VIRENSCHUTZ FÄNGT IN DER NASE AN

Kind greift Papa an die Nase
Für Viren, die Atemwegserkrankungen hervorrufen, ist die Nase die wichtigste Eintrittspforte. Foto: djd/Hermes Algovir/Getty Images/Halfpoint

Ein Wirkstoff aus der Rotalge kann Erreger von Atemwegserkrankungen ausbremsen

Für Atemwegserkrankungen sind fast immer Viren die Ursache – vom grippalen Infekt über die echte Grippe bis hin zu Covid-19. Kommen wir mit ihnen in Kontakt, versuchen sie, in die Schleimhautzellen der oberen Atemwege einzudringen. „Die Nase ist die Eintrittspforte – hierüber verschafft sich auch das Virus Sars-CoV-2 den Zugang zum Körper“, erklärt dazu Priv. Doz. Dr. Claudia Lill. Von dort verbreitet es sich weiter. „Studien belegen, dass die Viruslast in der Nase höher ist als im Rachen. Werden die Viren am Eindringen in die Nasenschleimhaut gehindert, könnte Covid-19 theoretisch abgewendet werden, so Frau Dr. Claudia Lill“

Neue Studie mit Krankenhauspersonal

Um die Viren von der Nase fernzuhalten, helfen im ersten Schritt die bekannten Hygienemaßnahmen wie Masken und Abstand halten. Sind bereits Viren in das Riechorgan gelangt, kann ein natürlicher Wirkstoff aus der Rotalge sie ausbremsen: die Carragelose. Sie dringt nicht in die Nasenschleimhaut ein, sondern bildet einen gelartigen Schutzfilm auf ihr. Die Viren verfangen sich darin und können nicht mehr in die Zellen eindringen, um sich dort zu vermehren. In Studien zu Schnupfen und Influenza konnte die Schutzwirkung der Carragelose bereits gezeigt werden. Eine neue Studie an Krankenhauspersonal in Argentinien hat jetzt starke Hinweise dafür geliefert, dass sie auch das Ansteckungsrisiko mit dem Covid-19-Erreger reduzieren kann. Dabei wurden fast 400 Probanden untersucht, die im täglichen direkten Kontakt mit Covid-19-Erkrankten standen. Alle Probanden setzten bei ihrer Arbeit die üblichen Schutzmaßnahmen um. Die Studienteilnehmer in der Verumgruppe verwendeten zusätzlich das Carragelose-Nasenspray Algovir, der Rest ein Placebo. „In der Verumgruppe ist es nur zu einer Ansteckung gekommen. In der Kontrollgruppe gab es fünf davon“, erläutert Dr. Lill.

Möglicher Schutz für ungeimpfte Kinder

Das Rotalgen-Nasenspray enthält keine abschwellenden Wirkstoffe und keine Konservierung, führt nicht zu einem Gewöhnungseffekt und ist auch für Schwangere, Stillende und Kinder ab einem Jahr geeignet. Gerade für Kita- und Schulkinder, die noch nicht geimpft werden können, bietet es deshalb eine interessante Schutzmöglichkeit. Da es die Viren physikalisch von den Schleimhautzellen fernhält, ist es zudem auch beim Schutz vor den mutierten Virus-Varianten eine Option für die „erste Abwehrreihe“. Dafür sollte es präventiv 2- bis 3-mal täglich angewendet werden. Aber auch bei schon bestehender Krankheit kann die Viruslast verringert werden. „Zudem kann die Krankheitsdauer reduziert werden“, ergänzt die Fachärztin.(djd).

MEHR SALZ GEGEN DEN SCHWINDEL

Frau hält sich an Wand wegen Schwindel fest.
Starker Schwindel, Benommenheit und Herzrasen beim Aufstehen sind Symptome der Erkrankung POTS. Foto: djd/Verband der Kali- und Salzindustrie/Getty Images/Hope Connolly

Beim Krankheitsbild POTS sind viel Salz und Wasser die wichtigste Therapie

Eine salzreiche Ernährung wird üblicherweise als ungesund erachtet. Allerdings gibt es auch Erkrankungen, bei denen eine hohe Salzaufnahme gemeinsam mit ausreichendem Trinken eine wichtige Behandlungsmaßnahme darstellt. Zum Beispiel POTS, das posturale orthostatische Tachykardie-Syndrom.

Schwindel und Herzrasen beim Aufstehen

Starker Schwindel, Benommenheit und Herzrasen beim Aufstehen sind Symptome der Erkrankung, die sich oft schon im Jugendalter entwickelt. Charakteristisch ist ein starker Anstieg der Herzfrequenz beim Aufrichten aus der liegenden oder sitzenden Position zum Stehen. Bei Erkrankten kann der Puls um 30 Schläge pro Minute und mehr nach oben springen, wenn sie sich aus der horizontalen Lage aufrichten. Die Beschwerden können so stark sein, dass sich Betroffene wieder hinlegen oder hinsetzen müssen und sogar ihren Alltagsaktivitäten kaum mehr nachkommen können. Die konkreten Krankheitsursachen sind bislang noch unklar und auch hinsichtlich der Therapie gibt es viele offene Fragen. So wurden zwar verschiedenste Arzneimittel erprobt, doch bisher wurde kein einziges Medikament zur Behandlung von POTS zugelassen.

Geringerer Pulsanstieg bei hohem Salzkonsum

Den Betroffenen werden hingegen allgemeine Maßnahmen empfohlen: Sie sollen regelmäßig körperlich aktiv sein und sich keinesfalls schonen, um die weitere Erkrankung nicht noch durch einen Muskelabbau zu fördern. Auch eine Atemtherapie kann offenbar hilfreich sein. Wie eine aktuelle klinische Studie kanadischer Wissenschaftler belegt, die im „Journal of the American College of Cardiology“ veröffentlicht wurde, sind zudem eine hohe Salzzufuhr und ausreichende Flüssigkeitsaufnahme wichtig: Erkrankten wird geraten, rund zehn bis zwölf Gramm Salz pro Tag aufzunehmen und zwei bis drei Liter Wasser täglich zu trinken. Das kann helfen, den Kreislauf zu stabilisieren. Bei den Studienteilnehmerinnen fiel bei einem hohen Salzverzehr der Pulsanstieg während des Aufstehens deutlich geringer aus als in der Studienphase der salzarmen Ernährung. Im Durchschnitt lag der Frequenzanstieg in der Phase salzreicher Kost bei 43 Schlägen pro Minute gegenüber 60 Schlägen in der salzarmen Phase. Zwar war der Pulsanstieg damit immer noch höher als bei gesunden Personen, allerdings durch den Salzkonsum offensichtlich wesentlich abgemildert. „Eine Behandlung mittels einer hohen Salzzufuhr kann somit die POTS-Symptomatik bessern“, so das Fazit der Forscher. (djd).

SAMSTAG 14. AUGUST. GESUNDHEITSWANDERUNG MIT KNEIPPEFFEKT IM SPESSART

Seerosenteich mit Hütte
© Naturpark Hessischer Spessart

Gesundheitswandern ist eine spezielle Mischung aus Naturerlebnis und Bewegung. Durch Atem- und Dehnübungen und die erfrischende Kühlung durch das Kneippen wollen wir die Effekte des Wanderns noch steigern. Am späten Nachmittag starten wir durch den kühlenden Spessartwald um anschließend noch an der idyllisch gelegenen Kneippanalge am Hartgrundsee den Tag mit Wassertreten und Genießen der Stille ausklingen zu lassen. Treffpunkt ist um 17 Uhr an der Kneippanlage Hartgrundsee, Im Hartgrund in 63639 Flörsbachtal. Innerhalt von 3 Stunden werden 8 Kilometer zurückgelegt. Die Teilnahmegebühr beträgt 4 Euro pro Person. Bitte der Witterung angepasste Kleidung, Handtuch, ausreichend Getränke und Verpflegung für unterwegs mitbringen.

Anmeldungen nimmt Naturparkführerin Inge Stange, Telefon 06052 5428 oder die Naturpark-Geschäftsstelle, Telefon 06059 906783, E-Mail info@naturpark- hessischer-spessart.de entgegen. Weitere Informationen und alle Termine sind auch im Internet unter www.naturpark-hessischer-spessart.de zu finden.

GESUNDER SCHLAF GEGEN HERZINFARKT UND SCHLAGANFALL?

Portrait Prof. Dr. med. Andreas Stang, MPH/Foto: Universitätsklinikum Essen
Prof. Dr. med. Andreas Stang, MPH/Foto: Universitätsklinikum Essen

Forscher des Uniklinikums Essen untersuchen Schlafcharakteristiken auf ihr Potenzial für Herz- oder Hirninfarkte hin.

In Deutschland werden pro Jahr rund 212.000 Herzinfarkte vollstationär behandelt, über 44.000 Menschen versterben am Herzinfarkt. Einen Schlaganfall erleiden pro Jahr ca. 270.000 Menschen. Starke körperliche Belastungen, Stress, Ärger oder Drogenkonsum können akute Auslöser sein. Doch auch der Schlaf steht im Verdacht, einen Infarkt auslösen zu können. Denn Infarkte treten gehäuft in den Morgenstunden und nachmittags auf. Anlass für das Projektteam um Prof. Dr. med. Andreas Stang, MPH, Leiter des Instituts für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie (IMIBE) am Universitätsklinikum Essen, den Schlaf von Patienten, die erstmals einen Herz- oder Hirninfarkt erlitten haben, im Rahmen der sogenannten ACROSSS-Studie (Acute Coronary Syndrome, Stroke and Sleep) zu untersuchen. Das mit knapp 70.000 Euro geförderte Forschungsvorhaben der Deutschen Herzstiftung im Rahmen der ACROSSS-Studie trägt den Titel „Zusammenhang zwischen Schlafcharakteristiken und dem Auftreten von Herzinfarkten“.

„Es gibt Anhaltspunkte, dass bestimmte Schlafcharakteristiken das Risiko, einen Herz- oder Hirninfarkt zu erleiden, beeinflussen“, erklärt Stang. „Diese möglichen Risiken sind jedoch bisher zu wenig erforscht.“ Die Relevanz der Schlafgesundheit für die Entstehung kardiovaskulärer Erkrankungen hat längst auch die Herzstiftung erkannt: „Zur Bekämpfung lebensgefährlicher Ereignisse wie Herzinfarkt und Schlaganfall ist die Erforschung bisher unterschätzter möglicher Risikofaktoren wie etwa Besonderheiten des Schlafverhaltens enorm wichtig. Ergebnisse der ACROSSS-Studie könnten hierbei einen bedeutenden Beitrag zur Infarkt-Verhütung leisten“, wie der Herzspezialist Prof. Dr. med. Thomas Voigtländer, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Deutschen Herzstiftung, betont. Infos zum Forschungsprojekt bietet die Herzstiftung unter www.herzstiftung.de/forschung/herz-und-schlaf und über den Zusammenhang zwischen Herz und Schlaf unter www.herzstiftung.de/schlafstoerungen-belasten-herz

Die Forscher erfragen Schlafgewohnheiten: Lang-, Früh- oder Mittagsschläfer?

