WARZEN: NICHT SCHON WIEDER!

Mutter tanzt mit Tochter in Küche
Achtung, ansteckend: Innerhalb der Familie werden Warzenviren leicht weitergegeben. Foto: djd/Excilor/Getty Images/gradyreese

Warum Kinder von Warzeninfektionen besonders häufig betroffen sind

Endlich Sommer: Dicke Socken und Pullis wandern in die hinteren Regionen der Schränke, nun sind offene Schuhe und T-Shirts angesagt – es ist Freiluftsaison. Kleine wie große Menschen freuen sich, wenn es so bald wie möglich ins Freibad, an den Strand oder nächsten Baggersee geht. Spätestens jetzt ist es höchste Zeit, dass Eltern ihre Kids einer eingehenden Hautkontrolle unterziehen. Denn gerade Kinder im Wachstumsalter leiden häufig bis regelmäßig an Warzeninfektionen.

Schwächeres Immunsystem

Das liegt vor allem daran, dass ihr Immunsystem noch nicht so gut ausgebildet ist und gegen die verantwortlichen Humanen Papillomviren (HPV) entsprechend weniger Widerstand leisten kann. Außerdem sind Warzen grundsätzlich sehr ansteckend, weshalb rund 80 Prozent aller Menschen mindestens einmal im Leben damit zu tun haben. Daher sollten Mama und Papa genau hinsehen, ob sie die kleinen gutartigen Wucherungen an den Füßen oder auch den Händen ihrer Sprösslinge entdecken. Sie sind leicht zu erkennen: Gewöhnliche Warzen haben eine halbkugelige Form, sind gelblich-grau, stecknadelkopf- bis erbsengroß mit einer blumenkohlartigen Oberfläche. Dornwarzen treten nur an den Füßen auf, sind flacher, bräunlicher und können beim Gehen schmerzen. Bei einem Befall ist es wichtig, schnell aktiv zu werden, damit sich die Infektion nicht weiter ausbreiten kann und in der Familie oder an Freunde weitergegeben wird. Zur Behandlung haben sich vor allem Kryotherapie (Vereisung) und die Säureanwendung bewährt. In Excilor 2in1 gegen Warzen sind nun beide Methoden miteinander kombiniert und wirken damit doppelt aktiv gegen Warzen. Durch blitzschnelles Einfrieren (-50 Grad) des Warzenkerns und Abschälen der infizierten Schichten werden die verdickte Haut und das Virus entfernt, sodass gesunde Haut nachwachsen kann.

Ansteckung vorbeugen

Da eine Behandlung nur fünf Tage dauert und gut verträglich ist, eignet sie sich auch für Kinder ab vier Jahren. Ein detailliertes Video zur Anwendung findet sich unter www.excilor.de. Gegebenenfalls kann der Behandlungszyklus wiederholt werden. Zur Vorbeugung von Warzen bei den Jüngsten ist es sinnvoll, das Immunsystem gezielt zu stärken. Gesunde Ernährung und viel Bewegung an der frischen Luft sind hier die richtigen Maßnahmen. Letzteres fördert auch die Durchblutung, was die Ansiedelung der Erreger erschwert. Außerdem sollten die Kleinen vor allem im Schwimmbad immer Badeschlappen tragen. Und grundsätzlich gilt: keine Handtücher, Bademäntel oder Schuhe teilen.(djd).

VOM HERZ INS HIRN?

Portrait_Professor Dr. Heyder Omran
Professor Dr. Heyder Omran. Foto: djd/Abbott/Heyder Omran

Kleines Loch im Herz als Risikofaktor für Schlaganfall – das rät der Experte

Ein Schlaganfall kann jeden Menschen treffen. Häufig ist eine verschlossene Arterie der Auslöser. Jedoch kann die Ursache auch in einem PFO, einem persistierenden Foramen ovale, liegen. Dabei handelt es sich um eine angeborene lappenförmige Öffnung zwischen den beiden Vorhöfen des Herzens, die jeder menschliche Embryo hat. Allerdings verschließt sich dieses Loch bei etwa 25 Prozent der Menschen nicht ganz.

Illustration Herz mit Schirmchen
Das Implantat wird während eines interventionellen Eingriffs im PFO positioniert und verbleibt dort permanent. Foto: djd/Abbott


Ungeklärte Schlaganfälle

In der Regel verursacht ein PFO kaum Probleme und bleibt oft unentdeckt. „Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen jedoch, dass bei ungeklärten Schlaganfällen überproportional häufig ein PFO vorliegt“, erklärt Chefarzt Professor Dr. Heyder Omran, Facharzt für Innere Medizin und Kardiologie am St.-Marien-Hospital in Bonn. Durch das kleine Loch kann ein Blutgerinnsel, das sich beispielsweise in der Becken- oder Beinvene gebildet hat, direkt an der Lunge vorbei in den linken Vorhof gelangen und von dort aus über die Aorta ins Gehirn, wo es die Gefäße verstopft. „Ein Gefäßverschluss ist für circa 80 Prozent der Schlaganfälle verantwortlich“, so Professor Omran. Während Herzrhythmusstörungen oder Verengungen der Halsschlagader zu den häufigsten Ursachen eines durch einen Gefäßverschluss ausgelösten Schlaganfalls zählen, sind etwa 40 Prozent davon ungeklärt. Mediziner sprechen dann von einem kryptogenen Schlaganfall. Bei vielen dieser Patienten lässt sich ein PFO nachweisen.

Implantat Schirmchen
Mit einem Schirmchen-Implantat kann das kleine Loch im Herz verschlossen werden. Foto: djd/Abbott



Rettungsschirm spannen


Um bei diesen Patienten einen erneuten Infarkt zu vermeiden, gibt es verschiedene Therapieoptionen – sowohl medikamentöse als auch interventionelle, das heißt durch einen katheterbasierten Eingriff. Die Wahl des Vorgehens sollte immer individuell abgestimmt werden. Bei einer Behandlung mit Medikamenten kommen Blutgerinnungshemmer zum Einsatz, die der Entstehung von Gerinnseln vorbeugen. „Seit mehr als 20 Jahren stehen darüber hinaus Systeme zum Verschluss des PFOs zur Verfügung. Sie haben gemeinsam, dass sie über einen Herzkatheter eingeführt und das Loch mit einem Schirmchen-Implantat wie dem Amplatzer PFO-Okkluder von Abbott verschließen“, so der Chefarzt aus Bonn. Dieser Eingriff werde heute fast immer unter Sedierung durchgeführt und sei extrem sicher. Zudem konnten in den letzten Jahren mehrere Studien beweisen, dass diese Therapie insbesondere bei jüngeren Patienten und bei Patienten mit Risikomerkmalen der medikamentösen Therapie überlegen ist. „Daher empfehlen medizinische Fachgesellschaften gerade bei diesen Patienten eine interventionelle Therapie“, erklärt Professor Dr. Omran. Weitere Informationen über Risikofaktoren und Behandlungsoptionen finden Betroffene auf www.vermeide-schlaganfall.de.(djd).

TRAMPOLIN – UNFALLFREIES SPRINGVERGNÜGEN

Junges Mädchen beim Trampolin springen
©Sergey Novikov-123rf.de

Diese Frühlingsregeln gelten auf dem Sportgerät

Der Absprung vom Trampolin hoch in die Luft trainiert die Muskeln und macht zudem auch noch Spaß. Ein guter Zeitvertreib für Kinder und bewegungsfreudige Erwachsene, gerade in Corona-Zeiten. Damit das Springvergnügen ungetrübt bleibt, raten Orthopäden und Unfallchirurgen allen alten und neuen Jumperinnen und Jumpern zur Beachtung einiger Regeln. „Grundsätzlich fördert das Trampolinspringen die Stärkung der kindlichen Muskulatur und sorgt für einen guten Bewegungsausgleich. Aber ein Trampolin ist ein Sportgerät und kein Spielgerät. Daher muss man einige Dinge beachten, damit es nicht zum Unfall kommt“, sagt Prof. Dr. Michael J. Raschke, stellvertretender Präsident der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU) und Präsident der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU).

Mit dem Frühling und den steigenden Temperaturen werden auch wieder zahlreiche Gartentrampoline in Betrieb genommen. Gerade in Corona-Zeiten freuen sich die Kinder, endlich mit Freude ihre Kräfte auszulassen. Denn beim Trampolin steht der Spaß im Vordergrund – da denkt keiner an einen Unfall. Doch schnell ist er geschehen, besonders wenn Bewegungsroutinen noch fehlen. „Gerade mit dem Frühlingsbeginn sehen wir besonders viele Unfälle durch das Trampolinspringen. Das Körpergefühl und das motorische Gedächtnis müssen nach der Pause erst wieder aktiviert werden. Man sollte sich daher in den ersten Tagen nur locker einspringen und vor allem vorher auch das Trampolin auf seine Sicherheit hin überprüfen“, sagt Prof. Dr. Robert Rödl, Vorsitzender der DGOU-Sektion Vereinigung für Kinderorthopädie (VKO).

Denn ist die Ungeduld zu groß, kann der Riesenspaß schnell beim Arzt oder im Krankenhaus enden. Typischerweise sind die Ellenbogen sowie die Kopf-Nacken-Region verletzungsgefährdet. Neben Zerrungen und Prellungen können komplizierte Brüche auftreten, im schlimmsten Fall mit bleibenden Nervenschäden. Die Folgen eines zu übermütigen Auftakts kennt Prof. Dr. Dr. Peter Schmittenbecher, Vorsitzender der DGU-Sektion Kindertraumatologie nur zu gut: „Wir sehen häufig Prellungen und Verstauchungen am Hand- und Kniegelenk, ebenso Brüche an Armen und Beinen. Auch Gehirnerschütterungen und Verletzungen der Wirbelsäule treten immer wieder auf.“

„Wenn Kinder unterschiedlichen Alters gleichzeitig auf dem Trampolin springen, führt das leicht zum Katapulteffekt“

Dr. Christopher Spering

Besonders kritisch wird die Situation, wenn zwei oder mehr Kinder gleichzeitig auf dem Trampolin springen, dann wird die Lage schnell unübersichtlich. „Wenn Kinder unterschiedlichen Alters gleichzeitig auf dem Trampolin springen, führt das leicht zum Katapulteffekt“, sagt der Leiter der DGOU-Sektion für Prävention Dr. Christopher Spering. „Durch das unterschiedliche Gewicht kommt es zu einer Dynamik, die das leichtere Kind mitunter unkontrolliert durch die Luft fliegen lässt. Damit solche Situationen nicht auftreten, gehören Babys und Kleinkinder nicht auf das Trampolin.“

Deshalb ist es ratsam, langsam in die Saison zu starten und einige Regeln zu beachten. So bleibt das Trampolin ein Spaß ohne Tränen.

