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SANA-Patientenakademie – ONLINE

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Fettleber – muss ich mir Sorgen machen?

Termin:         Dienstag, 07. Dezember 2021 um 18 Uhr

Referent:       PD Dr. med. Edris Wedi
Chefarzt der Klinik für Gastroenterologie, Gastrointestinale Onkologie und Interventionelle Endoskopie

Leberverfettungen sind die häufigsten Lebererkrankungen in den westlichen Industrienationen. Oft wird dem Patienten allein aufgrund eines erhöhten Leberfettwertes fälschlicherweise ein Alkoholmissbrauch unterstellt. Doch hinter erhöhten Leberwerten unklarer Ursache verbirgt sich nicht selten eine ungesunde Lebensweise, und zwar eine Fehlernährung, Übergewicht, Diabetes oder mangelnde körperliche Aktivität. Eine Fettleber ruft meist keine Symptome hervor, hat aber teils gravierende Folgen und führt auf Dauer zu einer Einschränkung der Leberfunktion. Der Betroffene selbst merkt erst etwas davon, wenn sich das Organ vergrößert und schwerer wird. In fortgeschrittenem Stadium können Übelkeit, Erbrechen, Völlegefühl, Druckgefühl im rechten Oberbauch und im schlimmsten Fall eine Entzündung vorkommen. Eine solche Leberentzündung nennt man auch Hepatitis. Doch wie kommt es zu einer vermehrten Fetteinlagerung in den Leberzellen und wann ist dies wirklich gefährlich?

Privatdozent Dr. med. Edris Wedi, Chefarzt der Medizinischen Klinik II, wird in seinen kurzen Vortrag auf Ursachen, Diagnostik und Therapiemöglichkeiten eingehen. Im Anschluss steht er gerne für Fragen gerne zur Verfügung.

Die Veranstaltung findet online über die Plattform „MS-Teams“ statt. Die Teilnahme ist kostenlos – den Einwahllink finden Interessierte auf www.sana.de/offenbach/gut-zu-wissen/veranstaltungen.

ONLINE Patientenakademie Sana Klinikum OF

Hashimoto-Thyreoiditis (Schilddrüse): Klinik, Diagnose und Therapie

Termin:           Dienstag, 16. November, 18 Uhr

Ort:                 ONLINE

Referent:        Oberarzt Dr. med. Tilmann Kirchner

Zentralinstitut für Diagnostische und Interventionelle Radiologie und Nuklearmedizin

Offenbach, 12. November 2021. Die chronische Entzündung der Schilddrüse (Hashimoto-Thyreoiditis) gilt inzwischen als „Volkskrankheit“, denn sie zählt zu den am häufigsten und bekanntesten Autoimmunerkrankungen im Erwachsenenalter. Sie führt durch Fehlsteuerung des eigenen Immunsystems zu einer Beschädigung des Schilddrüsengewebes und schließlich zu einer Schilddrüsenunterfunktion, die aber mit künstlichen Schilddrüsenhormonen in der Regel gut ausgeglichen werden kann. Entscheidend ist es, die Autoimmunentzündung möglichst früh zu diagnostizieren.

Die entsprechende Diagnostik erfolgt  in den meisten Fällen durch Bluttests oder eine Ultraschalluntersuchung. Die medikamentöse Behandlung mit Hormonen verläuft normalerweise problemlos. Doch gerade bei akuten Verläufen erweist sich die Abgrenzung zu anderen entzündlichen Erkrankungen der Schilddrüse oft als schwierig, weshalb sehr genaue ärztliche Untersuchungen erforderlich sind. Die Krankheit fällt, neben „klassischen“ Symptomen einer Schilddrüsenunterfunktion, nicht selten auch durch lokale Beschwerden auf. So können zum Beispiel bei Frauen über 50 die Symptome von Schilddrüsenentzündungen wie Schwitzen, Antriebsschwäche oder Müdigkeit häufig vorschnell dem sich verändernden weiblichen Hormonhaushalt in den „Wechseljahren“ zugeschrieben werden, sodass eine Schilddrüsenentzündung unerkannt bleibt.