Knapp 700 Patienten aus namhaften Kliniken in Essen befragt das Forscherteam bis zum Sommer 2022 in der ACROSSS-Studie zu ihren Schlaf- und Lebensgewohnheiten. Die Forscher ermitteln unter anderem, ob die Teilnehmer eher Langschläfer sind oder nicht, ob sie regelmäßig schlafen, Frühaufsteher sind und/oder sich mittags hinlegen. „Man weiß zum Beispiel, dass sich durch den ansteigenden Blutdruck beim morgendlichen Aufwachen bei Menschen, deren Gefäße bereits angegriffen sind, Blutgerinnsel lösen und damit einen Herz- oder Hirninfarkt zur Folge haben können“, sagt Dr. Anna-Therese Lehnich, Wissenschaftliche Mitarbeiterin am IMIBE. Ein weiterer bekannter Risikofaktor für einen Herz- und Hirninfarkt ist eine Schlafapnoe, eine Erkrankung, bei der es zu Atemaussetzern im Schlaf kommt und die zu Sauerstoffmangel im Blut führen kann. Das Essener Wissenschaftsteam will nun herausfinden, ob ein bestimmtes Schlafverhalten ebenfalls mit einem Herz- oder Hirninfarkt einhergehen kann und ob es wiederum Schlafcharakteristiken gibt, die einem Herz- oder Hirninfarkt sogar vorbeugen können. Beispielsweise ist die Rolle des Mittagsschlafes bisher zu wenig beforscht. In Abhängigkeit von Regelmäßigkeit und Länge wurden bisher sowohl günstige als auch ungünstige Effekte beobachtet. Die ACROSSS-Studienergebnisse sollen zu einer weiteren Klärung beitragen.

Erkenntnisse können Herz-Kreislauf-Patienten helfen

Nach drei und 12 Monaten werden die Studienteilnehmer erneut befragt. Bei diesen Follow-up-Untersuchungen wollen die Forscher herausbekommen, wie sich der Schlaf bei ihnen entwickelt hat. „Ein Infarkt ist ein einschneidendes Ereignis und psychisch sehr belastend“, betont Dr. Lehnich. „Viele Betroffene leiden an Erschöpfung, Ängsten, Depressionen oder Schlafstörungen. Wir wollen herausfinden, ob es bei den Patienten zu auffälligen Veränderungen im Schlafverhalten gekommen ist“. Auf Basis dieser Erkenntnisse könnten Herz-Kreislaufpatienten künftig ihren Schlaf gezielt mit speziellen Maßnahmen verbessern. Das könnte dazu beitragen, einen Infarkt zu verhindern sowie auch eine Genesung positiv zu beeinflussen.                                   

Sorgen Sie für einen erholsamen Schlaf

  • Rauchen Sie nicht und trinken Sie weder Kaffee noch Alkohol vor dem Schlafengehen
  • Treiben Sie keinen Sport am späteren Abend; gehen Sie stattdessen spazieren
  • Gehen Sie nur schlafen, wenn sie wirklich müde sind
  • Tauschen Sie Fernsehen oder Handy vor dem Schlafen gegen entspannende Schlafrituale
  • Meiden Sie Schlaftabletten
  • Stehen Sie jeden Tag zur selben Zeit auf
  • Trennen Sie sich in Ihrem Bett vom Alltag. Essen oder Arbeit sind hier fehl am Platz

Service-Tipp: Infos über den Zusammenhang zwischen Schlafstörungen und Herzleiden bietet die Deutsche Herzstiftung kostenfrei unter www.herzstiftung.de/schlafstoerungen-belasten-herz

„fit4future“-FERIENCAMP

fit4future – Dr. Eckart von Hirschhausen ©Brauer Photos

Auf digitaler Weltreise mit Dr. Eckart von Hirschhausen

Bewegung, ausgewogene Ernährung, Freizeit und entspannte Familienmomente sind im vergangenen Jahr oft zu kurz gekommen. Deshalb bietet „fit4future“, die gemeinsame Präventionsinitiative von Cleven-Stiftung und DAK-Gesundheit, mit dem „fit4future“-Feriencamp auch in diesem Jahr ein kostenfreies Ferien-Veranstaltungsprogramm für Schulkinder und ihre Eltern vom 2. bis zum 6. August an. Das Ziel: Mit Spaß einen gesunden Lebensstil für sich zu entdecken, neueste Bewegungstrends auszuprobieren und sich Anregungen für einen aktiven und gesunden Familienalltag zu holen. Das einwöchige digitale Eventprogramm steht unter dem Motto „Click & be fit – mit ‚fit4future‘ auf Weltreise“. Mit dabei ist Botschafter Dr. Eckart von Hirschhausen, der jeden Tag einen humorvollen Glückstipp für die Reisenden im Gepäck hat.

Wie auch im vergangenen Jahr kommt das „fit4future“-Feriencamp mit einem Klick direkt nach Hause und nimmt die ganze Familie mit auf eine virtuelle Reise zu fünf Kontinenten. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer können Trendsportarten von Asien bis Südamerika entdecken – von der brasilianischen Kampfkunst Capoeira über Tanz, hochintensivem Intervalltraining (HIIT-Workout) bis Qigong. Dazu gibt es Inspiration zur Freizeitgestaltung, kreative Rezeptideen, spannende Tipps zum Selbermachen, Life-Hacks und Einblicke in trendige Ernährungs- und Sportthemen. Alle Aktivitäten werden von Sport- und Gesundheitsexperten präsentiert und stehen als Mix aus Live- und On Demand-Angeboten sowie Downloads zur Verfügung.

Kind auf Waackelbratt

Kind auf Wackelbrett zur spielerischen Körperstabilisierung

© Planero

Fit und gesund durch den Sommer
„Mit ‚fit4future‘ begleiten wir Kinder und Jugendliche im Setting Schule und fördern ihre Gesundheit. Die Corona-Pandemie hat jedoch gezeigt, dass Bewegung, ausgewogene Ernährung und Entspannung im Familienalltag wichtig und ebenso notwendig sind. Deshalb haben wir auch in diesem Jahr mit dem Feriencamp ein Programm speziell für Familien ins Leben gerufen“, erklärt Dr. Hans-Dieter Cleven, Gründer der Cleven-Stiftung. „Und da eine gesunde Kinderzukunft auch von einer intakten Umwelt abhängt, pflanzen wir für jede Teilnehmerfamilie einen Baum im ‚fit4future‘-Wald in Bad Griesbach.“ Thomas Bodmer, Mitglied des Vorstands der DAK-Gesundheit, ergänzt: „Da viele Familien auch in diesem Jahr noch nicht ins Ausland in den Urlaub fahren werden, können sie mit ‚fit4future‘ nun virtuell die Erde entdecken und gleichzeitig etwas für ihre Gesundheit tun.“

Dr. Eckart von Hirschhausen, Arzt, Wissenschaftsjournalist und Gründer der Stiftung Gesunde Erde Gesunde Menschen, ist zum zweiten Mal Botschafter des Feriencamps und setzt auch diesmal auf unterhaltsame und spielerische Wissensvermittlung. Er begleitet die Teilnehmerinnen und Teilnehmer täglich mit einer Video-Botschaft: „Ich freue mich sehr darauf, im Feriencamp gemeinsam mit vielen Familien digital zu verreisen und die besten Glücksrezepte aus aller Welt zu entdecken. Seien Sie gespannt!“

Anmeldung: Mit fit4future auf digitale Weltreise gehen
Das digitale Programm kann überall genutzt werden – ob im Urlaub daheim oder am Ferienort. Die Inhalte werden auf der fit4future-Website präsentiert, täglich von 9.00 bis 17.30 Uhr. Einzelne Angebote sind auf Kinder und Jugendliche abgestimmt, andere sind für die ganze Familie oder ausschließlich für die Eltern gedacht.

Eltern mit ihren Kindern und volljährige Jugendliche können sich ab sofort und auch während der laufenden „fit4future“-Feriencamp-Woche (2. bis 6. August 2021) anmelden. Für die Teilnahme wird nur ein Endgerät mit Internetzugang benötigt. Weitere Details und die Anmeldung finden Interessierte hier: kids.fit-4-future.de/feriencamp-anmeldung

SO RIECHT MAN DUFTE

Frau liegt am Fussende und hält sich die Nase zu
Starker Körpergeruch kann das Zusammenleben empfindlich stören. Foto: djd/www.homedica.de/Getty Images/Prostock-Studio

Müffeln, nein danke: Unangenehmen Körpergerüchen lässt sich gut vorbeugen

Ob man jemanden „dufte“ findet oder „nicht riechen kann“, entscheidet oft tatsächlich die Nase. Denn jeder Mensch hat seinen ureigenen, genetisch bestimmten Körpergeruch, an dem schon Neugeborene ihre Mutter erkennen und der auch bei der Partnersuche wichtig ist. So weit, so natürlich. Doch wenn etwa durch starkes Schwitzen, bestimmte Lebensmittel wie Knoblauch, Inkontinenzprobleme, Stress, Angst oder Krankheit allzu intensive Gerüche ausgedünstet werden, empfinden das die meisten Menschen als sehr unangenehm. Dabei lässt sich mit ein paar Tipps der eigene Duft in angenehmem Rahmen halten.

An schlechten Gerüchen sind Bakterien schuld

Grundsätzlich sind natürlich eine gute Körperhygiene und das regelmäßige Wechseln der Kleidung wichtig. Denn der Körpergeruch entsteht nicht direkt durch den Schweiß oder andere Substanzen, sondern durch Bakterien, die sich davon ernähren und dabei müffelnde Gase freisetzen. Frisch gewaschene Haut und Kleidung kann also kaum riechen. Wichtig bei Hitze: Nie kalt duschen, da dies das Schwitzen stark ankurbelt. Lauwarmes Wasser kühlt besser und nachhaltiger. Reicht morgendliches Duschen nicht aus, um frisch durch den Tag zu kommen, kann dem erneuten Entstehen von Körpergeruch beispielsweise durch mikrobiologische Bodylotion oder mikrobiologisches Bodyspray von Homedica Naturkosmetik vorgebeugt werden. Neben pflegenden und beruhigenden Inhaltsstoffen wie Sanddornöl oder Dexpanthenol enthalten sie spezielle Mikroorganismen, die biologische Substanzen auf der Haut vollständig zersetzen, ohne dabei Gerüche zu verursachen. Infos dazu gibt es auch unter www.homedica.de. Bei regelmäßiger Anwendung kann eine Depotwirkung eintreten, die bis zu 14 Stunden für eine Geruchsneutralisierung sorgt.

Vorsicht mit Rauch, Fisch und Parfüm

Zusätzlich zum eigenen Körpergeruch können auch durch externe Faktoren olfaktorische Belästigungen entstehen. So lässt kalter Zigarettenrauch, der in Kleidung und Haaren hängt, viele zurückschrecken. Wer das Rauchen einstellt, den mögen deshalb schnell mehr Menschen gut riechen. Bei der Arbeit mit stark riechenden Produkten, etwa Fisch, kann das Tragen von Handschuhen dafür sorgen, dass der Geruch sich nicht in der Haut festsetzt. Und nicht zuletzt sollten Deos und Parfüms immer nur sparsam eingesetzt werden. Denn der eigene Lieblingsduft muss nicht jedem gefallen.(djd).