Einfache Frühlingsregeln minimieren die Risiken zum Saisonstart:

  • 5 Trampolinregeln:
  • Kinder sollten nur allein springen. Wenn mehrere Kinder zusammen springen, besteht Verletzungsgefahr durch einen Zusammenstoß.
  • Gewagte Sprünge sind tabu. Saltos nur im Turnverein auf professionellen Trampolinen unter Anleitung üben.
  • Während des Springens nicht essen, um Zungenbisse zu verhindern.
  • Spielzeug oder Bälle gehören nicht aufs Trampolin.
  • Nach 5 Minuten sollte eine Pause eingelegt werden, Ermüdung führt zu unsicheren Sprüngen.
  • Trampolincheck:
  • Nach dem Winter unbedingt kontrollieren, ob alle Sprungfäden noch intakt und nicht angerostet sind.
  • Ist das Trampolin im Boden eingebaut (Inground Trampoline), sollte geprüft werden, ob die Bodenfreiheit noch ausreichend ist.
  • Fangnetzte auf Risse und Schäden kontrollieren. Das UV-Licht und die Witterung lassen das Material schnell altern.

Weitere Informationen:
www.dgou.de

HOBBY-BASTLER, AUFGEPASST!

Mann verletzt sich beim  Heimwerken
Autsch! Gerade an den Händen verletzten sich Heimwerker leicht. Schutzhandschuhe können hier oft vorbeugen. Foto: djd/Hermes Arzneimittel/jackfrog – stock.adobe.com

Beim Heimwerken kommt oft die Sicherheit zu kurz

Gerade während der Pandemie boomt „Do it yourself“, wie die steigenden Umsätze von Bau- und Gartenfachmärkten zeigen. Doch beim privaten Werkeln mit Zange, Hammer und Säge kommt oft die Sicherheit zu kurz: Laut dem „Deutschen Kuratorium für Sicherheit in Heim und Freizeit“ ereignen sich rund 300.000 Unfälle pro Jahr beim Heimwerken. Häufig sind Schürf- und Schnittwunden, aber auch Quetschungen, Stiche und Fremdkörper in der Haut sowie Verbrennungen. Hobby-Bastler sollten hier gut vorbeugen. Das beginnt damit, sich Zeit und Ruhe für die Arbeit zu nehmen und nicht zu hetzen oder zu improvisieren. Eine gute Planung erhöht ebenfalls die Sicherheit.

Richtige Ausrüstung, sicherer Stand

Für den Eigenschutz bei der Heimarbeit sind Kleidung ohne flatternde Zipfel oder Fransen und feste Schuhe die Basis. Gut sitzende Arbeitshandschuhe – und je nach Bedarf ergänzen Schutzbrille, Helm, Staubmaske oder Ohrenschützer das Outfit. Beim Werkzeug gilt: Qualität vor Quantität. Es sollten nur intakte, sicherheitsgeprüfte Geräte verwendet werden – und diese nur für den Zweck, für den sie auch bestimmt sind. Gerade DIY-Einsteiger lassen sich beim Kauf am besten im Fachhandel beraten. Vor der ersten Inbetriebnahme ist die Gebrauchsanleitung gründlich zu studieren. Wird ein Gerät gerade nicht gebraucht, immer den Netzstecker ziehen und es ordentlich wegpacken.

Um die Gefahr von Stürzen zu minimieren, sollten bei Arbeiten in der Höhe ausschließlich sichere Tritte, Leitern oder Gerüste zum Einsatz kommen. Für den Fall der Fälle ist außerdem ein gut ausgestatteter Erste-Hilfe-Kasten ein Muss. Er sollte neben Pflastern, Verbandszeug, Schere und Pinzette ein Antiseptikum wie Betaisodona Salbe oder Lösung enthalten, denn selbst kleine Wunden können sich leicht entzünden. Der enthaltene Wirkstoff Povidon-Iod bekämpft 99,9 Prozent aller relevanten Keime, und die alkoholfreie Rezeptur brennt nicht auf der Haut.

Kleine Wunden selbst versorgen

Wer sich trotz Vorsichtsmaßnahmen etwas geschnitten, geschürft, gequetscht oder verbrannt hat, geht am besten in drei Schritten vor: reinigen der Wunde mit fließendem Wasser oder steriler Kochsalzlösung, sorgfältig desinfizieren und schließlich mit einem Pflaster oder Verband schützen. Tipps zur Wundversorgung gibt es auch unter www.betaisodona.de. In den folgenden Tagen sollte die Wunde gut beobachtet werden. Färbt sich die Jodsalbe von Braun zu Gelb, kann das Desinfizieren wiederholt werden. Bei tiefen, stark blutenden Wunden oder Komplikationen bei der Heilung ist immer ein Arzt aufzusuchen.(djd).

GESUNDHEITLICHE RISIKEN DURCH PESTIZIDRÜCKSTÄNDE AUF SCHNITTBLUMEN?

Rosenstrauss in Rot und Pink
©Konstantin Malkov-123rf.de

Zierpflanzen wie Schnittblumen werden mit Pflanzenschutzmitteln vor Schädlingen geschützt. Es stellt sich die Frage, ob Rückstände von Pflanzenschutzmittelwirkstoffen die Gesundheit von Floristinnen und Floristen, aber auch von Verbraucherinnen und Verbrauchern
gefährden können. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) hat auf der Basis von Literaturrecherchen und Daten anderer Institutionen mögliche gesundheitliche Risiken durch Pflanzenschutzmittelrückstände auf Schnittblumen aus europäischer Produktion sowie anderer Exportländer bewertet.
Das BfR kommt nach Auswertung der vorliegenden Daten zu der Einschätzung, dass von den in Deutschland gehandelten Schnittblumen gesundheitliche Beeinträchtigungen für Verbraucherinnen und Verbraucher nicht zu erwarten sind. Gleiches gilt für das Personal, das im Blumenhandel tätig ist und mit Schnittblumen umgeht, sofern empfohlene Hygienestandards
eingehalten werden.(BfR)

LICHTSCHUTZ BEI MIGRÄNE

Frau sitzt am Tisch mit Smartphone
Menschen mit Migräne sind oft besonders empfindlich gegen starke Lichtreize. Foto: djd/A. Schweizer/quadratmedia

Besonders künstliche Beleuchtung kann die quälenden Kopfschmerzen triggern

Anfallartig auftretende, pulsierende Kopfschmerzen, oft begleitet von Übelkeit, Erbrechen, Licht- und Geräuschempfindlichkeit: Migräne ist kein Spaß und für Betroffene sehr belastend. Etwa 14 Prozent aller Frauen und 7 Prozent aller Männer leiden regelmäßig unter den Schmerzattacken. Die genauen Ursachen der Migräne sind nicht bekannt, es spielen wohl genetische Faktoren sowie bestimmte Botenstoffe im Gehirn eine Rolle. Akute Migräneanfälle werden oft durch bestimmte Auslöser getriggert. Dazu werden etwa Stress und Schlafmangel, hormonelle Schwankungen, Rotwein, Nikotin und Reizüberflutung gezählt.

Belastende Reize vermeiden

Auch starkes Licht kann ein Auslöser für die quälenden Kopfschmerzen sein, insbesondere Kunst-, Neon- oder Leuchtstoffröhren-Licht. Zudem werden die Beschwerden während eines Anfalls oft durch Lichtreize verstärkt. Entlastung können dann spezielle Brillengläser bieten, etwa Migräne-Comfort von Schweizer Optik. Sie filtern energiereiches blaues Licht sowie Wellenlängen im Grünbereich, auf die Migränepatienten Tests zufolge besonders sensibel reagieren, zu einem großen Teil heraus. Die wahrgenommene Farbveränderung bleibt dabei gering, sodass keine Eingewöhnung nötig ist und die Brillen für den Einsatz in Innenräumen hell genug sind. Es empfiehlt sich, sie auch präventiv oder zumindest bei bevorstehenden Triggern zu tragen. Die Anpassung sollte immer durch spezialisierte Augenoptiker erfolgen, Adressen finden sich unter www.schweizer-optik.de. Die Filter können mit der Sehstärke entsprechenden Korrekturen, zusätzlichen Tönungen oder Polarisation kombiniert und auch als Übersetz- oder Sonnenbrille getragen werden.

Migränetagebuch führen

Um auslösende Trigger zu identifizieren und zu vermeiden, wird außerdem das Führen eines Migränetagebuchs empfohlen. Dort wird eingetragen, wann, wie stark und bei welchem Anlass die Anfälle aufgetreten sind. So lassen sich persönliche Auslöser identifizieren und in Zukunft leichter meiden. Auch ausreichend Schlaf, regelmäßige Mahlzeiten und genug Flüssigkeit können Migräneanfällen vorbeugen. Sind die quälenden Kopfschmerzen da, helfen meist Schmerzmittel, Ruhe und Dunkelheit. Auch mit kühlenden Kompressen lassen sich die Beschwerden oft lindern. In schweren Fällen können in Rücksprache mit dem Arzt spezielle Migränemittel, sogenannte Triptane, angewendet werden.(djd).

KINDEROHREN SANFT PFLEGEN

Kind mit Schaum aif dem Kopf
Vorsicht beim Baden und Waschen: Es sollten möglichst kein Schaum und Wasser tiefer ins Ohr gelangen.
Foto: djd/Vaxol Ohrenspray/Getty Images/Maria Mikhaylichen

Bei der Reinigung ist besondere Umsicht gefragt

Gerade Kinder produzieren häufig übermäßig Ohrenschmalz. Viele Eltern fühlen sich dann versucht, die bräunlich-klebrige Masse gründlich zu entfernen – und greifen zu Wattestäbchen. Doch HNO-Ärzte warnen ausdrücklich vor deren Gebrauch. Die Stäbchen können leicht das noch so kleine, aber komplexe Gehörsystem verletzen. Auch warmes Wasser und Seife sind nicht geeignet, um die Ohren zu reinigen. Denn die fettlösende Wirkung würde die Schutzschicht angreifen. Wichtig ist es nämlich, sich klarzumachen, dass Ohrenschmalz (Cerumen) kein Schmutz ist. Es handelt sich um ein wachsartiges Sekret des Gehörgangs, welches die empfindliche Haut schützt und das Eindringen von Krankheitserregern verhindert. Daher muss es nur bei einer vorhandenen Überproduktion vorsichtig entfernt werden.