Im Rahmen der Patientenakademie informiert Dr. med. Tilmann Kirchner, Oberarzt des Zentralinstitutes für Diagnostische und Interventionelle Radiologie und Nuklearmedizin am Sana Klinikum Offenbach, über Hashimoto-Thyreoiditis und geht dabei insbesondere auf die Diagnose und verschiedenen Therapiemöglichkeiten der Autoimmunkrankheit der Schilddrüse ein. Im Anschluss an den Vortrag steht der Referent gerne zur Beantwortung von Fragen der Teilnehmer zur Verfügung.

Die Veranstaltung findet am 16. November um 18 Uhr online über die Plattform „MS-Teams“ statt. Die Teilnahme ist kostenlos – den Einwahllink finden Interessierte auf www.sana.de/offenbach/gut-zu-wissen/veranstaltungen.

03.11. Telefonsprechstunde
Durchbrüche durch die Bauchwand optimal behandeln

Ärzte des Universitätsklinikums Heidelberg, der GRN Gesundheitszentren Rhein-Neckar gGmbH und des Kreiskrankenhauses Bergstraße klären auf / Telefon-Sprechstunden zu verschiedenen Aspekten der Hernien am 3. November / Bundesweiter Aktionstag der Hernien Selbsthilfe Deutschland e.V.

Oftmals zeigt sich zunächst nur eine deutliche Beule auf dem Bauch oder in der Leistenregion – bei sogenannten Hernien besteht eine Lücke im Bauchfell oder der Bauchwand, durch die sich Teile von Organen schieben. Unbeachtet können sie sich vergrößern und die betroffenen Organe massiv beeinträchtigen. Rauchen, Diabetes, starkes Übergewicht, aber auch Schwangerschaft, genetische Veranlagung und andere Erkrankungen begünstigen das Auftreten einer Hernie. Doch welche Möglichkeiten haben Betroffene, um das Auftreten einer Hernie zu vermeiden? Wann ist eine operative Behandlung der Hernie empfehlenswert und wie gelingt eine möglichst schnelle Genesung nach einer Operation? Antworten auf diese Fragen liefern Experten des Universitätsklinikums Heidelberg (UKHD), der GRN Gesundheitszentren Rhein-Neckar gGmbH und des Kreiskrankenhauses Bergstraße anlässlich des Bundesweiten „Tag der Hernien“ am 3. November von 16 Uhr bis 18 Uhr. Sie stehen zu dieser Zeit für Betroffene in einer Telefonsprechstunde zur Verfügung. Die Teilnahme ist kostenlos.

Themen und Ansprechpartner

Hiatushernie: brauche ich eine Operation?
PD Dr. Franck Billmann [1]
Tel.: 06221 56 34411

Wie vermeide ich die Entstehung einer Hernie?
Dr. Matthias Hassenpflug [1], [2]
Tel.: 07261 66 17400

Narbenbrüche sicher wiederherstellen: wie? 
Prof. Dr. Friedrich Kallinowski [1]
Tel.: 06221 56 37480

Leistenbruch operieren: schnell wieder fit? 
Dr. Thorsten Löffler [3]
Tel.: 06271 83213

Nabelhernie: immer operieren?
Prof. Dr. Simon Schimmack [1], [4]
Tel.: 06252 701 213

[1] Klinik für Allgemein-, Viszeral und Transplantationschirurgie am UKHD
[2] Chirurgie an der GRN-Klinik Sinsheim
[3] Chirurgie an der GRN-Klinik Eberbach
[4] Allgemein- und Viszeralchirurgie am Kreiskrankenhaus Bergstraße, Heppenheim

Hernien – im Ernstfall gut behandelbar Brüche, wie Hernien auch bezeichnet werden, sind häufig. Allein von einem Leistenbruch – die häufigste Form der Hernie – sind ein Viertel der Männer und etwa 2 Prozent der Frauen im Laufe ihres Lebens betroffen. Die Behandlung erfolgt operativ: „Die Lücke in der Bauchwand wird mit einer Naht verschlossen und zusätzlich in der Regel mit einem feinen Kunststoffnetz verstärkt“, erklärt Prof. Dr. Friedrich Kallinowski, Oberarzt an der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Transplantationschirurgie am UKHD. „Dafür stehen verschiedene Verfahren zur Verfügung, mit denen sich der Bruch gut behandeln lässt und einem Rückfall zuverlässig vorgebeugt werden kann“, so Kallinowski. Wird ein Bruch nicht behandelt, kann er im Laufe der Zeit größer werden und deutlicher hervortreten. In Einzelfällen können sich auch schwerwiegende Komplikationen entwickeln. Dazu gehören beispielsweise ein Darmverschluss, der mit heftigen Schmerzen, Übelkeit und Erbrechen einhergeht oder auch eine Bauchfellentzündung. Nicht jeder Bruch muss aber operiert werden. Treten keine Beschwerden auf und ist das Risiko für Komplikationen gering, kann auf eine Operation verzichtet werden. „Das geeignete Vorgehen muss mit jeder Patientin und jedem Patienten im Einzelfall abgestimmt werden. Deswegen sollte eine Hernie immer von einem Fachchirurgen begutachtet werden. Falls ein Eingriff notwendig ist, lassen sich Hernien zuverlässig und gut verträglich behandeln“, so Kallinowski.