NEUER PODCAST „RAUS AUS DER DEPRESSION“

Mit Entertainer Harald Schmidt und Experte
Prof. Ulrich Hegerl
NDR-Info-Podcast ab heute in der

ARD-Audiothek und auf NDR.de/rausausderdepression

© Deutsche Depressions Hilfe

Hamburg/ Leipzig, 29.6.2021 – Woran erkenne ich, dass ich an einer Depression leide? Welche Therapien helfen? Welche Auswirkungen hat die Erkrankung auf Familie und Partner? Über Depressionen reden hilft, die Krankheit besser zu verstehen – mit Betroffenen, Angehörigen, und vor allem mit Experten, wie in dem neuen Wissenschafts-Podcast „Raus aus der Depression“ von NDR Info.
Entertainer Harald Schmidt, seit über zehn Jahren Schirmherr der Stiftung Deutschen Depressionshilfe, ist Gastgeber des Podcast. Er spricht mit Betroffenen und fragt, wie es Ihnen geht und wie sie gelernt haben mit einer Depression zu leben. In Kooperation mit der Stiftung Deutsche Depressionshilfe wird in jeder Folge ein anderer Aspekt der Erkrankung behandelt. Über Ursachen, Auslöser und Behandlungen klärt Ulrich Hegerl auf, er ist Vorsitzender der Deutschen Depressionshilfe und hat die Senckenberg-Professur an der Psychiatrie der Universität Frankfurt inne.

Harald Schmidt: „Als Schirmherr der Deutsche Depressionshilfe war es mir ein großes Bedürfnis und auch Vergnügen, die Moderation des Podcasts zu übernehmen – und dank der Profis vom NDR geht das bequem von meiner Couch aus. Beeindruckt hat mich die große Offenheit meiner Gesprächspartnerinnen und Gesprächspartner, die einen, trotz der Krankheit, optimistisch entlassen. Mir wurde jetzt noch einmal sehr deutlich, wie wichtig es ist, das Umfeld der Erkrankten zu unterstützen. Ohne Hilfe von außen scheint mir das nur sehr schwer zu schaffen. Im besten Fall bietet der Podcast eine erste Orientierung für Betroffene und auch neue Anstöße, wie Hilfe möglich ist.“

Prof. Dr. Ulrich Hegerl, Vorsitzender der Deutschen Depressionshilfe/ Senckenberg-Professur an der Klinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie der Goethe-Universität Frankfurt: „Depressionen sind eigenständige, schwere Erkrankungen und mehr als eine Reaktion auf schwierige Lebensumstände. Jeder fünfte Bundesbürger erkrankt ein Mal im Leben an einer Depression. Im Podcast wollen wir wissenschaftlich fundierte Information über die Erkrankung und ihre Behandlung geben. So können wir erreichen, dass die guten Behandlungsmöglichkeiten besser als bisher genutzt werden und so viel unnötiges Leid für Betroffene und deren Angehörige vermieden wird.“

Christiane Uebing, Aktuell-Chefin von NDR Info: „Der NDR Info Podcast ‚Das Coronavirus-Update‘ mit mehr als 100 Millionen Abrufen hat uns gezeigt, dass das Bedürfnis nach wissenschaftlich fundierter Information sehr groß ist. An das Feedback unserer Hörerinnen und Hörer wollen wir anknüpfen und mit renommierten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern auch künftig große gesellschaftliche Themen vertiefen. Ein Podcast ist hierfür das perfekte Medium. Professor Ulrich Hegerl setzt sich seit mehr als 30 Jahren für die Erforschung und Aufklärung von Depression ein – wir freuen uns, dass wir ihn gemeinsam mit Harald Schmidt für dieses Projekt gewinnen konnten.“

Die erste Podcast-Folge am Dienstag, 29. Juni 2021, beschäftigt sich mit den Fragen, was Depression überhaupt ist und wie sich eine depressive Erkrankung von Stress, Burnout, Trauer oder schlecht drauf sein unterscheidet. Als Gesprächspartner begrüßt Harald Schmidt Podcaster Lars Tönsfeuerborn, dessen Mutter sich aufgrund einer Depression vor 18 Jahren das Leben nahm. Er selbst war 2013 erkrankt.
In den weiteren Podcast-Folgen kommen Harald Schmidt und Prof. Dr. Ulrich Hegerl ins Gespräch mit Autor, Coach und Unternehmensberater Walter Kohl, Journalist Benjamin Maack, Musikjournalistin und DJ Miriam Davoudvandi, Lyrikerin und Singer-Songwriterin Clara Louise sowie Moderatorin, Autorin und Influencerin Victoria Müller und Schriftstellerin Jasmin Schreiber. Und auch die Fragen der Hörerinnen und Hörer werden in jeder Podcast-Folge beantwortet.

Der Podcast ist ab sofort abrufbar unter www.ndr.de/rausausderdepression, in der ARD Audiothek und überall, wo es Podcasts gibt.

AUF DEN DARM ACHTEN

Junge Frau sitzt auf Toilette
Träger Darm: Nicht nur ältere Menschen sind von Verstopfung betroffen Foto: djd/Sanofi/Dulcolax/iStock/Prostock-Studio

Mythen-Check: Was bei Verstopfung hilfreich ist und was nicht

Stillstand auf dem stillen Örtchen? Rund 15 Prozent der Deutschen leiden mindestens einmal im Jahr daran. Dennoch ranken sich immer noch so einige Mythen und Halbwahrheiten um den trägen Darm. Das beginnt schon damit, wann genau man eigentlich von einer „Verstopfung“ spricht. Bei vielen gilt die Annahme, dass dies bei weniger als dreimal die Woche Stuhlgang der Fall ist. Tatsächlich ist nicht allein die Häufigkeit des Stuhlgangs entscheidend. Prof. Peter Layer, Ärztlicher Direktor am Israelitischen Krankenhaus Hamburg, erklärt: „Um zu beurteilen, ob eine Verstopfung vorliegt, sollte man unbedingt subjektive Empfindungen der Betroffenen berücksichtigen. Denn auch ein mühsamer, harter Stuhlgang oder die Notwendigkeit stark zu pressen sind deutliche Anzeichen einer Verstopfung.“

Nicht nur Ältere sind betroffen

Ebenso wenig stimmt der verbreitete Mythos, dass nur Ältere von dem Problem betroffen sind. Auch junge Menschen können unter einem trägen Darm leiden, wie aktuelle Ergebnisse der Darmtrend-Umfrage 2021 im Auftrag von Sanofi bestätigen. Es sind vor allem die 18- bis 39-Jährigen, die in den letzten 12 Monaten – und damit im Vergleich zu vor der Pandemie – eine Verschlechterung ihrer Verdauung wahrnahmen. Bleiben noch die Mythen zur Behandlung der Beschwerden. Hier wird oft zu ballaststoffreicher Ernährung geraten. Und wirklich kann dies bei einer Neigung zu Verstopfung vorbeugend wirken. Ist diese aber schon eingetreten, sind eher effektive Wirkstoffe wie Bisacodyl, Natriumpicosulfat und Macrogol gefragt. Sie sind etwa zu finden in der Produktpalette von Dulcolax beziehungsweise in DulcoSoft und können je nach individueller Situation schnell oder nach mehreren Stunden für Befreiung sorgen – zum Beispiel als kurzfristige Lösung des Problems oder planbar über Nacht. So lässt sich wissenschaftlichen Studien zufolge nachweislich die Lebensqualität der Betroffenen steigern. Zudem sind alle drei Wirkstoffe gut verträglich.

Die Auswirkungen der Pandemie

Bemerkenswert ist auf jeden Fall, dass die Corona-Zeit offenbar Auswirkungen auf den Darm hat, was wohl am veränderten Lebensstil liegt: mehr Sitzen, weniger Bewegung und mehr Stress etwa durch Homeoffice und Kinderbetreuung zu Hause. So bestätigten in der Darmtrend-Umfrage 46 Prozent der 30- bis 39-Jährigen, sich weniger zu bewegen und deshalb öfter das Gefühl zu haben, verstopft zu sein. Darum sollten Betroffene hier gezielt aktiv werden. Tipps gibt es auch unter www.dulcolax.de. Ein täglicher Spaziergang, Entspannungstechniken und genügend bewusste Erholungspausen beispielsweise können vorbeugend wirken.(djd).

BEWEGUNG IST DIE BESTE MEDIZIN

Senioin mit Kurzhantel
Mit Kraftsport lassen sich Muskeln gezielt aufbauen. Auch für Senioren ist er gut geeignet. Foto: djd/Hermes Arzneimittel/Image Source

Muskeln schützen Rücken und Gelenke vor Schmerzen und halten länger gesund

Fitte und kräftige Muskeln dienen auch im höheren Alter als beste Stütze. Sie tragen das Körpergewicht, halten den Körper gerade, stützen den gesamten Bewegungsapparat und schützen so die Gelenke vor Verschleiß und den Rücken vor Schmerzen. Wer für gut trainierte Muskeln sorgt, fühlt sich also nicht nur besser, sondern kann auch viel mehr erreichen. Es ist deshalb wichtig, im Alltag in Bewegung zu bleiben. So bringt es bereits viel, Einkäufe statt mit dem Auto lieber zu Fuß oder mit dem Rad zu erledigen, statt des Aufzugs die Treppe zu nehmen oder regelmäßig im Garten oder beim Heimwerken aktiv zu werden.

Kraftsport tut auch Senioren gut

Noch besser gelingt Muskelaufbau und -kräftigung mit Sport. Kraftsport im Fitnessstudio ist besonders effektiv und heute längst nicht mehr nur etwas für junge Leute. Immer mehr Ältere entdecken die Vorteile von wetterunabhängigem Training an modernen Geräten, bei dem Problemstellen gezielt angegangen werden können. Dabei vermeidet man unter fachkundiger Anleitung Fehlbelastungen, und es zeigen sich schnell Erfolge. Wer lieber joggt oder Tennis spielt, tut ebenfalls viel für seine Gesundheit. Denn wichtiger als die Art und Weise der Bewegung ist es, überhaupt in Schwung zu kommen. Damit die Muskeln genug Energie haben und nicht verkrampfen, ist außerdem eine gute Magnesiumversorgung wichtig. Reich an dem Muskelmineral sind etwa Brokkoli, Vollkornbrot, Hülsenfrüchte, Kartoffeln und Nüsse. Eine Extraportion kann Biolectra Magnesium aus der Apotheke liefern – mehr dazu auch unter www.biolectra-magnesium.de. Es ist in zahlreichen Dosierungen und Darreichungsformen erhältlich und unterstützt die normale Muskelfunktion.

Muskeln als körpereigene Apotheke

Aktive Muskeln werden aber nicht nur stärker und stützen besser: Die Muskulatur, die zusammengenommen zu einem der größten stoffwechselaktiven Organe des Körpers zählt, wirkt zusätzlich wie eine körpereigene Apotheke. Bei Bewegung schütten die Muskeln wichtige Botenstoffe aus, die sogenannten Myokine, die im ganzen Körper positive gesundheitliche Wirkungen entfalten. So können diese Entzündungsprozesse hemmen, den Abbau von ungesundem Bauchfett unterstützen und Diabetes Typ 2, Demenz, Herzinfarkt, Krebs und Osteoporose vorbeugen. Bewegung ist also tatsächlich in vieler Hinsicht die beste Medizin.(djd).

SCHNARCHEN ODER MEHR?