Mutter küsst ihr Babay beim Abtrocknen

Eltern wollen bei ihren kleinen Lieblingen alles richtig machen – das gilt auch für die Ohrenhygiene.

Foto: djd/Vaxol Ohrenspray/Getty Images/Yuri Arcurs

Ohrenschmalzpfropf vermeiden

Wattestäbchen allerdings können neben den erwähnten Verletzungen auch dazu führen, dass Ohrenschmalz tiefer in den Gehörgang an das Trommelfell gedrückt wird. Hier trocknet es dann oft ein und bildet einen unangenehmen Pfropf, was wiederum das Hörvermögen und damit die gesunde Entwicklung beeinträchtigen kann. Aufgrund der spezifischen Struktur des äußeren Gehörgangs von Kindern ist es daher mitunter ratsam, die Selbstreinigung zu unterstützen. Sanfte Pflege und Reinigung ermöglicht etwa ein spezielles Ohrenspray wie Vaxol aus der Apotheke. Es enthält hochwertiges Olivenöl in pharmazeutischer Qualität und wird mittels eines einfachen Sprühsystems wohldosiert ins Außenohr abgegeben. Hier fördert es die Aufweichung und den natürlichen Entfernungsprozess von Ohrenschmalz. Dabei ist das Spray bereits für Kinder ab einem Jahr geeignet. Unter www.vaxol.de finden Eltern eine genaue und bebilderte Anleitung zur richtigen Anwendung.

Achtung beim Baden

Vorsicht ist auch geboten beim Planschen in der Badewanne. Die meisten kleinen Kinder lieben es. Dennoch sollten Mama und Papa darauf achten, dass möglichst kein Wasser, Schaum oder Shampoo in die Ohren gelangt, also der Kopf oberhalb der Wasseroberfläche gehalten wird. Wird die Ohrmuschel dennoch nass, was beim vergnügten Spritzen und beim Haarewaschen natürlich leicht passieren kann, sollte sie mit einem weichen Handtuch abgetrocknet werden. Grundsätzlich gilt es zudem, die lieben Kleinen regelmäßig dem Arzt vorzustellen und die Ohren checken zu lassen.(djd).

DIE SEELE LEIDET MIT

Frauenportrait in der Mitte geteilt. Gesund und erkrankt
Rötungen ade: Mit einer konsequenten Therapie kann bei Rosacea oft Erscheinungsfreiheit erreicht werden. Foto: djd/rosacea-info.de/Alessandro Grandini – stock.adobe.com

Bei der Hauterkrankung Rosacea ist die unsichtbare Belastung enorm

(djd). Die äußeren Zeichen sind meist unübersehbar: Pusteln, Papeln und anhaltende Rötungen, die sich über Nase und Wangen ausbreiten. Viele Rosacea-Patienten leiden jedoch auch an unsichtbaren Symptomen wie juckender oder schmerzender Haut sowie psychischen Problemen und Einschränkungen der Lebensqualität. Diese Auswirkungen werden häufig unterschätzt. Ergebnisse der weltweiten Umfrage „Beyond the visible: rosacea and psoriasis of the face“ von 2020 zeigen, dass die Krankheitsbelastung vieler Patienten enorm hoch und mit der von Schuppenflechte (Psoriasis) im Gesicht vergleichbar ist.

Die Lebensqualität verbessern

Besonders die Seele leidet mit. So beklagen 34 Prozent der Befragten ein geringes Selbstwertgefühl. Jeder zweite Betroffene berichtet über mäßige bis schwere Depressionen. An moderater bis schwerer Angst leiden nach eigenen Angaben 34 Prozent und 70 Prozent sind beunruhigt darüber, dass ihr Umfeld die Hauterkrankung im Gesicht bemerken könnte. Ausführliche Berichte zur Umfrage sind einsehbar unter www.rosacea-info.de/leben-mit-rosacea. Um die Lebensqualität zu verbessern, ist daher eine erfolgreiche Behandlung extrem wichtig. Das Ziel sollte dabei immer sein, keine neuen Schübe der Hauterkrankung zu erleiden und vollständig erscheinungsfrei beziehungsweise „clear“ zu werden. Immerhin 44 Prozent der Rosacea-Patienten wissen bereits, dass dies möglich ist. Für den Erfolg der Therapie ist entscheidend, dass die Betroffenen dauerhaft mit ihrem Hautarzt im Gespräch sind. Nur so kann der Dermatologe langfristig und zielgerichtet eine auf die jeweilige Person zugeschnittene Behandlung verordnen. Diese muss gegebenenfalls auch immer wieder einmal angepasst werden.

Was man selbst tun kann

Auch mit ihrem eigenen Verhalten können Patienten den Verlauf der Hautkrankheit zu einem guten Teil mitbeeinflussen. Das heißt vor allem, bestimmte Faktoren zu vermeiden, die einen neuen Schub auslösen. Welche das sind, ist individuell unterschiedlich – die einen können gewisse Speisen nicht vertragen, andere reagieren stark auf UV-Strahlung oder alkoholische Getränke. Darum ist es sinnvoll, über die eigenen Gewohnheiten Buch zu führen. Dabei hilft etwa die kostenlose App „Rosacea-Tagebuch“, die im App Store und bei Google Play erhältlich ist. Hier kann man unkompliziert Hautzustand, Auslöser, Pflege und Therapie dokumentieren und lernen, besser mit der Erkrankung umzugehen. Zudem hat man eine gute Grundlage für das nächste Gespräch mit dem Arzt.

Screenshot der App
Die kostenlose App „Rosacea-Tagebuch“ kann dabei helfen, neue Krankheitsschübe zu vermeiden. Foto: djd/https://www.rosacea-info.de/

ALLTAG HOMEOFFICE: AN DIE VENEN DENKEN!

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Dr. Uwe Schwichtenberg

Viele Menschen arbeiten momentan von zu Hause am eigenen Schreibtisch. Die körperliche Aktivität reduziert sich, dabei müssen Körper und Blutgefäße jetzt besonders trainiert werden. Durch einfache Venenübungen bleibt das Blut im Fluss. Aufgrund der aktuellen Situation um das Coronavirus ist für viele das eigene Zuhause auch zum Arbeitsplatz geworden. Der Weg zur Arbeit und der Heimweg entfallen und die körperliche Bewegung kann zu kurz kommen. Morgens geht es direkt an den Schreibtisch und dort wird ein Großteil des Tages im Sitzen verbracht, ohne wichtige Pausen für Körper und Geist einzuhalten. „Gerade in diesen Zeiten sind regelmäßige Gymnastikübungen für unsere Venen besonders wichtig“, empfiehlt Prof. Dr. Rupert Bauersachs, Leiter des Aktionsbündnis Thrombose und Direktor der Abteilung Angiologie am Klinikum Darmstadt.

Was ist eine Thrombose und wie entsteht sie?

Menschen, die viel im Sitzen oder Stehen arbeiten, haben ein höheres Risiko, an einer Thrombose zu erkranken. Ärzte sprechen von einer Thrombose, wenn ein Blutgerinnsel ein Gefäß, z. B. eine Vene, verstopft und dadurch das Blut nicht ungehindert weiterfließen kann. Im Kreislaufsystem unseres Körpers sind die Venen für den Rückfluss des Blutes zum Herzen zuständig.

Die besondere Schwierigkeit dabei ist, dass den Tag über das Blut gegen die Schwerkraft aus den Beinen zum Herzen zurücktransportiert werden muss. Als natürliche Pumpe dient dafür unter anderem die Fuß- und Beinmuskulatur. Mit jeder Anspannung pressen die Muskeln das Blut gegen die Schwerkraft von unten in Richtung Herz. Dutzende von Venenklappen sorgen wie Rückschlagventile dafür, dass das Blut bei der Entspannung des Muskels nicht wieder nach unten zurückfällt.

Venengymnastik kann Thrombosen vorbeugen

Der Gebrauch der Fuß- und Beinmuskulatur ist für die Venengesundheit von entscheidender Bedeutung. Durch Bewegungsmangel kann sich das Blut in den Unterschenkelvenen stauen. Die Folge sind häufig schwere oder geschwollene Beine am Abend. Deshalb ist es wichtig, regelmäßig aufzustehen, etwas herumzulaufen oder kleine Gymnastikübungen für die Venen in den Schreibtischalltag einzubauen. „Dies ist insbesondere für Menschen zu empfehlen, die bereits Krampfadern oder in der Vergangenheit eine Venenthrombose hatten. Die einfachste und sehr sinnvolle Vorsorge ist das Tragen von Unterschenkelstützstrümpfen, die rezeptfrei im Handel und online erhältlich sind“, rät Rupert Bauersachs.

Das Aktionsbündnis Thrombose

Das Aktionsbündnis Thrombose ist ein Zusammenschluss von medizinischen Fachgesellschaften und einer Patientenvereinigung. Es initiiert eine Aufklärungskampagne, um auf die Risiken von Venenthrombose und Lungenembolie hinzuweisen. Sie soll das öffentliche Bewusstsein für Prävention, Diagnose und Therapie schärfen, damit weniger Menschen an den Folgen einer Thrombose sterben. Weitere Informationen, eine Grafik zur Venengymnastik und Materialien zum kostenlosen Download finden Sie unter https://www.risiko-thrombose.de.

Quelle: Deutsche Gesellschaft für Angiologie – Gesellschaft für Gefäßmedizin e.V.

KNOCHENBRÜCHE SIND GUT BEHANDELBAR – KOPFVERLETZUNGEN NICHT IMMER

E-Bike Fahrer vor Alpenkulisse
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Helm auf beim Fahrradfahren

In einem heutigen Bericht empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU) das tragen eines Helmes auf dem Fahrrad, E-Bike oder E-Scooter. Denn kommt es zu einem Unfall, sind Zweiradfahrer besonders verletzungsgefährdet, da das Zweirad keine Knautschzone wie etwa ein Pkw bietet. „Fahrradhelme können Unfälle nicht vermeiden, aber die Verletzungsfolgen deutlich verringern. Kopf- und insbesondere Gehirnverletzungen können irreversible Schäden verursachen sagt Prof. Dr. Michael J. Raschke, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU) und stellvertretender DGOU Präsident.