TOP-MEDIZINER AM KLINIKUM DARMSTADT

Aussenplakat Klinikum Darmstadt. Foto: Klinikum Damstadt

Acht Ärzte werden in dreizehn Fachbereichen von der
Focus-Ärzteliste 2021 empfohlen

Acht Klinikdirektoren des Klinikums Darmstadt werden von der Focus Ärzteliste 2021 empfohlen (Heft 4/2021). Sie gehören damit laut Focus zu den führenden Ärzten Deutschlands.

Ganz neu unter den Top-Medizinern ist PD Dr. Karsten Geletneky für Neurochirurgie gelistet. Die weiteren Ausgezeichneten sind: PD Dr. Sven Ackermann für Brustkrebs, PD Dr. Farzin Adili für Gefäßchirurgie, Prof. Dr. Karl Heinz Emmerich für Lidkorrektur, Prof. Dr. Dietmar Lorenz für Antirefluxchirurgie, für Magen-Darm-Trakt-Chirurgie sowie Gallenblasen-, Gallenwegschirurgie, PD Dr. Maurizio Podda für Botox&Filler sowie für Fettabsaugung und Lippenkorrektur und Dr. Georg Frey für Neonatologie. Die Klinik der Darmstädter Kinderkliniken Prinzessin Margaret, die er leitet, befindet sich im Klinikum Darmstadt und bildet mit der Frauenklinik das Südhessische Perinatalzentrum Level 1. Prof. Dr. Rupert Bauersachs, Top-Mediziner 2021 für Beingefäße PAVK, Angilogie und Venenleiden ist aus Altersgründen seit Ende Mai nicht mehr im Klinikum, seitdem führt PD Dr. Jörg Herold die Gefäßklinik – Angiologie.

„Wir freuen uns sehr, dass acht unserer Ärzte zu den Top-Medizinern Deutschlands gehören und ausgezeichnet sind. Diese Auszeichnungen stehen auch für die Qualität der Kliniken und der Teams, die sich um die Behandlung und Versorgung der Patient*innen kümmern. Und sie stehen für die guten Arbeitsbedingungen im Klinikum Darmstadt, die die Basis bilden für exzellente Qualität“, bekräftigt Geschäftsführer Clemens Maurer.

Das FOCUS Gesundheitsmagazin nennt jährlich die bundesweit besten Ärzte in unterschiedlichen medizinischen Fachdisziplinen und erstellt eine Übersicht über die führenden Spezialisten für verschiedene individuelle Erkrankungen. In 2021 sind das 4242 Medizinerinnen und Mediziner aus 123 Fachbereichen. Dafür gehen bei der, laut Focus, unabhängigen Datenerhebung große Umfragen in Zusammenarbeit mit medizinischen Fachgesellschaften, wissenschaftliche Publikationen sowie Empfehlungen von Patientenverbänden, Selbsthilfegruppen, Klinikchefs, Oberärzten/-ärztinnen und niedergelassenen Mediziner/innen in die Bewertung ein. Die Focus-Liste, erhoben vom neuen Partner Fact Field, will Betroffenen und deren Angehörigen helfen, die richtigen Ansprechpersonen für ihr gesundheitliches Problem zu finden.