Oft erkennt es die Frau zuerst, wenn beim Schnarchen des Partners etwas nicht stimmt. Foto: djd/Inspire/Getty Images/EmirMemedovski

Obstruktive Schlafapnoe: Unterschätzte Volkskrankheit mit gravierenden Folgen

Viele Paare kennen das. Kaum hat man sich hingelegt, geht es oft schon los: Ein erstes Schnaufen, Röcheln oder Schnorcheln kommt von der anderen Bettseite, das sich schlimmstenfalls zu einem geradezu ohrenbetäubenden Lärm steigert. Die Nachtruhe ist dahin. Wenn der Partner schnarcht, bleibt der eigene Schlaf auf der Strecke. Hört man aber neben der nächtlichen Sägerei zusätzlich noch deutliche Atemaussetzer, ist vor allem auch Anlass zur Sorge gegeben. Denn lautes Schnarchen und Tagesmüdigkeit können Hinweise auf eine Obstruktive Schlafapnoe (OSA) sein.

Atemwege verschließen sich

Die Erkrankung betrifft schätzungsweise rund 20 Millionen Menschen in Deutschland und ist doch kaum bekannt. Hierbei verschließen sich die oberen Atemwege, weil der Zungenmuskel und die benachbarten Bereiche erschlaffen. Der Atem setzt aus und der Sauerstoffgehalt im Blut sinkt und löst immer wieder kurze Weckreaktionen aus, die zu einem nicht erholsamen Schlaf führen. Das kann gravierende Folgen haben. So kämpfen Betroffene mit Tagesmüdigkeit, Kopfschmerzen, Gereiztheit oder Potenzproblemen. „Eine obstruktive Schlafapnoe kann außerdem Langzeitfolgen wie Herzinfarkt, Schlaganfall, Bluthochdruck, Typ-2-Diabetes und Depressionen nach sich ziehen“, erklärt Prof. Dr. Heiser vom Klinikum rechts der Isar in München. Standardtherapie ist die Behandlung mit einer sogenannten CPAP-Maske, welche die Atemwege durch leichten Überdruck offenhält. „Viele Patienten klagen jedoch über Nebenwirkungen wie Mundtrockenheit, eine gereizte oder verstopfte Nase sowie Druckstellen. Dann kann als Alternativmethode ein Zungenschrittmacher eingesetzt werden“, so der Mediziner. Der Inspire Zungenschrittmacher etwa funktioniert auf Knopfdruck und arbeitet im Einklang mit dem natürlichen Atemrhythmus, der während des Schlafs kontinuierlich gemessen wird.

Wieder erholt aufwachen

Durch eine milde Stimulation werden die Atemwege offengehalten und der Schlaf in seiner Qualität unterstützt. Dies geschieht so sanft, dass es die Betroffenen nachts nicht stört und sie morgens erholt aufwachen. Unter www.therapie-auf-knopfdruck.de oder der kostenlosen Hotline 0800-0009-7890 gibt es mehr Informationen zu der Therapie. Die Kosten übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen, wenn eine mittlere bis schwere obstruktive Schlafapnoe vorliegt, kein starkes Übergewicht besteht und die CPAP-Maske nicht ausreichend wirkt. (djd).

Patienten berichten von ihren Behandlungserfahrungen in der Pandemie

Schwester mit Covid Teststäbchen
©stylephotographs-123rf.de

Auf Online-Plattform über ihre Behandlungserfahrungen berichten

Frankfurt am Main, 20. Mai 2021. Ab sofort können Patientinnen und Patienten auf einer Online-Plattform ihre positiven und negativen Behandlungserfahrungen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie teilen. Die Ereignismelde- und Lernplattform „CIRS Health Care“ wurde im April 2020 in einer Kooperation mit der Techniker Krankenkasse (TK) zunächst für die Beschäftigten in Krankenhäusern eingerichtet und jetzt auch für Patientinnen und Patienten geöffnet. Ziel des Projekts ist es, den Erfahrungsaustausch in der Situation der Pandemie zu fördern, Fehler zu erkennen, künftig zu vermeiden und damit die Patientensicherheit zu erhöhen. Alle Berichte werden vor der Veröffentlichung anonymisiert, um auszuschließen, dass beteiligte Personen und Institutionen identifiziert werden können.  
So berichten auf der Online-Plattform beispielsweise Angehörige, dass sie einen hochbetagten, schwerkranken Patienten in der Pandemie beim Arztbesuch nicht begleiten durften. In der Folge haben wichtige Informationen über eine fortgeschrittene Krebsdiagnose den Patienten und dessen Familie erst Tage später erreicht. Ein anderes Beispiel beschreibt, dass in einer Klinik eine Türe, die zum Raucherbereich im Freien führt, mit einem Keil offengehalten wurde, wodurch eine Zugangslücke ins Krankenhaus entstand. 

Wertvolle Erfahrungen
„Wir möchten jeden und jede Einzelne ermutigen, ihre Behandlungserfahrungen in der Corona-Pandemie mitzuteilen. Gerade Patientinnen und Patienten können aus ihrer besonderen Perspektive wertvolle Hinweise zu kritischen Vorfällen und positiven Erfahrungen geben, von denen das medizinische Personal sonst vermutlich nicht erfahren hätte. Dass das Berichtssystem in digitaler Form zur Verfügung steht, erleichtert es, die eigenen Beobachtungen und Erlebnisse unkompliziert zu berichten“, sagt Dr. Barbara Voß, Leiterin der TK-Landesvertretung in Hessen.
Speziell geschulte und erfahrene Patientensicherheits-Experten analysieren alle online eingereichten Beiträge, werten sie aus und erarbeiten zu jedem einzelnen Bericht Empfehlungen, damit andere Arztpraxen und Kliniken, aber auch Patientinnen und Patienten aus den Ereignissen lernen können. Daher können alle anonymisiert veröffentlichten Erfahrungsberichte gemeinsam mit den Empfehlungen online nachgelesen werden. So wollen die Kooperationspartner konstruktiv Verbesserungsprozesse anstoßen und die Patientensicherheit erhöhen.
So geben die Experten im oben geschilderten Fall beispielsweise den Rat an das medizinische Personal, mit viel Fingerspitzengefühl zu prüfen, auf welche Weise schwerkranke oder hochbetagte Patienten trotz der Zutritts- und Kontaktbeschränkungen im Krankenhaus von ihren Angehörigen begleitet und unterstützt werden können. Den Angehörigen wird empfohlen, die Kontaktdaten der ärztlichen Ansprechpartner einzufordern und um ein persönliches Gespräch zu bitten, das ggf. auch telefonisch stattfinden kann. Im Fall der offenen Außentüre zum Raucherbereich weisen die Experten darauf hin, wie wichtig es ist, dass alle Mitarbeitenden mit offenen Augen durch das Haus gehen, um so für Zugangssicherheit zu sorgen.

Unverzichtbare Patientenperspektive
„Die Erfahrungen und Wahrnehmungen von Patientinnen und Patienten im Rahmen einer medizinischen Behandlung und deren Auswirkungen auf das persönliche Befinden und ihre Lebensqualität sind unverzichtbare Informationen für alle beteiligten Berufsgruppen in den Praxen und Krankenhäusern. Die Patienten ermöglichen dem medizinischen Personal mit dieser Rückmeldung, Risiken, aber oft auch Kommunikationsdefizite zu erkennen. So können Fehlerquellen effektiv beseitigt und die Patientinnen und Patienten noch sicherer versorgt werden“, sagt Dr. Kyra Schneider, Patientensicherheitsbeauftragte und Leiterin der Stabsstelle Patientensicherheit und Qualität am Universitätsklinikum Frankfurt.

Plattform für Patienten geöffnet
„Die Patientinnen und Patienten bringen ihre Erfahrungen aus dem Behandlungsalltag ein und berichten aus erster Hand, wo ihnen der Schuh drückt, damit aus Fehlern gelernt werden kann. Unser Anliegen ist es aber auch, für besonders gute Lösungen und Konzepte zu werben“, sagt Hardy Müller, Beauftragter der TK für Patientensicherheit. Er begrüßt daher, dass es auf der Plattform auch erste Berichte gibt, die besonders gute, nachahmenswerte Erfahrungen beschreiben. So berichtet ein Patient beispielsweise von einem vorbildlichen Hygienekonzept in einer Praxis für Kardiologie.  

WARZEN: NICHT SCHON WIEDER!

Mutter tanzt mit Tochter in Küche
Achtung, ansteckend: Innerhalb der Familie werden Warzenviren leicht weitergegeben. Foto: djd/Excilor/Getty Images/gradyreese

Warum Kinder von Warzeninfektionen besonders häufig betroffen sind

Endlich Sommer: Dicke Socken und Pullis wandern in die hinteren Regionen der Schränke, nun sind offene Schuhe und T-Shirts angesagt – es ist Freiluftsaison. Kleine wie große Menschen freuen sich, wenn es so bald wie möglich ins Freibad, an den Strand oder nächsten Baggersee geht. Spätestens jetzt ist es höchste Zeit, dass Eltern ihre Kids einer eingehenden Hautkontrolle unterziehen. Denn gerade Kinder im Wachstumsalter leiden häufig bis regelmäßig an Warzeninfektionen.

Schwächeres Immunsystem

Das liegt vor allem daran, dass ihr Immunsystem noch nicht so gut ausgebildet ist und gegen die verantwortlichen Humanen Papillomviren (HPV) entsprechend weniger Widerstand leisten kann. Außerdem sind Warzen grundsätzlich sehr ansteckend, weshalb rund 80 Prozent aller Menschen mindestens einmal im Leben damit zu tun haben. Daher sollten Mama und Papa genau hinsehen, ob sie die kleinen gutartigen Wucherungen an den Füßen oder auch den Händen ihrer Sprösslinge entdecken. Sie sind leicht zu erkennen: Gewöhnliche Warzen haben eine halbkugelige Form, sind gelblich-grau, stecknadelkopf- bis erbsengroß mit einer blumenkohlartigen Oberfläche. Dornwarzen treten nur an den Füßen auf, sind flacher, bräunlicher und können beim Gehen schmerzen. Bei einem Befall ist es wichtig, schnell aktiv zu werden, damit sich die Infektion nicht weiter ausbreiten kann und in der Familie oder an Freunde weitergegeben wird. Zur Behandlung haben sich vor allem Kryotherapie (Vereisung) und die Säureanwendung bewährt. In Excilor 2in1 gegen Warzen sind nun beide Methoden miteinander kombiniert und wirken damit doppelt aktiv gegen Warzen. Durch blitzschnelles Einfrieren (-50 Grad) des Warzenkerns und Abschälen der infizierten Schichten werden die verdickte Haut und das Virus entfernt, sodass gesunde Haut nachwachsen kann.

Ansteckung vorbeugen

Da eine Behandlung nur fünf Tage dauert und gut verträglich ist, eignet sie sich auch für Kinder ab vier Jahren. Ein detailliertes Video zur Anwendung findet sich unter www.excilor.de. Gegebenenfalls kann der Behandlungszyklus wiederholt werden. Zur Vorbeugung von Warzen bei den Jüngsten ist es sinnvoll, das Immunsystem gezielt zu stärken. Gesunde Ernährung und viel Bewegung an der frischen Luft sind hier die richtigen Maßnahmen. Letzteres fördert auch die Durchblutung, was die Ansiedelung der Erreger erschwert. Außerdem sollten die Kleinen vor allem im Schwimmbad immer Badeschlappen tragen. Und grundsätzlich gilt: keine Handtücher, Bademäntel oder Schuhe teilen.(djd).

