingungen beeinflusst. „Je nach beruflicher und sozialer Situation haben manche Menschen während des ersten Lockdowns zu ungesünderem und üppigerem Essen gegriffen, mehr Alkohol getrunken und ihren Tabakkonsum gesteigert“, so Böckler. Auch und gerade in Pandemiezeiten müsse daher weiter über die Bedeutung eines gesunden Lebensstils berichtet und aufgeklärt werden – umso mehr, als es sich dabei um effektive und kostengünstige Präventionsmaßnahmen handele, die das aktuell stark strapazierte Gesundheitssystem entlasten könnten.

Hierbei könnten auch telemedizinische Methoden, Schrittzähler oder Gesundheitsapps zum Einsatz kommen, mit denen sich Bewegungs- und Übungsprogramme anleiten oder kontrollieren ließen. Neben den direkten Gesundheitseffekten wirke sich die Herz-Kreislauf-Prävention nicht zuletzt auch positiv auf den Verlauf der Corona-Pandemie aus: Je besser die kardiovaskuläre Gesundheit der Bevölkerung sei, desto geringer sei auch die Zahl der Covid-Risikopatienten.

Quelle: Pressemeldung Deutsche Gesellschaft für Gefäßchirurgie und Gefäßmedizin e.V. (DGG)

GERADE JETZT ZUR GÜRTELROSEIMPFUNG

Um sein Immunsystem in der Pandemie nicht zusätzlich zu belasten, sollte man gerade jetzt versuchen, vermeidbare Krankheiten wie Gürtelrose vorzubeugen. Foto: djd/GlaxoSmithKline/Shutterstock/Yuganov Konstantin

Vorsorge in der Pandemie: Mit 60 plus ist das besonders wichtig

(djd.) Mit immer neuen Virus-Mutationen bestimmt Corona derzeit unser tägliches Leben und Handeln. Damit unser Immunsystem nicht zusätzlich belastet wird, ist es sinnvoll, andere Infektionskrankheiten möglichst zu vermeiden. Mit über 300.000 Fällen jährlich gehört beispielsweise die Gürtelrose zu den meistverbreiteten Viruserkrankungen in Deutschland. Und sie ist keinesfalls harmlos: Nicht wenige Betroffene erleiden schwere und äußerst schmerzhafte Verläufe, die eine längere Behandlung oder sogar einen Krankenhausaufenthalt notwendig machen. Da alle Menschen, die in ihrem Leben an Windpocken erkrankt sind, den Gürtelroseerreger in sich tragen, lässt sich die Erkrankung auch nicht durch die bewährten AHA-Regeln verhindern. Deshalb ist es gerade jetzt empfehlenswert, sich gegen Gürtelrose impfen zu lassen.

Schutz und Solidarität

Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt vor diesem Hintergrund eine Gürtelroseimpfung für Personen ab 50 Jahren mit einer Grunderkrankung oder Immunschwäche sowie für alle Menschen ab 60 Jahren. Ausführliche Informationen dazu gibt es auch unter www.impfen.de/guertelrose. Sicher ist jedoch: Wer zu einer dieser Gruppen gehört, sollte zeitnah mit seinem Hausarzt über eine mögliche Impfung sprechen. Denn sie bewahrt nicht nur vor starken Schmerzen und etwaigen Langzeitfolgen wie der sogenannten Post-Zoster-Neuralgie, sondern hält auch Kapazitäten im Gesundheitssystem frei. Diese werden zur Behandlung von anderen Infektionskrankheiten und Leiden wie Krebs oder Herzkreislauf-Beschwerden benötigt. Damit hat die Impfung nicht nur eine persönliche Dimension, sondern auch solidarische Aspekte.

Alter als Risikofaktor

Zudem betrifft das erhöhte Risiko für den Ausbruch einer Gürtelrose überwiegend die gleichen Gruppen, die auch stärker gefährdet für schwere Verläufe bei einer Covid-19-Erkrankung sind. Das ist kein Zufall, denn mit dem Alter lässt die Leistungsfähigkeit des Immunsystems nach – Mediziner sprechen von Immunoseneszenz. Ab etwa 50 Jahren zeigt sich dieser Effekt immer stärker: Man wird anfälliger für Krankheiten und erholt sich auch schwerer wieder davon. Prävention wird dann zunehmend wichtiger, um die eigene Abwehr schlagkräftig zu unterstützen.

