Regional

SANA KLINIKUM OFFENBACH
Erster Roboter-assistierter Toraxchirurgische Eingriff

OP-Team am OP-Tisch mit Roboter
Gut zu sehen: Die von einer Konsole ferngest euerten Instrumentenarme des Roboters mit den chirurgischen Instrumenten.

Offenbach, 11.02 .2022. Am Sana Klinikum Offenbach ist erstmals ein neues Robotersystem am Thoraxzentrum zum Einsatz gekommen. In der Klinik für Thoraxchirurgie wurde ein Tumor, der sich hinter dem Brustbein gebildet hatte, operativ entfernt. Mit dieser minimal -invasiven Methode konnte das betroffene Organ, der Thymus, vollständig entfernt werden; trotzdem bleiben am Ende nur drei knopflochgroße Narben zurück.

Als erste Klinik im Rhein -Main -Gebiet und als eine der Pionierkliniken in Deutschland kam das Senhance Robotic System bei einer Operation im Brustkorb zum Einsatz. Bei dieser Operationsmethode werden die chirurgischen Instrumente nicht mehr am Operationstisch, sondern an einer Konsole gesteuert. „Mein Team besitzt große Erfahrungen mit minimal -invasiven Eingriffen und auch bereits Know -how mit ähnlichen Technologien, die allerdings nicht alle Möglichkeiten des neuen Systems bieten“, freut sich Prof. Kleine über den Erfolg des Eingriffs. So wird die 3D -Kamera über Augenbewegungen gesteuert, zudem wird das Gewebe der Brustwand durch Zusatzfunktionen besonders geschont.

Die Patientin stellte sich bei Prof. Kleine aufgrund eines Tumors im Bereich der Thymusdrüse vor. Dieser war aufgrund von Schmerzen hinter dem Brustbein bei einer Computertomografie entdeckt worden. Zum Glück fü r die Patientin war die Größe des Befundes noch begrenzt, sodass ein minimal – invasives Vorgehen möglich war. Durch die schonende neue Operationsmethode erholte sie sich schnell und konnte bereits am dritten Tag wieder aus der stationären Behandlung entlass en werden. Die schnelle Erholung stellt für das Team von Prof. Kleine einen Ansporn dar, das Senhance- System bei ähnlichen Erkrankungen und auch bei Patienten mit Lungenkrebs einzusetzen. Zudem wird der Operationsroboter am Sana Klinikum Offenbach auch in den Kliniken für Urologie, Gynäkologie, Allgemeinchirurgie und Adipositaschirurgie mit ähnlich guten Erfahrungen regelmäßig eingesetzt.

Blätter und Aeskulap Schlange

KLINIKUM DARMSTADT
Dr. Windirsch ist neuer geschäftsführender Leiter des Instituts für Notfallmedizin

Portrait Dr. Michael Windirsch
Dr. Michael Windirsch

Dr. Michael Windirsch ist seit Juni 2021 als Facharzt für Anästhesie – Zusatzbezeichnung Intensivmedizin und Notfallmedizin in der Klinik für Anästhesiologie und operative Intensivmedizin und dort seit 1.1.2022 zu 50 Prozent als Oberarzt tätig. Die andere Hälfte seiner Arbeitszeit widmet er ab sofort als geschäftsführender Leiter dem Institut für Notfallmedizin, dessen Leiter Klinikdirektor Prof. Dr. Gerald Werner ist. Dr. Jens Rothermel, bisheriger geschäftsführender Institutsleiter, übernimmt die Stellvertreter-Position und will die gewonnene Arbeitszeit nutzen, um noch intensiver als Notarzt Rettungseinsätze selbst zu übernehmen.

„Dr. Michael Windirsch ist ein ausgewiesener Experte in der Notfallmedizin. Wir sind sehr froh, dass wir ihn für diese Position gewinnen konnten, um das Institut weiter auszubauen, zu digitalisieren und damit auch für Modellprojekte und somit für die Zukunft sicher aufzustellen“, freut sich Geschäftsführer Prof. Dr. Nawid Khaladj.