VOM HERZ INS HIRN?

Portrait_Professor Dr. Heyder Omran
Professor Dr. Heyder Omran. Foto: djd/Abbott/Heyder Omran

Kleines Loch im Herz als Risikofaktor für Schlaganfall – das rät der Experte

Ein Schlaganfall kann jeden Menschen treffen. Häufig ist eine verschlossene Arterie der Auslöser. Jedoch kann die Ursache auch in einem PFO, einem persistierenden Foramen ovale, liegen. Dabei handelt es sich um eine angeborene lappenförmige Öffnung zwischen den beiden Vorhöfen des Herzens, die jeder menschliche Embryo hat. Allerdings verschließt sich dieses Loch bei etwa 25 Prozent der Menschen nicht ganz.

Illustration Herz mit Schirmchen
Das Implantat wird während eines interventionellen Eingriffs im PFO positioniert und verbleibt dort permanent. Foto: djd/Abbott


Ungeklärte Schlaganfälle

In der Regel verursacht ein PFO kaum Probleme und bleibt oft unentdeckt. „Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen jedoch, dass bei ungeklärten Schlaganfällen überproportional häufig ein PFO vorliegt“, erklärt Chefarzt Professor Dr. Heyder Omran, Facharzt für Innere Medizin und Kardiologie am St.-Marien-Hospital in Bonn. Durch das kleine Loch kann ein Blutgerinnsel, das sich beispielsweise in der Becken- oder Beinvene gebildet hat, direkt an der Lunge vorbei in den linken Vorhof gelangen und von dort aus über die Aorta ins Gehirn, wo es die Gefäße verstopft. „Ein Gefäßverschluss ist für circa 80 Prozent der Schlaganfälle verantwortlich“, so Professor Omran. Während Herzrhythmusstörungen oder Verengungen der Halsschlagader zu den häufigsten Ursachen eines durch einen Gefäßverschluss ausgelösten Schlaganfalls zählen, sind etwa 40 Prozent davon ungeklärt. Mediziner sprechen dann von einem kryptogenen Schlaganfall. Bei vielen dieser Patienten lässt sich ein PFO nachweisen.

Implantat Schirmchen
Mit einem Schirmchen-Implantat kann das kleine Loch im Herz verschlossen werden. Foto: djd/Abbott



Rettungsschirm spannen


Um bei diesen Patienten einen erneuten Infarkt zu vermeiden, gibt es verschiedene Therapieoptionen – sowohl medikamentöse als auch interventionelle, das heißt durch einen katheterbasierten Eingriff. Die Wahl des Vorgehens sollte immer individuell abgestimmt werden. Bei einer Behandlung mit Medikamenten kommen Blutgerinnungshemmer zum Einsatz, die der Entstehung von Gerinnseln vorbeugen. „Seit mehr als 20 Jahren stehen darüber hinaus Systeme zum Verschluss des PFOs zur Verfügung. Sie haben gemeinsam, dass sie über einen Herzkatheter eingeführt und das Loch mit einem Schirmchen-Implantat wie dem Amplatzer PFO-Okkluder von Abbott verschließen“, so der Chefarzt aus Bonn. Dieser Eingriff werde heute fast immer unter Sedierung durchgeführt und sei extrem sicher. Zudem konnten in den letzten Jahren mehrere Studien beweisen, dass diese Therapie insbesondere bei jüngeren Patienten und bei Patienten mit Risikomerkmalen der medikamentösen Therapie überlegen ist. „Daher empfehlen medizinische Fachgesellschaften gerade bei diesen Patienten eine interventionelle Therapie“, erklärt Professor Dr. Omran. Weitere Informationen über Risikofaktoren und Behandlungsoptionen finden Betroffene auf www.vermeide-schlaganfall.de.(djd).

TRAMPOLIN – UNFALLFREIES SPRINGVERGNÜGEN

Junges Mädchen beim Trampolin springen
©Sergey Novikov-123rf.de

Diese Frühlingsregeln gelten auf dem Sportgerät

Der Absprung vom Trampolin hoch in die Luft trainiert die Muskeln und macht zudem auch noch Spaß. Ein guter Zeitvertreib für Kinder und bewegungsfreudige Erwachsene, gerade in Corona-Zeiten. Damit das Springvergnügen ungetrübt bleibt, raten Orthopäden und Unfallchirurgen allen alten und neuen Jumperinnen und Jumpern zur Beachtung einiger Regeln. „Grundsätzlich fördert das Trampolinspringen die Stärkung der kindlichen Muskulatur und sorgt für einen guten Bewegungsausgleich. Aber ein Trampolin ist ein Sportgerät und kein Spielgerät. Daher muss man einige Dinge beachten, damit es nicht zum Unfall kommt“, sagt Prof. Dr. Michael J. Raschke, stellvertretender Präsident der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU) und Präsident der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU).

Mit dem Frühling und den steigenden Temperaturen werden auch wieder zahlreiche Gartentrampoline in Betrieb genommen. Gerade in Corona-Zeiten freuen sich die Kinder, endlich mit Freude ihre Kräfte auszulassen. Denn beim Trampolin steht der Spaß im Vordergrund – da denkt keiner an einen Unfall. Doch schnell ist er geschehen, besonders wenn Bewegungsroutinen noch fehlen. „Gerade mit dem Frühlingsbeginn sehen wir besonders viele Unfälle durch das Trampolinspringen. Das Körpergefühl und das motorische Gedächtnis müssen nach der Pause erst wieder aktiviert werden. Man sollte sich daher in den ersten Tagen nur locker einspringen und vor allem vorher auch das Trampolin auf seine Sicherheit hin überprüfen“, sagt Prof. Dr. Robert Rödl, Vorsitzender der DGOU-Sektion Vereinigung für Kinderorthopädie (VKO).

Denn ist die Ungeduld zu groß, kann der Riesenspaß schnell beim Arzt oder im Krankenhaus enden. Typischerweise sind die Ellenbogen sowie die Kopf-Nacken-Region verletzungsgefährdet. Neben Zerrungen und Prellungen können komplizierte Brüche auftreten, im schlimmsten Fall mit bleibenden Nervenschäden. Die Folgen eines zu übermütigen Auftakts kennt Prof. Dr. Dr. Peter Schmittenbecher, Vorsitzender der DGU-Sektion Kindertraumatologie nur zu gut: „Wir sehen häufig Prellungen und Verstauchungen am Hand- und Kniegelenk, ebenso Brüche an Armen und Beinen. Auch Gehirnerschütterungen und Verletzungen der Wirbelsäule treten immer wieder auf.“

„Wenn Kinder unterschiedlichen Alters gleichzeitig auf dem Trampolin springen, führt das leicht zum Katapulteffekt“

Dr. Christopher Spering

Besonders kritisch wird die Situation, wenn zwei oder mehr Kinder gleichzeitig auf dem Trampolin springen, dann wird die Lage schnell unübersichtlich. „Wenn Kinder unterschiedlichen Alters gleichzeitig auf dem Trampolin springen, führt das leicht zum Katapulteffekt“, sagt der Leiter der DGOU-Sektion für Prävention Dr. Christopher Spering. „Durch das unterschiedliche Gewicht kommt es zu einer Dynamik, die das leichtere Kind mitunter unkontrolliert durch die Luft fliegen lässt. Damit solche Situationen nicht auftreten, gehören Babys und Kleinkinder nicht auf das Trampolin.“

Deshalb ist es ratsam, langsam in die Saison zu starten und einige Regeln zu beachten. So bleibt das Trampolin ein Spaß ohne Tränen.

Einfache Frühlingsregeln minimieren die Risiken zum Saisonstart:

  • 5 Trampolinregeln:
  • Kinder sollten nur allein springen. Wenn mehrere Kinder zusammen springen, besteht Verletzungsgefahr durch einen Zusammenstoß.
  • Gewagte Sprünge sind tabu. Saltos nur im Turnverein auf professionellen Trampolinen unter Anleitung üben.
  • Während des Springens nicht essen, um Zungenbisse zu verhindern.
  • Spielzeug oder Bälle gehören nicht aufs Trampolin.
  • Nach 5 Minuten sollte eine Pause eingelegt werden, Ermüdung führt zu unsicheren Sprüngen.
  • Trampolincheck:
  • Nach dem Winter unbedingt kontrollieren, ob alle Sprungfäden noch intakt und nicht angerostet sind.
  • Ist das Trampolin im Boden eingebaut (Inground Trampoline), sollte geprüft werden, ob die Bodenfreiheit noch ausreichend ist.
  • Fangnetzte auf Risse und Schäden kontrollieren. Das UV-Licht und die Witterung lassen das Material schnell altern.

Weitere Informationen:
www.dgou.de

HOBBY-BASTLER, AUFGEPASST!

Mann verletzt sich beim  Heimwerken
Autsch! Gerade an den Händen verletzten sich Heimwerker leicht. Schutzhandschuhe können hier oft vorbeugen. Foto: djd/Hermes Arzneimittel/jackfrog – stock.adobe.com

Beim Heimwerken kommt oft die Sicherheit zu kurz

Gerade während der Pandemie boomt „Do it yourself“, wie die steigenden Umsätze von Bau- und Gartenfachmärkten zeigen. Doch beim privaten Werkeln mit Zange, Hammer und Säge kommt oft die Sicherheit zu kurz: Laut dem „Deutschen Kuratorium für Sicherheit in Heim und Freizeit“ ereignen sich rund 300.000 Unfälle pro Jahr beim Heimwerken. Häufig sind Schürf- und Schnittwunden, aber auch Quetschungen, Stiche und Fremdkörper in der Haut sowie Verbrennungen. Hobby-Bastler sollten hier gut vorbeugen. Das beginnt damit, sich Zeit und Ruhe für die Arbeit zu nehmen und nicht zu hetzen oder zu improvisieren. Eine gute Planung erhöht ebenfalls die Sicherheit.

Richtige Ausrüstung, sicherer Stand

Für den Eigenschutz bei der Heimarbeit sind Kleidung ohne flatternde Zipfel oder Fransen und feste Schuhe die Basis. Gut sitzende Arbeitshandschuhe – und je nach Bedarf ergänzen Schutzbrille, Helm, Staubmaske oder Ohrenschützer das Outfit. Beim Werkzeug gilt: Qualität vor Quantität. Es sollten nur intakte, sicherheitsgeprüfte Geräte verwendet werden – und diese nur für den Zweck, für den sie auch bestimmt sind. Gerade DIY-Einsteiger lassen sich beim Kauf am besten im Fachhandel beraten. Vor der ersten Inbetriebnahme ist die Gebrauchsanleitung gründlich zu studieren. Wird ein Gerät gerade nicht gebraucht, immer den Netzstecker ziehen und es ordentlich wegpacken.

Um die Gefahr von Stürzen zu minimieren, sollten bei Arbeiten in der Höhe ausschließlich sichere Tritte, Leitern oder Gerüste zum Einsatz kommen. Für den Fall der Fälle ist außerdem ein gut ausgestatteter Erste-Hilfe-Kasten ein Muss. Er sollte neben Pflastern, Verbandszeug, Schere und Pinzette ein Antiseptikum wie Betaisodona Salbe oder Lösung enthalten, denn selbst kleine Wunden können sich leicht entzünden. Der enthaltene Wirkstoff Povidon-Iod bekämpft 99,9 Prozent aller relevanten Keime, und die alkoholfreie Rezeptur brennt nicht auf der Haut.