Mehr Infos zu den ausgezeichneten Ärzten finden Sie auf unserer Website www.klinikum-darmstadt.de

Mehr Infos zum Erhebungsverfahren unter: factfield.de


KLINIKUM DARMSTADT – NEUER PFLEGEDIREKTOR

Portrait Michele Tarquinio
Michele Tarquinio Espadas – Klinikum Darmstadt

Michele Tarquinio Espadas ist neuer Pflegedirektor des Klinikums Darmstadt

Michele Tarquinio Espadas ist seit dem 1. Juni 2021 neuer Pflegedirektor am Klinikum Darmstadt und leitet damit die größte Berufsgruppe mit mehr als 1100 Mitarbeitenden. Zugleich gehört er dem Team der Krankenhausleitung an, das mit der Geschäftsführung die strategische Steuerung des kommunalen Krankenhauses verantwortet.

„Das Klinikum Darmstadt hat mich überzeugt aufgrund seiner herausgehobenen Bedeutung in der Gesundheitsversorgung und weil es als Lehrkrankenhaus für Pflege für ein modernes Pflege- und Führungsverständnis steht. Die konzeptionelle wie auch strategische Weiterentwicklung des Pflege- und Funktionsdienstes ist für mich eine reizvolle Herausforderung“, sagt der 50-jährige, der für dies neue Aufgabe mit seiner Partnerin nach Darmstadt gezogen ist.

Tarquinio war zuletzt Pflegedirektor an den Sana Kliniken Lübeck, seit 2017. Seine Karriere in der Pflege hat er in Wunstorf bei Hannover mit der Ausbildung zum Gesundheits- und Krankenpfleger begonnen. Sein beruflicher Weg startete im Herz- und Diabeteszentrum NRW Bad Oeynhausen als Pfleger, dort bildetet er sich zum Fachpfleger Intensiv- und Anästhesie weiter und wechselte 2009 in die Stabstelle der Unternehmensentwicklung im Unternehmen. Im Anschluss wechselte Michele Tarquinio als Pflegedirektor dreier Häuser zur AMEOS Gruppe. Ab 2015 übernahm er die Verantwortung als Pflegedirektor für acht Standorte der AMEOS Region West in Niedersachsen und Bremen. In 2011 schloss er ein Pflegemanagement-Studium an der Hochschule Osnabrück und in 2014 ein Master-Studium Health-Administration an der Universität zur Bielefeld ab. Zudem ist er ausgebildeter Professional Coach. 

„Michele Tarquinio übernimmt als erfahrener Pflegedirektor bei uns die Verantwortung. Wir freuen uns, dass wir nicht nur einen ausgewiesenen Fachmann für unser Klinikum gewinnen konnten, sondern auch einen Menschen, der in unser Krankenhaus bestens passt“, sagen die Geschäftsführer Clemens Maurer und Prof. Dr. Nawid Khaladj.

„Die Herausforderung des Fachkräftemangels in der Pflege und die Transformation, die die Digitalisierung mit sich bringt, sind spannende Themen, die ich bestmöglich für die Pflege und die Patienten umsetzen und begleiten möchte. Hervorragende professionelle Pflege in multiprofessionellen Teams bei hoher Mitarbeitendenzufriedenheit, das sind meine Ziele“, führt Michele Tarquinio aus. 

Besonders angetan ist der neue Pflegedirektor vom bereits im Klinikum Darmstadt aufgebauten interdisziplinären Pflegekonzept: Pflegewissenschaftler, Fallmanager, Advanced Practice Nurses, die über erweiterte Fachkompetenzen und soziale Kompetenzen verfügen, sowie eine hohe Weiterbildungs- und Akademisierungsbereitschaft zeichne die Pflege im Klinikum aus, sagt er. „Das Klinikum Darmstadt ist gerade für Pflegekräfte auch in den Intensiv-, Notaufnahme und OP-Bereichen ein äußerst attraktiver Arbeitgeber mit vielfältigsten Karrierechancen. Daran will ich gemeinsam mit meinem Team weiter arbeiten!“

MIT NEUER KRAFT GEGEN HIRNTUMOREN

Prof. Marcus Czabanka neuer Direktor der Klinik für Neurochirurgie am Universitätsklinikum Frankfurt

Zum Welthirntumortag am 08. Juni 2021 präsentiert das Universitätsklinikum Frankfurt mit Prof. Marcus Czabanka den neuen Direktor der Klinik für Neurochirurgie. Einer seiner Schwerpunkte: die Behandlung von Hirntumoren, die zu den am schwersten therapierbaren onkologischen Erkrankungen zählen.