Das Institut für Notfallmedizin organisiert und steuert die notärztliche Besetzung der Notarztstandorte Darmstadt und Griesheim sowie des Intensivtransportwagens. Vom DRK-Standort Mornewegstraße versorgen die Notarztfahrzeug (NEF) die Stadt und alle Stadtteile bei 2.200 bis 2.400 Einsätzen im Jahr. Auch der Intensivtransportwagen wird über diesen Standort gesteuert; er ist in ganz Südhessen und auch überregional im Einsatz bei rund 600 bis 650 Fahrten jährlich. Zuständig ist das Institut auch für den Notarztstandort Griesheim, der die Westspange des Landkreises bedient – mit Erzhausen, Pfungstadt und Groß-Gerau; rund 2.000 Einsatzfahrten sind das im Jahr.

„Wenn es kritisch wird, dann zählt die Qualität. Kommunikation an der Einsatzstelle und Organisation des Notfalls sowie die Planung der weiteren Behandlung sind ebenfalls fundamental wichtige Bestandteile der Rettungskette. Ich möchte die hohe aktuelle Qualität der Notfall-Einsätze halten und auf neue Herausforderungen anpassen und weiterentwickeln. Deshalb will ich die Aus- und Weiterbildung der Notärztinnen und Notärzte ausbauen sowie Schulungen anbieten, insbesondere die Schnittstelle Rettungsdienst mit der Klinik und damit die Verzahnung der präklinische mit der innerklinischen Versorgung der Notfallpatienten über die Notaufnahmen und Schockräumen ist von sehr hoher Wichtigkeit für die weitere Versorgung der uns anvertrauten Patienten und trägt im besonderen Maße zum weiteren Outcome der Erkrankung oder Verletzung bei. Es gilt die präklinische Notfallmedizin mit der innerklinischen Notfallmedizin noch enger zu vernetzen“ , sagt Dr. Windirsch.

Weitere Herausforderungen seien die medienbruchfreie Vernetzung der Geräte und die Digitalisierung. Froh ist Dr. Windirsch über das System in Darmstadt, das seit Jahren auf die Freiwilligkeit und Interdisziplinarität setzt: „Kein Notarzt ist verpflichtet, Rettungseinsätze zu übernehmen. Hier kann man fahren, wenn man das möchte. Das ist ein guter Garant für eine gute Grundmotivation“, so Dr. Windirsch weiter.

Geboren wurde Michael Windirsch 1972 in Groß-Gerau, er ist verheiratet und hat zwei Kinder. Medizin hat er an der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz studiert und an der dortigen Klinik für Anästhesiologie auch seinen AIP absolviert und als wissenschaftlicher Mitarbeiter gearbeitet. 2000 erfolgte die Approbation, 2002 die Zusatzbezeichnung Notfallmedizin, 2004 die Facharztanerkennung und Promotion. Seit 2006 war er stellvertretender Oberarzt in den Bereichen Allgemeinchirurgie, Notfallmedizin, HNO, Augenklinik, Gynäkologie und Geburtshilfe, Kinderchirurgie und Neurochirurgie. Er war von 2019 bis 2020 in oberärztlicher Funktion auf der neurochirurgischen Intensivstation der Klinik für Neurochirurgie in Mainz tätig. Von Ende 2020 bis zu seinem Wechsel nach Darmstadt war er leitender Oberarzt der Anästhesie an der Kreisklinik in Groß-Umstadt. Expertise hat Dr. Windirsch auch in der Kinderanästhesie, seit 2019 ist er u.a. Mitglied der Expertenkommission Kindernotfallmedizin/Traumatologie im Forschungsprojekt Katastrophenmedizinische präklinische Behandlungsleitlinien.