MIT HÄNDEN HEILEN

Mit Osteopathie können Blockaden sanft gelöst werden

Bild Osteopath
Bei einer osteopathischen Behandlung werden Blockaden und Fehlfunktionen mit den Händen erspürt und sanft behoben. Foto: djd/www.bkk24.de/contrastwerkstatt – stock.adobe.com

(djd). Deutschland verfügt über ein hervorragendes Gesundheitssystem, das jedem Zugang zu Ärzten, Therapien und Medikamenten gewährt. Dennoch fehlt vielen Menschen etwas. Sie wünschen sich zusätzlich zu den üblichen schulmedizinischen Methoden naturheilkundliche und komplementärmedizinische Behandlungsformen, die als sanfter und ganzheitlicher orientiert gelten. Die Osteopathie etwa lässt sich gut mit der konventionellen Medizin kombinieren und sollte, so Professor Brinkhaus von der Charité Berlin, „unbedingt noch eingehender wissenschaftlich untersucht werden, damit die positiven Erfahrungen auch in Studien belegt werden.“ Fast jeder fünfte Bürger ab 14 Jahren hat für sich selbst oder für sein Kind diese Therapieform bereits genutzt, wie eine Forsa-Umfrage von 2018 im Auftrag des Verbandes der Osteopathen Deutschland ergab.

Fehlfunktionen erspüren

Die Osteopathie wurde vor mehr als 140 Jahren vom amerikanischen Arzt Andrew Taylor Still begründet. Sie geht davon aus, dass alle Strukturen im menschlichen Körper miteinander zusammenhängen und eine Einheit bilden. Blockaden oder Bewegungseinschränkungen in Muskeln und Gelenken können deshalb zu Beschwerden auch an ganz anderer Stelle führen. „Ein Ziel einer Behandlung kann es sein, diese Blockaden zu lösen und funktionelle Beschwerden an dieser Stelle oder an anderen Stellen des Körpers damit zu beeinflussen“, erklärt Dr. Gabriele Rotter, Fachärztin für Orthopädie, M. Sc. in Osteopathie und Mitarbeiterin im Charité-Team von Prof. Brinkhaus.

Bis zu etwa eine Stunde dauert eine Therapiesitzung, meist sind mehrere erforderlich. Viele Patienten müssen die Kosten dafür allerdings aus eigener Tasche zahlen, denn Osteopathie gehört nicht zu den gesetzlichen Leistungen der Krankenkassen. Hier gibt es jedoch große Unterschiede. So erstattet zum Beispiel die BKK24 sechsmal im Jahr 80 Prozent des Rechnungsbetrages bis zu einer Höhe von 60,00 Euro pro Sitzung, insgesamt also bis zu 360,00 Euro. Auch für weitere komplementärmedizinische Therapieverfahren wie Akupunktur, Chiropraktik und Homöopathie gibt es Zuschüsse – unter www.bkk24.de ist ein Überblick zu finden. Ein Blick in die eigenen Kassenleistungen ist also immer lohnenswert.

Gute Qualifikation zählt

Ebenfalls achten sollten Patienten auf die Qualifikation des Osteopathen. „Um Fehlfunktionen alleine durch Tasten zu erkennen und mit den richtigen Techniken zu behandeln, braucht es jahrelange Übung und ein fundiertes anatomisches Wissen“, so Rotter. Leider sei die Ausbildung bis heute nicht einheitlich geregelt. „Im Zweifel sollte man bei seiner Krankenkasse nachfragen, ob der gewünschte Osteopath dort anerkannt ist.“

HERZLICHE FÜRSORGE

Bild Prof. Birgit Assmuss
Professor Birgit Assmus: „Der Blutdruck in den Lungenarterien ist ein wichtiger Indikator für den gesundheitlichen Zustand bei Patienten mit Herzschwäche.“
Foto: djd/Abbott

Modernes Telemonitoring-Verfahren kann Therapie bei Herzschwäche optimieren

(djd). Jedes Jahr kommen fast eine halbe Million Menschen aufgrund von Herzschwäche (Herzinsuffizienz) ins Krankenhaus und müssen stationär behandelt werden – Tendenz steigend. Dennoch wird die Erkrankung noch immer unterschätzt. „Betroffene nehmen diese Diagnose anfangs häufig auf die leichte Schulter. Dabei haben Menschen mit unbehandelter Herzschwäche eine ebenso schlechte Prognose wie Tumorpatienten“, erklärt Professor Dr. Birgit Aßmus vom Universitätsklinikum Gießen. Entsprechend wichtig ist eine kontinuierliche Beobachtung und Versorgung der Patienten.