Erhobene Daten zeigen für das Jahr 2019 das Radfahrer oft nur leichte Verletzungen an Armen und Beinen haben. Sind sie jedoch schwer verletzt, dann ist sehr oft der Kopf betroffen, sogar häufiger als bei Motorradfahrern. Und die müssen einen Helm tragen. Das zeigt, dass Helme schwere Kopfverletzungen vermeiden können“, sagt Dr. Christopher Spering, Leiter der DGOU-Sektion Prävention und Oberarzt an der Klinik für Unfallchirurgie, Orthopädie und Plastische Chirurgie an der Universitätsmedizin Göttingen (UMG).

Kinder im Alter von sechs bis zehn Jahren tragen zu 82 % einen Helm. Über alle Altersgruppen hinweg jedoch nur 18 % der Fahrradfahrer. Wir raten dringend zum Tragen eines Helmes. Ganz speziell aber bei Älteren. Denn hier steige das Unfallgeschehen stark an. „Wir sehen in der Klinik immer mehr ältere Radfahrer nach schweren Unfällen. Durch die verstärkte Nutzung von elektrischen Rädern erreichen sie schnell hohe Geschwindigkeiten, die sie dann schwerer kontrollieren können“, erklärt Spering. (hk)

(PM-DGOU)

KANN MAN SICH ÜBER LEBENSMITTEL ODER ANDERE GEGENSTÄNDE MIT CORONA ANSTECKEN?

Früchte und Gemüse
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Es gibt derzeit keine Fälle, bei denen nachgewiesen ist, dass sich Menschen über den Verzehr kontaminierter Lebensmittel mit dem neuartigen Coronavirus infiziert haben. Auch für eine Übertragung des Virus durch Kontakt zu kontaminierten Gegenständen oder über kontaminierte Oberflächen, wodurch nachfolgend Infektionen beim Menschen aufgetreten wären, gibt es derzeit keine belastbaren Belege. Allerdings können Schmierinfektionen über Oberflächen nicht ausgeschlossen werden, die zuvor mit Viren kontaminiert wurden.
Quelle: Bundesinstitut für Risikobewertung

AKTIV IM ALTER: REGELMÄßIGE BEWEGUNG ERHÄLT DIE KÖRPERLICHE UND GEISTIGE FITNESS

E-Bike Fahrer cor einer Stadt
©-lettas-fotolia.de

Die Deutsche Gesellschaft für Sportmedizin und Prävention (DGSP) informiert:

Die Lebenserwartung steigt immens, laut aktueller Zahlen wird jedes dritte neugeborene Mädchen die 100 erreichen! Somit ist es keine Frage, noch älter zu werden, sondern so gut wie möglich zu altern. Dazu kann körperliche Aktivität entscheidend beitragen. Bewegung verbessert die Funktionalität und Leistungsfähigkeit im täglichen Leben, erhält die Selbstbestimmung und ermöglicht ein besseres Leben durch eine höhere Lebensqualität.

Die effektivste Anti-Aging-Methode: Regelmäßige körperliche Aktivität auf Platz eins

Leistungseinbußen im mittleren Lebensalter sind primär auf eine inaktive Lebensweise, nicht aber auf die biologische Alterung zurückzuführen. Zunehmendes Alter stellt keinen Grund dar, auf regelmäßige Bewegung zu verzichten. Nur wer regelmäßig körperlich aktiv ist, kann auch im Alter weiterhin seinen Interessen, Aufgaben und sozialen Kontakten nachgehen.

Voraussetzung für ein altersgerechtes Training ist eine kompetente sportärztliche Beratung vor Beginn und die Erstellung eines individuellen, altersangepassten Trainingsprogramms

Selbst wenn man spät mit der regelmäßigen Bewegung beginnt, zahlen sich schon kurze Trainingseinheiten mit moderater Intensität, die langsam gesteigert werden sollten, aus. Wer mit 50 Jahren nach langem Nichtstun mit regelmäßigem Ausdauer- und Kraftsport beginnt, kann dennoch gute Ergebnisse erzielen. Denn der menschliche Körper ist in der Lage, sich an eine erhöhte Belastung und muskuläre Anforderung in jedem Alter anzupassen. Wird das Training abgebrochen, verschlechtert sich die Prognose, doch bei Wiederaufnahme ist jederzeit eine Verbesserung möglich.

Mit moderatem Trainingsumfang werden präventiv wirksame Effekte erzielt

Die Mindestanforderung der WHO für Erwachsene umfasst einen Trainingsumfang von 150 Minuten pro Woche mit einer Trainingsintensität von etwa 50 bis 70 Prozent der maximalen Leistungsfähigkeit. Wünschenswert wäre, analog der Empfehlungen für Heranwachsende, körperliche Bewegung von einer Stunde pro Tag.

Als besonders wirkungsvoll gelten Ausdauersportarten wie Joggen und Schwimmen, aber auch das Radfahren mit dem e-Bike erfreut sich zunehmender Beliebtheit. Zusätzlich wird zweimal pro Woche ein Krafttraining, zum Beispiel mit dem Thera-Band, empfohlen.

Belastung ist nicht gleich Überlastung – also keine Angst vor Bewegung!

Grundlagen für alle sportlichen Aktivitäten ist ein ausreichend kräftiger Bewegungsapparat. Jedoch nur die Kombination von Krafttraining, der Verbesserung der Ausdauer, der Beweglichkeit und der Koordination führt zum Ziel. Jede regelmäßige Aktivität macht fit, auch kleinere Übungseinheiten während des Tages summieren sich. Diese aktive Haltung ist dem „passiven Pillenschlucken“ deutlich überlegen. Aus diesem Grund sollte Bewegung weniger als Last, sondern als Anreiz zum „Fitbleiben“ gesehen werden – und sie sollte vor allem richtig viel Spaß machen!

DREI NATÜRLICHE KRAFTQUELLEN, DIE DAS IMMUNSYSTEM STÄRKEN

Frau in Sauna und inhaliert salzhaltige Luft
Das Salzinhalationsgerät SaltProX im handlichen Format verteilt Salznebel in der Saunakabine. Die Größe der Salzpartikel ist entscheidend für die Verteilung im Körper. Je kleiner die Salzaerosole, desto tiefer kann die mit Salz angereicherte Luft in die Lunge eindringen und dort entzündungshemmend und desinfizierend wirken. © Klafs GmbH & Co.KG

Warum es sich lohnt, bereits an warmen Sommertagen für die Erkältungszeit vorzubeugen

Die Sonne lacht, die Luft ist angenehm warm und die Erkältungen aus dem Frühjahr sind längst vergessen. Mitten im Sommer möchte man selten an den grauen und kalten Winter denken. Es kann sich allerdings trotzdem lohnen die warmen Sommertage zu nutzen, um den Körper für die strapazierende Winterzeit zu stärken. Vor allem im Hinblick auf eine, von vielen vermutete, zweite Erkrankungswelle mit dem Coronavirus im Herbst, ist der frühe Aufbau von Immunkräften sinnvoll. Wir stellen drei natürliche Kraftquellen vor, die Körper und Geist erfrischen und zugleich kräftigen.  

WÄRME

Auch wenn uns der Sommer mit warmen Tagen und lauen Nächten verwöhnt, zahlen sich Saunabesuche für die Gesundheit aus. Die intensive Wärme der Sauna im Wechsel mit der erfrischenden Abkühlung in einem Tauchbad oder unter einer kühlen Dusche sind ein wirkungsvolles Training für das Immunsystem und machen den Körper fit für die kräfteraubende Winterzeit. Wer regelmäßig die Sauna besucht, gönnt sich nicht nur eine willkommene Auszeit, sondern hilft dem eigenen Körper sich gut gegen potentielle Krankheitserreger zu wappnen. Während einem heißen Schwitzbad in der Sauna steigt die Körpertemperatur um circa 0,5 Grad Celsius an. Der Körper reguliert die Hitze auf der Haut mit Abkühlmechanismen und schwitzt stark. Nun beginnt das Gefäßtraining: Das Herz pumpt kräftiger. Vor allem unter der Haut werden viele zusätzliche Kapillaren „eingeschaltet“ und dadurch die Haut besser durchblutet. 

Besonders wichtig ist die Abkühlung nach dem Saunagang. Der zweite Teil des Gefäßtrainings sorgt dafür, dass die Durchblutung in Schwung kommt und der Stoffwechsel aktiviert wird. Durch das wechselwarme Einwirken von Hitze und Kälte auf den Körper und das Herz-Kreislaufsystem wird das Immunsystem gestärkt und weitere Abwehrkräfte werden aufgebaut. Eine kalte, erfrischende Dusche oder ein Sprung ins kühle Nass sind nicht nur Kür nach einem heißen Schwitzbad, sondern Pflicht.  

„In den letzten Jahrzehnten ist durch Studien deutlich geworden, dass regelmäßiges Saunieren nach etwa zwei bis drei Monaten zu einem deutlichen Rückgang der Anfälligkeit gegenüber diversen Erregern von Erkältungskrankheiten führt, nach etwa sechs Monaten sogar um bis zu 50 %.“, erklärt Prof. Dr. med. Resch vom Deutschen Institut für Gesundheitsforschung. „Auch wenn es dazu noch keine Studien gibt, ist es recht plausibel, dass ein gut trainiertes Immunsystem, das dem Angriff anderer Atemwegsviren so effektiv Paroli bietet, auch gegenüber dem neuen Coronavirus wehrhafter ist als ein Immunsystem ohne den Sparringspartner Sauna.“ 

Somit sind die Sommermonate August und September genau die richtige Zeit um die eigene Sauna-Routine wieder aufzunehmen.  

WASSER

Im Sommer steht beim Element Wasser die kühle Erfrischung, die das Baden bietet, im Mittelpunkt. Auch nach dem Saunieren tut es gut ein paar Bahnen zu schwimmen. Doch das nasse Abkühlen nach der Sauna ist nur einer der gesundheitsfördernden Vorteile, die ein Schwimmbad bieten kann. Wer regelmäßig schwimmt, unterstützt das eigene Immunsystem, regt den Kreislauf an, fördert die Lungenfunktion und stärkt den Herzmuskel. „Schwimmen wirkt wie eine Lymphdrainage. Es unterstützt die Reinigung des Gewebes und aktiviert die Durchblutung, welche wiederum das Gewebe mit frischen Nährstoffen versorgen kann.“, erklärt Prof. Dr. Resch.