Früh hat er im Katastrophenschutz und als Bereitschafts- und Kreisverbandsarzt des DRK gearbeitet. Zwischen 2006 und 2016 war er Notarzt und Leitender Notarzt der Stadt Darmstadt und des Landkreises Darmstadt-Dieburg. Das Gebiet und der Einsatz der Rettungskräfte sind ihm also bestens vertraut. 16 Jahre lang ist er Hubschraubereinsätze auf dem Christoph 77 in Mainz geflogen.

Blätter und Aeskulap Schlange

KLINIKUM DARMSTADT
Dr. Felix Hoffmann ist Professor für Digital Health

Portrait Prof.Dr. Hoffmann
Prof. Dr. Felix Hoffmann

Seit zwei Jahren ist Felix Hoffmann als Leiter der Stabsstelle für medizinische Prozessentwicklung am Klinikum Darmstadt tätig. Zu den Projekten, die er leitet, gehören unter anderem die Einführung der Telematikinfrastruktur, der Aufbau einer digitalen Schnittstelle für die Ambulanzen und die Etablierung einer digitalen Workflow-Unterstützung. Die Digitalisierung von Prozessabläufen spielt dabei eine Schlüsselrolle, denn nahezu jeder klinische Prozess ist zumindest teilweise digital unterstützt.

Seine Erfahrungen auf dem Gebiet der Digitalisierung im Gesundheitswesen bringt Felix Hoffmann nun auch in der Lehre ein. Seit dem 01.01.2022 ist er Professor für Digital Health an der Apollon Hochschule in Bremen, wo er bereits seit über fünf Jahren als Lehrbeauftragter zu den Themen „Medizin“ und „Digitale Transformation“ gelehrt hat. Er vertritt dort künftig das Fach „Digital Health“ und wird auch die Studiengangsleitung des neuen Masterstudiengangs „Digital Health Management“ übernehmen, der voraussichtlich ab Juli 2022 angeboten wird.

„Das Gebiet der digitalen Medizin ist sehr facettenreich und geht weit über technische Aspekte hinaus“ sagt Felix Hoffman. „Die digitale Transformation des Gesundheitswesens beschreibt einen tiefgreifenden Wandel, der nicht nur Kompetenzen in der Digitalisierung von Prozessen, sondern auch neue Konzepte der Mitarbeitendenorientierung, Purpose-Orientierung, Führung und der Erschaffung eines organisationalen digitalen Ökosystems erfordert. Kurz gesagt, „Digital Health“ steht synonym für den Wandel des Gesundheitswesens hin zum Gesundheitswesen der Zukunft.“

„Wir freuen uns, mit Professor Hoffmann einen ausgewiesen Experten für Digital Health am Klinikum Darmstadt zu haben, mit dem wir auch wissenschaftliche Projekte in diesem Bereich vorantreiben wollen“ sagt Prof. Nawid Khaladj.

Blätter und Aeskulap Schlange

KLINIKUM DARMSTADT
TOP-MEDIZINER AM KLINIKUM DARMSTADT

Aussenplakat Klinikum Darmstadt. Foto: Klinikum Damstadt

Acht Ärzte werden in dreizehn Fachbereichen von der
Focus-Ärzteliste 2021 empfohlen

Acht Klinikdirektoren des Klinikums Darmstadt werden von der Focus Ärzteliste 2021 empfohlen (Heft 4/2021). Sie gehören damit laut Focus zu den führenden Ärzten Deutschlands.

Ganz neu unter den Top-Medizinern ist PD Dr. Karsten Geletneky für Neurochirurgie gelistet. Die weiteren Ausgezeichneten sind: PD Dr. Sven Ackermann für Brustkrebs, PD Dr. Farzin Adili für Gefäßchirurgie, Prof. Dr. Karl Heinz Emmerich für Lidkorrektur, Prof. Dr. Dietmar Lorenz für Antirefluxchirurgie, für Magen-Darm-Trakt-Chirurgie sowie Gallenblasen-, Gallenwegschirurgie, PD Dr. Maurizio Podda für Botox&Filler sowie für Fettabsaugung und Lippenkorrektur und Dr. Georg Frey für Neonatologie. Die Klinik der Darmstädter Kinderkliniken Prinzessin Margaret, die er leitet, befindet sich im Klinikum Darmstadt und bildet mit der Frauenklinik das Südhessische Perinatalzentrum Level 1. Prof. Dr. Rupert Bauersachs, Top-Mediziner 2021 für Beingefäße PAVK, Angilogie und Venenleiden ist aus Altersgründen seit Ende Mai nicht mehr im Klinikum, seitdem führt PD Dr. Jörg Herold die Gefäßklinik – Angiologie.