Kleine Wunden selbst versorgen

Wer sich trotz Vorsichtsmaßnahmen etwas geschnitten, geschürft, gequetscht oder verbrannt hat, geht am besten in drei Schritten vor: reinigen der Wunde mit fließendem Wasser oder steriler Kochsalzlösung, sorgfältig desinfizieren und schließlich mit einem Pflaster oder Verband schützen. Tipps zur Wundversorgung gibt es auch unter www.betaisodona.de. In den folgenden Tagen sollte die Wunde gut beobachtet werden. Färbt sich die Jodsalbe von Braun zu Gelb, kann das Desinfizieren wiederholt werden. Bei tiefen, stark blutenden Wunden oder Komplikationen bei der Heilung ist immer ein Arzt aufzusuchen.(djd).

GESUNDHEITLICHE RISIKEN DURCH PESTIZIDRÜCKSTÄNDE AUF SCHNITTBLUMEN?

Rosenstrauss in Rot und Pink
©Konstantin Malkov-123rf.de

Zierpflanzen wie Schnittblumen werden mit Pflanzenschutzmitteln vor Schädlingen geschützt. Es stellt sich die Frage, ob Rückstände von Pflanzenschutzmittelwirkstoffen die Gesundheit von Floristinnen und Floristen, aber auch von Verbraucherinnen und Verbrauchern
gefährden können. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) hat auf der Basis von Literaturrecherchen und Daten anderer Institutionen mögliche gesundheitliche Risiken durch Pflanzenschutzmittelrückstände auf Schnittblumen aus europäischer Produktion sowie anderer Exportländer bewertet.
Das BfR kommt nach Auswertung der vorliegenden Daten zu der Einschätzung, dass von den in Deutschland gehandelten Schnittblumen gesundheitliche Beeinträchtigungen für Verbraucherinnen und Verbraucher nicht zu erwarten sind. Gleiches gilt für das Personal, das im Blumenhandel tätig ist und mit Schnittblumen umgeht, sofern empfohlene Hygienestandards
eingehalten werden.(BfR)

LICHTSCHUTZ BEI MIGRÄNE

Frau sitzt am Tisch mit Smartphone
Menschen mit Migräne sind oft besonders empfindlich gegen starke Lichtreize. Foto: djd/A. Schweizer/quadratmedia

Besonders künstliche Beleuchtung kann die quälenden Kopfschmerzen triggern

Anfallartig auftretende, pulsierende Kopfschmerzen, oft begleitet von Übelkeit, Erbrechen, Licht- und Geräuschempfindlichkeit: Migräne ist kein Spaß und für Betroffene sehr belastend. Etwa 14 Prozent aller Frauen und 7 Prozent aller Männer leiden regelmäßig unter den Schmerzattacken. Die genauen Ursachen der Migräne sind nicht bekannt, es spielen wohl genetische Faktoren sowie bestimmte Botenstoffe im Gehirn eine Rolle. Akute Migräneanfälle werden oft durch bestimmte Auslöser getriggert. Dazu werden etwa Stress und Schlafmangel, hormonelle Schwankungen, Rotwein, Nikotin und Reizüberflutung gezählt.

Belastende Reize vermeiden

Auch starkes Licht kann ein Auslöser für die quälenden Kopfschmerzen sein, insbesondere Kunst-, Neon- oder Leuchtstoffröhren-Licht. Zudem werden die Beschwerden während eines Anfalls oft durch Lichtreize verstärkt. Entlastung können dann spezielle Brillengläser bieten, etwa Migräne-Comfort von Schweizer Optik. Sie filtern energiereiches blaues Licht sowie Wellenlängen im Grünbereich, auf die Migränepatienten Tests zufolge besonders sensibel reagieren, zu einem großen Teil heraus. Die wahrgenommene Farbveränderung bleibt dabei gering, sodass keine Eingewöhnung nötig ist und die Brillen für den Einsatz in Innenräumen hell genug sind. Es empfiehlt sich, sie auch präventiv oder zumindest bei bevorstehenden Triggern zu tragen. Die Anpassung sollte immer durch spezialisierte Augenoptiker erfolgen, Adressen finden sich unter www.schweizer-optik.de. Die Filter können mit der Sehstärke entsprechenden Korrekturen, zusätzlichen Tönungen oder Polarisation kombiniert und auch als Übersetz- oder Sonnenbrille getragen werden.

Migränetagebuch führen

Um auslösende Trigger zu identifizieren und zu vermeiden, wird außerdem das Führen eines Migränetagebuchs empfohlen. Dort wird eingetragen, wann, wie stark und bei welchem Anlass die Anfälle aufgetreten sind. So lassen sich persönliche Auslöser identifizieren und in Zukunft leichter meiden. Auch ausreichend Schlaf, regelmäßige Mahlzeiten und genug Flüssigkeit können Migräneanfällen vorbeugen. Sind die quälenden Kopfschmerzen da, helfen meist Schmerzmittel, Ruhe und Dunkelheit. Auch mit kühlenden Kompressen lassen sich die Beschwerden oft lindern. In schweren Fällen können in Rücksprache mit dem Arzt spezielle Migränemittel, sogenannte Triptane, angewendet werden.(djd).

KINDEROHREN SANFT PFLEGEN

Kind mit Schaum aif dem Kopf
Vorsicht beim Baden und Waschen: Es sollten möglichst kein Schaum und Wasser tiefer ins Ohr gelangen.
Foto: djd/Vaxol Ohrenspray/Getty Images/Maria Mikhaylichen

Bei der Reinigung ist besondere Umsicht gefragt

Gerade Kinder produzieren häufig übermäßig Ohrenschmalz. Viele Eltern fühlen sich dann versucht, die bräunlich-klebrige Masse gründlich zu entfernen – und greifen zu Wattestäbchen. Doch HNO-Ärzte warnen ausdrücklich vor deren Gebrauch. Die Stäbchen können leicht das noch so kleine, aber komplexe Gehörsystem verletzen. Auch warmes Wasser und Seife sind nicht geeignet, um die Ohren zu reinigen. Denn die fettlösende Wirkung würde die Schutzschicht angreifen. Wichtig ist es nämlich, sich klarzumachen, dass Ohrenschmalz (Cerumen) kein Schmutz ist. Es handelt sich um ein wachsartiges Sekret des Gehörgangs, welches die empfindliche Haut schützt und das Eindringen von Krankheitserregern verhindert. Daher muss es nur bei einer vorhandenen Überproduktion vorsichtig entfernt werden.

Mutter küsst ihr Babay beim Abtrocknen

Eltern wollen bei ihren kleinen Lieblingen alles richtig machen – das gilt auch für die Ohrenhygiene.

Foto: djd/Vaxol Ohrenspray/Getty Images/Yuri Arcurs

Ohrenschmalzpfropf vermeiden

Wattestäbchen allerdings können neben den erwähnten Verletzungen auch dazu führen, dass Ohrenschmalz tiefer in den Gehörgang an das Trommelfell gedrückt wird. Hier trocknet es dann oft ein und bildet einen unangenehmen Pfropf, was wiederum das Hörvermögen und damit die gesunde Entwicklung beeinträchtigen kann. Aufgrund der spezifischen Struktur des äußeren Gehörgangs von Kindern ist es daher mitunter ratsam, die Selbstreinigung zu unterstützen. Sanfte Pflege und Reinigung ermöglicht etwa ein spezielles Ohrenspray wie Vaxol aus der Apotheke. Es enthält hochwertiges Olivenöl in pharmazeutischer Qualität und wird mittels eines einfachen Sprühsystems wohldosiert ins Außenohr abgegeben. Hier fördert es die Aufweichung und den natürlichen Entfernungsprozess von Ohrenschmalz. Dabei ist das Spray bereits für Kinder ab einem Jahr geeignet. Unter www.vaxol.de finden Eltern eine genaue und bebilderte Anleitung zur richtigen Anwendung.

Achtung beim Baden

Vorsicht ist auch geboten beim Planschen in der Badewanne. Die meisten kleinen Kinder lieben es. Dennoch sollten Mama und Papa darauf achten, dass möglichst kein Wasser, Schaum oder Shampoo in die Ohren gelangt, also der Kopf oberhalb der Wasseroberfläche gehalten wird. Wird die Ohrmuschel dennoch nass, was beim vergnügten Spritzen und beim Haarewaschen natürlich leicht passieren kann, sollte sie mit einem weichen Handtuch abgetrocknet werden. Grundsätzlich gilt es zudem, die lieben Kleinen regelmäßig dem Arzt vorzustellen und die Ohren checken zu lassen.(djd).

DIE SEELE LEIDET MIT

Frauenportrait in der Mitte geteilt. Gesund und erkrankt
Rötungen ade: Mit einer konsequenten Therapie kann bei Rosacea oft Erscheinungsfreiheit erreicht werden. Foto: djd/rosacea-info.de/Alessandro Grandini – stock.adobe.com

Bei der Hauterkrankung Rosacea ist die unsichtbare Belastung enorm

(djd). Die äußeren Zeichen sind meist unübersehbar: Pusteln, Papeln und anhaltende Rötungen, die sich über Nase und Wangen ausbreiten. Viele Rosacea-Patienten leiden jedoch auch an unsichtbaren Symptomen wie juckender oder schmerzender Haut sowie psychischen Problemen und Einschränkungen der Lebensqualität. Diese Auswirkungen werden häufig unterschätzt. Ergebnisse der weltweiten Umfrage „Beyond the visible: rosacea and psoriasis of the face“ von 2020 zeigen, dass die Krankheitsbelastung vieler Patienten enorm hoch und mit der von Schuppenflechte (Psoriasis) im Gesicht vergleichbar ist.

Die Lebensqualität verbessern

Besonders die Seele leidet mit. So beklagen 34 Prozent der Befragten ein geringes Selbstwertgefühl. Jeder zweite Betroffene berichtet über mäßige bis schwere Depressionen. An moderater bis schwerer Angst leiden nach eigenen Angaben 34 Prozent und 70 Prozent sind beunruhigt darüber, dass ihr Umfeld die Hauterkrankung im Gesicht bemerken könnte. Ausführliche Berichte zur Umfrage sind einsehbar unter www.rosacea-info.de/leben-mit-rosacea. Um die Lebensqualität zu verbessern, ist daher eine erfolgreiche Behandlung extrem wichtig. Das Ziel sollte dabei immer sein, keine neuen Schübe der Hauterkrankung zu erleiden und vollständig erscheinungsfrei beziehungsweise „clear“ zu werden. Immerhin 44 Prozent der Rosacea-Patienten wissen bereits, dass dies möglich ist. Für den Erfolg der Therapie ist entscheidend, dass die Betroffenen dauerhaft mit ihrem Hautarzt im Gespräch sind. Nur so kann der Dermatologe langfristig und zielgerichtet eine auf die jeweilige Person zugeschnittene Behandlung verordnen. Diese muss gegebenenfalls auch immer wieder einmal angepasst werden.