Prof. Marcus Czabanka ist seit dem 01. April 2021 neuer Direktor der Klinik für Neurochirurgie. Die klinischen Schwerpunkte sind zum einen die Behandlung von Gefäßerkrankungen des Gehirns, insbesondere von Aneurysmen und Fehlbildungen. Sein zweiter Fokus liegt auf den Tumorerkrankungen von Gehirn, Rückenmark und Wirbelsäule. Im Vordergrund steht hier die chirurgische Therapie von hirneigenen Tumoren, Schädelbasistumoren und Metastasen. Die interdisziplinär-chirurgische Behandlung von Wirbelsäulenerkrankungen und -tumoren ist sein drittes Standbein. Prof. Czabanka war zuvor stellvertretender Direktor der Neurochirurgischen Klinik der Charité in Berlin.

Welthirntumortag 2021

Primäre Tumoren des Gehirns sind relativ selten mit jährlich etwa 8.000 neu erkrankten Patientinnen und Patienten in Deutschland. Eine weit größere Zahl leidet unter Hirnmetastasen ausgehend von häufigeren Tumorkrankheiten wie Lungen- oder Brustkrebs und Melanomen. „Hirntumoren gehören zu den am schwersten zu therapierenden Tumorleiden. Insbesondere maligne hirneigene Tumoren weisen häufig ein aggressives Verhalten auf und sind leider trotz intensiver Behandlung bis heute noch oft unheilbar“, betont Prof. Czabanka anlässlich des Welthirntumortags, der auf diese schwerwiegenden Diagnosen aufmerksam machen will.

Neurochirurgie der Zukunft entwickeln

„Die Entscheidung, Teil des Universitätsklinikum Frankfurt zu werden, fiel mir sehr leicht“, berichtet Prof. Czabanka. „Insbesondere in der Neuromedizin hat die Einrichtung national und international Leuchtturmcharakter. Die engen Kooperationen zwischen den Neurofächern, innerhalb der Universität und der Rhein-Main-Wissenschaftslandschaft, sind die ideale Plattform, um die akademische Neurochirurgie der Zukunft zu stärken und weiterzuentwickeln.“ Sein Ziel ist es, die Klinik fortwährend zum Aushängeschild für innovative, patientenorientierte und wissenschaftsbasierte Neurochirurgie zu machen. So sollen die neurochirurgischen Behandlungsmöglichkeiten fortlaufend optimiert und neue Therapiefelder erschlossen werden. Damit wird die Position des Universitätsklinikums als treibende Kraft der Hochschulmedizin und der Gesundheitsversorgung im Rhein-Main-Gebiet weiter ausgebaut.

„Die Neurochirurgische Klinik will im Schwerpunkt zerebrovaskuläre Erkrankungen mit Störungen der Blutversorgung heilen, Tumoren von Gehirn und Wirbelsäule sowie Epilepsie. Hinzu kommen die pädiatrische Neurochirurgie und die Neurorestoration. Die Klinikentwicklung wird basieren auf den Strategiefeldern Interdisziplinarität, technologische Innovation sowie Überführung von Forschungsergebnissen in die Anwendung“, erklärt Prof. Czabanka sein Vorhaben.

„Wir freuen uns sehr, Prof. Czabanka für unser Universitätsklinikum gewonnen zu haben. Mit seinen herausragenden operativen Fähigkeiten, den klinischen Qualitätsstandards und seinem Fokus auf Interdisziplinarität ist er der beste Kandidat für die Stelle des Direktors unserer Neurochirurgischen Klinik und wird das ohnehin herausragende Niveau dieser Klinik durch gezielte Modernisierung von Verfahrensweisen vorantreiben“, betont Prof. Jürgen Graf, Ärztlicher Direktor und Vorstandsvorsitzender des Universitätsklinikum Frankfurt. Auch Prof. Stefan Zeuzem, Dekan des Fachbereichs Medizin der Goethe-Universität, freut sich über den neuen Lehrstuhlinhaber: „Prof. Czabanka bringt mit seinem akademischen Werdegang die besten Voraussetzungen mit, die wissenschaftliche Erfolgsgeschichte der Neurochirurgie um viele Kapitel fortzuschreiben.“

Für das Frankfurter Hirntumorzentrum, eines der aktivsten in Forschung und klinischen Studien in Deutschland, bedeutet die Berufung von Prof. Czabanka einen Meilenstein. „Wir wollen gemeinsam für die Patienten in Frankfurt und der Region eine optimale Behandlung anbieten und schneller zu einer Verbesserung der Therapiemöglichkeiten gelangen“, sagt Prof. Joachim Steinbach, Sprecher des Hirntumorzentrums und Mitglied des Executive Board des Universitären Centrum für Tumorerkrankungen (UCT) Frankfurt.