„Wir freuen uns sehr, dass acht unserer Ärzte zu den Top-Medizinern Deutschlands gehören und ausgezeichnet sind. Diese Auszeichnungen stehen auch für die Qualität der Kliniken und der Teams, die sich um die Behandlung und Versorgung der Patient*innen kümmern. Und sie stehen für die guten Arbeitsbedingungen im Klinikum Darmstadt, die die Basis bilden für exzellente Qualität“, bekräftigt Geschäftsführer Clemens Maurer.

Das FOCUS Gesundheitsmagazin nennt jährlich die bundesweit besten Ärzte in unterschiedlichen medizinischen Fachdisziplinen und erstellt eine Übersicht über die führenden Spezialisten für verschiedene individuelle Erkrankungen. In 2021 sind das 4242 Medizinerinnen und Mediziner aus 123 Fachbereichen. Dafür gehen bei der, laut Focus, unabhängigen Datenerhebung große Umfragen in Zusammenarbeit mit medizinischen Fachgesellschaften, wissenschaftliche Publikationen sowie Empfehlungen von Patientenverbänden, Selbsthilfegruppen, Klinikchefs, Oberärzten/-ärztinnen und niedergelassenen Mediziner/innen in die Bewertung ein. Die Focus-Liste, erhoben vom neuen Partner Fact Field, will Betroffenen und deren Angehörigen helfen, die richtigen Ansprechpersonen für ihr gesundheitliches Problem zu finden.

Mehr Infos zu den ausgezeichneten Ärzten finden Sie auf unserer Website www.klinikum-darmstadt.de

Mehr Infos zum Erhebungsverfahren unter: factfield.de

Blätter und Aeskulap Schlange

KLINIKUM DARMSTADT
NEUER PFLEGEDIREKTOR

Portrait Michele Tarquinio
Michele Tarquinio Espadas – Klinikum Darmstadt

Michele Tarquinio Espadas ist neuer Pflegedirektor des Klinikums Darmstadt

Michele Tarquinio Espadas ist seit dem 1. Juni 2021 neuer Pflegedirektor am Klinikum Darmstadt und leitet damit die größte Berufsgruppe mit mehr als 1100 Mitarbeitenden. Zugleich gehört er dem Team der Krankenhausleitung an, das mit der Geschäftsführung die strategische Steuerung des kommunalen Krankenhauses verantwortet.

„Das Klinikum Darmstadt hat mich überzeugt aufgrund seiner herausgehobenen Bedeutung in der Gesundheitsversorgung und weil es als Lehrkrankenhaus für Pflege für ein modernes Pflege- und Führungsverständnis steht. Die konzeptionelle wie auch strategische Weiterentwicklung des Pflege- und Funktionsdienstes ist für mich eine reizvolle Herausforderung“, sagt der 50-jährige, der für dies neue Aufgabe mit seiner Partnerin nach Darmstadt gezogen ist.