Was man selbst tun kann

Auch mit ihrem eigenen Verhalten können Patienten den Verlauf der Hautkrankheit zu einem guten Teil mitbeeinflussen. Das heißt vor allem, bestimmte Faktoren zu vermeiden, die einen neuen Schub auslösen. Welche das sind, ist individuell unterschiedlich – die einen können gewisse Speisen nicht vertragen, andere reagieren stark auf UV-Strahlung oder alkoholische Getränke. Darum ist es sinnvoll, über die eigenen Gewohnheiten Buch zu führen. Dabei hilft etwa die kostenlose App „Rosacea-Tagebuch“, die im App Store und bei Google Play erhältlich ist. Hier kann man unkompliziert Hautzustand, Auslöser, Pflege und Therapie dokumentieren und lernen, besser mit der Erkrankung umzugehen. Zudem hat man eine gute Grundlage für das nächste Gespräch mit dem Arzt.

Screenshot der App
Die kostenlose App „Rosacea-Tagebuch“ kann dabei helfen, neue Krankheitsschübe zu vermeiden. Foto: djd/https://www.rosacea-info.de/

ALLTAG HOMEOFFICE: AN DIE VENEN DENKEN!

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Dr. Uwe Schwichtenberg

Viele Menschen arbeiten momentan von zu Hause am eigenen Schreibtisch. Die körperliche Aktivität reduziert sich, dabei müssen Körper und Blutgefäße jetzt besonders trainiert werden. Durch einfache Venenübungen bleibt das Blut im Fluss. Aufgrund der aktuellen Situation um das Coronavirus ist für viele das eigene Zuhause auch zum Arbeitsplatz geworden. Der Weg zur Arbeit und der Heimweg entfallen und die körperliche Bewegung kann zu kurz kommen. Morgens geht es direkt an den Schreibtisch und dort wird ein Großteil des Tages im Sitzen verbracht, ohne wichtige Pausen für Körper und Geist einzuhalten. „Gerade in diesen Zeiten sind regelmäßige Gymnastikübungen für unsere Venen besonders wichtig“, empfiehlt Prof. Dr. Rupert Bauersachs, Leiter des Aktionsbündnis Thrombose und Direktor der Abteilung Angiologie am Klinikum Darmstadt.

Was ist eine Thrombose und wie entsteht sie?

Menschen, die viel im Sitzen oder Stehen arbeiten, haben ein höheres Risiko, an einer Thrombose zu erkranken. Ärzte sprechen von einer Thrombose, wenn ein Blutgerinnsel ein Gefäß, z. B. eine Vene, verstopft und dadurch das Blut nicht ungehindert weiterfließen kann. Im Kreislaufsystem unseres Körpers sind die Venen für den Rückfluss des Blutes zum Herzen zuständig.

Die besondere Schwierigkeit dabei ist, dass den Tag über das Blut gegen die Schwerkraft aus den Beinen zum Herzen zurücktransportiert werden muss. Als natürliche Pumpe dient dafür unter anderem die Fuß- und Beinmuskulatur. Mit jeder Anspannung pressen die Muskeln das Blut gegen die Schwerkraft von unten in Richtung Herz. Dutzende von Venenklappen sorgen wie Rückschlagventile dafür, dass das Blut bei der Entspannung des Muskels nicht wieder nach unten zurückfällt.

Venengymnastik kann Thrombosen vorbeugen

Der Gebrauch der Fuß- und Beinmuskulatur ist für die Venengesundheit von entscheidender Bedeutung. Durch Bewegungsmangel kann sich das Blut in den Unterschenkelvenen stauen. Die Folge sind häufig schwere oder geschwollene Beine am Abend. Deshalb ist es wichtig, regelmäßig aufzustehen, etwas herumzulaufen oder kleine Gymnastikübungen für die Venen in den Schreibtischalltag einzubauen. „Dies ist insbesondere für Menschen zu empfehlen, die bereits Krampfadern oder in der Vergangenheit eine Venenthrombose hatten. Die einfachste und sehr sinnvolle Vorsorge ist das Tragen von Unterschenkelstützstrümpfen, die rezeptfrei im Handel und online erhältlich sind“, rät Rupert Bauersachs.

Das Aktionsbündnis Thrombose

Das Aktionsbündnis Thrombose ist ein Zusammenschluss von medizinischen Fachgesellschaften und einer Patientenvereinigung. Es initiiert eine Aufklärungskampagne, um auf die Risiken von Venenthrombose und Lungenembolie hinzuweisen. Sie soll das öffentliche Bewusstsein für Prävention, Diagnose und Therapie schärfen, damit weniger Menschen an den Folgen einer Thrombose sterben. Weitere Informationen, eine Grafik zur Venengymnastik und Materialien zum kostenlosen Download finden Sie unter https://www.risiko-thrombose.de.

Quelle: Deutsche Gesellschaft für Angiologie – Gesellschaft für Gefäßmedizin e.V.

KNOCHENBRÜCHE SIND GUT BEHANDELBAR – KOPFVERLETZUNGEN NICHT IMMER

E-Bike Fahrer vor Alpenkulisse
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Helm auf beim Fahrradfahren

In einem heutigen Bericht empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU) das tragen eines Helmes auf dem Fahrrad, E-Bike oder E-Scooter. Denn kommt es zu einem Unfall, sind Zweiradfahrer besonders verletzungsgefährdet, da das Zweirad keine Knautschzone wie etwa ein Pkw bietet. „Fahrradhelme können Unfälle nicht vermeiden, aber die Verletzungsfolgen deutlich verringern. Kopf- und insbesondere Gehirnverletzungen können irreversible Schäden verursachen sagt Prof. Dr. Michael J. Raschke, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU) und stellvertretender DGOU Präsident.

Erhobene Daten zeigen für das Jahr 2019 das Radfahrer oft nur leichte Verletzungen an Armen und Beinen haben. Sind sie jedoch schwer verletzt, dann ist sehr oft der Kopf betroffen, sogar häufiger als bei Motorradfahrern. Und die müssen einen Helm tragen. Das zeigt, dass Helme schwere Kopfverletzungen vermeiden können“, sagt Dr. Christopher Spering, Leiter der DGOU-Sektion Prävention und Oberarzt an der Klinik für Unfallchirurgie, Orthopädie und Plastische Chirurgie an der Universitätsmedizin Göttingen (UMG).

Kinder im Alter von sechs bis zehn Jahren tragen zu 82 % einen Helm. Über alle Altersgruppen hinweg jedoch nur 18 % der Fahrradfahrer. Wir raten dringend zum Tragen eines Helmes. Ganz speziell aber bei Älteren. Denn hier steige das Unfallgeschehen stark an. „Wir sehen in der Klinik immer mehr ältere Radfahrer nach schweren Unfällen. Durch die verstärkte Nutzung von elektrischen Rädern erreichen sie schnell hohe Geschwindigkeiten, die sie dann schwerer kontrollieren können“, erklärt Spering. (hk)

(PM-DGOU)

KANN MAN SICH ÜBER LEBENSMITTEL ODER ANDERE GEGENSTÄNDE MIT CORONA ANSTECKEN?

Früchte und Gemüse
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Es gibt derzeit keine Fälle, bei denen nachgewiesen ist, dass sich Menschen über den Verzehr kontaminierter Lebensmittel mit dem neuartigen Coronavirus infiziert haben. Auch für eine Übertragung des Virus durch Kontakt zu kontaminierten Gegenständen oder über kontaminierte Oberflächen, wodurch nachfolgend Infektionen beim Menschen aufgetreten wären, gibt es derzeit keine belastbaren Belege. Allerdings können Schmierinfektionen über Oberflächen nicht ausgeschlossen werden, die zuvor mit Viren kontaminiert wurden.
Quelle: Bundesinstitut für Risikobewertung

AKTIV IM ALTER: REGELMÄßIGE BEWEGUNG ERHÄLT DIE KÖRPERLICHE UND GEISTIGE FITNESS

E-Bike Fahrer cor einer Stadt
©-lettas-fotolia.de

Die Deutsche Gesellschaft für Sportmedizin und Prävention (DGSP) informiert:

Die Lebenserwartung steigt immens, laut aktueller Zahlen wird jedes dritte neugeborene Mädchen die 100 erreichen! Somit ist es keine Frage, noch älter zu werden, sondern so gut wie möglich zu altern. Dazu kann körperliche Aktivität entscheidend beitragen. Bewegung verbessert die Funktionalität und Leistungsfähigkeit im täglichen Leben, erhält die Selbstbestimmung und ermöglicht ein besseres Leben durch eine höhere Lebensqualität.

Die effektivste Anti-Aging-Methode: Regelmäßige körperliche Aktivität auf Platz eins

Leistungseinbußen im mittleren Lebensalter sind primär auf eine inaktive Lebensweise, nicht aber auf die biologische Alterung zurückzuführen. Zunehmendes Alter stellt keinen Grund dar, auf regelmäßige Bewegung zu verzichten. Nur wer regelmäßig körperlich aktiv ist, kann auch im Alter weiterhin seinen Interessen, Aufgaben und sozialen Kontakten nachgehen.

Voraussetzung für ein altersgerechtes Training ist eine kompetente sportärztliche Beratung vor Beginn und die Erstellung eines individuellen, altersangepassten Trainingsprogramms

Selbst wenn man spät mit der regelmäßigen Bewegung beginnt, zahlen sich schon kurze Trainingseinheiten mit moderater Intensität, die langsam gesteigert werden sollten, aus. Wer mit 50 Jahren nach langem Nichtstun mit regelmäßigem Ausdauer- und Kraftsport beginnt, kann dennoch gute Ergebnisse erzielen. Denn der menschliche Körper ist in der Lage, sich an eine erhöhte Belastung und muskuläre Anforderung in jedem Alter anzupassen. Wird das Training abgebrochen, verschlechtert sich die Prognose, doch bei Wiederaufnahme ist jederzeit eine Verbesserung möglich.

Mit moderatem Trainingsumfang werden präventiv wirksame Effekte erzielt

Die Mindestanforderung der WHO für Erwachsene umfasst einen Trainingsumfang von 150 Minuten pro Woche mit einer Trainingsintensität von etwa 50 bis 70 Prozent der maximalen Leistungsfähigkeit. Wünschenswert wäre, analog der Empfehlungen für Heranwachsende, körperliche Bewegung von einer Stunde pro Tag.

Als besonders wirkungsvoll gelten Ausdauersportarten wie Joggen und Schwimmen, aber auch das Radfahren mit dem e-Bike erfreut sich zunehmender Beliebtheit. Zusätzlich wird zweimal pro Woche ein Krafttraining, zum Beispiel mit dem Thera-Band, empfohlen.

Belastung ist nicht gleich Überlastung – also keine Angst vor Bewegung!

Grundlagen für alle sportlichen Aktivitäten ist ein ausreichend kräftiger Bewegungsapparat. Jedoch nur die Kombination von Krafttraining, der Verbesserung der Ausdauer, der Beweglichkeit und der Koordination führt zum Ziel. Jede regelmäßige Aktivität macht fit, auch kleinere Übungseinheiten während des Tages summieren sich. Diese aktive Haltung ist dem „passiven Pillenschlucken“ deutlich überlegen. Aus diesem Grund sollte Bewegung weniger als Last, sondern als Anreiz zum „Fitbleiben“ gesehen werden – und sie sollte vor allem richtig viel Spaß machen!