Vita: Stationen und Kennzahlen

Prof. Czabanka studierte und promovierte an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg. Im Anschluss habilitierte er sich 2013 an der Charité Universitätsmedizin Berlin, wo er im August 2019 zum außerplanmäßigen Professor ernannt wurde. Zuvor waren seine Stationen Assistenzarzt am Universitätsklinikum Mannheim und in der Neurochirurgischen Klinik der Charité, wo er 2012 seine Facharztausbildung abschloss. 2012 wurde er dort Oberarzt und 2015 Leitender Oberarzt. 2019 übernahm er schließlich die Position des stellvertretenden Klinikdirektors am Charité-Campus Benjamin Franklin.

Prof. Czabanka ist Mitglied und im Vorsitz zahlreicher Fachgesellschaften und hat zahlreiche akademische Publikationen veröffentlicht. Außerdem ist er Dozent für die Deutsche Wirbelsäulengesellschaft. Auch war er in der Promotionskommission der Charité und Staatsexamensprüfer für das Landesamt für Gesundheit und Soziales Berlin. Prof. Czabanka wurde bereits mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Forschungspreis der Deutschen Akademie für Neurochirurgie. Er hat über eine halbe Million Euro Forschungsfördermittel eingeworben, zahlreiche Doktoranden erfolgreich betreut und Fachwissen in weit über 400 Stunden Lehre vermittelt.

Der neue Lehrstuhlinhaber ist verheiratet und Vater zweier Kinder. Die Freizeit verbringt er mit seiner Familie beim Sport und Wandern.

FÖRDERVEREIN DES KLINIKUMS DARMSTADT E.V. –
WECHSEL DES VORSITZENDEN

Auf Prof. Dr. Rupert Bauersachs folgt Prof. Dr. Christian Weiß als erster Vorsitzender des Vereins der Freunde und Förderer des Klinikums Darmstadt e.V.

Prof. Dr. Rupert Bauersachs hat bei der letzten Mitgliederversammlung des Vereins der Freunde und Förderer des Klinikums Darmstadt e.V. seinen Rückzug als erster Vorsitzender vollzogen. Bauersachs, der noch bis zum 30. Mai 2021 Direktor der Klinik für Gefäßmedizin – Angiologie am Klinikum Darmstadt ist, hat den Förderverein XXX Jahre als Vorsitzender geleitet. Unter ihm hat sich der Verein in den letzten Jahren mit Großspenden vor allem für die Neugeborenen-Intensivmedizin und -Versorgung hervorgetan. So konnte ein flugtauglicher Transportinkubator gekauft werden, mit dem Früh- und Neugeborene sicher und schnell ins Klinikum Darmstadt oder in ein Spezialkrankenhaus (zum Beispiel Herzchirurgie) auch mit dem Hubschrauber transportiert werden können. Zur Übung von Notfällen bei Frühgeborenen konnte eine lebensechte Simulationspuppe erworben werden, an der Teams des im Klinikum Darmstadt angesiedelten Perinatalzentrums und der Zentralen Notaufnahme geschult werden.

Als neuer Vorsitzender folgt Prof. Dr. Christian Weiß, der zugleich Direktor des Instituts für Radioonkologie und Strahlentherapie am Klinikum Darmstadt ist.

Prof. Bauersachs bleibt dem Verein als Beisitzender erhalten.

Der Verein der Freunde und Förderer des Klinikums Darmstadt e.V. unterstützt das Klinikum und die Emilia Seniorenresidenz bei der Weiterentwicklung, ermöglicht Anschaffungen medizinischer Geräte und ergänzender Ausrüstung, fördert den Austausch von Ideen und Impulsen sowie die Vernetzung und initiiert Projekte und Veranstaltungen.

Mehr Infos zum Förderverein finden Sie unter: www.klinikum-darmstadt.de – Suchwort Förderverein.