Tarquinio war zuletzt Pflegedirektor an den Sana Kliniken Lübeck, seit 2017. Seine Karriere in der Pflege hat er in Wunstorf bei Hannover mit der Ausbildung zum Gesundheits- und Krankenpfleger begonnen. Sein beruflicher Weg startete im Herz- und Diabeteszentrum NRW Bad Oeynhausen als Pfleger, dort bildetet er sich zum Fachpfleger Intensiv- und Anästhesie weiter und wechselte 2009 in die Stabstelle der Unternehmensentwicklung im Unternehmen. Im Anschluss wechselte Michele Tarquinio als Pflegedirektor dreier Häuser zur AMEOS Gruppe. Ab 2015 übernahm er die Verantwortung als Pflegedirektor für acht Standorte der AMEOS Region West in Niedersachsen und Bremen. In 2011 schloss er ein Pflegemanagement-Studium an der Hochschule Osnabrück und in 2014 ein Master-Studium Health-Administration an der Universität zur Bielefeld ab. Zudem ist er ausgebildeter Professional Coach. 

„Michele Tarquinio übernimmt als erfahrener Pflegedirektor bei uns die Verantwortung. Wir freuen uns, dass wir nicht nur einen ausgewiesenen Fachmann für unser Klinikum gewinnen konnten, sondern auch einen Menschen, der in unser Krankenhaus bestens passt“, sagen die Geschäftsführer Clemens Maurer und Prof. Dr. Nawid Khaladj.

„Die Herausforderung des Fachkräftemangels in der Pflege und die Transformation, die die Digitalisierung mit sich bringt, sind spannende Themen, die ich bestmöglich für die Pflege und die Patienten umsetzen und begleiten möchte. Hervorragende professionelle Pflege in multiprofessionellen Teams bei hoher Mitarbeitendenzufriedenheit, das sind meine Ziele“, führt Michele Tarquinio aus. 

Besonders angetan ist der neue Pflegedirektor vom bereits im Klinikum Darmstadt aufgebauten interdisziplinären Pflegekonzept: Pflegewissenschaftler, Fallmanager, Advanced Practice Nurses, die über erweiterte Fachkompetenzen und soziale Kompetenzen verfügen, sowie eine hohe Weiterbildungs- und Akademisierungsbereitschaft zeichne die Pflege im Klinikum aus, sagt er. „Das Klinikum Darmstadt ist gerade für Pflegekräfte auch in den Intensiv-, Notaufnahme und OP-Bereichen ein äußerst attraktiver Arbeitgeber mit vielfältigsten Karrierechancen. Daran will ich gemeinsam mit meinem Team weiter arbeiten!“

UNIKLINIK FRANKFURT/M
MIT NEUER KRAFT GEGEN HIRNTUMOREN

Prof. Marcus Czabanka neuer Direktor der Klinik für Neurochirurgie am Universitätsklinikum Frankfurt

Zum Welthirntumortag am 08. Juni 2021 präsentiert das Universitätsklinikum Frankfurt mit Prof. Marcus Czabanka den neuen Direktor der Klinik für Neurochirurgie. Einer seiner Schwerpunkte: die Behandlung von Hirntumoren, die zu den am schwersten therapierbaren onkologischen Erkrankungen zählen.

Prof. Marcus Czabanka ist seit dem 01. April 2021 neuer Direktor der Klinik für Neurochirurgie. Die klinischen Schwerpunkte sind zum einen die Behandlung von Gefäßerkrankungen des Gehirns, insbesondere von Aneurysmen und Fehlbildungen. Sein zweiter Fokus liegt auf den Tumorerkrankungen von Gehirn, Rückenmark und Wirbelsäule. Im Vordergrund steht hier die chirurgische Therapie von hirneigenen Tumoren, Schädelbasistumoren und Metastasen. Die interdisziplinär-chirurgische Behandlung von Wirbelsäulenerkrankungen und -tumoren ist sein drittes Standbein. Prof. Czabanka war zuvor stellvertretender Direktor der Neurochirurgischen Klinik der Charité in Berlin.