DREI NATÜRLICHE KRAFTQUELLEN, DIE DAS IMMUNSYSTEM STÄRKEN

Frau in Sauna und inhaliert salzhaltige Luft
Das Salzinhalationsgerät SaltProX im handlichen Format verteilt Salznebel in der Saunakabine. Die Größe der Salzpartikel ist entscheidend für die Verteilung im Körper. Je kleiner die Salzaerosole, desto tiefer kann die mit Salz angereicherte Luft in die Lunge eindringen und dort entzündungshemmend und desinfizierend wirken. © Klafs GmbH & Co.KG

Warum es sich lohnt, bereits an warmen Sommertagen für die Erkältungszeit vorzubeugen

Die Sonne lacht, die Luft ist angenehm warm und die Erkältungen aus dem Frühjahr sind längst vergessen. Mitten im Sommer möchte man selten an den grauen und kalten Winter denken. Es kann sich allerdings trotzdem lohnen die warmen Sommertage zu nutzen, um den Körper für die strapazierende Winterzeit zu stärken. Vor allem im Hinblick auf eine, von vielen vermutete, zweite Erkrankungswelle mit dem Coronavirus im Herbst, ist der frühe Aufbau von Immunkräften sinnvoll. Wir stellen drei natürliche Kraftquellen vor, die Körper und Geist erfrischen und zugleich kräftigen.  

WÄRME

Auch wenn uns der Sommer mit warmen Tagen und lauen Nächten verwöhnt, zahlen sich Saunabesuche für die Gesundheit aus. Die intensive Wärme der Sauna im Wechsel mit der erfrischenden Abkühlung in einem Tauchbad oder unter einer kühlen Dusche sind ein wirkungsvolles Training für das Immunsystem und machen den Körper fit für die kräfteraubende Winterzeit. Wer regelmäßig die Sauna besucht, gönnt sich nicht nur eine willkommene Auszeit, sondern hilft dem eigenen Körper sich gut gegen potentielle Krankheitserreger zu wappnen. Während einem heißen Schwitzbad in der Sauna steigt die Körpertemperatur um circa 0,5 Grad Celsius an. Der Körper reguliert die Hitze auf der Haut mit Abkühlmechanismen und schwitzt stark. Nun beginnt das Gefäßtraining: Das Herz pumpt kräftiger. Vor allem unter der Haut werden viele zusätzliche Kapillaren „eingeschaltet“ und dadurch die Haut besser durchblutet. 

Besonders wichtig ist die Abkühlung nach dem Saunagang. Der zweite Teil des Gefäßtrainings sorgt dafür, dass die Durchblutung in Schwung kommt und der Stoffwechsel aktiviert wird. Durch das wechselwarme Einwirken von Hitze und Kälte auf den Körper und das Herz-Kreislaufsystem wird das Immunsystem gestärkt und weitere Abwehrkräfte werden aufgebaut. Eine kalte, erfrischende Dusche oder ein Sprung ins kühle Nass sind nicht nur Kür nach einem heißen Schwitzbad, sondern Pflicht.  

„In den letzten Jahrzehnten ist durch Studien deutlich geworden, dass regelmäßiges Saunieren nach etwa zwei bis drei Monaten zu einem deutlichen Rückgang der Anfälligkeit gegenüber diversen Erregern von Erkältungskrankheiten führt, nach etwa sechs Monaten sogar um bis zu 50 %.“, erklärt Prof. Dr. med. Resch vom Deutschen Institut für Gesundheitsforschung. „Auch wenn es dazu noch keine Studien gibt, ist es recht plausibel, dass ein gut trainiertes Immunsystem, das dem Angriff anderer Atemwegsviren so effektiv Paroli bietet, auch gegenüber dem neuen Coronavirus wehrhafter ist als ein Immunsystem ohne den Sparringspartner Sauna.“ 

Somit sind die Sommermonate August und September genau die richtige Zeit um die eigene Sauna-Routine wieder aufzunehmen.  

WASSER

Im Sommer steht beim Element Wasser die kühle Erfrischung, die das Baden bietet, im Mittelpunkt. Auch nach dem Saunieren tut es gut ein paar Bahnen zu schwimmen. Doch das nasse Abkühlen nach der Sauna ist nur einer der gesundheitsfördernden Vorteile, die ein Schwimmbad bieten kann. Wer regelmäßig schwimmt, unterstützt das eigene Immunsystem, regt den Kreislauf an, fördert die Lungenfunktion und stärkt den Herzmuskel. „Schwimmen wirkt wie eine Lymphdrainage. Es unterstützt die Reinigung des Gewebes und aktiviert die Durchblutung, welche wiederum das Gewebe mit frischen Nährstoffen versorgen kann.“, erklärt Prof. Dr. Resch.

SALZ

Natürlich und reinigend – seit Jahrhunderten ist Salz als natürliches und kostbares Heil- und Lebensmittel bekannt und beliebt. Auch Prof. Dr. Resch zeigt sich begeistert von diesem Therapeutikum: „Das natürliche Heilmittel Salz und dessen Anwendung im Bereich der Lunge begeistern mich seit vielen Jahren.“ Auch dieses aus der Natur gewonnene Mittel hat die besten Eigenschaften um – bei regelmäßiger Anwendung – bereits im Sommer die Weichen für eine möglichst krankheitsfreie und unbeschwerte Winterzeit zu stellen. Hier ist beispielsweise die Reinigung von Nase, Rachen und Lunge durch Salzinhalation zu empfehlen. Prof. Dr. Resch erklärt, wie das Einatmen von Trockensalznebel auf den Körper wirkt: „Salz-Aerosol wirkt hygroskopisch. Damit bezeichnet man in der Chemie und Physik die Eigenschaft von Stoffen, Feuchtigkeit aus der Umgebung zu binden. In der Lunge funktioniert das so: Lagert sich Salz ab, zieht es Wasser durch die Schleimhaut in das Lumen der Lunge. Dadurch wird der – in den Bronchien wie Lungenbläschen liegende Schleim – verflüssigt. Feinstaubteilchen, Bakterien und Viren werden gelöst und damit im wahrsten Sinne des Wortes die Lunge gereinigt.“ Ein solcher „Hausputz“ tut der Lunge gut. Die reinigende und desinfizierende Wirkung stärkt sie gegenüber Krankheitserregern.  

VORBEUGEN LOHNT SICH – GEWAPPNET IN DIE ERKÄLTUNGSZEIT

Bei sommerlichen warmen Temperaturen fällt es zwar schwer sich mit der bevorstehenden kalten Herbstzeit zu befassen, aber das Vorbeugen und Stärken des Körpers zahlt sich aus. Mithilfe der drei vorgestellten Kraftquellen kann man das Immunsystem bereits im Sommer verbessern.

VORHOFFLIMMERN: ALKOHOL KANN HERZRYTHMUSSTÖRUNG AUSLÖSEN

Bereits geringe Mengen steigern das Risiko. Herzstiftung informiert über Auswirkungen des Alkoholkonsums auf das Herz

Regelmäßiger Alkoholkonsum erhöht das Risiko für Vorhofflimmern, und zwar auch bei gesunden Menschen ohne Vorerkrankungen. Das zeigt eine aktuelle Studie des Universitären Herz- und Gefäßzentrums am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) (1). „Dass übermäßiger Alkoholkonsum dem Herzen schadet, ist zwar längst bekannt“, betont der Kardiologe Prof. Dr. med. Andreas Götte vom Wissenschaftlichen Beirat der Deutschen Herzstiftung und Chefarzt der Medizinischen Klinik II: Kardiologie und internistische Intensivmedizin am St. Vincenz-Krankenhaus Paderborn. Doch diese neue Studie zeige, so Götte, dass das Organ schon bei einem kleinen Glas Wein oder Bier am Tag aus dem Takt kommen könne. „Mit der neuen Studie müssen wir erkennen, dass auch schon kleine Mengen Alkohol das Flimmern auslösen können“, so der Spezialist für Herzrhythmusstörungen. Ausführliche Informationen zu der UKE-Studie sowie Hintergründe zu Vorhofflimmern bietet die Herzstiftung unter http://www.herzstiftung.de/vorhofflimmern-durch-alkohol.

Schon ein kleines Glas Wein täglich kann Folgen haben
Für die Studie werteten die Wissenschaftler um die Studienleiterin Dr. Dora Csengeri vom UKE die Daten von mehr als 100.000 Menschen aus, die nie zuvor unter Vorhofflimmern gelitten hatten. Über 5.800 der Teilnehmenden entwickelten im Studienzeitraum von 14 Jahren erstmalig Vorhofflimmern. Dabei war das Risiko, die Herzrhythmusstörung zu bekommen, umso höher, je mehr Alkohol die Probanden regelmäßig konsumierten: So steigerten 12 Gramm Alkohol am Tag – entsprechend einem kleinen Glas Wein oder Bier – die Wahrscheinlichkeit um 16 Prozent im Vergleich zu den abstinenten Teilnehmern. Bei bis zu zwei Drinks täglich lag das Risiko, Vorhofflimmern zu entwickeln, bereits um 28 Prozent höher. „Es gibt einen signifikanten Zusammenhang zwischen bereits geringem Alkoholkonsum und einem erhöhten Risiko für Vorhofflimmern“, fasst Csengeri die Ergebnisse zusammen. Das Fazit der Ärztin und Wissenschaftlerin: „In Bezug auf Vorhofflimmern muss man vom regelmäßigen Konsum selbst kleiner Mengen abraten.“

Alkoholkonsum: lieber mäßig als regelmäßig
Weit verbreitet ist die Auffassung, ein regelmäßiger Konsum kleiner Mengen Alkohol schade nicht oder könne sogar das Herz schützen. Dies gelte aber keinesfalls für Vorhofflimmern, betont die Herzspezialistin Dr. Csengeri. Betroffene, die bereits unter Vorhofflimmern leiden, sollten daher Alkohol meiden oder den Konsum stark reduzieren. Für alle anderen gilt: Gegen ein gelegentlich konsumiertes Gläschen Wein oder Bier ist nichts einzuwenden. Aber: „Wer regelmäßig trinkt – und sei es auch nur ein Gläschen – erhöht sein Risiko, Vorhofflimmern zu entwickeln, deutlich”, warnt Prof. Götte. Das gelte auch für Menschen, die noch nie unter Vorhofflimmern gelitten haben.

Vorhofflimmern steigert das Schlaganfallrisiko
Bis zu zwei Millionen Menschen in Deutschland leiden an Vorhofflimmern – viele davon, ohne es zu wissen. Herzstolpern und ein schneller Herzschlag sind erste Hinweise auf die Herzrhythmusstörung. Das Risiko für die Herzerkrankung steigt mit zunehmendem Alter. Zwar ist das Flimmern der Vorhöfe nicht unmittelbar lebensbedrohlich, es kann aber je nach Schwere der Symptome mit einem hohen Leidensdruck verbunden sein. Dennoch gilt die Herzrhythmusstörung nicht als harmlos, denn unentdeckt und unbehandelt erhöht das Flimmern der Vorhöfe die Bildung von Blutgerinnseln, die über die Blutbahn das Risiko für Thromboembolien und Schlaganfall erhöhen. Weitere Infos zu Ursachen, Symptomen sowie Risiken von Vorhofflimmern bietet die Herzstiftung unter http://www.herzstiftung.de/vorhofflimmern