SALZ

Natürlich und reinigend – seit Jahrhunderten ist Salz als natürliches und kostbares Heil- und Lebensmittel bekannt und beliebt. Auch Prof. Dr. Resch zeigt sich begeistert von diesem Therapeutikum: „Das natürliche Heilmittel Salz und dessen Anwendung im Bereich der Lunge begeistern mich seit vielen Jahren.“ Auch dieses aus der Natur gewonnene Mittel hat die besten Eigenschaften um – bei regelmäßiger Anwendung – bereits im Sommer die Weichen für eine möglichst krankheitsfreie und unbeschwerte Winterzeit zu stellen. Hier ist beispielsweise die Reinigung von Nase, Rachen und Lunge durch Salzinhalation zu empfehlen. Prof. Dr. Resch erklärt, wie das Einatmen von Trockensalznebel auf den Körper wirkt: „Salz-Aerosol wirkt hygroskopisch. Damit bezeichnet man in der Chemie und Physik die Eigenschaft von Stoffen, Feuchtigkeit aus der Umgebung zu binden. In der Lunge funktioniert das so: Lagert sich Salz ab, zieht es Wasser durch die Schleimhaut in das Lumen der Lunge. Dadurch wird der – in den Bronchien wie Lungenbläschen liegende Schleim – verflüssigt. Feinstaubteilchen, Bakterien und Viren werden gelöst und damit im wahrsten Sinne des Wortes die Lunge gereinigt.“ Ein solcher „Hausputz“ tut der Lunge gut. Die reinigende und desinfizierende Wirkung stärkt sie gegenüber Krankheitserregern.  

VORBEUGEN LOHNT SICH – GEWAPPNET IN DIE ERKÄLTUNGSZEIT

Bei sommerlichen warmen Temperaturen fällt es zwar schwer sich mit der bevorstehenden kalten Herbstzeit zu befassen, aber das Vorbeugen und Stärken des Körpers zahlt sich aus. Mithilfe der drei vorgestellten Kraftquellen kann man das Immunsystem bereits im Sommer verbessern.

VORHOFFLIMMERN: ALKOHOL KANN HERZRYTHMUSSTÖRUNG AUSLÖSEN

Bereits geringe Mengen steigern das Risiko. Herzstiftung informiert über Auswirkungen des Alkoholkonsums auf das Herz

Regelmäßiger Alkoholkonsum erhöht das Risiko für Vorhofflimmern, und zwar auch bei gesunden Menschen ohne Vorerkrankungen. Das zeigt eine aktuelle Studie des Universitären Herz- und Gefäßzentrums am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) (1). „Dass übermäßiger Alkoholkonsum dem Herzen schadet, ist zwar längst bekannt“, betont der Kardiologe Prof. Dr. med. Andreas Götte vom Wissenschaftlichen Beirat der Deutschen Herzstiftung und Chefarzt der Medizinischen Klinik II: Kardiologie und internistische Intensivmedizin am St. Vincenz-Krankenhaus Paderborn. Doch diese neue Studie zeige, so Götte, dass das Organ schon bei einem kleinen Glas Wein oder Bier am Tag aus dem Takt kommen könne. „Mit der neuen Studie müssen wir erkennen, dass auch schon kleine Mengen Alkohol das Flimmern auslösen können“, so der Spezialist für Herzrhythmusstörungen. Ausführliche Informationen zu der UKE-Studie sowie Hintergründe zu Vorhofflimmern bietet die Herzstiftung unter http://www.herzstiftung.de/vorhofflimmern-durch-alkohol.

Schon ein kleines Glas Wein täglich kann Folgen haben
Für die Studie werteten die Wissenschaftler um die Studienleiterin Dr. Dora Csengeri vom UKE die Daten von mehr als 100.000 Menschen aus, die nie zuvor unter Vorhofflimmern gelitten hatten. Über 5.800 der Teilnehmenden entwickelten im Studienzeitraum von 14 Jahren erstmalig Vorhofflimmern. Dabei war das Risiko, die Herzrhythmusstörung zu bekommen, umso höher, je mehr Alkohol die Probanden regelmäßig konsumierten: So steigerten 12 Gramm Alkohol am Tag – entsprechend einem kleinen Glas Wein oder Bier – die Wahrscheinlichkeit um 16 Prozent im Vergleich zu den abstinenten Teilnehmern. Bei bis zu zwei Drinks täglich lag das Risiko, Vorhofflimmern zu entwickeln, bereits um 28 Prozent höher. „Es gibt einen signifikanten Zusammenhang zwischen bereits geringem Alkoholkonsum und einem erhöhten Risiko für Vorhofflimmern“, fasst Csengeri die Ergebnisse zusammen. Das Fazit der Ärztin und Wissenschaftlerin: „In Bezug auf Vorhofflimmern muss man vom regelmäßigen Konsum selbst kleiner Mengen abraten.“

Alkoholkonsum: lieber mäßig als regelmäßig
Weit verbreitet ist die Auffassung, ein regelmäßiger Konsum kleiner Mengen Alkohol schade nicht oder könne sogar das Herz schützen. Dies gelte aber keinesfalls für Vorhofflimmern, betont die Herzspezialistin Dr. Csengeri. Betroffene, die bereits unter Vorhofflimmern leiden, sollten daher Alkohol meiden oder den Konsum stark reduzieren. Für alle anderen gilt: Gegen ein gelegentlich konsumiertes Gläschen Wein oder Bier ist nichts einzuwenden. Aber: „Wer regelmäßig trinkt – und sei es auch nur ein Gläschen – erhöht sein Risiko, Vorhofflimmern zu entwickeln, deutlich”, warnt Prof. Götte. Das gelte auch für Menschen, die noch nie unter Vorhofflimmern gelitten haben.

Vorhofflimmern steigert das Schlaganfallrisiko
Bis zu zwei Millionen Menschen in Deutschland leiden an Vorhofflimmern – viele davon, ohne es zu wissen. Herzstolpern und ein schneller Herzschlag sind erste Hinweise auf die Herzrhythmusstörung. Das Risiko für die Herzerkrankung steigt mit zunehmendem Alter. Zwar ist das Flimmern der Vorhöfe nicht unmittelbar lebensbedrohlich, es kann aber je nach Schwere der Symptome mit einem hohen Leidensdruck verbunden sein. Dennoch gilt die Herzrhythmusstörung nicht als harmlos, denn unentdeckt und unbehandelt erhöht das Flimmern der Vorhöfe die Bildung von Blutgerinnseln, die über die Blutbahn das Risiko für Thromboembolien und Schlaganfall erhöhen. Weitere Infos zu Ursachen, Symptomen sowie Risiken von Vorhofflimmern bietet die Herzstiftung unter http://www.herzstiftung.de/vorhofflimmern

DAS LEBEN LEBEN

Opa freut sich mit enkel
Spaß mit dem Enkelkind: Mit den passenden Hilfsprodukten können Menschen, die unter einer Inkontinenz leiden, den Alltag stressfrei genießen. Foto: djd/Ontex Healthcare Deutschland/luckybusiness – stock.adobe.com

Von Inkontinenz Betroffene möchten gelegentlich aus ihrem Alltag ausbrechen

Viele Menschen agieren sehr bewusst nach dem Motto „Das Leben ist zu kurz für irgendwann.“ Das bedeutet, möglichst jeden Tag zu genießen und häufiger mal etwas Neues auszuprobieren. Wer allerdings unter einer Blasenschwäche leidet, hat oftmals das Gefühl, dass diese Einstellung für ihn oder sie für immer ein schöner Traum bleiben wird.

Kostenlose Beratung zu Hygieneprodukten

Dabei gibt es längst Hilfsprodukte, die es nicht nur ermöglichen, stressfrei den Alltag zu meistern. Sie helfen auch dabei, aus diesem ohne Angst vor peinlichen Momenten auszubrechen. Doch wie findet man das richtige Hygieneprodukt für sich und seine Aktivitäten? Ontex etwa bietet eine kostenlose, diskrete und unverbindliche Telefonberatung an. Auf der Webseite www.inkontinenz.de finden Betroffene die Servicenummer und viele weitere Informationen. Mit einem Drachen fliegen, einen Marathon laufen oder eine Bühne betreten: Ist erst mal das passende Hygieneprodukt gefunden, steht auch Menschen mit Blasenschwäche die Welt wieder offen.

Heutige Inkontinenzprodukte fallen optisch nicht mehr auf

Moderne Produkte wie die Inkontinenz-Pants der Marke iD – die es sowohl für Frauen als auch speziell für Männer gibt – fühlen sich wie ganz normale Unterwäsche an und tragen unter der Kleidung nicht auf. Das bedeutet: Aufatmen, denn gerade optische Kriterien setzen viele Menschen besonders unter Druck. Doch nur wer sich wohlfühlt in seiner Haut, kann frei von Zweifeln das Leben genießen. Egal, ob es darum geht, mit einem Freund einen Kaffee zu trinken, mit der besten Freundin Yoga zu machen oder eine Rede im Sportverein zu halten: Blasenschwäche muss heute niemanden mehr daran hindern, sein Leben aktiv zu gestalten. Auch Menschen mit Inkontinenz können alte Hobbys wieder aufleben lassen oder ganz neue entdecken – und dabei für ein paar Stunden dem Alltag entfliehen.(djd).

AKTIV GEGEN KRIBBELNDE FÜSSE VORGEHEN

Barfußlauf auf kleinen Glassplittern
Diabetiker spüren Verletzungen an den Füßen häufig nicht, weil ihre Nerven geschädigt sind. Die verminderte Sensibilität in den Füßen führt auch zur Unsicherheit beim Gehen und Stehen. Foto: djd/Wörwag Pharma/Colourbox

Studien zeigen: Bewegung verbessert Beschwerden und Stabilität

„Das Leben besteht in der Bewegung“, soll schon Aristoteles gesagt haben. Ein Zitat, das sich heute besonders auf das Wohlbefinden von Menschen mit Diabetes beziehen könnte. Denn körperliche Aktivität kann Folgeerkrankungen des Diabetes ausbremsen. Das gilt insbesondere auch für Diabetiker, deren Nerven bereits durch den erhöhten Blutzucker geschädigt sind: Ein geeignetes Bewegungsprogramm kann helfen, die Symptome der Nervenschädigung (Neuropathie) wie Kribbeln, Brennen oder Taubheitsgefühle in den Füßen zu lindern sowie die Sicherheit beim Gehen und Stehen zu verbessern.