Welthirntumortag 2021

Primäre Tumoren des Gehirns sind relativ selten mit jährlich etwa 8.000 neu erkrankten Patientinnen und Patienten in Deutschland. Eine weit größere Zahl leidet unter Hirnmetastasen ausgehend von häufigeren Tumorkrankheiten wie Lungen- oder Brustkrebs und Melanomen. „Hirntumoren gehören zu den am schwersten zu therapierenden Tumorleiden. Insbesondere maligne hirneigene Tumoren weisen häufig ein aggressives Verhalten auf und sind leider trotz intensiver Behandlung bis heute noch oft unheilbar“, betont Prof. Czabanka anlässlich des Welthirntumortags, der auf diese schwerwiegenden Diagnosen aufmerksam machen will.

Neurochirurgie der Zukunft entwickeln

„Die Entscheidung, Teil des Universitätsklinikum Frankfurt zu werden, fiel mir sehr leicht“, berichtet Prof. Czabanka. „Insbesondere in der Neuromedizin hat die Einrichtung national und international Leuchtturmcharakter. Die engen Kooperationen zwischen den Neurofächern, innerhalb der Universität und der Rhein-Main-Wissenschaftslandschaft, sind die ideale Plattform, um die akademische Neurochirurgie der Zukunft zu stärken und weiterzuentwickeln.“ Sein Ziel ist es, die Klinik fortwährend zum Aushängeschild für innovative, patientenorientierte und wissenschaftsbasierte Neurochirurgie zu machen. So sollen die neurochirurgischen Behandlungsmöglichkeiten fortlaufend optimiert und neue Therapiefelder erschlossen werden. Damit wird die Position des Universitätsklinikums als treibende Kraft der Hochschulmedizin und der Gesundheitsversorgung im Rhein-Main-Gebiet weiter ausgebaut.

„Die Neurochirurgische Klinik will im Schwerpunkt zerebrovaskuläre Erkrankungen mit Störungen der Blutversorgung heilen, Tumoren von Gehirn und Wirbelsäule sowie Epilepsie. Hinzu kommen die pädiatrische Neurochirurgie und die Neurorestoration. Die Klinikentwicklung wird basieren auf den Strategiefeldern Interdisziplinarität, technologische Innovation sowie Überführung von Forschungsergebnissen in die Anwendung“, erklärt Prof. Czabanka sein Vorhaben.

„Wir freuen uns sehr, Prof. Czabanka für unser Universitätsklinikum gewonnen zu haben. Mit seinen herausragenden operativen Fähigkeiten, den klinischen Qualitätsstandards und seinem Fokus auf Interdisziplinarität ist er der beste Kandidat für die Stelle des Direktors unserer Neurochirurgischen Klinik und wird das ohnehin herausragende Niveau dieser Klinik durch gezielte Modernisierung von Verfahrensweisen vorantreiben“, betont Prof. Jürgen Graf, Ärztlicher Direktor und Vorstandsvorsitzender des Universitätsklinikum Frankfurt. Auch Prof. Stefan Zeuzem, Dekan des Fachbereichs Medizin der Goethe-Universität, freut sich über den neuen Lehrstuhlinhaber: „Prof. Czabanka bringt mit seinem akademischen Werdegang die besten Voraussetzungen mit, die wissenschaftliche Erfolgsgeschichte der Neurochirurgie um viele Kapitel fortzuschreiben.“

Für das Frankfurter Hirntumorzentrum, eines der aktivsten in Forschung und klinischen Studien in Deutschland, bedeutet die Berufung von Prof. Czabanka einen Meilenstein. „Wir wollen gemeinsam für die Patienten in Frankfurt und der Region eine optimale Behandlung anbieten und schneller zu einer Verbesserung der Therapiemöglichkeiten gelangen“, sagt Prof. Joachim Steinbach, Sprecher des Hirntumorzentrums und Mitglied des Executive Board des Universitären Centrum für Tumorerkrankungen (UCT) Frankfurt.