Jede Spende hilft! Spendenkonto bei der Sparkasse Darmstadt
IBAN: DE13 5085 0150 0000 7367 24 , BIC: HELADEF1DAS

kkm IN DER SCHILDDRÜSEN- UND NEBENSCHILDDRÜSENCHIRURGIE FÜHREND

Prof. Dr. med. Theresia Weber Chefärztin der Klinik für endokrine Chirurgie
Prof. Dr. med. Theresia Weber Chefärztin der Klinik für endokrine Chirurgie

Prof. Dr. med. Theresia Weber setzt mit Leitlinie nationale Standards in der operativen Therapie von Erkrankungen der Nebenschilddrüsen

(Mainz, 12.04.2021, cb) In der Klinik für Endokrine Chirurgie am Katholischen Klinikum Mainz (kkm) werden jährlich mehr als 450 Schilddrüsen- und Nebenschilddrüsenoperationen durchgeführt. Laut der aktuellen weißen Liste, einer Auswertung der Qualitätsberichte aller deutschen Kliniken durch die unabhängige Bertelsmann Stiftung, entspricht dies der größten Fallzahl in Rheinland-Pfalz. Die Expertise der Chefärztin der Klinik, Prof. Dr. med. Theresia Weber, ist aber auch in Fachkreisen gefragt. Gemeinsam mit zwei Kolleginnen, Prof. Dr. med. Cornelia Dotzenrath aus Wuppertal und Prof. Dr. med. Kerstin Lorenz aus Halle, hat sie gerade die neue Leitlinie zur Operativen Therapie des primären und renalen Hyperparathyreoidismus koordiniert, die nun Ärzten und Patienten Orientierung gibt.

Der primäre und renale Hyperparathyreoidismus sind eine Überfunktion der Nebenschilddrüsen und können entweder durch Zellveränderungen in den Nebenschilddrüsen selbst (primär) oder durch als Folge eines chronischen Nierenversagens bei Dialysepatienten (renal) entstehen. Die Folgen sind ein erhöhter Calciumspiegel im Blut, der zu Folgeschäden wie Osteoporose, Nierensteinen oder Bluthochdruck führen kann.

„Vor allem für weibliche Patienten sind die häufig bestehenden psychischen Veränderungen, wie vermehrte Müdigkeit und Konzentrationsstörungen, sowie Stimmungsschwankungen bis hin zu depressiven Symptomen, besonders belastend“, erläutert Prof. Dr. med. Theresia Weber, die Chefärztin der Klinik für Endokrine Chirurgie am Katholischen Klinikum Mainz. Bereits im Jahr 2016 hatte die Leitlinie der amerikanischen Gesellschaft für endokrine Chirurgie (AAES) darauf hingewiesen, dass Überfunktionen der Nebenschilddrüsen noch immer zu selten diagnostiziert und behandelt werden. Dies unterstützt nun auch die deutschsprachige Leitlinie, die in Zusammenarbeit mit 32 Experten für Chirurgie, Endokrinologie, Nuklearmedizin und Pathologie aus Deutschland, Österreich und der Schweiz entstand. „Besteht ein häufig zufällig entdeckter, erhöhter Calciumspiegel im Blut, sollte eine Bestimmung des Parathormons, das in den Nebenschilddrüsen gebildet wird, erfolgen. Ist die Diagnose eines Hyperparathyreoidismus gesichert, folgen bildgebende Untersuchungen mit dem Ziel eine oder mehrere vergrößerte Nebenschilddrüsen darzustellen. Durch eine operative Therapie gelingt es, bei entsprechender chirurgischer Expertise, die Erkrankung in mehr als 97% zu heilen“, erläutert Prof. Weber weiter.

„Eine optimale Patientenversorgung und -betreuung sind für uns das A und O und somit gleichzeitig auch unsere tägliche Herausforderung“, erläutert der Ärztliche Direktor des Katholischen Klinikums Mainz, Prof. Dr. med. Jörn O. Balzer, MHBA. „Die Patienten erwarten nicht nur eine fachlich kompetente und auch eine sichere Behandlung. Daher freuen wir uns sehr über das sehr gute Ergebnis der Klinik für Endokrine Chrirurgie in der Weißen Liste und sind stolz auf Frau Prof. Weber, dass Sie maßgeblich die Standards für die Behandlung der Überfunktion der Nebenschilddrüse mitdefiniert.“