Mehr Kraft und Stabilität

Eine Neuropathie betrifft mehr als jeden dritten Diabetiker. Die Nervenschädigung kann sich durch unangenehme Missempfindungen, aber auch durch eine nachlassende Sensibilität in den Füßen äußern. Dadurch fühlen sich Betroffene unsicher auf den Beinen. Wie der Sportmediziner Prof. Dr. Klaus Völker in einer Untersuchung festgestellt hat, bewegen sich Patienten mit einer Nervenschädigung in den Füßen oft sehr wenig, obwohl gerade sie aktiv sein sollten. Denn laut neuerer wissenschaftlicher Forschung schütten aktive Muskeln Botenstoffe aus, die unter anderem Entzündungen hemmen. Dies kann sowohl der Entwicklung des Diabetes als auch der Nervenschädigung entgegenwirken. Durch geeignete Übungen kann außerdem die Fuß- und Beinmuskulatur gestärkt werden. Prof. Völker empfiehlt, Bewegung ganz selbstverständlich in den Alltag einzubeziehen, also öfter spazieren zu gehen und die Treppe statt des Aufzugs zu nehmen. Fünf Tipps für ein geeignetes Training bei Neuropathie finden sich etwa unter www.rgz24.de/Diabetes-Bewegung. Auch fußschonende Sportarten wie Schwimmen, Walken, moderates Krafttraining oder Radfahren sind aus Sicht von Experten geeignet, um eine Neuropathie positiv zu beeinflussen. „Es kommt nicht auf Höchstleistungen an, sondern auf eine regelmäßige, leichte körperliche Betätigung“, sagt Prof. Völker.

Vitamin-B1-Mangel ausgleichen

Neuropathien in den Füßen können durch einen Diabetes und durch einen Vitamin-B1-Mangel verursacht werden. Gerade Menschen mit Diabetes sind häufig von einem Mangel an dem wichtigen Nervenvitamin betroffen, da sie es vermehrt über die Nieren ausscheiden. Um diesen Mangel auszugleichen und dadurch verursachte Empfindungsstörungen in den Füßen zu lindern, eignet sich eine Vorstufe des Vitamins B1, das Benfotiamin. Es ist etwa in milgamma protekt enthalten, das es rezeptfrei in der Apotheke gibt. Diabetiker sollten zudem versuchen, ihren Blutzuckerspiegel zu senken, da dieser eine große Rolle bei der Nervenschädigung spielt. Dabei helfen eine bewusste Ernährung und wiederum regelmäßige Bewegung. (djd).

SICHER REISEN ÜBER DEN FLUGHAFEN FRANKFURT

Startendes Flugzeug
Startbahn West Foto: Fraport AG

Reisen während der Pandemie –  sorgfältige Vorbereitung ist unerlässlich

Trotz anhaltender Corona-Pandemie sind Flugreisen grundsätzlich möglich. Flughafenbetreiber Fraport bereitet sich aufgrund der Osterferien auf einen spürbaren Anstieg der Passagierzahlen in der ersten Aprilhälfte vor. Je nachdem, wie sich die Corona-Gesamtsituation in den nächsten Tagen konkret entwickelt, könnten an aufkommensstarken Tagen bis zu 50.000 Passagiere den Airport nutzen. In Zeiten der Pandemie ist eine sorgfältige Reisevorbereitung für jeden einzelnen Gast unerlässlich. Eine Grafik gibt Aufschluss über die wichtigsten Regeln, Tipps und Hinweise.

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Infografik sicher reisen
Bild: Fraport

RUHE UND GELASSENHEIT FINDEN

Frau im Stress stützt Arme in Hände
Informationsflut, Stress und Sorgen machen vielen Menschen im Alltag zu schaffen. Foto: djd/Padma/freepik-photo

Hohe Belastungen schlagen auf die Stimmung und behindern den Schlaf

Viele Menschen werden zurzeit von finanziellen und gesundheitlichen Sorgen geplagt. Sie begleiten durch den Tag und lassen sich leider auch abends häufig nicht einfach ablegen. Hinzu kommt die ständige Flut neuer Informationen, die verarbeitet und eingeordnet werden muss. Gelingt dies nicht, macht sich Gereiztheit breit. Man fühlt sich buchstäblich durch den Wind. Bei solchen psychischen Belastungen fällt es schwer, am Abend abzuschalten. Besonders im Bett dreht sich das Gedankenkarussell weiter und die ersehnte Nachtruhe will sich nicht einstellen.

Das Wissen der alten Tibeter

Um besser in den Schlaf zu finden, ist zunächst eine gleichmäßige Tagesstruktur wichtig – besonders im Homeoffice. Die Zeiten für Mittagspause und Feierabend sollten möglichst eingehalten werden. Und Arbeitsmaterial gehört aus dem Schlafzimmer verbannt. Auch ein letzter Blick auf Handy, Tablet oder negative Zeitungsnews vorm Zubettgehen ist tabu. Das verstärkt die Sorgen nur. Aus Sicht der Tibetischen Konstitutionslehre führen Überbelastung und Ängste zu einer Zunahme der Windenergie im Körper. Diese ist verantwortlich für die Informationsverarbeitung und alles, was den Geist bewegt. Zu viel davon stört das Gleichgewicht zwischen Anspannung und Entspannung. Um Körper und Geist zu erden sowie die Nerven zu stärken, setzten die alten Tibeter schon vor 1.000 Jahren auf Kräuter, Gewürze und Mineralien. Die Muskatnuss ist ein bewährter Bestandteil von Kräuterrezepturen, welche die Windenergie harmonisieren. Man findet sie in der traditionellen Rezeptur Dza Ti 10, die etwa als Padma NervoTib in der Apotheke erhältlich ist. Die Kräuterkapsel enthält neben Muskatnuss auch erdende Süßholzwurzel, wohltuende balsamische Harze und das Mineral Magnesium. Letzteres trägt zu einer normalen Funktion des Nervensystems bei und kann die mentale Gelassenheit fördern.

Speisen fürs Gemüt

Auch die Ernährung hat den Tibetern zufolge Einfluss aufs Gemüt. Demnach beruhigen süß schmeckende Speisen die Windenergie. Damit sind nicht Zucker oder Schokolade gemeint, sondern beispielsweise Bananen, Datteln, Kürbis, Maroni, Kartoffeln, Karotten oder Reis. Zusätzlich tun wärmende Kräuter und Gewürze wie Zimt, Kardamom, Thymian, Muskatnuss oder Fenchel der inneren Balance gut. Weitere Tipps sind unter www.padma.de zu finden. Und zu guter Letzt reduzieren Ausflüge ins Grüne – am besten in den Wald – das Empfinden von Lärm oder Stress und stärken Seele sowie Immunsystem.(djd).


Aufgerieben zwischen Job und Kindern: Gerade im Homeoffice ist die Nervenbelastung oft hoch.

Foto: djd/Padma/freepik-photo

HILFE RICHTIG ANNEHMEN – UND GEKONNT ABLEHNEN

Menschen mit MS brauchen Unterstützung, wollen aber auch selbstständig bleiben

Paar in der Küche
Alltagsdinge selbst zu erledigen, ist Menschen mit MS meist wichtig. Die Kunst ist dann oft, ein nettes Hilfsangebot genauso nett zurückzuweisen. Foto: djd/Sanofi/Getty Images/Morsa Images

Hilfe kann stark machen, unterstützen, ja sogar aus großer Not retten. Doch zu viel davon kann auch in Bevormundung und Überbehütung münden. In diesem Spannungsfeld finden sich gerade Menschen mit Multipler Sklerose (MS) häufig wieder. Denn einerseits können die Symptome der Krankheit wie Fatigue, Sehstörungen sowie kognitive und motorische Einschränkungen die Bewältigung des Alltags erschweren und Unterstützung notwendig machen. Andererseits möchten sich Erkrankte ihre Selbstständigkeit bewahren und von ihren Angehörigen auf Augenhöhe wahrgenommen werden. Es gilt also, das richtige Maß zu finden und auch zu kommunizieren.

Grenzen kennen und kommunizieren

Das ist nicht immer einfach. Vielen Betroffenen fällt es sehr schwer, Hilfe anzunehmen, auch wenn sie eigentlich erforderlich wäre. Angehörige fühlen sich dann oft schroff zurückgewiesen und reagieren mit Unverständnis und Ärger. Die eigenen Grenzen anzuerkennen und sich nicht zu schämen, manchmal auf andere angewiesen zu sein, ist deshalb für Menschen mit MS sehr wichtig. Umgekehrt ist es völlig in Ordnung, unerwünschte Hilfe oder Überbehütung zurückzuweisen. Damit das ohne Kränkungen und Missverständnisse funktioniert, rät die als Coach tätige Diplom-Sprechwissenschaftlerin Cäcilie Skorupinski auf dem Internetportal ms-begleiter.de, zunächst auf den anderen einzugehen und dann die eigene Sicht zu schildern, etwa: „Vielen Dank, es ist lieb, dass du mir helfen willst, aber ich möchte das lieber selber machen, um in Übung zu bleiben.“ Der nächste Schritt ist dann, generelle Absprachen zu treffen: „Es wäre nett, wenn du mir nur dann hilfst, wenn ich gezielt darum bitte.“

Fachleute ins Boot holen

Gestaltet sich die Kommunikation rund um die Erkrankung zwischen Betroffenen und Angehörigen schwierig, kann es auch sinnvoll sein, Dritte mit ins Boot zu holen. Eine Möglichkeit ist etwa, dass Menschen mit MS ihre Lieben gelegentlich zu Terminen beim Arzt oder der MS-Nurse mitnehmen, wo Probleme offen angesprochen und oft mithilfe der Fachleute besser eingeordnet werden können. Partner, Eltern und Freunde von Betroffenen sollten sich außerdem immer wieder klarmachen, dass Mitleid und Überbetreuung nicht helfen. Stattdessen gilt: Zuhören, auf Augenhöhe bleiben und nur bei Bedarf gezielt unterstützen.