Herzschwäche: Anzeichen im Blick behalten

Nicht bei allen äußert sich die verminderte Pumpleistung des Herzens auf die gleiche Weise. Während sich die Krankheit in einigen Fällen über Jahre hinweg versteckt entwickelt, zeigen sich in anderen Fällen deutliche Symptome wie Atemnot, Leistungseinschränkung oder sogar Wassereinlagerungen in den Beinen und der Lunge. „Neben der schwierigen Erkennbarkeit der Krankheit ist eines der Hauptprobleme, dass in der häuslichen und ambulanten Überwachung geringe Veränderungen oft zu spät entdeckt werden“, so Professor Aßmus. Häufig ähnelten die Symptome der Herzinsuffizienz den Beschwerden, die vergleichbar mit den normalen Auswirkungen des Alterungsprozesses seien. Ein Druckanstieg in den großen Lungengefäßen indes deutet meist schon Wochen zuvor die drohende Entgleisung an – früh genug, um durch eine geeignete vorbeugende Therapieanpassung einen weiteren Krankenhausaufenthalt oder Schlimmeres zu verhindern.

Überwachung aus der Ferne

Um den Pulmonalarteriendruck genau festzustellen, war bisher eine invasive Rechtsherzkatheteruntersuchung beim behandelnden Arzt im Krankenhaus nötig. Eine Fernüberwachung hingegen kann Betroffenen nun auch im häuslichen Umfeld Sicherheit bieten. Mit einem modernen Telemonitoring-Verfahren wie dem CardioMEMS HF-System von Abbott lassen sich die Druckwerte der Patienten kontinuierlich überwachen. Der drahtlose Miniatursensor wird durch einen kleinen Eingriff über einen Katheter in die Lungenarterie eingesetzt und kann dort lebenslang verbleiben. In regelmäßigen Abständen erkennt er selbst geringe Veränderungen in den Druckwerten. Per Funkverbindung sendet der Sensor die Daten an eine sichere, für Dritte nicht zugängliche Internetseite, die vom Arzt eingesehen werden kann. So hat der Mediziner die Möglichkeit, die Medikationswirkung zu kontrollieren und bei potenziellen Auffälligkeiten in der Herztätigkeit schnell einzugreifen. „Besonders als Ergänzung zur Versorgung durch den vertrauten Haus- und Facharzt gewinnt diese Art der telemedizinischen Betreuung von Herzinsuffizienzpatienten an Bedeutung“, sagt Professor Aßmus.

WAS SCHMERZEN MIT UNS MACHEN

Patientin hat Angst vor Spritze
Gefühle wie Angst oder Kontrollverlust können die Schmerzwahrnehmung etwa bei einer Spritze verstärken. Foto: djd/www.paedia.de/Getty Images/Yuri Arcurs

Schmerzerfahrungen in der Kindheit können sich tief ins Gedächtnis eingraben

(djd). Die gleiche Verletzung, der gleiche Schmerz? So einfach ist es nicht. Denn der menschliche Körper ist keine Maschine, die auf einen bestimmten Reiz mit einer exakt vorhersehbaren Reaktion antwortet. Schließlich kennt jeder Menschen, die „hart im Nehmen“ und anscheinend nur wenig schmerzempfindlich sind, während andere schon beim kleinsten Anlass aufschreien. Neben körperlichen Unterschieden haben hier auch Gefühle einen großen Anteil. Denn Studien haben gezeigt, dass Emotionen eine wichtige Rolle bei der Schmerzwahrnehmung spielen. So wird das Schmerzempfinden unter anderem durch die Erwartungshaltung beeinflusst – und negative Gefühle wie Angst und Kontrollverlust können das Leiden deutlich verstärken.

Spuren im Nervensystem

Die Ursachen für diese Ängste liegen oft in der Vergangenheit. Denn Schmerzen hinterlassen Spuren im Nervensystem und können es nachhaltig beeinflussen, sodass es zum Beispiel deutlich empfindlicher reagiert. Man spricht auch vom Schmerzgedächtnis. Die Folge ist oft ein starkes Vermeidungsverhalten in bestimmten Situationen. Ein Beispiel für solche Zusammenhänge ist die Spritzen- beziehungsweise Nadelphobie. Studien zufolge gehören für Kinder Nadeleingriffe zu den gefürchtetsten und schmerzhaftesten Erlebnissen bei Krankenhausaufenthalten. Da bei den Kleinen die schmerzhemmenden Systeme noch nicht ausgereift sind, kann dies zu einer dauerhaften Überempfindlichkeit führen – und damit zur panischen Angst vor weiteren Spritzen. Um dem vorzubeugen, wird unter anderem der Einsatz von schmerzlindernden Maßnahmen empfohlen. Bei Impfungen, Injektionen und Blutabnahmen hat sich die Betäubung der Haut mit einer Wirkstoffkombination aus Lidocain und Prilocain bewährt, die etwa im Schmerzpflaster Tapfi enthalten sind. Das Pflaster wird einfach eine Stunde vor dem Nadelstich auf die betroffene Hautstelle geklebt und macht den Eingriff praktisch schmerzfrei – Informationen zur Anwendung gibt es unter www.paedia.de. Der Pflaster ist gut verträglich, ab Geburt einsetzbar und rezeptfrei in der Apotheke erhältlich.