Vita: Stationen und Kennzahlen

Prof. Czabanka studierte und promovierte an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg. Im Anschluss habilitierte er sich 2013 an der Charité Universitätsmedizin Berlin, wo er im August 2019 zum außerplanmäßigen Professor ernannt wurde. Zuvor waren seine Stationen Assistenzarzt am Universitätsklinikum Mannheim und in der Neurochirurgischen Klinik der Charité, wo er 2012 seine Facharztausbildung abschloss. 2012 wurde er dort Oberarzt und 2015 Leitender Oberarzt. 2019 übernahm er schließlich die Position des stellvertretenden Klinikdirektors am Charité-Campus Benjamin Franklin.

Prof. Czabanka ist Mitglied und im Vorsitz zahlreicher Fachgesellschaften und hat zahlreiche akademische Publikationen veröffentlicht. Außerdem ist er Dozent für die Deutsche Wirbelsäulengesellschaft. Auch war er in der Promotionskommission der Charité und Staatsexamensprüfer für das Landesamt für Gesundheit und Soziales Berlin. Prof. Czabanka wurde bereits mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Forschungspreis der Deutschen Akademie für Neurochirurgie. Er hat über eine halbe Million Euro Forschungsfördermittel eingeworben, zahlreiche Doktoranden erfolgreich betreut und Fachwissen in weit über 400 Stunden Lehre vermittelt.

Der neue Lehrstuhlinhaber ist verheiratet und Vater zweier Kinder. Die Freizeit verbringt er mit seiner Familie beim Sport und Wandern.

FÖRDERVEREIN DES KLINIKUMS DARMSTADT E.V. –
WECHSEL DES VORSITZENDEN

Auf Prof. Dr. Rupert Bauersachs folgt Prof. Dr. Christian Weiß als erster Vorsitzender des Vereins der Freunde und Förderer des Klinikums Darmstadt e.V.

Prof. Dr. Rupert Bauersachs hat bei der letzten Mitgliederversammlung des Vereins der Freunde und Förderer des Klinikums Darmstadt e.V. seinen Rückzug als erster Vorsitzender vollzogen. Bauersachs, der noch bis zum 30. Mai 2021 Direktor der Klinik für Gefäßmedizin – Angiologie am Klinikum Darmstadt ist, hat den Förderverein XXX Jahre als Vorsitzender geleitet. Unter ihm hat sich der Verein in den letzten Jahren mit Großspenden vor allem für die Neugeborenen-Intensivmedizin und -Versorgung hervorgetan. So konnte ein flugtauglicher Transportinkubator gekauft werden, mit dem Früh- und Neugeborene sicher und schnell ins Klinikum Darmstadt oder in ein Spezialkrankenhaus (zum Beispiel Herzchirurgie) auch mit dem Hubschrauber transportiert werden können. Zur Übung von Notfällen bei Frühgeborenen konnte eine lebensechte Simulationspuppe erworben werden, an der Teams des im Klinikum Darmstadt angesiedelten Perinatalzentrums und der Zentralen Notaufnahme geschult werden.

Als neuer Vorsitzender folgt Prof. Dr. Christian Weiß, der zugleich Direktor des Instituts für Radioonkologie und Strahlentherapie am Klinikum Darmstadt ist.

Prof. Bauersachs bleibt dem Verein als Beisitzender erhalten.

Der Verein der Freunde und Förderer des Klinikums Darmstadt e.V. unterstützt das Klinikum und die Emilia Seniorenresidenz bei der Weiterentwicklung, ermöglicht Anschaffungen medizinischer Geräte und ergänzender Ausrüstung, fördert den Austausch von Ideen und Impulsen sowie die Vernetzung und initiiert Projekte und Veranstaltungen.

Mehr Infos zum Förderverein finden Sie unter: www.klinikum-darmstadt.de – Suchwort Förderverein.