BORRELIOSE NICHT UNTERSCHÄTZEN

txn. Die wichtigste Maßnahme nach einem Zeckenbiss ist das schnelle und vorsichtige Entfernen des Tiers. Die sogenannte Wanderröte gilt als zuverlässiger Hinweis auf eine Infektion mit Borrelien.
Foto: smileus/123rf/Barmenia

Wanderröte nach Zeckenbiss?

txn. Zecken sind auf dem Vormarsch. Begünstigt durch den Klimawandel, dringen die kleinen Spinnentiere in immer mehr Regionen vor und bleiben dort oft ganzjährig aktiv. Problematisch sind nicht die Zeckenbisse selbst, sondern die Krankheiten, die sie übertragen können. Besonders gefährlich: eine Infektion mit Borrelien. In einigen Gegenden ist fast jede dritte Zecke mit den Erregern infiziert. Die Bakterien gelangen beim Biss einer Zecke ins Blut des Menschen. Typisches Anzeichen ist die sogenannte Wanderröte – ein roter Fleck, der sich um die Einstichstelle bildet und mit der Zeit immer größer und innen blasser wird. Auch Fieber, Muskel- und Kopfschmerzen sowie Müdigkeit können im frühen Stadium einer Borreliose auftreten. Die Symptome sollten nicht unterschätzt werden: Unbehandelt kann es Jahre später zu Entzündungen des Gehirns und des gesamten Nervensystems kommen. „Nach einem Biss dauert es ein bis zwei Tage, bis Borrelien übertragen werden“, weiß Dr. Thomas Wöhler, Gesellschaftsarzt der Barmenia Versicherungen. „Je schneller die Zecke entfernt wird, desto geringer ist das Risiko einer Infektion.“ Empfohlen wird, die Zecke nah an der Haut zu greifen und vorsichtig herauszuziehen. Besonders wichtig: „Das Tier möglichst nicht am Körper quetschen, weil dies die Gefahr einer Infektion erhöht“, so Wöhler. Im Zweifelsfall und bei Beschwerden empfiehlt es sich, einen Arzt aufzusuchen. Wer in der freien Natur war, sollte sich selbst nach Zecken absuchen. Die kleinen Schädlinge finden sich meist unter der Kleidung aber auch unter dem Armband der Uhr, in Hautfalten, im Schambereich, unter den Achseln, im Bauchnabel oder am Kopf unter den Haaren. Bei Kindern sind vor allem Hinterkopf und Nacken zu prüfen.

GUT VERSORGT IN SCHWANGERSCHAFT UND STILLZEIT

Mutter mit Baby auf Arm
Jungen Müttern liegt die gesunde Entwicklung ihres Kindes besonders am Herzen. Foto: djd/Magnesium-Diasporal/Joana Lopes – stock.adobe.com

Ergänzende Mineralstoffzufuhr deckt Bedarf von Mutter und Kind

(djd). Schwangerschaft und Stillzeit sind ebenso spannende wie herausfordernde Phasen im Leben einer Frau. Doch das Bewusstsein, nicht mehr nur für sich selbst, sondern zusätzlich für ein weiteres Menschlein verantwortlich zu sein, sorgt für Verunsicherung. Schließlich wollen werdende Mütter ihren Nachwuchs von Anfang an bestmöglich versorgen. Wie muss ich mich ernähren, um meinem Kind ideale Voraussetzungen für eine gesunde Entwicklung zu bieten? Wie kann ich den Bedarf an Mineralstoffen in dieser körperlich wie mental anstrengenden Zeit optimal decken? Wie gehe ich mit Schlafmangel und innerer Anspannung während der Stillzeit um? Das sind Fragen, die jede werdende Mutter beschäftigen.

Gesteigerter Magnesiumverbrauch

Gynäkologen weisen darauf hin, dass einige Vitamine und Mineralstoffe für die Entwicklung des Babys essenziell sind. Um Mangelerscheinungen vorzubeugen, sollten Frauen während der Schwangerschaft und Stillzeit auf eine ausgewogene Ernährung mit Milchprodukten, Blattgemüse, Obst, Vollkornprodukten, dunklem Fleisch, Geflügel und Fisch umstellen. Weitere Tipps für eine gesunde Schwangerschaft sind unter www.diasporal.de zu finden. Nicht immer reicht die Nährstoffzufuhr über die Nahrungsaufnahme aus. Zum einen geht das Wachstum des Kindes mit einem steigenden Bedarf an Mineralstoffen wie Magnesium einher. Zum anderen sorgen Veränderungen im Stoffwechsel der werdenden Mutter für eine erhöhte Mineralstoffausscheidung über die Nieren. Nächtliche Wadenkrämpfe und Verspannungen können die Folgen sein. Diese Versorgungslücke kann eine ergänzende Einnahme während der Schwangerschaft und Stillzeit schließen.

Lebenswichtiger Baustein für Mutter und Kind

Magnesium ist an vielen Prozessen im Stoffwechsel, im Nervensystem und bei der Zellteilung beteiligt. Daraus resultiert, dass es für das Wachstum des Babys und die Ausbildung von Knochen, Nervenbahnen und Gehirn unverzichtbar ist. Eine ausreichende Versorgung entspannt Muskeln sowie Nerven und kann zu einem beschwerdefreieren Schwangerschaftsverlauf beitragen. Werdenden Müttern wird geraten, mit der Einnahme so früh wie möglich zu beginnen und diese bis zum Ende der Stillzeit fortzusetzen. Empfehlenswert sind Präparate mit rein organischem Magnesiumcitrat wie das Trinkgranulat Magnesium-Diasporal 400 Extra (Apotheke). Der Wirkstoff wird vom Körper gut aufgenommen und ist schnell aktiv. Eine entsprechende Mineralstoffversorgung kann auch den gesunden Schlaf in der Stillzeit unterstützen. Denn die veränderte Lebenssituation geht häufig mit Schlafmangel, Stress und innerer Anspannung einher.

ERHÖHTE TROMBOSENEIGUNG DURCH COVID-19 PRÄVENTION NICHT AUßER ACHT LASSEN

schmerzende beine
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15. Februar 2021 – Dr. Uwe Schwichtenberg

Eine Covid-19-Erkrankung zieht neben den Atemwege auch das Blutgefäßsystem stark in Mitleidenschaft. Covid-19-Patienten zeigen eine verstärkte Blutgerinnung und häufiger auch Entzündungen der Blutgefäße. So kann es zu schwerwiegenden Komplikationen mit potenziell tödlichem Ausgang wie Thrombosen, Lungenembolien, Schlaganfällen oder Durchblutungsstörungen in den Armen oder Beinen kommen. Von einer prophylaktischen Therapie mit Aspirin, wie sie nach einer US-amerikanischen Studie diskutiert wurde, raten Experten der Deutschen Gesellschaft für Gefäßchirurgie und Gefäßmedizin e.V. (DGG) allerdings ab.

Die wichtigsten Risikofaktoren für einen schweren oder gar tödlichen Verlauf einer SARS-CoV-2-Infektion wurden bereits sehr früh im Verlauf der Pandemie identifiziert: Ein fortgeschrittenes Alter, männliches Geschlecht, Tabakkonsum, Bluthochdruck, Diabetes und starkes Übergewicht. „Dieselben Risikofaktoren gelten auch für Gefäßerkrankungen“, sagt Professor Dr. med. Markus Steinbauer, Chefarzt der Klinik für Gefäßchirurgie am Krankenhaus Barmherzige Brüder Regensburg und Präsident der DGG 2021. Weil stationär aufgenommene oder gar intensivmedizinisch betreute Covid-19-Patienten in ihrer Bewegung eingeschränkt sind und damit einen weiteren Risikofaktor für thromboembolische Ereignisse aufweisen, profitieren sie besonders von Maßnahmen der Thromboseprophylaxe oder antithrombotischen Therapie.

Eine im Oktober in der Zeitschrift „Anaesthesia & Analgesia“ publizierte Studie, nach der niedrigdosiertes Aspirin den Covid-Verlauf bei Herz-Kreislauf-Patienten positiv beeinflussen könne, sei jedoch vorsichtig zu interpretieren: „Bei Patienten mit Gefäßerkrankungen erscheint ein Schutz durch die gerinnungshemmende Wirkung von Aspirin plausibel“, so Steinbauer. Gefäßgesunde Covid-19-Patienten vorbeugend mit Aspirin zu behandeln, lasse sich mit der Studie allerdings nicht rechtfertigen und berge aufgrund der erhöhten Blutungsgefahr sogar Risiken. Hierzu müssten weitere randomisierte, kontrollierte und prospektiv angelegte Studien aufgelegt werden.

In der gegenwärtigen Situation sieht die DGG außerdem die Gefahr, dass über der – notwendigen – Diskussion um Corona-Schutzmaßnahmen und -therapiemöglichkeiten andere Gesundheitsprobleme aus dem Blick geraten. „Die Einschränkung der Mobilität und des sozialen Lebens schützt zwar vor Infektionen, der Bewegungsmangel kann jedoch zugleich das Thromboserisiko steigern“, mahnt Professor Dr. med. Dittmar Böckler, DGG-Präsident 2020 und Ärztlicher Direktor der Klinik für Gefäßchirurgie und Endovaskuläre Chirurgie am Universitätsklinikum Heidelberg. Sofern die infektiologische Lage es zulasse, müsse daher auch über eine Verkürzung der bislang 14-tägigen Quarantäne für Infizierte und Kontaktpersonen nachgedacht werden.

Auch andere Lebensstilfaktoren, die für das Herz-Kreislauf-Risiko entscheidend sind, werden durch die Lockdown- und Quarantänebedingungen beeinflusst. „Je nach beruflicher und sozialer Situation haben manche Menschen während des ersten Lockdowns zu ungesünderem und üppigerem Essen gegriffen, mehr Alkohol getrunken und ihren Tabakkonsum gesteigert“, so Böckler. Auch und gerade in Pandemiezeiten müsse daher weiter über die Bedeutung eines gesunden Lebensstils berichtet und aufgeklärt werden – umso mehr, als es sich dabei um effektive und kostengünstige Präventionsmaßnahmen handele, die das aktuell stark strapazierte Gesundheitssystem entlasten könnten.

Hierbei könnten auch telemedizinische Methoden, Schrittzähler oder Gesundheitsapps zum Einsatz kommen, mit denen sich Bewegungs- und Übungsprogramme anleiten oder kontrollieren ließen. Neben den direkten Gesundheitseffekten wirke sich die Herz-Kreislauf-Prävention nicht zuletzt auch positiv auf den Verlauf der Corona-Pandemie aus: Je besser die kardiovaskuläre Gesundheit der Bevölkerung sei, desto geringer sei auch die Zahl der Covid-Risikopatienten.