Nachwirkungen bis ins Erwachsenenalter

Haben sich die Schmerzerfahrungen erst einmal festgesetzt, können sie auch im späteren Leben nachhaltige Auswirkungen haben. So leiden immerhin fast vier von zehn Erwachsenen unter Impf- und Nadelangst. Die Folge ist nicht selten, dass Impfungen und wichtige Arztbesuche gemieden werden, was schwerwiegende Konsequenzen für die Gesundheit haben kann. Ein passendes Therapiemanagement mit Aufklärung, Beruhigung und örtlicher Betäubung zur Verringerung der Schmerzangst kann dann für Linderung sorgen.

ENTZÜNDUNGEN BESSER VERSTEHEN

Röntgenbild Entzündungen

Ein Biosensor als Schlüssel: Ein neues Forschungsprojekt könnte Patienten mit grauem Star oder auch mit chronischen Nierenerkrankungen neue Hoffnung geben.

Regensburg (obx-medizindirekt) – Es ist ein visionäres Projekt, und das zeigt sich nicht nur im Namen: Das internationale Forschungsprojekt „SciFiMed“ will in den kommenden vier Jahren einen Biosensor entwickeln, der dabei hilft, Entzündungsreaktionen im Körper besser zu charakterisieren. Das Ziel: die Diagnose und Therapie bei sehr unterschiedlichen Erkrankungen zu verbessern. Die Europäische Kommission fördert das Projekt mit Beteiligten aus vier europäischen Ländern mit insgesamt mehr als 3,5 Millionen Euro für vier Jahre von 2021 bis 2024. Einer der vier Projektpartner ist die ostbayerische Universität Regensburg.

Die Uni Regensburg erhält knapp 700.000 Euro aus dem Projektbudget. Empfängerin ist die Professorin Antje J. Baeumner, Leiterin des Lehrstuhls für Analytische Chemie, Chemo- und Biosensorik. Die Koordination von SciFiMed („Screening of inFlammation to enable personalized Medicine“) liegt an der Universität Marburg bei Professorin Diana Pauly. Sie arbeitete bis vor kurzem am Universitätsklinikum Regensburg. Bei SciFiMed arbeiten Experten aus der Chemie, Genetik, Immunologie, Nephrologie und Augenheilkunde mit Firmen zusammen. Neben den Universitäten Regensburg und Marburg sind Hochschulen in Madrid und Budapest sowie Biotechnologieunternehmen und Gesundheitseinrichtungen in Deutschland und den Niederlanden an dem Forschungsprojekt beteiligt.  

Profitieren könnten davon zum Beispiel Menschen mit Makula-Degeneration, einer Augenerkrankung, an der europaweit etwa 15 Millionen ältere Menschen leiden. Fast die Hälfte von ihnen verliert im Lauf der Erkrankung große Teile des Sichtfelds. Heilbar ist die Krankheit bisher nur teilweise, ebenso wenig wie bestimmte chronische Nierenentzündungen und spezielle Formen bakterieller Infektionen. All diesen Krankheiten gemeinsam ist eine fehlerhafte Regulierung des sogenannten Komplementsystems, einem Bestandteil des angeborenen Immunsystems. „Im Moment wissen wir noch wenig darüber, welche Rolle das Komplementsystem im Entstehungsprozess all dieser Pathologien spielt – zu wenig, um diese Erkrankungen effektiv verhindern, diagnostizieren oder behandeln zu können“, sagt Professorin Pauly.

Nach gegenwärtigem Stand der Forschung spielen der Komplementfaktor H und damit verwandte Proteine eine entscheidende Rolle bei der Entstehung von systemischen und organspezifischen Krankheiten. Die Funktionsweise des Faktors H ist gut erforscht, die der mit ihm verwandten Proteine jedoch größtenteils unbekannt – ebenso wie ihr Einfluss auf die verschiedenen krankheitsspezifischen, pathogenen Mechanismen. SciFiMed wird den Einfluss, den die mit dem Komplementfaktor H verwandten Proteine auf die Entstehung von Krankheiten haben, untersuchen. „Biosensoren auf der Basis von Nanovesikeln werden hier eine zentrale Rolle spielen, um die funktionelle Aktivität der Proteine bestimmen zu können“, erklärt Wissenschaftlerin Baeumner.

Die Ergebnisse sollen anschließend in die Entstehung eines Multiplex-Detektionssystems einfließen, mit dessen Hilfe Patientenproben gleichzeitig auf die funktionelle Aktivität und Menge aller sieben Mitglieder der untersuchten Proteinfamilie untersucht werden können. Diese neu entwickelte Diagnosetechnik soll Medizinern künftig vor Ort, in ihrer Praxis oder im Krankenhaus zur Verfügung stehen.