Jede Spende hilft! Spendenkonto bei der Sparkasse Darmstadt
IBAN: DE13 5085 0150 0000 7367 24 , BIC: HELADEF1DAS

kkm IN DER SCHILDDRÜSEN- UND NEBENSCHILDDRÜSENCHIRURGIE FÜHREND

Prof. Dr. med. Theresia Weber Chefärztin der Klinik für endokrine Chirurgie
Prof. Dr. med. Theresia Weber Chefärztin der Klinik für endokrine Chirurgie

Prof. Dr. med. Theresia Weber setzt mit Leitlinie nationale Standards in der operativen Therapie von Erkrankungen der Nebenschilddrüsen

(Mainz, 12.04.2021, cb) In der Klinik für Endokrine Chirurgie am Katholischen Klinikum Mainz (kkm) werden jährlich mehr als 450 Schilddrüsen- und Nebenschilddrüsenoperationen durchgeführt. Laut der aktuellen weißen Liste, einer Auswertung der Qualitätsberichte aller deutschen Kliniken durch die unabhängige Bertelsmann Stiftung, entspricht dies der größten Fallzahl in Rheinland-Pfalz. Die Expertise der Chefärztin der Klinik, Prof. Dr. med. Theresia Weber, ist aber auch in Fachkreisen gefragt. Gemeinsam mit zwei Kolleginnen, Prof. Dr. med. Cornelia Dotzenrath aus Wuppertal und Prof. Dr. med. Kerstin Lorenz aus Halle, hat sie gerade die neue Leitlinie zur Operativen Therapie des primären und renalen Hyperparathyreoidismus koordiniert, die nun Ärzten und Patienten Orientierung gibt.

Der primäre und renale Hyperparathyreoidismus sind eine Überfunktion der Nebenschilddrüsen und können entweder durch Zellveränderungen in den Nebenschilddrüsen selbst (primär) oder durch als Folge eines chronischen Nierenversagens bei Dialysepatienten (renal) entstehen. Die Folgen sind ein erhöhter Calciumspiegel im Blut, der zu Folgeschäden wie Osteoporose, Nierensteinen oder Bluthochdruck führen kann.

„Vor allem für weibliche Patienten sind die häufig bestehenden psychischen Veränderungen, wie vermehrte Müdigkeit und Konzentrationsstörungen, sowie Stimmungsschwankungen bis hin zu depressiven Symptomen, besonders belastend“, erläutert Prof. Dr. med. Theresia Weber, die Chefärztin der Klinik für Endokrine Chirurgie am Katholischen Klinikum Mainz. Bereits im Jahr 2016 hatte die Leitlinie der amerikanischen Gesellschaft für endokrine Chirurgie (AAES) darauf hingewiesen, dass Überfunktionen der Nebenschilddrüsen noch immer zu selten diagnostiziert und behandelt werden. Dies unterstützt nun auch die deutschsprachige Leitlinie, die in Zusammenarbeit mit 32 Experten für Chirurgie, Endokrinologie, Nuklearmedizin und Pathologie aus Deutschland, Österreich und der Schweiz entstand. „Besteht ein häufig zufällig entdeckter, erhöhter Calciumspiegel im Blut, sollte eine Bestimmung des Parathormons, das in den Nebenschilddrüsen gebildet wird, erfolgen. Ist die Diagnose eines Hyperparathyreoidismus gesichert, folgen bildgebende Untersuchungen mit dem Ziel eine oder mehrere vergrößerte Nebenschilddrüsen darzustellen. Durch eine operative Therapie gelingt es, bei entsprechender chirurgischer Expertise, die Erkrankung in mehr als 97% zu heilen“, erläutert Prof. Weber weiter.

„Eine optimale Patientenversorgung und -betreuung sind für uns das A und O und somit gleichzeitig auch unsere tägliche Herausforderung“, erläutert der Ärztliche Direktor des Katholischen Klinikums Mainz, Prof. Dr. med. Jörn O. Balzer, MHBA. „Die Patienten erwarten nicht nur eine fachlich kompetente und auch eine sichere Behandlung. Daher freuen wir uns sehr über das sehr gute Ergebnis der Klinik für Endokrine Chrirurgie in der Weißen Liste und sind stolz auf Frau Prof. Weber, dass Sie maßgeblich die Standards für die Behandlung der Überfunktion der Nebenschilddrüse mitdefiniert.“