Quelle: Pressemeldung Deutsche Gesellschaft für Gefäßchirurgie und Gefäßmedizin e.V. (DGG)

GERADE JETZT ZUR GÜRTELROSEIMPFUNG

Um sein Immunsystem in der Pandemie nicht zusätzlich zu belasten, sollte man gerade jetzt versuchen, vermeidbare Krankheiten wie Gürtelrose vorzubeugen. Foto: djd/GlaxoSmithKline/Shutterstock/Yuganov Konstantin

Vorsorge in der Pandemie: Mit 60 plus ist das besonders wichtig

(djd.) Mit immer neuen Virus-Mutationen bestimmt Corona derzeit unser tägliches Leben und Handeln. Damit unser Immunsystem nicht zusätzlich belastet wird, ist es sinnvoll, andere Infektionskrankheiten möglichst zu vermeiden. Mit über 300.000 Fällen jährlich gehört beispielsweise die Gürtelrose zu den meistverbreiteten Viruserkrankungen in Deutschland. Und sie ist keinesfalls harmlos: Nicht wenige Betroffene erleiden schwere und äußerst schmerzhafte Verläufe, die eine längere Behandlung oder sogar einen Krankenhausaufenthalt notwendig machen. Da alle Menschen, die in ihrem Leben an Windpocken erkrankt sind, den Gürtelroseerreger in sich tragen, lässt sich die Erkrankung auch nicht durch die bewährten AHA-Regeln verhindern. Deshalb ist es gerade jetzt empfehlenswert, sich gegen Gürtelrose impfen zu lassen.

Schutz und Solidarität

Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt vor diesem Hintergrund eine Gürtelroseimpfung für Personen ab 50 Jahren mit einer Grunderkrankung oder Immunschwäche sowie für alle Menschen ab 60 Jahren. Ausführliche Informationen dazu gibt es auch unter www.impfen.de/guertelrose. Sicher ist jedoch: Wer zu einer dieser Gruppen gehört, sollte zeitnah mit seinem Hausarzt über eine mögliche Impfung sprechen. Denn sie bewahrt nicht nur vor starken Schmerzen und etwaigen Langzeitfolgen wie der sogenannten Post-Zoster-Neuralgie, sondern hält auch Kapazitäten im Gesundheitssystem frei. Diese werden zur Behandlung von anderen Infektionskrankheiten und Leiden wie Krebs oder Herzkreislauf-Beschwerden benötigt. Damit hat die Impfung nicht nur eine persönliche Dimension, sondern auch solidarische Aspekte.

Alter als Risikofaktor

Zudem betrifft das erhöhte Risiko für den Ausbruch einer Gürtelrose überwiegend die gleichen Gruppen, die auch stärker gefährdet für schwere Verläufe bei einer Covid-19-Erkrankung sind. Das ist kein Zufall, denn mit dem Alter lässt die Leistungsfähigkeit des Immunsystems nach – Mediziner sprechen von Immunoseneszenz. Ab etwa 50 Jahren zeigt sich dieser Effekt immer stärker: Man wird anfälliger für Krankheiten und erholt sich auch schwerer wieder davon. Prävention wird dann zunehmend wichtiger, um die eigene Abwehr schlagkräftig zu unterstützen.

MIT HÄNDEN HEILEN

Mit Osteopathie können Blockaden sanft gelöst werden

Bild Osteopath
Bei einer osteopathischen Behandlung werden Blockaden und Fehlfunktionen mit den Händen erspürt und sanft behoben. Foto: djd/www.bkk24.de/contrastwerkstatt – stock.adobe.com

(djd). Deutschland verfügt über ein hervorragendes Gesundheitssystem, das jedem Zugang zu Ärzten, Therapien und Medikamenten gewährt. Dennoch fehlt vielen Menschen etwas. Sie wünschen sich zusätzlich zu den üblichen schulmedizinischen Methoden naturheilkundliche und komplementärmedizinische Behandlungsformen, die als sanfter und ganzheitlicher orientiert gelten. Die Osteopathie etwa lässt sich gut mit der konventionellen Medizin kombinieren und sollte, so Professor Brinkhaus von der Charité Berlin, „unbedingt noch eingehender wissenschaftlich untersucht werden, damit die positiven Erfahrungen auch in Studien belegt werden.“ Fast jeder fünfte Bürger ab 14 Jahren hat für sich selbst oder für sein Kind diese Therapieform bereits genutzt, wie eine Forsa-Umfrage von 2018 im Auftrag des Verbandes der Osteopathen Deutschland ergab.

Fehlfunktionen erspüren

Die Osteopathie wurde vor mehr als 140 Jahren vom amerikanischen Arzt Andrew Taylor Still begründet. Sie geht davon aus, dass alle Strukturen im menschlichen Körper miteinander zusammenhängen und eine Einheit bilden. Blockaden oder Bewegungseinschränkungen in Muskeln und Gelenken können deshalb zu Beschwerden auch an ganz anderer Stelle führen. „Ein Ziel einer Behandlung kann es sein, diese Blockaden zu lösen und funktionelle Beschwerden an dieser Stelle oder an anderen Stellen des Körpers damit zu beeinflussen“, erklärt Dr. Gabriele Rotter, Fachärztin für Orthopädie, M. Sc. in Osteopathie und Mitarbeiterin im Charité-Team von Prof. Brinkhaus.

Bis zu etwa eine Stunde dauert eine Therapiesitzung, meist sind mehrere erforderlich. Viele Patienten müssen die Kosten dafür allerdings aus eigener Tasche zahlen, denn Osteopathie gehört nicht zu den gesetzlichen Leistungen der Krankenkassen. Hier gibt es jedoch große Unterschiede. So erstattet zum Beispiel die BKK24 sechsmal im Jahr 80 Prozent des Rechnungsbetrages bis zu einer Höhe von 60,00 Euro pro Sitzung, insgesamt also bis zu 360,00 Euro. Auch für weitere komplementärmedizinische Therapieverfahren wie Akupunktur, Chiropraktik und Homöopathie gibt es Zuschüsse – unter www.bkk24.de ist ein Überblick zu finden. Ein Blick in die eigenen Kassenleistungen ist also immer lohnenswert.

Gute Qualifikation zählt

Ebenfalls achten sollten Patienten auf die Qualifikation des Osteopathen. „Um Fehlfunktionen alleine durch Tasten zu erkennen und mit den richtigen Techniken zu behandeln, braucht es jahrelange Übung und ein fundiertes anatomisches Wissen“, so Rotter. Leider sei die Ausbildung bis heute nicht einheitlich geregelt. „Im Zweifel sollte man bei seiner Krankenkasse nachfragen, ob der gewünschte Osteopath dort anerkannt ist.“

HERZLICHE FÜRSORGE

Bild Prof. Birgit Assmuss
Professor Birgit Assmus: „Der Blutdruck in den Lungenarterien ist ein wichtiger Indikator für den gesundheitlichen Zustand bei Patienten mit Herzschwäche.“
Foto: djd/Abbott

Modernes Telemonitoring-Verfahren kann Therapie bei Herzschwäche optimieren

(djd). Jedes Jahr kommen fast eine halbe Million Menschen aufgrund von Herzschwäche (Herzinsuffizienz) ins Krankenhaus und müssen stationär behandelt werden – Tendenz steigend. Dennoch wird die Erkrankung noch immer unterschätzt. „Betroffene nehmen diese Diagnose anfangs häufig auf die leichte Schulter. Dabei haben Menschen mit unbehandelter Herzschwäche eine ebenso schlechte Prognose wie Tumorpatienten“, erklärt Professor Dr. Birgit Aßmus vom Universitätsklinikum Gießen. Entsprechend wichtig ist eine kontinuierliche Beobachtung und Versorgung der Patienten.

Herzschwäche: Anzeichen im Blick behalten

Nicht bei allen äußert sich die verminderte Pumpleistung des Herzens auf die gleiche Weise. Während sich die Krankheit in einigen Fällen über Jahre hinweg versteckt entwickelt, zeigen sich in anderen Fällen deutliche Symptome wie Atemnot, Leistungseinschränkung oder sogar Wassereinlagerungen in den Beinen und der Lunge. „Neben der schwierigen Erkennbarkeit der Krankheit ist eines der Hauptprobleme, dass in der häuslichen und ambulanten Überwachung geringe Veränderungen oft zu spät entdeckt werden“, so Professor Aßmus. Häufig ähnelten die Symptome der Herzinsuffizienz den Beschwerden, die vergleichbar mit den normalen Auswirkungen des Alterungsprozesses seien. Ein Druckanstieg in den großen Lungengefäßen indes deutet meist schon Wochen zuvor die drohende Entgleisung an – früh genug, um durch eine geeignete vorbeugende Therapieanpassung einen weiteren Krankenhausaufenthalt oder Schlimmeres zu verhindern.

Überwachung aus der Ferne

Um den Pulmonalarteriendruck genau festzustellen, war bisher eine invasive Rechtsherzkatheteruntersuchung beim behandelnden Arzt im Krankenhaus nötig. Eine Fernüberwachung hingegen kann Betroffenen nun auch im häuslichen Umfeld Sicherheit bieten. Mit einem modernen Telemonitoring-Verfahren wie dem CardioMEMS HF-System von Abbott lassen sich die Druckwerte der Patienten kontinuierlich überwachen. Der drahtlose Miniatursensor wird durch einen kleinen Eingriff über einen Katheter in die Lungenarterie eingesetzt und kann dort lebenslang verbleiben. In regelmäßigen Abständen erkennt er selbst geringe Veränderungen in den Druckwerten. Per Funkverbindung sendet der Sensor die Daten an eine sichere, für Dritte nicht zugängliche Internetseite, die vom Arzt eingesehen werden kann. So hat der Mediziner die Möglichkeit, die Medikationswirkung zu kontrollieren und bei potenziellen Auffälligkeiten in der Herztätigkeit schnell einzugreifen. „Besonders als Ergänzung zur Versorgung durch den vertrauten Haus- und Facharzt gewinnt diese Art der telemedizinischen Betreuung von Herzinsuffizienzpatienten an Bedeutung“, sagt Professor Aßmus.